Börsenblick

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Aktienanalyse:
Börsencrash: Das ist meine Kaufliste

Aktuelle Analyse der SAP Aktie

Panik.

Der Börsencrash geht unvermindert weiter. Am Vortag rauschten die US-Indizes 4,5% in die Tiefe und der Dax eröffnete heute über 3% im Minus.

Wie soll man damit umgehen? Zunächst heißt es: Ruhe bewahren. Die Welt wird nicht untergehen.
Hier erkläre ich meine Herangehensweise ausführlich: Schlachtplan und Einkaufsliste für den Börsen-Crash

Während bei den meisten Börsenteilnehmern Panik ausbricht, schauen wir uns eiskalt nach Gelegenheiten um. Wir machen wie immer das Gegenteil von dem, was die breite Masse macht.

“Be Fearful When Others Are Greedy and Greedy When Others Are Fearful” ― Warren Buffett.

Die meisten Anleger kaufen, wenn die Kurse steigen und verkaufen, wenn sie fallen.
Es dürfte klar sein, dass das keine gute Strategie ist und es ist einer der wesentlichen Gründe, warum die meisten Anleger sehr viel schlechter als der Markt abschneiden.

Wenn man aber ein klares System und einen Plan hat, wird einem das nicht passieren. Ich kann es nur wiederholen: Sie brauchen einen Schlachtplan. Sie müssen vorbereitet sein bevor etwas passiert.
Es wird Ihnen das Börsenleben ungemein erleichtern. Sie werden in jedem Fall wissen, was zu tun ist und müssen nicht spontan oder emotional reagieren. Damit sind Sie einem Großteil der Anleger überlegen und können bessere Entscheidungen treffen.

In diesem Sinne hatte ich gestern einen Artikel mit US-Aktien veröffentlicht: Einkaufsliste für den Crash 2020
Heute werden wir uns in Europa, aber vor allem in unserer schönen Heimat umschauen. Auch Deutschland hat absolute Top-Unternehmen zu bieten.

Warum ist der Absturz so brachial?

Ich habe dazu eine ganz eigene Theorie. Als Auslöser wird uns der Corona-Virus genannt, eine wirtschaftliche Abkühlung, ein möglicher Wahlsieg von Bernie Sanders oder oder. All diese Faktoren spielen sicherlich eine Rolle, doch es geht eigentlich viel tiefer. Warum ist der Absturz so brachial? Warum verhält sich der Markt so? Warum schwankt die Börse nur noch zwischen 2 Zuständen:
Monatelang steigende Kurse ohne jegliche Korrektur oder eben totaler Crash ohne jegliche Erholung. 

Es ist Irrsinn, es überrascht mich aber nicht. Bereits vor Monaten hatte ich folgendes geschrieben, jetzt ist es wieder hochaktuell.

Die Maschinen übernehmen

Computerprogramme und Algorithmen haben den Markt inzwischen vollkommen unter ihre Kontrolle gebracht.

Zum ersten Mal kam mir dieser Gedanke beim „Flash-Crash“ von 2010. Kein normaler Mensch hätte den Dow Jones in kürzester Zeit fast 1000 Punkte, oder knapp 9% in die Tiefe geschickt, nur um ihn dann wieder hochzukaufen.
Bei Einzelaktien im S&P500 kam es teilweise zu Kursverlusten von 50%. Nicht bei kleinen Nebenwerten, sondern bei Aktien wie Procter & Gamble.

Anschließend brachte man die Programme wohl wieder unter Kontrolle und etablierte entsprechende Sicherungssysteme.
Davon sind wir inzwischen wohl wieder weit entfernt.

Auch im Dezember 2018 wurde der ganze Markt blind abverkauft. Von einer Sekunde auf die andere wechselte man daan wieder den Rallye-Modus.
Kein Mensch würde jemals so handeln. Aber Maschinen, denen die Marktrichtung vollkommen egal ist.

Nach diesen Vorgängen war ich mir sicher. Computerprogramme und Algorithmen haben den Markt inzwischen vollkommen unter ihre Kontrolle gebracht.
Sie bestimmen die Aktienkurse jetzt autonom, der Mensch hat nichts mehr zu melden.

Hoch lebe Skynet

Jetzt ist es wieder so weit. Die Maschinen setzen auf Rot. Algorithmen ist es eben vollkommen egal, ob Kurse steigen oder fallen. Sie wollen sich nur ein Stück vom Kuchen sichern.

