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Aktuelle Analyse:
adidas: Wissen die Bullen, was sie da tun?

Ausgerechnet die adidas-Aktie wurde am Dienstag zum Top-Gewinner unter den DAX-Aktien. „Ausgerechnet“, weil man sich eigentlich nicht hätte wundern dürfen, wenn die Aktie in die Gegenrichtung gelaufen wäre. Dass man adidas wieder deutlich positiver sieht, nachdem der Sportartikelhersteller im Zuge der Anfang des Monats auf den Tisch gekommenen Bilanz des ersten Quartals belegte, dass er die Gewinnmarge erneut hatte ausbauen können, ist eine Sache. Aber die Reaktion auf dieses Zahlenwerk ist längst erfolgt. Und die einzige Nachricht, die den Kurs am Dienstag hätte direkt bewegen können, ist eigentlich eine äußerst brenzlige.

Denn adidas habe, so hieß es in den Medien, zusammen mit 170 anderen Herstellern von Schuhen und Sportartikeln einen Brief an Präsident Trump gesendet, in dem man bittet, die Produkte dieser Firmen von den Strafzöllen gegen China auszunahmen. Denn vieles, wo adidas oder auch NIKE, die ebenfalls dabei sein sollen, draufsteht, wird in China produziert.

Solche Strafzölle würden, so soll es dort stehen, katastrophale Auswirkungen auf die Wirtschaft und die Verbraucher haben. Doch in erster Linie hätte das, auch, wenn man sich „fürsorglich“ gegenüber den Konsumenten gibt, fatale Auswirkungen auf die Gewinne dieser Unternehmen!

Expertenmeinung: Damit wird deutlich, dass auch adidas kräftig Druck auf die so opulente Gewinnspanne abbekommen würde, wenn Mr. Trump diese nächste Welle an Strafzöllen umsetzt. Aber warum sollte der das bleiben lassen? Weil ihn Unternehmen, zum Teil ja wie adidas nicht einmal aus dem eigenen Land, darum bitten, damit ihre Gewinne schön dick bleiben?

Trump wird sehr wohl erkennen, worum es diesen Bittstellern wirklich geht. Und die bisherigen Erfahrungen mit dem Präsidenten lassen wirklich nicht erwarten, dass er dafür ein so wichtiges Druckmittel im Ringen mit China aus der Hand gibt. Dieser Brief an den Präsidenten hat deutlich gemacht, dass diese immensen Gewinnsteigerungen bei adidas auf relativ dünnem Eis daherkommen, wie sehr man von billiger Produktion einerseits und hohe Preise zu zahlen bereiten Verbrauchern andererseits abhängt. Und selbst, wenn man wider der bisherigen Erfahrung darauf wetten wollte, dass Trump einwilligt:

Um daraufhin zu kaufen, hätte die Aktie ja vorher aus Sorge um die Konsequenzen der Strafzölle unter Druck stehen müssen. Was sie, man kann es im Chart nicht übersehen, aber nicht tat. Das ist eine mehr als gewagte, fast halsbrecherisch wirkende Kaufwelle. Wer hier aggressiv Long ist, sollte da einen sehr engen Stoppkurs erwägen, für den sich die Kreuzunterstützung aus dem Verlaufstief der Vorwoche und der 20-Tage-Linie bei 244 Euro anbieten würde.

Chart vom 21.05.2019, Kurs 257,75 Euro, Kürzel ADS | LYNX Aktienempfehlungen

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