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Die Optionsstrategie Iron Condor

Der perfekte Mix aus Bull Put Spread und Bear Call Spread
von Eric Ludwig
30.10.2026
LYNX bei Google bevorzugen
Optionsstrategie Iron Condor: Definition | Online Broker LYNX
Wenn sich der Markt oder eine Aktie nicht bewegt, ist man oft ratlos, wie sich in einer solchen Situation Geld verdienen lässt. Der Iron Condor wäre als Optionen-Kombination eine passende Lösung. Mit einem eingebautem Sicherheitsnetz und einem begrenzten Verlustrisiko, können Sie mit dieser Strategie doppelt so viele Prämien vereinnahmen wie mit anderen Optionen-Kombinationen wie Bull Put Spreads und Bear Call Spreads. Dabei kassieren Sie den maximalen Gewinn ab, wenn sich der Basiswert in einer festgelegten Kursspanne bewegt.

Wichtig
OPTIONEN SIND KOMPLEXE FINANZPRODUKTE

Optionen sind komplexe Finanzinstrumente und mit erheblichen Risiken verbunden. Anleger sollten sorgfältig prüfen, ob sie für ihre Anlageziele und ihre Risikobereitschaft geeignet sind. Zudem sollten Anleger ihre Kenntnisse über den Optionsmarkt und Handelsstrategien vertiefen, bevor sie mit dem Optionshandel beginnen.

Table of Contents

Der Aufbau des Iron Condors

Diese Strategie besteht aus einem Bull Put Spreads und einem Bear Call Spreads. Es werden dementsprechend 4 Optionen gleichzeitig gehandelt. Alle Optionen haben dasselbe Verfallsdatum.

Der Iron Condor zusammengefasst:

  • Long Put mit Basispreis A
  • Short Put mit Basispreis B
  • Short Call mit Basispreis C
  • Long Call mit Basispreis D
  • Der Abstand zwischen Basispreis A und Basispreis B entspricht in der Regel dem Abstand zwischen Basispreis C und Basispreis D
  • Der Aktienkurs liegt in der Regel zwischen dem Basispreis B und dem Basispreis C
  • Die Optionen haben das gleiche Verfallsdatum

Gewinn- und Verlustprofil eines Iron Condors:

Optionsstrategie Iron Condor: Der perfekte Mix aus Bull Put Spread und Bear Call Spread | Online Broker LYNX

Prinzip des Iron Condors

In einem Iron Condor kaufen Sie die billigeren Optionen und verkaufen die teureren Optionen. Dank dieses Preisunterschieds zwischen den Optionen erhalten Sie bei der Eröffnung dieser Optionen-Kombination immer eine Prämie (Gutschrift oder Credit). Ein Iron Condor entspricht dem gleichzeitigen Handel eines Bull Put Spreads und eines Bear Call Spreads. Die Gesamtprämie des Iron Condors setzt sich also aus der Prämie des Bull Put Spreads und des Bear Call Spreads zusammen.

Der Iron Condor ist mit der Strategie des Short Strangles verwandt, da ebenfalls darauf gesetzt wird, dass sich die zugrunde liegende Aktie oder der Index nur minimal bewegen wird. Der Unterschied und der große Vorteil des Iron Condors gegenüber dem Short Strangle ist jedoch, dass die gekauften Optionen des Iron Condors das Verlust-Risiko begrenzen. Sie können mit dem Iron Condor nicht mehr verlieren als Ihren Einsatz, was bei einem Short Strangle nicht der Fall ist.

Ihre Erwartung wird sein, dass der Aktienkurs zwischen den Basispreisen B und C bleiben wird und dass alle Optionen wertlos verfallen werden.

In der Umsetzung ist ein Iron Condor sehr einfach. Idealerweise kaufen und verkaufen Sie die 4 Optionen gleichzeitig im Rahmen einer Optionen-Kombination, zum Beispiel mithilfe des OptionTraders Ihrer LYNX Handelsplattform.

