Börsenblick

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Aktuelle Analyse:
Aixtron: Den Bullen bleibt noch eine kleine Chance

Es hätte so schön sein können: Die Aktie des vor allem für die Chipindustrie produzierenden Anlagenbauers Aixtron hatte sich im Vorfeld der am Dienstagmorgen anstehenden Bilanzzahlen in Position begeben, um einen markanten Befreiungsschlag nach oben zu vollziehen.

Nach einem kurzen Rücksetzer, der vorbildlich auf Höhe der 20-Tage-Linie aufgefangen wurde, hatte sich der Kurs wieder in die Widerstandszone 9,80/10,60 Euro geschoben. Ein kräftiges Plus als Reaktion auf eine überzeugende Bilanz nebst eines überzeugenden 2019er-Ausblicks hätte diese Widerstandszone durchbrechen können, inklusive der dort verlaufenden, im Chart dick schwarz hervorgehobenen 200-Tage-Linie. Aber es kam anders.

Am Ende des Tages gingen die Bullen geschlagen vom Feld, die Aktie verlor satte 13,49 Prozent, weil die Bilanz und die Perspektive eben nicht überzeugen konnten. Allerdings wirkt die Reaktion recht überzogen, denn waren die Zahlen denn wirklich schlecht?

Das waren sie nicht. Der Umsatz lag mit knapp 269 Millionen Euro gut 16 Prozent über Vorjahr und der durchschnittlichen Analystenprognose. Dasselbe galt für den Auftragseingang. Mit einem Gewinn vor Steuern und Abschreibungen (EBIT) von 41,5 Millionen Euro (Vorjahr 4,9 Millionen) gelang es, sich einigermaßen sicher in die schwarzen Zahlen zu begeben und die Erwartung der Experten zu schlagen (35,9 Millionen). Wo also lag das Problem?

Expertenmeinung: Die 2019er-Prognose war wohl vielen zu mager: Umsatz unverändert bis leicht positiv, Auftragseingang etwa 15 bis 25 Prozent unter den 303 Millionen Euro des Jahres 2018. Sicher, dass klingt dünn. Aber das heißt nicht, dass es so mager bleiben muss.

Das Unternehmen kalkuliert sinnvollerweise vorsichtig und weiß um die Fragilität von Maschinenbauern, die eine so konjunktursensible Branche wie die Chipindustrie beliefern. Aber genau dieses magere Szenario hatte man bereits für 2018 befürchtet – und es kam doch nicht so schlimm. Und wegen dieser Befürchtungen war diese Aktie ja von 19,75 Euro im März 2018 auf im Tief 7,63 Euro im Oktober durchgereicht worden. Mit dem gestrigen Schlusskurs von 8,42 Euro liegt Aixtron jetzt auf einmal gar nicht mehr so weit von diesem Tief entfernt, mit dem man bislang den „worst case“ eingepreist hatte.

Man hat den Eindruck, dass die Dimension der Abgaben auf dem oft auftretenden „Herdenverhalten“ nach Bilanzdaten beruht. Dasselbe hatten wir am Dienstag bei BASF gesehen (siehe die heutige Analyse zu BASF), nur lief es da in die Gegenrichtung. Sollten sich die Marktteilnehmer diese Perspektiven von Aixtron noch einmal genauer ansehen, könnte es sein, dass die Bullen dadurch noch eine zweite Chance bekommen. Denn die Aktie ist mit diesem Abverkauf genau auf Höhe der mittelfristigen, Anfang des Monats überwundenen Abwärtstrendlinie zum Stehen gekommen.

Sollte Aixtron von hier aus wieder anziehen, besteht die Chance, dass daraus ein trendbestätigender Pullback an den Ausbruchslevel würde. Darauf blind zu wetten wäre aber riskant, aus dem Schneider wäre das bullische Lager erst, wenn Aixtron die vorgenannte Widerstandszone 9,80/10,60 Euro überwunden hat. Und sollten die Anleger unversöhnlich bleiben und die beiden letzten markanten unteren Umkehrpunkte durch Schlusskurse unter 7,63 Euro durchbrechen, dürfte allein das dann generierte, bärische Signal die Aktie erst einmal weiter unter Druck setzen.

Chart vom 26.02.2019, Kurs 8,42 Euro, Kürzel AIXA | LYNX Online Broker

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