Börsenblick

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Aktienanalyse:
Hugo Boss: Short-Gewinne mitnehmen … oder dranbleiben?

Aktuelle Analyse der Hugo Boss Aktie

Salopp formuliert ist es die Angst vor dem „Schlimmer geht immer“, das die Anleger aus der Hugo Boss-Aktie heraus treibt und die Leerverkäufer mutig macht. Die Sorge, dass sich das bislang eher moderate Dämpfen vorheriger Prognosen ganz erheblich und rasant intensivieren könnte, wenn sich das Wachstum weiter abschwächt respektive vor allem Europa in die Rezession kippt. Immerhin agiert Hugo Boss im höherpreisigen Bereich der konjunktursensiblen Bekleidungsbranche. Und wer den Kursverlauf der Aktie über einen ausreichend langen Zeitraum zurückverfolgt, findet einstellige Notierungen am Ende der letzten rezessiven Phasen 2003 und 2009. Kann sich das wiederholen?

Bei konjunktursensiblen Aktien kann es das natürlich. Nur heißt das nicht, dass es so kommen muss. Zwar hat Hugo Boss am Donnerstagabend mit den vorläufigen Ergebnissen des dritten Quartals seine eigenen Erwartungen ein wenig senken müssen. Während der Umsatz moderat zulegte, lag der operative Gewinn unter den Konsens-Erwartungen. Und die jetzt ausgerufene Prognose für das operative Ergebnis von 330 bis 340 Millionen Euro liegt unter dem, was die Analysten bislang im Schnitt für 2019 vermutet haben. Aber bis zu einem Einbruch der Gewinne wäre es dennoch ein weiter Weg. Daher stellt sich die Frage, ob der massive Abstieg der Aktie nicht bereits mehr an Unbill vorweggenommen hat, als jetzt in den Büchern steht?

Expertenmeinung: Der Chart auf Wochenbasis zeigt, dass die Boss-Aktie am Donnerstag knapp unter dem Jahrestief 2016 und damit auf dem niedrigsten Level seit 2011 schloss. Aber diese vorläufigen Ergebnisse des dritten Quartals liefen erst nach Handelsende ein. Sollte sich die negative Reaktion im nachbörslichen, aber natürlich relativ umsatzarmen Handel halten, würde der Kurs heute noch einmal vier bis fünf Prozent tiefer ins Rennen gehen und dem Bruch des 2016er-Tiefs dadurch Signifikanz verleihen. Aber ist das dann eine Basis, um Short zu gehen?

Nach diesem Abstieg, den die Aktie seit Ende Juli von knapp 60 Euro vollzogen hat, erscheint das gewagt. Was da gestern Abend vorgelegt wurde, könnte – vielleicht – sogar weniger unerfreulich gewesen sein als das, was so mancher Anleger befürchtet bzw. mancher Leerverkäufer erhofft hatte. Daher: Diese Gemengelage ist zwar alles andere als geeignet, um hier bereits „bottom fishing“ zu betreiben, denn es ist nicht absehbar, ob sich die Gesamtsituation für Hugo Boss noch deutlich ungünstiger entwickelt oder nicht. Aber die Aktie ist weit genug gefallen, um die grundsätzliche Basis für eine Gegenreaktion zu bieten – und sei sie alleine durch die Eindeckungen der Gewinne seitens der Leerverkäufer hervorgerufen.

Daher würde es sich anbieten, die aufgelaufenen Short-Gewinne gezielt eng zu sichern. Wofür sich hier derzeit ein Stop Loss Short knapp über dem bisherigen Wochen-Verlaufshoch von 47,10 Euro anbieten würde. Denn würde die Aktie diesen Level überwinden, wäre auch die vorherige Supportlinie in Form des 2016er-Tiefs bei 46,00 Euro zurückerobert und damit die aktuell noch klar bärische Tendenz auf kurzfristiger Ebene neutralisiert.

Chart vom 10.10.2019, Kurs 44,77 Euro, Kürzel BOSS | LYNX Online-Broker

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