Meine persönlichen Tipps für den Handel von Iron Condors

  • Ich würde bei einem Iron Condor empfehlen, die Basispreise B und C der leerverkauften Option so auszuwählen, dass sie mindestens eine Standardabweichung oder mehr von dem aktuellen Aktienkurs entfernt sind. Das erhöht Ihre Erfolgswahrscheinlichkeit. Je weiter entfernt die Basispreise allerdings sind, desto niedriger ist die Prämie, die Sie vereinnahmen. Optionen mit einem Delta von 16 (auffindbar in der Optionskette im OptionTrader Ihrer LYNX Handelsplattform), entsprechen einer Standardabweichung. Idealerweise befinden sich diese Basispreise charttechnisch in der Nähe von soliden Unterstützungen oder Widerstandsniveaus.
  • Bevorzugen Sie kurze Laufzeiten, da die Optionen in den letzten 60 Tagen vor ihrem Verfallsdatum schneller an Wert verlieren. Dieser Zeitwertverlust ist für Sie als Verkäufer der Optionen ein Vorteil. Mehr Informationen über den Zeitwertverfall von Optionen finden Sie in meinem Artikel: Der Zeitwertverfall – Wie man mit dem Zeitwert von Optionen Geld verdient
  • Diese Iron Condor Strategie eignet sich besonders für den Handel von Indizes. Das liegt daran, dass Indizes in der Regel nicht so volatil sind wie einzelne Aktien. Die Chance, dass ein Index in einer engeren Kursspanne bleibt als eine einzelne Aktie, kann entsprechend als höher eingestuft werden.

Für wen ist der Iron Condor geeignet?

Diese Strategie ist für Trader gedacht, die bereits Erfahrung im Optionshandel gesammelt haben. Der Iron Condor ist zwar in seiner Ausführung nicht besonders kompliziert, er erfordert dennoch eine gewisse Expertise in der Auswahl der Basispreise und ein gutes Verständnis des maximalen Risikos der eingegangenen Position.

Wann sollte ein Iron Condor eingegangen werden?

Sie eröffnen einen Iron Condor, wenn Sie davon ausgehen, dass sich die Aktie, auf die Sie die Optionen-Kombination handeln, nur wenig bewegen wird. Die zugrunde liegende Aktie darf bis zum Basispreis B fallen oder bis zum Basispreis C steigen, ohne dass der maximale Gewinn (die Prämie) geschmälert wird. Idealerweise erfolgt der Einstieg zu einem Zeitpunkt, an dem die zugrunde liegende Aktie eine hohe implizite Volatilität aufweist. Dadurch sind die Optionen teurer und eine höhere Prämie kann entsprechend vereinnahmt werden.

Wo liegen Ihre Gewinnschwellen bei einem Iron Condor?

Bei dieser Strategie gibt es 2 Gewinnschwellen. Der Iron Condor macht sich bezahlt, wenn der Aktienkurs beim Verfall über dem Basispreis B der leerverkauften Put Option abzüglich der vereinnahmten Prämie und unter dem Basispreis C der leerverkauften Call Option zzgl. der vereinnahmten Prämie liegt.

Gewinnschwelle 1 = Basispreis des leerverkauften Puts – vereinnahmte Prämie

Gewinnschwelle 2 = Basispreis des leerverkauften Calls + vereinnahmte Prämie

Was ist Ihr maximaler potenzieller Gewinn bei einem Iron Condor?

Ihr potenzieller Gewinn ist auf die vereinnahmte Prämie begrenzt. Er wird erzielt, wenn der Aktienkurs am Ende der Laufzeit zwischen dem Basispreis B und dem Basispreis C notiert. In diesem Fall verfallen die Optionen wertlos, und Sie kassieren die bereits vereinnahmte Prämie zu 100% als Gewinn ab.

Die Art und Weise, wie Sie die Basispreise auswählen, bestimmt das maximale Ertragspotenzial und das maximale Risiko. Je näher sich die Basispreise der leerverkauften Optionen an dem aktuellen Aktienkurs befinden, desto höher ist die Prämieneinnahme. Das Risiko, dass diese Basispreise während der Laufzeit der Optionen verletzt werden, ist aber dementsprechend auch höher.

Ein Teilgewinn wird erzielt, wenn der Aktienkurs zwischen den Gewinnschwellen und den Basispreisen B und C bleibt. Ein Iron Condor muss nicht bis zum Ende der Laufzeit der Optionen gehalten werden. Sie können die Position vorzeitig glattstellen und die Gewinne (oder die Verluste) mitnehmen.

Was ist Ihr maximaler potenzieller Verlust bei einem Iron Condor?

Ihr maximaler potenzieller Verlust ist begrenzt und wird wie folgt berechnet:

Maximaler Verlust = Differenz zwischen den Basispreisen A und B (oder C und D) x 100 – Prämie.

Der maximale Verlust entsteht, wenn die Aktie zum Verfallsdatum unter dem Basispreis A oder über dem Basispreis D notiert.

Was sind die Margin Anforderungen bei einem Iron Condor?