Das ist ein ernstzunehmendes Problem, denn fallende und steigende Kurse haben ganz reale Auswirkungen. Ein Crash kann den Interbankenmarkt und somit das ganze Finanz- und Wirtschaftssystem an den Rand des Kollaps bringen.

Ich denke uns stehen stürmische Zeiten bevor. Die wilden Kursentwicklungen werden zunehmen. Scharfe Einbrüche und Rallyes werden sich abwechseln. Mal in einzelnen Sektoren, dann in verschiedenen Asset-Klassen, das nächst Mal dann wieder am gesamten Aktienmarkt.
Suche sie sich etwas aus.

Weitere Unsicherheit und Gefahren drohen durch ETFs. Fangen die Maschinen erst an, alles zu verkaufen und der Markt geht in die Knie, werden die Menschen folgen.
Sie stoßen ihre ETFs ab und nehmen Geld vom Tisch, wie sie es bei Crashs immer tun.

Das übt noch mehr Druck aus, auf alle Aktien gleichzeitig. Es entsteht eine Feedback-Schleife.

SAP: Das Schwergewicht

Beginnen wir mit einem Schwergewicht. Langjährige Leser werden es wissen, die wenigsten Dax-Unternehmen würden es jemals in mein Portfolio schaffen. Überwiegend sind es blutleere Giganten mit schwachem Wachstum.

Bei SAP sieht das ganz anders aus. Daher hatte ich die Aktie in der Vergangenheit auch immer wieder zum Kauf empfohlen. Zuletzt bei einem Kurs von 103,80 Euro, ausführliche Analyse. Anschließend ging es bis auf 129 Euro aufwärts, jetzt könnten Anleger eine neue Chance erhalten.

In den letzten zehn Jahren konnte SAP den Umsatz von 10,67 auf 24,71 Mrd. Euro steigern. Der Gewinn kletterte im selben Zeitraum von 1,47 auf 3,42 Euro je Aktie.
Die Margen sind hoch und der Kapitalbedarf liegt im Rahmen. Die Umstellung auf Cloud und wiederkehrende Einnahmen sollte die Profitabilität und Stärke des Cashflows weiter befeuern.
Daher werden für 2020 und 2021 erhebliche Gewinnsprünge erwartet.

SAP steuert auf maßgebliche Unterstützungen und den Aufwärtstrend zu. Für antizyklische Anleger könnten die Supports bei 105 sowie 96,50 Euro interessant sein.

Sind Sie mit Ihrem Broker wirklich zufrieden? Ich bin bei LYNX.

Chart vom 28.02.2020 Kurs: 109,60 Kürzel: SAP - Wochenkerzen | LYNX Online Broker

Cancom: Powerhouse

Cancom deckt das gesamte Spektrum von der Beratung, Erstellung von IT-Konzepten, über die Beschaffung bis hin zur Integration und dem Betrieb von IT-Systemen ab. Man ist also ein Know-How-Powerhouse. Die meist mittelständischen Kunden haben es dringend notwendig.

Dadurch konnte man den Umsatz in den letzten zehn Jahren von 0,43 auf 1,07 Mrd. Euro steigern. Das Ergebnis kletterte im selben Zeitraum von 0,24 auf 1,21 Euro je Aktie.
Im nahezu abgeschlossenen Geschäftsjahr wird ein Gewinnsprung auf 1,50 Euro je Aktie erwartet.

Daher hatte ich mich in der Vergangenheit mehrfach positiv zur Aktie geäußert (diesen Satz werden ich mir bei den folgenden Werten sparen – es trifft auf alle zu), sie befindet sich auch im Musterdepot 1 auf Guidants. Aktuell 96% im Plus.

Zuletzt wurde ich aber vorsichtiger. Cancom erschien klar überkauft. Seitdem ist das Papier 53 auf 42,50 Euro eingebrochen. Damals hatte ich versucht, die folgende Frage zu beantworten: Cancom: Wo würde ich kaufen?

Jetzt sind wir in der Zielzone angekommen. Für antizyklische Anleger ist der Bereich zwischen 39 und 42,50 Euro interessant. Darunter ergäbe sich die nächste Chance bei 32 – 34,50 Euro.

Mehr als 8.200 Trader & Investoren folgen mir und meinen täglichen Ausführungen auf Guidants.

