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Aktienanalyse:
Thyssen Elevator können Sie vergessen: Otis!

Aktuelle Analyse der ThyssenKrupp Aktie

Schlimmer geht’s nimmer

Thyssen. In Webinaren und Seminaren nutze ich das Unternehmen gerne als Beispiel für schlechte Aktien.
Der Stahlkonzern bringt so ungefähr alles mit, was man nicht möchte. Einen seit etlichen Jahren stagnierenden Umsatz und Probleme mit der Profitabilität. Hohe Schulden, strukturelle Probleme, schwacher Cashflow, ein kapitalintensives Geschäft. Als Krönchen ist man auch noch konjunkturanfällig.

Deshalb läuft die Aktie auch nicht. Egal wie vermeintlich günstig man einsteigt, langfristig sitzt man auf Verlusten.
Will man als Investor erfolgreich sein, muss man auf Qualität setzen. Selbst für Trader wäre es ratsam. Sie werden bei Google leichter einen erfolgreichen Longtrade zustande bekommen als bei Thyssen.

Aber Elevator!

Der einzig wirklich wertvolle und profitable Unternehmensteil ist die Aufzugssparte. Eigenständig ist der Bereich mehr Wert, als der ganze Konzern.  Aus diesem Grund haben viele Anleger die Aktie gekauft.
Leider ist das ein Trugschluss, egal ob Verkauf, Abspaltung oder als Teil von Thyssen. Ich hatte es in früheren Analysen mehrfach geschrieben. Der Gewinn von Elevator versickert einfach in anderen Konzernbereichen.

Ebenso sind wir ausführlich auf eine mögliche Abspaltung, einen Verkauf oder Börsengang eingegangen. Auch hier war das Ergebnis eindeutig: Es gibt kaum Szenarien, in denen es den Aktionären von Thyssen überhaupt etwas bringt.

Auch das erscheint den meisten Anlegern im ersten Moment als unlogisch. Nehmen wir als Beispiel das Szenario einer Abspaltung inklusive Börsengang. Die Mittelzuflüsse würden einfach im Thyssen-Konzern verbrannt.
Und warum sollte man überhaupt die Thyssen-Aktie kaufen, wenn man per Erstnotiz auch einfach bei Elevator hätte einsteigen können?

Es geht noch schlimmer

Noch unattraktiver ist das jetzige Modell. Thyssen veräußert das beste Pferd im Stall.
Die Anteilseigner von Thyssen, also Sie als Aktionär, schauen in die Röhre. Man muss sich die Ankündigung des Stahlkonzerns nur durchlesen.
Ein Großteil des Verkaufserlös von 17,2 Mrd. Euro wird für die Tilgung von Schulden und die Begleichung von Pensionsverpflichtungen genutzt – nicht für Investitionen in die Zukunft.

Hier ein Auszug der Pressemitteilung:
thyssenkrupp plant, den Mittelzufluss in notwendigem Umfang zur Entschuldung und zur Senkung der Strukturkosten zu nutzen. Konkret sollen die Pensionsverpflichtungen des Unternehmens zum Teil ausfinanziert werden. […] Dadurch sollen die jährlichen Mittelabflüsse für Zins- und Pensionszahlungen deutlich sinken.

Auf diese Weise ließen sich die künftig wegfallenden positiven Cash-Beiträge des Aufzuggeschäfts zu einem Gutteil kompensieren.

Wie hört sich der letzte Satz für Sie an? Man stopft Löcher und kann den wegfallenden Cashflow von Elevator nicht komplett ausgleichen. Bei Thyssen wird es fortan also nicht besser. Bestes Pferd im Stall verkauft und den Erlös alten Problemen hinterhergeworfen.

Andernorts…

Kein Wunder also, dass die Thyssen-Aktie für Investoren die reine Katastrophe ist. Der Kurs ist heute auf einem Allzeittief, sogar niedriger als während der Finanzkrise oder 1995.

Zum Glück handelt man andernorts mit mehr Verstand. United Technologies und Raytheon fusionieren und in diesem Zug wird Otis eigenständig an die Börse gebracht.
Otis hat im Bereich Aufzüge einen Marktanteil von rund 20% und ist Marktführer. Gleichzeitig ist der Sektor ohnehin stark konsolidiert. Nur 4 Unternehmen teilen sich mehr als zwei Drittel des Weltmarktes.

Während die Öffentlichkeit bei Thyssen Elevator leer ausgeht, bekommt man jetzt eine Chance bei Otis. Die frühere Muttergesellschaft hat sich im Gegensatz zu Thyssen anlegerfreundlich verhalten und die Aktien an die bisherigen Anteilseigner ausgeschüttet.

Thyssen Elevator können Sie vergessen

Otis hat rückwirkend Zahlen vorgelegt. Demnach ist der Umsatz in den letzten drei Geschäftsjahren von 12,32 auf 13,12 Mrd. USD gestiegen. Die operative Marge ist mit 14% ordentlich.
Der freie Cashflow ist mit knapp 10% des Umsatzes stark. Zuletzt hat man 1,32 Mrd. USD erwirtschaftet

Das Ergebnis lag bei 2,26 USD je Aktie. Otis kommt derzeit also auf eine P/E von 19,4. Für ein stark aufgestelltes Unternehmen in einem konsolidierten, wachsenden und profitablen Markt ist das fair bis attraktiv.

Die größten Konkurrenten Kone und Schindler kommen jeweils auf ein KGV von ungefähr 30. Es wäre also noch Luft vorhanden.
Ebenso könnte man den Vergleich zu Thyssen Elevator ziehen. Otis ist nahezu anderthalbmal so groß, wird derzeit aber ähnlich bewertet. Sie können Elevator also vergessen, Otis wäre ohnehin attraktiver.
Die Aktie wird unter dem Tickersymbol OTIS an der NYSE gehandelt.

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Chart vom 09.04.2020 Kurs: 44,09 Kürzel: OTIS - Tageskerzen | LYNX Online BrokerChart vom 09.04.2020 Kurs: 99,58 Kürzel: TKA - Wochenkerzen | LYNX Online Broker

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