Börsenblick

Zurück Februar Weiter
Zurück 2019 Weiter

Aktuelle Analyse:
Aixtron: Haben die Bullen überhaupt eine Chance?

Die Branche hat langsam ernsthafte Probleme: Der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbauer (VDMA) meldete Anfang Februar, dass der Auftragseingang im Dezember 2018 um satte acht Prozent unter dem Niveau des Vorjahres lag. Das führte dazu, dass das Produktionswachstum in der Branche 2018 letzten Endes nur um zwei Prozent betrug und die Prognose des Verbands, die bei fünf Prozent gelegen hatte, deutlich verfehlte. Und Aixtron ist ein Maschinen- und Anlagenbauer.

Aber wenn man sich den Chart so ansieht, könnte man denken, dem wäre nicht so, denn der Kurs reagierte auf diese Anfang Februar gemeldeten, schwachen Zahlen des VDMA überhaupt nicht. Doch gerade Aixtron gehört zu den Unternehmen, die ein spürbarer Rückgang der Nachfrage hart treffen würde. Denn das Unternehmen hat sich gerade erst 2017 mit einem hauchdünnen Gewinn aus einer fünfjährigen Verlust-Durststrecke herausgekämpft und agiert vor allem für die Halbleiterindustrie.

Für eine Branche, die selbst konjunktursensibel ist und wo eine Nachfrageschwäche schnell dazu führt, dass Orders für Beschichtungsanlagen, wie sie Aixtron herstellt, verschoben oder storniert werden. Kurz: Die Bullen tanzen hier auf sehr dünnem Eis.

Expertenmeinung: Dabei weiß man aus der Erfahrung früherer Jahrzehnte, wie massiv sich konjunkturelle Schwankungen in den Bilanzen der Maschinenbauer niederschlagen. Und Unternehmen wie Aixtron, die ohnehin nur knapp über der Nulllinie des Gewinns agieren, sind da natürlich besonders gefährdet.

Viele, die hier bullisch sind, mögen sich damit beruhigen, dass viele Chiphersteller für das vierte Quartal besser als erwartet berichtet haben. Aber zum einen waren das keineswegs alle, zum anderen heißt das noch nicht, dass man nicht doch angesichts der allgemein unsicheren Perspektive einen Gang bei den Investitionen zurückschaltet.

Sich fest darauf zu verlassen, dass Axitrons Bilanz zum vierten Quartal 2018, die für den 26. Februar erwartet wird, positiv genug ausfällt, um zu verhindern, dass die Aktie nach unten abdreht, wäre daher gewagt. Zumal der Chart zeigt, dass die Aktie in eine äußerst massive Widerstandszone hineingelaufen ist, deren massivste Hürden die 200-Tage-Linie bei 10,50 Euro und die Mai-Abwärtstrendlinie bei 10,80 Euro sind. Um da hindurch zu kommen, nachdem Aixtron bereits jetzt 30 Prozent über dem Anfang Januar markierten Verlaufstief des Jahres notiert, müssten Ergebnis und 2019er-Perspektive sehr überzeugend ausfallen.

Daher sollte man auf der Long-Seite unbedingt mit einem konsequenten Stoppkurs agieren, der greifen würde, sobald Aixtron aus dieser Widerstandszone wieder herausrutscht und die derzeit einzige Unterstützung in greifbarer Nähe, die bei derzeit 9,04 Euro verlaufende 20-Tage-Linie, unterschreitet. Und sollte das eine Reaktion auf eine dann eben doch nicht überzeugende Bilanz sein, wäre das zugleich eine Basis, um sich die Aktie auf der Short-Seite genauer anzusehen.

Chart vom 15.02.2019, Kurs 9,96 Euro, Kürzel AIXA | LYNX Online Broker

 

Handeln Sie über den Online Broker LYNX:
Ein Depot, viele Vorteile
  • stabile und zuverlässige Handelsplattform
  • kompetenter Service durch Experten
  • günstige und transparente Gebühren
  • umfangreiches Wissensportal
Mehrfach ausgezeichnet
Handelsblatt Auszeichnung: Bester Online-Broker
Broker-Wahl: Top Futures-Broker
Contact icon KOSTENFREI ANRUFEN
0800 5969 000
Contact icon SCHREIBEN SIE UNS
SERVICE@LYNXBROKER.DE
Contact icon FREUNDSCHAFTSWERBUNG
KUNDEN EMPFEHLEN LYNX
Contact icon HÄUFIG GESTELLTE
FRAGEN