Die Margin-Anforderung je Kontrakt entspricht dem maximalen Verlust.

Wie wirkt sich die Zeit bei einem Iron Condor auf die Position aus ?

Für diese Strategie ist der Effekt des Zeitwertverfalls der Optionen positiv. Der Zeitwert der Optionen, die Sie leerverkauft haben, wird Tag für Tag abnehmen, was gut für Ihre Position ist. Aber auch der Zeitwert der Optionen, die Sie gekauft haben, wird geringer werden, was eher schlecht ist. Da der Zeitwert der Optionen, die gekauft wurden, von Anfang an geringer ist als der Zeitwert der leerverkauften Optionen, ist der Einfluss des Zeitwertverfalls dennoch ein Vorteil des Iron Condors.

Was ist der Einfluss der impliziten Volatilität bei einem Iron Condor?

Nachdem die Strategie umgesetzt wurde, wünschen Sie sich in der Regel, dass die implizite Volatilität abnimmt. Dadurch sinkt weiterhin der Zeitwert der Optionen und erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass sie wertlos verfallen (was Ihr Ziel ist).

Ein Anstieg der impliziten Volatilität würde auch sehr wahrscheinlich bedeuten, dass die zugrunde liegende Aktie stärker am Fallen ist, was konträr zu Ihrem strategischen Ansatz wäre.

Risiko einer Ausübung der Optionen bei einem Iron Condor

Eine vorzeitige Ausübung ist zwar jederzeit möglich, erfolgt jedoch in der Regel nur, wenn die leerverkaufte Put Option tief ins Geld rutscht oder wenn eine Dividenden-Ausschüttung bevorsteht, was zu einer eventuellen Ausübung der leerverkauften Call Option führen könnte.

Wenn am Verfallsdatum die Aktie knapp unterhalb oder oberhalb der Basispreise der leerverkauften Optionen notiert, können Sie nicht sicher sein, ob zum Verfall der Optionen eine Ausübung geschehen wird oder nicht.

Mein persönlicher Rat an Sie: Schließen Sie den Iron Condor vorzeitig, um der Eventualität der Ausübung aus dem Weg zu gehen.

Mehr zum Thema vorzeitige Ausübung von Optionen können Sie in meinem Artikel Vorzeitige Ausübung von Optionen – So reagieren Sie richtig und bleiben entspannt nachlesen.

Die Vor- und Nachteile des Iron Condors auf den Punkt gebracht

Vorteile:

  • Mit einem Iron Condor können Sie doppelt so viele Prämie vereinnahmen als wenn Sie nur einen Bull Put Spread oder einen Bear Call Spread handeln
  • Das Risiko ist begrenzt.
  • Der Iron Condor profitiert vom Rückgang der impliziten Volatilität.
  • Der Iron Condor profitiert vom Zeitwertverfall.

Nachteile:

  • Der maximale Gewinn ist begrenzt.
  • Je nach Wahl des Basispreises ist nur ein kleiner Rückgang oder ein kleiner Anstieg des Aktienkurses erlaubt, um in der Gewinnzone zu bleiben.
  • Dadurch, dass die Optionen-Kombination aus 4 Optionen besteht, ist der Iron Condor in Sache Transaktionsgebühren kostspieliger als eine Kombination mit nur 2 Optionen.

Beispiel eines Iron Condors auf Adobe

Nehmen wir als Beispiel an, dass die Aktie von Adobe (ADBE) derzeit mit 277$ gehandelt wird. Um die Iron Condor Strategie umzusetzen, handelt ein Trader im Rahmen einer einzigen Transaktion folgende Optionen:

  • Long Put (die gekaufte Put Option) mit einer Laufzeit von 46 Tagen und einem Basispreis von 235$
  • Short Put (die verkaufte Put Option) mit einer Laufzeit von 46 Tagen und einem Basispreis von 245$
  • Short Call (die verkaufte Call Option) mit einer Laufzeit von 46 Tagen und einem Basispreis von 310$
  • Long Call (die gekaufte Put Option) mit einer Laufzeit von 46 Tagen und einem Basispreis von 320$

Die Put Optionen bilden den Bull Put Spread und die Call Optionen den Bear Call Spread.

Wenn der Aktienkurs am Ende der Laufzeit der Optionen zwischen 245$ und 310$ notiert, beläuft sich der Gewinn für den Trader auf 205$. Das ist die Prämie, die anfangs vereinnahmt wurde. Die Margin-Anforderung der Position wäre: (320$ – 310$) x 100 –205$ = 795$. Sie entspricht auch dem maximalen Verlust der Position je gehandelten Kontrakt.

