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Aktienanalyse:
Aixtron: Traut man dem Braten nicht?

Aktuelle Analyse der AIXTRON Aktie

Aixtron ist ein Maschinen- und Anlagenbauer, der einen Gutteil seiner Anlagen für die Halbleiterindustrie fertigt. Ein Geschäft, das äußerst konjunktursensibel ist, denn Investitionsgüter für eine Branche herzustellen, die selbst schon stark auf konjunkturelle Schwankungen reagiert, ist ein heißes Pflaster. Was sich bei Aixtron durch einen jahrelangen Marsch durch die Verlustzone äußerste. Noch 2016 gingen die Anleger davon aus, dass Aixtron nicht überleben werde, wenn das Unternehmen nicht übernommen würde. 2017 aber gelang aus eigener Kraft die Rückkehr in die Gewinnzone. Und ein Gewinn soll, so die Prognose des Unternehmens im Rahmen der am Donnerstag veröffentlichen Bilanz des ersten Quartals, auch 2020 unter dem Strich bleiben.

Das wirkt ambitioniert. Denn der Auftragseingang ist zwar mit 68,8 Millionen Euro gegenüber dem Vorjahresquartal (53,6 Millionen Euro) gestiegen. Aber der Umsatz im abgelaufenen ersten Quartal lag mit 41,0 Millionen deutlich unter Vorjahr (68,7 Millionen). Und während im ersten Quartal 2019 ein EBIT-Gewinn (vor Steuern und Zinsen) von 9,7 Millionen Euro erzielt wurde, stand diesmal für die ersten drei Monate ein Verlust von 1,1 Millionen zu Buche. Der gute Auftragseingang und die Marktentwicklung haben Aixtron bewogen, trotzdem am Ende Februar ausgegebenen Ziel eines Jahresumsatzes zwischen 260 und 300 Millionen Euro und einer EBIT-Marge zwischen 10 und 15 Prozent festzuhalten. Damit würde man in etwa im Bereich des Ergebnisses 2019 abschließen. Die Anleger indes reagierten skeptisch:

Expertenmeinung: Die Aktie gab als Reaktion auf Bilanz und Prognose-Bestätigung am Donnerstag 5,35 Prozent nach. 5,35 Prozent sind bei einer volatilen Aktie wie Aixtron an und für sich alles andere als dramatisch, aber dieses Minus war charttechnisch bemerkenswert, weil Aixtron dadurch die 200-Tage-Linie deutlich nach unten durchschlug. Auf diese Linie hatte der Kurs zuletzt aufgesetzt, nachdem die Rallye des Gesamtmarkts bei dieser Aktie bereits knapp zwei Wochen zuvor in Gewinnmitnahmen überging. Hätte Aixtron am Donnerstag mit Kursgewinnen auf die Bilanz reagiert, wäre das ein wichtiges Signal gewesen: Ein an wichtigen Unterstützungen aufgekaufter Rücksetzer, dass belegt hätte, dass das bullische Lager hier auf dem Posten bleibt.

So aber sehen wir, obgleich die Aktie schon klar unterhalb des vorherigen Rallye-Hochs notierte, erneuten Abgabedruck als Reaktion auf eine Prognose, die eigentlich Mut machen müsste. Ob diese Skepsis berechtigt ist, könnte nur beurteilen, wer genaueren Einblick in die Pläne potenzieller Kunden hätte und wüsste, wie sich die Lage hinsichtlich der Pandemie und deren wirtschaftlichen Folgen weiter entwickeln würde, d.h. es ist nicht absehbar. Aber mit diesem Bruch der 200-Tage-Linie (sowie der knapp darunter verlaufenden 20-Tage-Linie) wäre die wahrscheinlichste Entwicklung jetzt ein Test der mittelfristigen Auffangzone zwischen 7,33 und 7,74 Euro … die einem solchen Test standhalten kann, aber keineswegs muss.

Aixtron Aktie Chart vom 30.04.2020, Kurs 8,50 Euro, Kürzel AIXA | Online Broker LYNX

 

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