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Aktienanalyse:
adidas: Der Weg über 300 Euro ist frei … oder?

Aktuelle Analyse der adidas Aktie

296,75 Euro, das ist die bisherige Bestmarke der adidas-Aktie. So knapp unter der runden 300er-Marke … das ist verlockend für die Bullen. Denn wenn eine runde Marke erstmals genommen wird, laufen die Notierungen gerne einige Prozentpunkte weiter, weil das psychologisch besonders stark wirkt und neue Käufer anzieht. Dazu käme in diesem besonderen Fall wohl noch Kaufdruck durch Eindeckungen von bärischen Tradern, die ihre Stop Loss knapp über diesem bisherigen Verlaufsrekord von 296,75 Euro angesiedelt haben. Und jetzt lieferte das Unternehmen auch noch eine Steilvorlage für einen Ausbruch nach oben, denn:

Am Dienstagmorgen verkündete der Sportartikelhersteller, dass man das Anfang 2018 begonnene Programm zum Rückkauf eigener Aktien fortsetzen und im Jahr 2020 eigene Aktien im Wert von bis zu einer Milliarde Euro zurückkaufen wolle. Das entspräche grob einer Größenordnung von zwei Prozent des Grundkapitals. Da sich der Gewinn pro Aktie dadurch auf weniger Aktien verteilt als zuvor, sind solche Maßnahmen tendenziell kurstreibend, was die Analysten der Baader Bank wohl bewog, ihr Kursziel für die Aktie am Dienstag von 290 auf 320 Euro anzuheben. Der Weg über die 300er-Marke ist frei … oder?

Expertenmeinung: Der Kurs lief am Dienstag mit im Hoch 296,50 Euro zwar an das bisherige Verlaufshoch heran, aber nicht darüber. Das Plus von 1,76 Prozent auf 294,75 Euro ist zwar gut, reichte aber nicht einmal, um die adidas-Aktie aufs „Podium“ der gestrigen DAX-Gewinner zu heben. Wenn dieser Break über die 300 Euro-Marke gelingen soll, müssen die Bullen also die Ärmel hochkrempeln, umgehend für vollendete Tatsachen sorgen und hoffen, dass die Aktie dann weit genug läuft, damit Gewinnmitnahmen sich oberhalb 296,75/300,00 Euro erschöpfen und der Ausbruch damit nicht zu einer Bullenfalle wird. Denn könnte adidas ohne aktives „Anschieben“ über die runde Marke gehen, wäre dieser Avis weiterer Aktienrückkäufe der ideale Zeitpunkt dafür gewesen. Und das gelang eben nicht. Warum?

Das Problem könnte sein, dass dieses neue Kursziel der Baader Bank zugleich das höchste im Kreis der Analysten ist. Im Schnitt haben die Experten nur ein Kursziel von 275 Euro für adidas. Und das ist bereits überboten. Entsprechend sieht die Hälfte von knapp 30 die Aktie beobachtenden Analysten adidas nur als Halteposition, nicht mehr als Kauf. Die Aktie ist vom Kurs/Gewinn-Verhältnis her nicht billig. Und auch, wenn die Gewinnsteigerungen in den letzten Jahren ebenso stetig wie beeindruckend waren, ist den Anlegern doch klar, dass sich dieses Bild schnell eintrüben kann, wenn das Wachstum weltweit weiterhin schwach bleiben sollte. Dann würde viele eine adidas auf diesem aktuellen Niveau schnell nicht nur als „teuer“, sondern als „zu teuer“ ansehen. Solange die Aktie nicht unter 264 Euro schließt und damit unter die Tiefs des vierten Quartals und die 200-Tage-Linie rutscht, würde der übergeordnete Trend zwar nicht tangiert. Aber ob sich die Bullen in einem solchen Fall dann zügig sammeln und erneut angreifen würden, ist zumindest fraglich. Fazit: adidas könnte jetzt nach oben hinauslaufen … muss aber nicht!

Chart vom 07.01.2020, Kurs 294,75 Euro, Kürzel ADS | Online Broker LYNX Aktienempfehlungen

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