Börsenblick

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Aktuelle Analyse:
Deutsche Post: Man bleibt misstrauisch

Die Aktie der Deutschen Post hatte ein äußerst unangenehmes Jahr hinter sich. Fast zwei Jahre lang war das Wertpapier zuvor gestiegen, nicht zuletzt, weil das Unternehmen mit mittelfristigen Zielen überzeugte. Auf Jahre hinaus hatte man solide Umsatz- und Gewinnsteigerungen im Voraus berechnet. Doch 2018 wurde immer deutlicher: Papier ist geduldig.

Dementsprechend misstrauisch reagierte man gestern auf die Bilanz 2018 und die Perspektive, die die Deutsche Post für das laufende und das kommende Jahr ausgab. Im vierten Quartal 2018 war es zwar gelungen, mit einem EBIT von 1,134 Milliarden Euro nur knapp unter dem Vorjahresquartal zu bleiben und damit den Tiefschlag des dritten Quartals erst einmal auszubügeln. Aber bleibt das so?

Die deutsche Post sagt ja und avisiert, 2019 einen Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) zwischen 3,9 und 4,3 Milliarden Euro zu erreichen, 2020 sollen es dann über fünf Milliarden werden. Aber gerade erst hatten die Investoren ja gelernt, dass solche Weissagungen eintreffen können, aber nicht müssen. 2018 hatte das EBIT bei 3,162 Milliarden Euro gelegen, deutlich unter den 3,741 Milliarden 2017.

Damit wurden zwar die im Zuge des schwachen Jahres 2018 gesenkten Analystenerwartungen getroffen, aber was hat das zu sagen? Jetzt zählt nur die Frage, ob es ab jetzt wirklich wieder aufwärts geht. Und von 3,162 Milliarden Gewinn 2018 bis den fünf Milliarden, die es 2020 werden sollen, ist es kein kleiner Weg.

Expertenmeinung: Dahingehend war die Aussage interessant, dass diese gesteckten Ziele auch im Fall einer Konjunkturabschwächung erreichbar seien. Da darf man schon eine Augenbraue heben, immerhin reagiert der Logistiksektor höchst empfindlich auf Veränderungen des Wachstums. Und hatte die Deutsche Post denn nicht gerade 2018 nicht mitbekommen, dass das Paketgeschäft aus dem Ruder läuft, während man bullische Mittelfrist-Ziele formulierte?

Entsprechend dünn fiel der Jubel über diese Bilanz und den Ausblick aus. Wobei zwar der am Donnerstag insgesamt abwärts tendierende Gesamtmarkt bremsend gewirkt haben dürfte, aber andere Aktien aus dem DAX konnten dennoch mehr zulegen als die „Aktie Gelb“. Wodurch jetzt eine charttechnische Entscheidung fällig wird.

Sie sehen im Chart, dass der Kurs gestern an das Anfang März markierte, bisherige Jahres-Verlaufshoch heranlief, dort aber erst einmal gestoppt wurde. Positiv ist, dass der Kurs die 20-Tage-Linie als nächstgelegene Unterstützung im Tagestief verteidigte. Aber damit wird diese bei 26,67 Euro verlaufende Unterstützung auch zur Achillesferse der Bullen.

Erst, wenn die Aktie den doppelten, mittelfristigen Widerstand in Form der im Januar 2018 etablierten Abwärtstrendlinie und der 200-Tage-Linie im Bereich 28,50/28,60 Euro klar überwunden hat, wäre ein nachhaltig bullisches Signal generiert. Solange das noch aussteht, könnte ein Schlusskurs unter der 20-Tage-Linie und der knapp darunter bei aktuell 26,40 Euro, verlaufenden Dezember-Aufwärtstrendlinie jederzeit ein neues Short-Signal auslösen.

Chart vom 07.03.2019, Kurs 27,45 Euro, Kürzel DPW | LYNX Aktienempfehlungen

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