Aktuelle Analyse:
Brent Crude Oil: An der Super-Hürde – die Entscheidung steht an!

Die Indikation der wöchentlich ermittelten, immer am Mittwoch für die Vorwoche veröffentlichen Rohöl-, Heizöl- und Benzin-Lagerbestände der USA ist nicht zwingend zuverlässig, was die tatsächliche Entwicklung von Angebot und Nachfrage angeht. Denn diese Lagerbestände können auch dann abnehmen, wenn die Unternehmen mit fallenden Preisen rechnen und daher lieber ihre Reserven verbrauchen, statt zu unnötig hohen Preisen einzukaufen.

Aber wenn die Rohöl-Bestände steigen, während der Ölpreis auf einem mehrmonatigen Hoch notiert, ist die Aussage tendenziell recht klar: Die Nachfrage scheint tatsächlich nicht allzu hoch zu sein und müsste eigentlich den Kurs wieder drücken. Eigentlich. Seit Jahresbeginn zeigt sich die Entwicklung dieser Lagerbestände recht sprunghaft. Mal kam es zu einem deutlichen Anstieg, kurz darauf zu einem nicht minder markanten Rückgang. Aktuell scheint sich aber langsam eine Tendenz hin zu steigenden Beständen zu etablieren.

Nach einem Anstieg von 2,8 Millionen Barrel in der Woche zuvor wurde gestern für die vergangene Woche ein erneutes und seitens der Analysten nicht erwartetes Plus von 7,2 Millionen Barrel gemeldet. Das hätte für kräftigen Abgabedruck bei den wichtigsten Ölsorten sorgen können, aber Brent Crude Oil, die für uns in Europa wichtigste Ölsorte, zeigte nur geringe Schwankungen und ging so gut wie unverändert aus dem Handel. Wieso blieb die Reaktion aus?

Expertenmeinung: Weil Angebot und Nachfrage am Rohstoffmarkt eine Sache sind, die unmittelbare Kursbildung eine andere. Auf ganz kurzfristiger Ebene dominieren die Trader das Geschehen. Und die ringen gerade um eine äußerst wichtige Charthürde: den Bereich um 70 US-Dollar, der im Frühjahr 2018 zweimal einen markanten Widerstand darstellte und im Spätsommer eine wichtige Unterstützung wurde.

Kann Brent Crude tatsächlich über diese Hürde gehen, obgleich die Wachstumssorgen allgemein groß sind, was für eine nachlassende Nachfrage sprechen würde … wofür die US-Lagerbestände auch noch aktuell erste Indizien liefern? Ja, es wäre möglich.

Gerade bei von Tradern dominierten Märkten werden nicht selten charttechnische Fakten geschaffen und danach die passenden Begründungen zurechtgebogen. Daher wäre es hier der bessere Weg, sich konsequent am Kursgeschehen zu orientieren, wenn es um die Frage ginge, hier einen Long- oder aber doch einen Short-Trade zu etablieren. Für die Long-Seite ist die Vorgabe klar:

Brent Crude müsste mit Schlusskursen mindestens über 71 US-Dollar klar über diese aktuell angesteuerte Hürde gehen. Auf der Short-Seite sollte man abwarten, ob dieser Anlauf der Bullen tatsächlich effektiv abgewiesen würde. Dazu wäre die 20-Tage-Linie, im Chart dick blau hervorgehoben, eine gute Orientierung. Denn Sie sehen, dass die Trader sich an dieser Linie entlang hangeln und sorgsam darauf achten, dass dieser gleitende Durchschnitt ja nicht auf Schlusskursbasis unterboten wird. Sollte das mit Schlusskursen unter 66 US-Dollar doch und relativ deutlich geschehen, dürften die Bullen das Ringen um die 70-Dollar-Linie wohl erst einmal aufgeben.

Chart vom 03.04.2019, Kurs 69,34 US-Dollar, Kürzel COIL | LYNX Aktienempfehlungen

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