Chart vom 28.02.2020 Kurs: 42,34 Kürzel: COK - Wochenkerzen | LYNX Online Broker

LVMH: Luxus fürs Depot

LVMH steht für Louis Vuitton Moët Hennessy. Es handelt sich also um einen Luxusgüter-Konzern.

Luxoriös war auch die Performance der Aktie. Stichwort „Consumer Hourglass Theory“. Ich möchte es nicht weiter ausführen, die Zahlen sprechen ohnehin für sich.
In diesem Bereich lässt sich noch richtig Geld verdienen.

LVMH konnte den Umsatz in den letzten zehn Jahren von 20,32 auf 53,65 Mrd. Euro steigern. Der Gewinn kletterte von 6,32 auf 14,23 Euro je Aktie. In der jüngeren Vergangenheit hat sich die Entwicklung sogar noch beschleunigt.
Die operative Marge ist mit mehr als 20% hoch, der Cashflow stark. Im letzten Jahr lag der FCF bei mehr als 8,0 Mrd. Euro. In dieser Liga spielen ganz wenige Unternehmen mit. Daher ist die Bilanz auch blitzsauber.

Heute ist LVMH auf die erste antizyklische Marke bei 358 Euro zurückgekommen und stößt dort auf Interesse.
Weitere Möglichkeiten ergeben sich bei 333 und 310 Euro.

Chart vom 28.02.2020 Kurs: 365 Kürzel: MC - Wochenkerzen | LYNX Online Broker

Amadeus Fire: Landet die Rakete auch?

Amadeus Fire ist ein spezialisierter Personaldienstleister für Fach- und Führungskräfte. Das Konzept geht auf, die Aktie ist mit gutem Grund ein Outperformer.
In den letzten zehn Jahren konnte der Umsatz von 111 auf 206 Mio. Euro gesteigert werden. Der Gewinn kletterte im selben Zeitraum von 1,89 auf 4,66 Euro je Aktie.

Das Geschäft ist auch nicht kapitalintensiv, der Cashflow stark. Das ist auch der Hauptgrund, warum man das Wachstum aus den laufenden Einnahmen finanzieren und sich eine Dividende leisten kann.
Ausführliche Analyse: Amadeus Fire mit 5% Dividende: Lohnt es sich?

Aus rein charttechnischer Sicht ist das aktuelle Niveau durchaus interessant. Können die Bullen den Aufwärtstrend verteidigen, könnte es direkt wieder gen Norden gehen.

Für Investoren dürfte es aber noch zu früh sein. Antizykliker könnten womöglich zwischen 120 und 126 Euro vorsichtig den Fuß in die Tür stellen.
Wirklich interessant wird es allerdings zwischen 100 und 110 Euro.

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Chart vom 28.02.2020 Kurs: 133 Kürzel: AAD - Wochenkerzen | LYNX Online Broker

Grenke: Da sind wir wieder

Grenke ist einer der führenden deutschen Anbieter von IT-Leasing. Das Unternehmen ist auf den sogenannten Small-Ticket-Bereich spezialisiert, also Produkte mit Anschaffungskosten unter 25.000 Euro.

Das Unternehmen hat mehr als eine dreiviertel Million laufender Leasingverträge. Das Geschäft ist weder kompliziert noch aufregend, dafür aber kalkulierbar und generiert stetige Einnahmen.

In den letzten fünf Jahren hat sich der Umsatz von 1,47 Mrd. auf 2,91 Mrd. Euro nahezu verdoppelt. Der Gewinn kletterte im selben Zeitraum von 1,47 auf 2,78 Euro je Aktie.
Ausführliche Analyse: Grenke wird in der Luft zerrissen. Was nun?

Jetzt kommen die antizyklischen Marken langsam in Reichweite. Die Unterstützungen bei 85 sowie 80 und 70 – 72,50 Euro könnten interessant sein.

Chart vom 28.02.2020 Kurs: 84,85 Kürzel: GLJ - Wochenkerzen | LYNX Online Broker

Hypoport: Explosiv

Hypoport ist ein Netzwerk von Technologieunternehmen für die Kredit-, Immobilien- und Versicherungswirtschaft. Zur Unternehmensgruppe gehört unter anderem Dr. Klein, sowie Europace, Genopace und Vergleich.de.