Die Rendite des Iron Condors wäre demnach: 205$ / 795$ = 25,8% in 46 Tagen.

Die 1. Gewinnschwelle der Position liegt bei 245$ – 2,05$ = 242,95$. Unter diesem Kurs fängt der Trader an, Verluste zu machen.

Die 2. Gewinnschwelle der Position liegt bei 310$ + 2,05$ = 312,05$. Über diesem Kurs fängt der Trader an, Verluste zu machen.

Die verschiedenen Szenarien über den möglichen Ausgang des Iron Condors lassen sich tabellarisch zusammenfassen:

Aktienkurs zum VerfallsdatumBull Put Spread BausteinBear Call Spread BausteinIron Condor
Über 320$Maximaler GewinnMaximaler VerlustMaximaler Verlust der Margin von 795$
312,05$ - 320$Maximaler GewinnTeilverlustTeilverlust
310$ - 312,05$Maximaler GewinnTeilverlust oder TeilgewinnTeilgewinn
245$ - 310$Maximaler GewinnMaximaler GewinnMaximaler Gewinn von 205$
242,95$ - 245$Teilverlust oder TeilgewinnMaximaler GewinnTeilgewinn
0$ -235$Maximaler VerlustMaximaler GewinnMaximaler Verlust der Margin von 795$

Anhand dieser Tabelle wird klar, dass wenn ein Baustein (Bull Put Spread oder Bear Call Spread) den maximalen Verlust liefert, der andere Baustein automatisch den maximalen Gewinn abwirft. Das ist logisch, da die Aktie nicht gleichzeitig über dem Basispreis von 312,50$ und unter dem Basispreis von 242,95$ notieren kann. Der maximale Verlust eines der Spreads wird jedoch nicht durch den maximalen Gewinn des anderen Spreads wettgemacht.

Die Strategie geht nur dann wirklich auf, wenn die Aktie zum Verfallsdatum zwischen den gewählten Basispreisen der verkauften Optionen notiert.

Fazit: Der Iron Condor ist eine weitere Einnahme-Strategie in Ihrer Options-Werkzeugkiste

Ein Iron Condor ist eine ideale Optionsstrategie, wenn Sie eine neutrale Einschätzung der Marktlage haben. Gehen Sie davon aus, dass sich ein Index oder eine Aktie in einem bestimmten Zeitraum nur moderat bewegen wird, winken Ihnen mit dieser Optionen-Kombination hohe Renditen. Ein attraktives Merkmal dieser Strategie ist das begrenzte Verlust-Risiko, das allerdings den maximalen Gewinn (die vereinnahmte Prämie) überschreitet.

Der größte Vorteil der Iron Condor Strategie ist, dass sie eine höhere Prämie beschert als der Bull Put Spread oder der Bear Call Spread einzeln betrachtet, bei einer kleineren Margin-Anforderung.

Der Iron Condor gehört demnach, zusammen mit dem Bull Put Spread und dem Bear Call Spread, zu den beliebten Einnahme-Strategien in der Werkzeugkiste eines Optionshändlers.

Im Gegensatz zu dem Bull Put Spread und dem Bear Call Spread muss jedoch beim Iron Condor die zugrunde liegende Aktie in einem relativ engen Kursbereich bleiben. Der Iron Condor ist also eher ein Präzisionswerkzeug, das nur für Trader gedacht ist, die durch eine fundierte Analyse überzeugt sind, dass die gehandelte Aktie tatsächlich wenig Bewegung aufweisen wird.

FAQ
Aus welchen vier Optionen setzt sich ein Iron Condor zusammen?

Ein Iron Condor kombiniert vier Optionen auf denselben Basiswert mit demselben Verfallsdatum und vier unterschiedlichen Ausübungspreisen. Bei einem klassischen Short Iron Condor wird ein Put mit dem niedrigsten Ausübungspreis gekauft, ein Put mit einem höheren Ausübungspreis verkauft, ein Call mit einem noch höheren Ausübungspreis verkauft und ein Call mit dem höchsten Ausübungspreis gekauft. Wirtschaftlich entspricht dies der Kombination eines Bull Put Spreads und eines Bear Call Spreads.

Was macht den Iron Condor im Vergleich zum Short Strangle risikoärmer?

