Börsenblick

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Aktienanalyse:
Deutsche Bank: Von der Rosskur zum Schierlingsbecher?

Aktuelle Analyse der Deutsche Bank Aktie

Dass die Deutsche Bank-Aktie kräftig durchsackte, als die Nachrichtenagentur Bloomberg am Dienstag meldete, dass wohl die Hälfte des schon im Sommer kommunizierten, heftigen Stellenabbaus von 18.000 Jobs auf Deutschland entfallen werde, macht eines deutlich: Bei den Anlegern beginnt die Hoffnung zu schwinden. Die Hoffnung, dass es sich bei der geplanten Verschlankung und Straffung des Geldhauses um einen Weg handelt, der die Bank am Ende stark und wettbewerbsfähig dastehen ließe. Erneut kommt das Gefühl auf, dass das Unternehmen nicht progressiv agiert, sondern immer wieder nur auf eine weitere Verschlechterung des Umfelds reagiert.

Dieses Umfeld hat Deutsche Bank-Chef Sewing klar umrissen. Er machte sehr klar, dass die Maßnahmen der EZB nicht nur verpuffen werden, sondern der europäischen Bankenlandschaft massiv schaden. „Langfristig ruinieren diese Niedrigzinsen das Finanzsystem“, zitierte der Nachrichtensender n-tv Sewing. Und genau deswegen verlassen diejenigen, die noch vor wenigen Wochen zuversichtlich eingestiegen waren, das Schiff. Zumal man fürchtet, dass auch diese Rosskur am Ende nicht ausreicht, der Prozess des Gesundschrumpfens bald den Punkt erreicht, wo er zum Schierlingsbecher wird und die Bank sich selbst abschafft. Dass Bloomberg ausrechnete, dass die europäischen Banken insgesamt in diesem Jahr schon den Abbau von sagenhaften 50.000 Stellen avisiert haben, verfestigt diese Sorge.

Expertenmeinung: So schnell kann Zuversicht in einem Umfeld, das von zu vielen Unsicherheiten geprägt ist, ins Gegenteil umschlagen. Zwischen Mitte August und Mitte September sauste der Kurs vom bisherigen Rekordtief von 5,78 Euro um fast 35 Prozent nach oben. Jetzt sind über zwei Drittel dieser Hoffnungsrallye bereits dahin. Und diese immer greifbarer werdende Angst, dass es in Europa und speziell in Deutschland nicht nur zu einer Rezession kommt, sondern dass niemand imstande sein wird, diese aufzuhalten, kann den Kurs durchaus noch weiter drücken.

Das bisherige Rekordtief von 5,78 Euro wäre also nicht in Stein gemeißelt, könnte tatsächlich unterboten werden. Dass die Aktie im Zuge ihres aktuellen Abstiegs eine kapitale Bullenfalle produziert hat, indem die mittelfristige Abwärtstrendlinie ebenso wie die 20-Tage- und 200-Tage-Linien wieder unterboten wurden, dürfte die Leerverkäufer, das Lager der Bären, mutig machen. Bis zu den bisherigen Jahrestiefs vom Juni und August bei 5,81 bzw. 5,78 Euro finden sich vom aktuellen Niveau aus keine charttechnischen Unterstützungen. Und dass Independent Research die Aktie gestern von „Halten“ auf „Verkaufen“ abstufte und das Kursziel deutlich von 7,25 auf jetzt 6,10 Euro herunternahm, dürfte seinen Teil dazu beitragen, dass ein Test dieser bisherigen Tiefs die momentan klar wahrscheinlichere Variante wäre.

Chart vom 08.10.2019, Kurs 6,30 Euro, Kürzel DBK | Online Broker LYNX Aktienempfehlungen

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