Börsenblick

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Aktuelle Analyse:
Deutsche Post: Düsteres Sentiment

Dass ausgerechnet die „Aktie Gelb“, die Aktie der Deutschen Post, in einem negativen Jahr des DAX ganz oben in der Liste der schwächsten Aktien 2018 steht, wäre keineswegs zwingend. Die Post könnte man durchaus zu den potenziellen Alternativen zu stark konjunkturabhängigen Unternehmen rechnen, weil gerade kritische konjunkturelle Phasen bedingen könnten, dass viele Konsumenten auf günstige Artikel im Versandhandel zurückgreifen und den Druck auf Umsatz und Gewinn bei der Post lindern.

Zudem ist eine ernsthafte konjunkturelle Beeinträchtigung noch gar nicht existent. Und es läuft das Weihnachtsgeschäft, die Zeit der mit Abstand höchsten Umsätze bei der Post. Wenn man bedenkt, dass Anleger Aktien von Reifen- und Streusalzherstellern intensiver nachfragen, wenn die kalte Jahreszeit beginnt, könnte man denken, dass es bei der Post-Aktie vor Weihnachten ebenso wäre.

Aber im Gegenteil, kaum hatte die Adventszeit begonnen, vollzog die Aktie einen erneuten Abwärtsschub und erreichte gestern mit 24,51 Euro ein neues Jahres-Verlaufstief. Vor fast genau einem Jahr, kurz vor Weihnachten, hatte diese Aktie mit 41,36 Euro noch ein Rekordhoch markiert. Was läuft hier schief?

Expertenmeinung: Aus Sicht der Investoren deutlich zu viel. Man hatte schon im Frühjahr erste Indizien erkannt, dass das Wachstum vor allem im Bereich des Gewinns nicht so lief, wie es die Post in ihrer mittelfristigen Planung avisiert hatte. Im Juni platzte dann die Bombe in Form einer Gewinnwarnung. Und die wirkte vor allem deswegen nach, weil das Unternehmen einräumen musste, dass man im Paketbereich nicht effizient agiert.

Man gelobte Besserung, aber die Anleger scheinen gerade jetzt, im Vorweihnachtsgeschäft, den Eindruck zu bekommen, dass die Zustellung der bestellten Waren ein immer engeres Nadelöhr im Weihnachtsgeschäft wird. Dementsprechend sorgte die ambitionierte Ankündigung, den EBIT-Gewinn (Gewinn vor Steuern und Zinsen) bis 2020 auf fünf Milliarden Euro steigern zu wollen, nicht für eine Wende, schließlich hatte die Post auch die bisherigen Planungen nicht einhalten können. Es reichte nur, um die Aktie im November seitwärts laufen zu lassen … bis es jetzt Anfang Dezember zum nächsten Abwärtsimpuls kam.

Die deutsche Post-Aktie wird durch die negative Stimmung unter den Investoren in Bezug auf die Effektivität des Unternehmens gedrückt. Und gerade, weil man damit rechnet, dass das Weihnachtsgeschäft wieder für Ärger sorgen wird, ist die Wahrscheinlichkeit, dass sich die Bären vor dem Jahresultimo werden stoppen lassen, gering.

Diese Aktie würde erst dann eine Long-Chance – zumindest auf der kurzfristigen Trading-Ebene – werden, wenn Oktober- und Juli-Tief, 20-Tage-Linie, April-Abwärtstrendlinie und das Anfang des Monats bei 28,94 Euro markierte Zwischenhoch überboten wären. Und darüber wären Januar-Abwärtstrend und 200-Tage-Linie als Bremsmarken vor einer mittelfristig relevanten Wende nicht mehr weit, daher: Der Trend weist abwärts, momentan wäre es angeraten, sich dem nicht entgegenzustellen.

Chart vom 12.12.2018, Kurs 25,24 Euro, Kürzel DPW | LYNX Online Broker

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