Sowohl ein Short Iron Condor als auch ein Short Strangle können von einer begrenzten Kursbewegung des Basiswerts profitieren. Beim Iron Condor begrenzen die zusätzlich gekauften Put- und Call-Optionen jedoch den maximal möglichen Verlust. Bei einem ungedeckten Short Strangle ist das Verlustrisiko dagegen wesentlich größer: Auf der Call-Seite ist es theoretisch unbegrenzt, während es auf der Put-Seite zwar begrenzt, aber dennoch erheblich sein kann.

Wann erzielt ein Iron Condor bei Verfall seinen maximalen Gewinn?

Ein klassischer Short Iron Condor erzielt bei Verfall seinen maximalen Gewinn, wenn der Kurs des Basiswerts auf oder zwischen den Ausübungspreisen der beiden verkauften Optionen liegt. Dann besitzen die vier Optionen keinen inneren Wert und die bei Eröffnung vereinnahmte Nettoprämie entspricht dem maximalen Gewinn der Strategie.

Warum wird das maximale Verlustrisiko eines Iron Condors nicht durch die Summe der maximalen Verluste beider Spread-Seiten bestimmt?

Bei Verfall kann der Kurs des Basiswerts nicht gleichzeitig unterhalb des Put-Spreads und oberhalb des Call-Spreads liegen. Der maximale Verlust entsteht daher entweder auf der Put-Seite bei einem starken Kursrückgang oder auf der Call-Seite bei einem starken Kursanstieg, nicht jedoch auf beiden Seiten gleichzeitig. Bei unterschiedlich breiten Spreads bestimmt die Seite mit dem größeren möglichen Verlust das maximale Verlustrisiko der Gesamtstrategie. Die konkrete Margin-Anforderung kann davon abweichen und richtet sich nach den Regeln des Brokers, dem Kontotyp und dem verwendeten Margin-Modell.

Welche zusätzliche Anforderung stellt ein Iron Condor an die Kursentwicklung des Basiswerts im Vergleich zu einem einzelnen Bull Put Spread oder Bear Call Spread?

Ein Bull Put Spread erzielt bei Verfall seinen maximalen Gewinn, wenn der Kurs des Basiswerts auf oder oberhalb des Ausübungspreises des verkauften Puts liegt, während ein Bear Call Spread seinen maximalen Gewinn erzielt, wenn der Kurs auf oder unterhalb des Ausübungspreises des verkauften Calls liegt. Beim Short Iron Condor müssen beide Bedingungen gleichzeitig erfüllt sein. Der Kurs muss für den maximalen Gewinn somit bei Verfall zwischen den Ausübungspreisen der beiden verkauften Optionen liegen. Durch die Kombination beider Credit Spreads wird eine zusätzliche Prämie vereinnahmt, zugleich ist der Bereich für den maximalen Gewinn auf diese Kursspanne begrenzt.

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Eric Ludwig ist erfahrener Trader, Autor und Mitgründer der Tradehelden-Akademie. Als Betreiber der Plattform ericludwig.de und Entwickler verschiedener Handelsstrategien zählt er zu den anerkannten Experten im Bereich Optionshandel und Portfolio-Optimierung.

Nach seinem Abschluss als Diplom-Ingenieur startete er zunächst eine erfolgreiche Karriere in der Luftfahrtindustrie, bevor er seiner wahren Leidenschaft folgte – den Finanzmärkten. Seit über 20 Jahren ist er als aktiver Trader tätig und hat sich auf den Optionshandel spezialisiert.

Eric Ludwig ist nicht nur erfolgreicher Trader, sondern auch Ausbilder und Mentor. Mit der Tradehelden-Akademie bietet er praxisnahe Schulungen an, in denen er sowohl Anfänger als auch erfahrene Anleger in die Welt des Tradings einführt. Sein Fokus liegt auf strukturierten, regelbasierten Handelsansätzen und der charttechnischen Analyse, für die er auch eigene Börsenindikatoren auf TradingView programmiert.

Als Autor von vier Fachbüchern, die regelmäßig in den Top 50 der Amazon-Bestsellerliste für Futures & Optionen erscheinen, teilt Eric Ludwig sein Fachwissen mit einer breiten Leserschaft. Darüber hinaus vermittelt er seine Strategien und Analysen in vier renommierten Börsendiensten (Planet Options, Der Earnings-Trader, 5-Star Options und Smarte Portfolios).

Sein Ziel ist es, Tradern und Investoren eine klare, fundierte und praxisorientierte Herangehensweise an die Finanzmärkte zu vermitteln, damit sie eigenständig erfolgreiche Strategien entwickeln können.

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