Seit 2010 konnte der Umsatz von 68 auf 266 Mio. Euro gesteigert werden. Der Gewinn kletterte im selben Zeitraum von 0,53 auf 3,66 Euro je Aktie.
Das Geschäft ist gut skalierbar. Darüber hinaus ist der Kapitalbedarf gering und dementsprechend konnte man immer wieder zukaufen. Nennenswerte Schulden hat man nicht und es waren auch keine Kapitalerhöhungen notwendig.

In der Summe vereint das Unternehmen also eine ganze Reihe an wünschenswerten Eigenschaften. Das Problem bei Hypoport ist die notorisch hohe Bewertung. Selbst nach dem massiven Kurssturz der letzten Tag geht das Unternehmen nicht gerade als klassisches Schnäppchen durch.

Die Unterstützung nahe 263 Euro ist aus charttechnischer Sicht allerdings interessant. Antizyklische Investoren sollten den Blick auf den Bereich nahe 225 Euro richten.

Auf der Suche nach dem optimalen Broker? Ich empfehle LYNX.

Chart vom 28.02.2020 Kurs: 289,50 Kürzel: HYQ - Wochenkerzen | LYNX Online Broker

Sixt VZ: Enorme Lücke

Sixt SE ist ein weltweit tätiger und Deutschlands führender Mobilitätsdienstleister. Zusammen mit Lizenznehmern und Partnern ist das Unternehmen in mehr als 100 Ländern präsent.
Das Kerngeschäft entfällt auf die Bereiche Autovermietung und Leasing.

In den letzten Jahren hat sich das Wachstum deutlich beschleunigt. Seit 2013 kletterte der Umsatz von 1,67 auf 2,93 Mrd. Euro. Der operative Gewinn hat sich sogar verdoppelt. Das gemeldete Ergebnis lag zuletzt sogar bei 9,07 Euro je Aktie, was aber zu einem großen Teil auf den Verkauf eines Joint-Ventures zurückzuführen war.

Bei Sixt scheint das Thema Sonderfaktoren besonders groß zu sein, das trifft auch auf die Aktie selbst zu. Es gibt zwei Aktiengattungen. Sixt (Six2) notiert bei 78,20 Euro, die Vorzugsaktie nur bei 54,70 Euro.
Die Lücke ist enorm und sehr viel größer, als es in der Vergangenheit war. Daraus ergibt sich entsprechenden Aufholpotenzial und eine weitaus höhere Dividendenrendite.

Die Vorzugsaktie von Sixt ist zum Aufwärtstrend zurückgekommen. Für antizyklische Anleger wäre auch der Bereich 45 – 47 Euro interessant.

Chart vom 28.02.2020 Kurs: 54,70 Kürzel: SIX3 - Wochenkerzen | LYNX Online Broker

Wirecard: Das Sorgenkind

Zu guter Letzt Wirecard. Hier mangelt es wirklich an nichts. Bullen, Shortseller, Vorwürfe, Krisen, schlechte Pressearbeit, explosives Wachstum und daraus resultierende Volatilität. Aktive Händler durften sich freien, denn schwer zu handeln war die Aktie nicht.

Die letzte Abfolge: Empfehlung bei 107 Euro und warnende Worte bei 142,40 Euro.

In den letzten zehn Jahren konnte man den Umsatz von 0,23 auf 2,02 Mrd. Euro steigern. Das Ergebnis kletterte von 0,45 auf 2,81 Euro je Aktie.
Im laufenden Geschäftsjahr wird ein Gewinnsprung auf 4,20 Euro erwartet.

Ohne die Vorwürfe der FT könnte die Aktie auch 50% höher stehen. Was also, wenn KPMG den Konzern entlastet? Da es bisher zu keiner Ad-hoc-Meldung gekommen ist, liegt die Vermutung nahe, dass KPMG nichts oder zumindest keine schwerwiegenden Unregelmäßigkeiten gefunden hat.
An dem allergrößten Teil des Geschäfts gibt es ohnehin nichts zu rütteln.

Jetzt sind wir wieder am unteren Ende angekommen. Bei 115 Euro verläuft eine Unterstützung. Ebenso ist die Supportzone bei 105 – 110 Euro interessant.

Ausgezeichnete Preise. Ausgezeichneter Service. Mein Broker ist LYNX.

Chart vom 28.02.2020 Kurs: 115 Kürzel: WDI - Wochenkerzen | LYNX Online Broker

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