Börsenblick

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Aktuelle Analyse:
ThyssenKrupp: Jetzt nach Kurssturz rein oder nicht mal mit der Kneifzange?

ThyssenKrupp ist ein weltweit führender Industriekonzern mit den Schwerpunkten Stahlverarbeitung, Industriegüter und Dienstleistungen.

Die Tätigkeitsfelder reichen von Flach- und Edelstahl über den Handel mit Werk- und Rohstoffen bis hin zum Bau von Großanlagen, Schiffen, Aufzügen und Fahrtreppen. Daneben werden qualitativ hochwertige Komponenten für den Fahrzeug-, Anlagen- und Maschinenbau hergestellt und vertrieben.

Was muss man bei Zyklikern beachten?

Man muss sich nicht sehr viel mit Börse oder Wirtschaft beschäftigt haben, um zu wissen, dass dieses Geschäft zyklisch ist.
Unternehmen in der Stahl- oder Baubranche leiden besonders stark unter Rezessionen und Konjunkturdellen, sollten im Gegenzug aber auch überproportional vom Wirtschaftsaufschwung profitieren. Man futtert sich in guten Zeiten quasi ein Polster an.

So zumindest die Theorie und tatsächlich gelingt das auch den meisten Zyklikern. Ist davon aber nichts zu sehen, sollten alle Warnlichter starten. Denn kommt es dann zu einer Rezession, drohen schwerwiegende Probleme und entsprechende Kursverluste.

Wo steht ThyssenKrupp?

Leider kommt der Konzern seit der Finanzkrise nicht mehr vom Fleck. Damals brach der Umsatz von 53,43 auf 40,56 Mrd. Euro ein und seitdem stagniert er weitgehend.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr lag der Umsatz bei 41,45 Mrd. Euro und es wurde ein Verlust von 1,15 Euro je Aktie erzielt.

ThyssenKrupp ist es also nicht gelungen vom Aufschwung zu profitieren und sich ein Polster für schlechte Zeiten aufzubauen. Das lässt böses Erahnen, sollte es zu der Rezession kommen.

Im laufenden Geschäftsjahr erwartet man eine schwarze Null und anschließend wieder einen Gewinn von 1,50 Euro je Aktie. Natürlich immer unter der Bedingung, dass es nicht zu wirtschaftlichen Problemen kommt.

ThyssenKrupp käme nächstes Jahr dann auf ein KGV von 11.

Ein langfristiges Investment scheint nicht empfehlenswert, es gibt schlichtweg weitaus attraktivere Alternativen. Erfahrungsgemäß sollte man von Aktien, die 10 und mehr Jahre nicht vom Fleck kommen, die Finger lassen. Denn diese Unternehmen haben grundlegende strukturelle Probleme.

Gibt es auch ein „Pro“?

Das größte Argument für ThyssenKrupp ist die Aufzugssparte. Durch die weltweite Verstädterung dürfte die Nachfrage auf unabsehbare Zeit weiter steigen.

Der Markt von wenigen Akteuren beherrscht. Die fünf größten Hersteller haben gemeinsam einen Marktanteil von nahezu 80%. Thyssen Elevator liegt mit einem Jahresumsatz von 7,6 Mrd. Euro auf Platz fünf, doch man liegt nah beieinander. Der Marktführer Otis kommt aus 10,3 Mrd. Euro.

Die Margen in diesem Bereich sind hoch, die Bewertung der Konkurrenzunternehmen ebenfalls. Tatsächlich könnte die Sparte eigenständig fast so viel Wert sein, wie der Börsenwert von ThyssenKrupp.

Doch von dieser strategischen Option scheint keine Rede zu sein und bis dahin versickert der Gewinn der guten Unternehmensteile in den weniger profitablen. Sollte dieses Thema jemals ernsthaft auf den Tisch kommen, würde sich die Gesamtsituation schlagartig aber ändern.

Charttechnik und Trading

Anbei sehen Sie den 10-Jahres-Chart von ThyssenKrupp, der bereits ein Statement für sich ist.

Nach dem jüngsten Kurssturz ist die Aktie in der Unterstützungszone bei 16,25 – 16,80 Euro auf Interesse gestoßen. Gelingt ein nachhaltiger Anstieg über 16,80 Euro, wäre das ein erstes positives Zeichen. In diesen Fall wäre aus charttechnischer Sicht Platz bis 17,70 Euro.

Fällt die Aktie hingegen nachhaltig unter 16,25 Euro, droht der Abstieg. Mögliche Kursziele liegen bei 15,00 sowie 14,40 und in der breiten Unterstützungszone bei 13,30 – 12,50 Euro.

Chart vom 05.12.2018 Kurs: 16,58 Kürzel: TKA – Wochenkerzen | LYNX Online BrokerChart vom 05.12.2018 Kurs: 16,58 Kürzel: TKA – Wochenkerzen | LYNX Online Broker

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