Börsenblick

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Aktuelle Analyse:
Euro/US-Dollar: Jetzt wird es hier richtig interessant!

Es scheint, die Zeit der verklausulierten Statements, in denen selbst zwischen den Zeilen dichter Nebel herrschte, ist vorbei. Bereits Janet Yellen hatte die Sicht der US-Notenbank recht deutlich dargelegt, während viele ihrer Vorgänger Meister darin waren, sich nie wirklich festzulegen.

Der aktuelle Notenbank-Chef Jerome Powell präsentiert sogar noch mehr Klartext. Das gestern Abend vorgelegte Statement der „Fed“ zeigte die aktuelle Lageeinschätzung und die daraus resultierenden Maßnahmen klar auf. Die US-Notenbank senkte die Wachstumsprognose für das laufende Jahr von 2,3 auf 2,1 Prozent, beendet die Verkäufe von Staatsanleihen aus der Anleihemarkt-Stützungsphase (Quantitative Easing) bereits im September und damit früher als erwartet und senkt die Guidance in Bezug auf mögliche Zinsanhebungen von zuletzt zwei Maßnahmen im Jahr 2019 auf jetzt null.

Der Aktienmarkt reagierte zunächst mit kräftigen Käufen, fiel dann aber zurück. Offenbar brauchten die Akteure dort länger als die am Devisenmarkt um zu begreifen, was die US-Notenbank damit aussagte:

Das Wachstum ist mies, die Zinsen können gar nicht angehoben werden. Und von dort bis zu einer ersten Senkung der US-Leitzinsen wäre es kein langer Weg mehr. Die Reaktion am Forex-Markt war klar: Der US-Dollar ging zusammen mit der Leitzinserwartung in die Knie, sprich Euro/US-Dollar legte zu. Und damit wird diese Konstellation jetzt hochinteressant, denn das kann eine markante Wende nach sich ziehen.

Expertenmeinung: Die Tendenz der beiden Währungen basiert übergeordnet auf den Wachstumsperspektiven. Die sind für die USA und die Eurozone gleichermaßen derzeit mau. Aber im Gegensatz zur EZB hat die US-Notenbank das Potenzial, die Leitzinsen zu senken, und das gar nicht mal so wenig. Durch diese klaren Worte der US-Notenbank gestern wird deutlich, dass man dort nicht zögern wird, diesen Spielraum zu nutzen, wenn es nötig wird.

Was hieße, dass der US-Dollar Hand in Hand mit dem Zinslevel der US-Anleihen deutlich schwächer gehen könnte, während man beim Euro ein solches Potenzial derzeit nicht sehen kann. Ein schwacher US-Dollar, ein tendenziell auf der Stelle tretender Euro, das hieße: Die Euro/US-Dollar-Relation würde steigen. Und genau diese Karte zogen die Forex-Trader am Mittwoch nach dem US-Notenbank-Statement.

Sie sehen im Chart, dass der Kurs über die noch in den März 2018 zurück reichende Abwärtstrendlinie hinaus ausgebrochen ist, an der er zuvor ein ums andere Mal nach unten abgewiesen wurde: Ein starkes Signal. Der nächste Schritt wäre die 200-Tage-Linie bei 1,1483 US-Dollar, knapp darüber wartet die Widerstandszone 1,1508/1,1570 US-Dollar. Würde der Kurs diese beiden Hürden ebenfalls überwinden, wäre das eine markante Aufwärtswende, nächstes Kursziel wäre dann der Bereich 1,1815 zu 1,1852 US-Dollar.

Chart vom 20.03.2019, Kurs 1,1432 US-Dollar, Kürzel EUR.USD | LYNX Aktienempfehlungen

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