Börsenblick

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Analyse:
Brent Crude Oil: Nach der Bullenfalle der Trendbruch?

Erst die kapitale Bullenfalle auf Basis der Eskalation und Deeskalation des USA/Iran-Konflikts, jetzt der Test wichtiger Unterstützungen: Werden die Bullen vom Platz gefegt? Zu Wochenbeginn war Brent Oil im Zuge einer Gegenbewegung an die 20-Tage-Linie gelaufen, wurde dort nach unten abgewiesen und testet aktuell die Oktober-Aufwärtstrendlinie. Sollte diese brechen, wäre der Weg für den Ölpreis aus charttechnischer Sicht an die übergeordnete Aufwärtstrendlinie bei momentan 58 US-Dollar frei. Woher rührt dieser Abgabedruck?

Den Tradern in die Köpfe sehen zu können ist und bleibt ein unerfüllbarer Wunsch. Damit bleibt die wirkliche Motivation hinter einem Trendimpuls grundsätzlich unklar. Medial wird momentan unterstellt, dass die Ausbreitung des Corona-Virus die Verkäufe ausgelöst habe. Das Argument: Eine weitere Ausbreitung könnte vor allem den Reiseverkehr dämpfen und damit letztlich auch die Ölnachfrage reduzieren. Auch die zumindest scheinbaren Erfolge der Libyen-Konferenz mögen den Preis gedrückt haben, so einige Experten, da dadurch Hoffnung besteht, dass sich das Volumen der libyschen Ölförderung damit nicht noch weiter reduziert. Aber reichen solche Argumente, um Rohöl Brent an, womöglich sogar unter diese markante, Ende 2018 etablierte Aufwärtstrendlinie bei 58 US-Dollar zu drücken?

Expertenmeinung: Diese genannten Argumente allein eher nicht, wobei man natürlich im Hinterkopf behalten müsste, dass gerade bei Rohstoffen wie Rohöl vieles, was am Markt passiert, auf Trading-Basis abläuft und damit rein chart- und markttechnisch motiviert ist. Was hieße, dass der laufende Abwärtsimpuls alleine aus diesem Grund heraus weitergehen kann, wenn die aktuell im Feuer stehende Oktober-Trendlinie um 63,40 US-Dollar, die am Mittwochabend nur knapp unterboten wurde, signifikant fallen sollte. Für einen Bruch des übergeordneten Trends, sprich für Kurse unter 58 US-Dollar, würde das aber wohl nicht ausreichen.

Dafür müssten die Marktteilnehmer den Eindruck bekommen, dass sich die Angebot/Nachfrage-Situation deutlich zu Gunsten des Angebots verschieben wird. Und das hieße: Wieder deutlich schwächere Konjunkturdaten aus Asien, Europa und den USA und zugleich wieder regelmäßig steigende Öl-Lagerbestände in den USA. Ein Szenario, das momentan von recht vielen Tradern als unwahrscheinlich angesehen wird, obwohl sich die Signale einer echten Erholung des Wachstums allerorten in höchst engen Grenzen halten. Was hieße: Kommt es anders, kann der Ölpreis für Brent Oil sogar mit erheblichem Schwung durch seinen mittelfristigen Aufwärtstrend brechen. Den Brent Crude Oil-Kurs jetzt engmaschig im Auge zu behalten, könnte sich daher lohnen!

Brent Crude Oil: Chart vom 22.01.2020, Kurs 63,20 US-Dollar, Kürzel COIL | LYNX Online Broker

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