Börsenblick

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Analyse:
Brent Crude Oil: Darf man das Fell der Bären schon verkaufen?

Mit +7,9 Millionen Barrel waren die Lagerbestände der US-Unternehmen zum Ende der vergangenen Woche erneut unerwartet deutlich gestiegen. Das war der zweithöchste Anstieg der Reserven in den vergangenen acht Wochen. Und die siebte Woche mit einer Zunahme der Bestände in dieser Zeit. Das dürfte den Bullen ganz und gar nicht gefallen, denn die sind gerade dabei, das Fell der Rohöl-Bären zu verkaufen in der sicheren Erwartung, diese nunmehr erlegt zu haben. Eine Annahme, die charttechnisch ihre Berechtigung hat, denn:

Am vergangenen Freitag war es gelungen, eine Schlüsselzone zu verteidigen, deren Bruch die Short-Seller sofort wieder in Spiel gebracht hätte. Da gelang es, Brent Crude Oil genau auf Höhe der 20-Tage- und der 50-Tage-Linie wieder nach oben zu ziehen. Genau dort verlief auch die Ende Oktober nur zögerlich überwundene, mittelfristige Abwärtstrendlinie. Durch diese Rallye im richtigen Moment wurde der Rücksetzer zu einem erfolgreichen Pullback an den Ausbruchslevel. Der Weg nach oben wäre damit frei und könnte sogar bis an die Hochs vom April und September führen, die im hier abgebildeten, aktuellen Futures-Frontmonat Januar um 70,20 US-Dollar warten. Aber jetzt kam es erst einmal als Reaktion auf die erneut gestiegenen US-Lagerbestände zu Verkäufen. Wird das die Bullen ausbremsen?

Expertenmeinung: Denkbar ist das zwar, aber noch hätten Short-Trades kein charttechnisches Fundament. Interessant ist auch, dass auf die ebenfalls am Mittwoch lancierte Meldung, dass führende OPEC-Mitglieder angeblich keine weitere Senkung der Ölfördermenge wünschen, kaum negativ reagiert wurde. Dafür war das Minus von etwa 1,75 Prozent, das Brent Crude Oil am Mittwoch auswies, recht moderat.

In dieser Konstellation wäre ein Short-Trade erst mit einer tauglichen Perspektive versehen, wenn diese Abgaben weitergehen würden und Brent Drude Oil dadurch nicht nur in die jetzt nach oben verlassene Dreiecksformation zurückfallen, sondern aus diesem Dreieck durch Schlusskurse unter 57 US-Dollar nach unten herauslaufen würde. Ein Szenario, das zwar angesichts des Umstands, dass die Rohöl-Bullen derzeit mehr Hoffnungen als positive Fakten handeln, möglich wäre, dem man aber besser nicht vorgreifen sollte, denn das gestrige Minus reicht noch nicht, um den Bullen das Ruder aus der Hand zu reißen.

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