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Aktuelle Analyse:
Brent Crude Oil: Rückt hier eine Trading-Chance Short näher?

Ein gewaltiges Wachstum der US-Wirtschaft, das Zudrehen des iranischen Ölhahns, Angriffe auf Tanker im Persischen Golf und auf saudische Ölpumpstationen: Eigentlich müsste der Ölpreis durch die Decke gehen. Aber da tut sich herzlich wenig. Kaum dass es gelingt, die wichtige Supportzone um 70 US-Dollar zu halten, die sich aktuell mit der mittelfristigen Aufwärtstrendlinie zu einer Kreuzunterstützung vereint.

Warum zieht der Ölpreis, ob die hier abgebildete Sorte Nordsee Brent oder die US-Sorte Light Sweet Crude, nicht davon? Weil die Trader am Rohstoffmarkt tendenziell nicht zu der leichtgläubigen Sorte gehören. Dass die US-Wirtschaft nicht so stark wächst, wie die US-Regierung behauptet, ahnt man dort sehr wohl. Nahezu alle Daten, die nicht von der Regierung stammen, passen nicht zu einem Wachstum von 3,2 Prozent im ersten Quartal.

Die Wachstums-Tracker der US-Großbanken liegen weiterhin um oder sogar unter zwei Prozent. Warum also sollte die Ölnachfrage zunehmen? Zumal der Rückgang der US-Öllagerbestände, der vergangene Woche gemeldet wurde, nur einer von zweien über acht Wochen war. Ansonsten legten die Lagerbestände zu, so auch in der vergangenen Woche, wie am Mittwoch berichtet wurde. Und der Bestand stieg mit 5,4 Millionen Barrel mehr, als er in der Woche zuvor zurückgegangen war. Und das ist noch nicht alles.

Expertenmeinung: Der Ausfall iranischer Lieferungen kann, da die Nachfrage eben nicht nennenswert anzieht, problemlos von den anderen Ölförderern kompensiert werden. Und dass für die Angriffe auf Tanker und Pumpstationen eindeutige Belege fehlen, dürfte manch einem Trader zumindest bemerkenswert vorkommen. Immerhin passen diese Vorwürfe perfekt in das Bild, das die USA aktuell vom Iran zeichnen. Und dass das wiederum zeitlich mit den gescheiterten Verhandlungen mit China im Handelskrieg zusammenfällt, dürfte einige Augenbrauen hochgehen lassen.

Es scheint, als würden die Bullen derzeit keine wirklichen Argumente haben, um den Ölpreis noch höher zu treiben, nachdem der immerhin zwischen Ende Dezember und Ende April in der Spitze 50 Prozent gestiegen war. Und das macht den Kurs anfällig für gezielte Attacken auf der Short-Seite. Sie sehen es im Chart:

Brent war monatelang entlang der 20-Tage-Linie gestiegen. Anfang Mai brach diese Linie. Die Unterstützung bei 70 US-Dollar, die bis Anfang 2018 zurück reicht, hielt dann zwar. Aber der Kurs kommt bislang einfach nicht wieder nennenswert über die 20-Tage-Linie hinaus. Das muss nur noch zwei, drei Tage so weitergehen, dann könnten die Trader im bullischen Lager nervös genug werden, um Positionen glattzustellen und es auch einmal auf der Gegenseite zu versuchen. Immerhin liegt diese so markante Kreuzunterstützung um 70 US-Dollar nahe … und darunter wäre der Weg dann frei. Wer hier Long ist, sollte jetzt sukzessiv vorsichtiger agieren.

Chart vom 15.05.2019, Kurs 71,66 US-Dollar, Kürzel COIL | LYNX Aktienempfehlungen

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