Börsenblick

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Aktuelle Analyse:
Deutsche Post: Bundesnetzagentur bremst Wende-Hoffnung

Die Achterbahnfahrt der Post-Aktie endete am Dienstag mit einem Minus von zwei Prozent. Die „Aktie Gelb“ hatte anfangs ganz oben in der DAX-Gewinnerliste gestanden, brach dann aber zur Mittagszeit schlagartig ein, als die Bundesnetzagentur, die auch die Aufsichtsbehörde für die Post ist, zur geplanten Portoerhöhung Stellung nahm. Die Post peilt eine Anhebung des Briefportos von 70 auf 80 Cent an, was einer Anhebung um gut 14 Prozent entsprechen würde.

Seitens der Bundesnetzagentur betrachtet man eine Anhebung des Briefpostos für alle Kategorien bis 1 kg um 4,8 Prozent indes als ausreichend. Noch ist das nicht die endgültige Entscheidung, die wird Mitte März erwartet. Aber wäre dies das letzte Wort, so wären weitere Sparmaßnahmen nötig, so die Deutsche Post, um die Unternehmensziele zu erreichen. Die vornehmlich darin bestehen, wieder in die eigentlich geplante Spur steigender Gewinne zurückzufinden, nachdem man im Sommer mit einer Gewinnwarnung überraschte. Mit diesem Minus von zwei Prozent ist die Aktie da sogar noch recht gut davongekommen, denn:

Expertenmeinung: Dass man beim Logistiker feststellen musste, dass keineswegs alles so läuft wie erwartet, nachdem man im Vorfeld sehr ambitionierte, langfristige Wachstumspläne aufstellte, hatte die Aktie, die vor kaum mehr als einem Jahr noch ein Rekordhoch markiert hatte, äußerst unter Druck gesetzt. Es wirkte, als hätte der Vorstand abgehoben Pläne geschmiedet, während es unter dem Teppich vor sich hin gärte.

Dass relativ markante Preiserhöhungen ein wichtiger Teil der Lösung sein müssen, ist dabei nicht gerade ein gutes Zeichen. Und wenn die auch noch ausbleiben, damit also ein Teil der geplanten Abhilfe wegbricht, stellt sich die Frage, ob zusätzliche Sparmaßnahmen die Probleme lösen … denn sonst hätte man solche doch wohl einer Preiserhöhung vorgezogen. Nachdem der Versuch einer Bodenbildung im Bereich 27,00/27,40 Euro Anfang Dezember scheiterte, ist diese Zone jetzt zu einem markanten Widerstand geworden.

Ein mittelfristig relevantes Kaufsignal wär ohnehin erst mit dem Überwinden der bei 30,25 Euro verlaufenden 200-Tage-Linie gegeben – ein Szenario, das jetzt wohl erst einmal vom Tisch ist, auch, wenn die Bundesnetzagentur noch nicht endgültig entschieden hat. Die Post-Aktie bleibt damit bärisch und hätte im Fall eines Schlusskurses unter dem bisherigen Baisse-Verlaufstief bei 23,36 Euro erst einmal wieder freie Bahn nach unten.

Chart vom 15.01.2019, Kurs 24,42 Euro, Kürzel DPW | LYNX Online Broker

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