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Aktienanalyse:
Deutsche Bank: Alles wird gut 2.0?

Aktuelle Analyse der Deutsche Bank Aktie

Man würde es unbesehen nicht glauben, aber je nachdem, wo die Berechnung ansetzt, ist die Aktie der Deutschen Bank gegenüber dem DAX ein Outperformer. Das gilt für den Vergleich seit Anfang Juli 2019 ebenso wie für die Zeit seit dem 1.1. dieses Jahres. Es ist die im Zuge des Corona-Crashs nur kurz unterbrochene Hoffnung auf die große Wende, die den Kurs wieder in Fahrt bringt. Die ist sogar zuletzt noch ein bisschen konkreter geworden, so dass sich der Aktienkurs zwar im Februar und März kurzzeitig gegenüber dem vorherigen, am 14. Februar bei 10,37 Euro erreichten Hoch mehr als halbiert hatte, jetzt aber bereits mehr als drei Viertel dieses Einbruchs aufgeholt hat. Ist da wirklich noch mehr drin?

Richtig ist, dass das Vorstandsmitglied der Deutschen Bank Campelli letzte Woche erklärte, man sei mit den mittelfristigen Zielen für 2022 im Plan, teilweise sogar dem Plan voraus. Die Ergebnisse des ersten Quartals waren zudem gut. Das lag zwar an der schlagartig explodierten Kreditnachfrage aufgrund der Corona-Krise. Und Skeptiker könnten einwenden, dass diese Entwicklung zum Bumerang würde, sollten zu viele dieser nicht aus Wachstum, sondern aus der Not geborenen Kredite platzen. Aber man setzt fest darauf, dass Regierung, EZB oder beide schon dafür sorgen würden, dass eine Schieflage umgehend aufgefangen wird. Man ist sich sicher: Die Deutsche Bank wird man nie und nimmer fallen lassen. Und dürfte damit auch richtig liegen. Aber dass das Geldhaus „too important to fail“ ist, heißt nicht, dass die Kurse einfach immer höher laufen könnten, ohne irgendwann hanebüchen überbewertet zu sein. Wo wäre ein solcher Level der Überbewertung erreicht?

Expertenmeinung: Da findet sich in Sachen Zuversicht ein nicht unerheblicher Haken: Die Anleger mögen beherzt zugreifen und gerade dabei sein, die Aktie aus ihrer momentanen Seitwärts-Konsolidierung zu holen und über das letzte Zwischenhoch bei 9,20 Euro hinaus zu tragen. Aber die Analysten sehen die Bewertung der Aktie ganz und gar anders. Selbst das höchste derzeit unter ca. 25 Experten ausgerufene Kursziel liegt mit acht Euro deutlich unter dem aktuellen Kurs, der Durchschnitt bei etwa sechs Euro. Das niedrigste Kursziel liegt sogar unter dem bisherigen Rekordtief von 4,44 Euro, konkret bei 4,00 Euro. Und diese Zielmarke, von Barclays ausgegeben, stammt nicht vom Höhepunkt des Kurseinbruchs, sondern ist noch keine vier Wochen alt. Den Analysten ist klar: Wenn sich die Lage für die Deutsche Bank bessert, wird es langsam gehen. Rückschläge wären eher wahrscheinlich als überraschend.

So gesehen ist das Fundament, auf dem sich das bullische Lager mit seiner Wiederaufnahme der im Februar so abrupt unterbrochenen Hoffnungsrallye bewegt, nicht gerade solide. Dass die Deutsche Bank wohl auf keinen Fall unter die Räder kommen wird, ist kein Argument für eine dauerhafte Aufwärtsbewegung. Dazu müsste die Gewinnperspektive passen. Und das ist noch nicht greifbar. Die Bullen müssten sich daher auf womöglich auch derbe Rückschläge einstellen. Sollte das vorgenannte, jüngste Zwischenhoch bei 9,20 Euro bezwungen werden, wäre zwar ein Test des Jahres-Verlaufshochs bei 10,37 Euro möglich. Aber wer klug agieren will, sollte stets auch den Blick nach unten werfen und sich konsequent absichern. Selbst für weniger kurzfristig agierende Akteure wäre es aus aktueller Sicht spätestens dann Zeit, das Geld vom Tisch zu nehmen, wenn die untere Begrenzung des Ende Mai überbotenen, keilförmigen Aufwärtstrendkanals bei derzeit sieben Euro fallen würde.

Deutsche Bank Aktie Chart vom 06.07.2020, Kurs 8,81 Euro, Kürzel DBK | Online Broker LYNX

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