Shop Apotheke Europe Aktie aktuell Shop Apotheke: Das ist jetzt ein fallendes Messer!

News: Aktuelle Analyse der Shop Apotheke Europe Aktie

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Shop Apotheke Europe
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Zur Shop Apotheke Europe Aktie

Ein Minus von 12,59 Prozent und ein neues Jahres-Verlaufstief am Dienstag … und das bei der Shop-Apotheke Aktie, einem der Überflieger des Jahres 2020: Da muss etwas dramatisch schiefgelaufen sein. Was war da gestern passiert?

Die Anleger hatten 2020 sehr hohe Erwartungen in die Shop Apotheke gesetzt. Das durch Corona immense Umsatzwachstum würde sich 2021 fortsetzen, da war man sich sicher. Doch die von der niederländischen, im MDAX notierten Online-Apotheke vorgelegten Perspektiven für 2021 fielen klar unter diesen hohen Erwartungen aus. Die Aktie, die ohnehin schon im Korrektur-Modus war, blieb dadurch im Frühjahr gedrückt. Die Aktie ging danach zwar in eine Bodenbildung über. Aber dann folgten gleich zwei Schläge in kurzer Zeit, die die Aufwärtswende zuerst abfingen und jetzt wohl für eine längere Zeit vom Tisch wischten.

Der erste Wirkungstreffer gegen die Bullen war die Meldung, dass sich die Einführung des sogenannten „E-Rezepts“ verzögern könnte, das den Erwerb verschreibungspflichtiger Medikamente bei Online-Apotheken deutlich erleichtern würde. Die Marktteilnehmer hatten gehofft, dass das E-Rezept das Wachstum der Shop Apotheke noch 2021 befeuern würde.

Und gestern folgte der zweite Schlag: Das Unternehmen veröffentlichte vorläufige Ergebnisse zum abgelaufenen Quartal – und die waren ernüchternd. Der Umsatz stieg im zweiten Kalenderquartal nur um 7,3 Prozent auf 250 Millionen Euro. Die Analysten hatten im Schnitt 262 Millionen erwartet. Informationen zur Marge und dem Gewinn gab es noch keine, aber den Anlegern reichte schon ein Satz, um die Beine in die Hand zu nehmen: Die unternehmenseigenen Ziele zu erreichen (die ohnehin schon für viele Anleger enttäuschend waren), sei jetzt eine Herausforderung, gieß es im Zuge der Vorlage dieser Daten.

Die aktuellen Kurse, Charts, Dividenden und Kennzahlen zur Shop Apotheke Europe Aktie finden Sie hier.

Expertenmeinung: So verlockend es scheinen könnte, einen solchen, vormaligen Überflieger auf einmal über zwölf Prozent „billiger“ zu bekommen: Mit dieser Gemengelage ist diese Aktie kein Schnäppchen, sondern ein fallendes Messer. Also eine Aktie, die jederzeit deutlich weiter nachgeben könnte. Aus charttechnischer Sicht sowieso, denn:

Mit diesem kräftigen Abschlag durchschlug der Kurs die Bodenbildungszone 145/149 Euro vom Mai und Juni. Das ist ein klar bärisches Signal, das den Weg an die markantere Unterstützungszone 116/117 Euro freigibt. Und es wäre zumindest keine Überraschung, wenn die Shop Apotheke-Aktie dieses Kursziel ansteuert, denn:

Da es 2021 auch bei dem jetzt als herausfordernd angesehenen, avisierten Umsatzwachstum von 20 Prozent nur darum geht, die Schwelle zu den schwarzen Zahlen zu erreichen und man jetzt fürchten dürfte, dass sich der Weg in die Gewinnzone langwieriger darstellt, ist „teuer“ und „billig“ hier relativ. Solche Aktien reagieren bei enttäuschten Erwartungen besonders stark, daher wäre es ratsam, nicht in dieses fallende Messer zu greifen und die Shop Apotheke nur dann auf der Long-Seite in Betracht zu ziehen, wenn das Chartbild wieder bullisch ist. Was derzeit erst gegeben wäre, wenn die Aktie die Widerstandszone 166/169 Euro zurückerobert.

Chart vom 06.07.2021, Kurs 138,20 Euro, Kürzel SAE | Online Broker LYNX
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Vorherige Analysen der Shop Apotheke Europe Aktie

Es war ein Ausbruch wie im Bilderbuch. Doch dann kam am Dienstagmittag eine überraschende Nachricht, die den Befreiungsschlag in eine Bullenfalle verwandelte. Welche Levels müssen halten, damit die Shop Apotheke-Aktie nicht noch weiter abrutscht?

Eine derart saubere Trendwende sieht man selten. Erst eine ausgiebige Bodenbildung, die in ein Doppeltief mündete. Und dessen Vollendung bedeutete zugleich den Break über eine seit fast einem Jahr immer wieder relevante Widerstandszone und über die wichtige 200-Tage-Linie. Der Weg für die Bullen war frei … und sie nutzten das für kräftige Käufe. Bis am Dienstag zur Mittagszeit das Magazin „apotheke adhoc“ meldete, dass es mit der Einführung des E-Rezepts länger dauern könnte als gedacht. Und das ist für eine Online-Apotheke in der Tat keine gute Nachricht.

Das E-Rezept ermöglicht es unter anderem, Rezepte online zu erhalten und ebenso leicht an Online-Apotheken weiterzureichen, was derzeit mit der „Zettelwirtschaft“ eben noch aufwändig ist. Damit besteht die Erwartung, dass deutlich mehr rezeptpflichtige Medikamente über die meist deutlich günstigeren Online-Apotheken bestellt werden als bisher. Laut „apotheke adhoc“ startet am 1. Juli zwar ein Pilotprojekt, aber nur mit einer einzigen Arztpraxis und einer Apotheke. Damit sei fraglich, ob die Verfügbarkeit ab Oktober, die bislang ins Auge gefasst wurde, realistisch sei. Der offizielle Start soll laut Gesundheitsministerium der Januar 2022 sein. Verzögert sich das, würde das natürlich die Umsatz- und Gewinnperspektive der Shop Apotheke beschneiden – entsprechend harsch fiel die Reaktion bei der Aktie aus.

Expertenmeinung: Am Dienstagmorgen hatte die Aktie noch kräftig zugelegt und mit in der Spitze 182 Euro einen soliden Puffer zur gerade überbotenen, charttechnischen Schlüsselzone 167/169 Euro aufgebaut, dann führte die oben genannte Meldung zu einem rasanten Abverkauf unter hohen Umsätzen. Der führte den Kurs der Shop Apotheke wieder in diese Zone zurück. Diese Zone, aktuell auch noch durch die 200-Tage-Linie verstärkt, konnte zwar zum Handelsende des Dienstags knapp gehalten werden. Aber am Mittwoch gingen die Abgaben weiter … und damit besteht das Risiko, dass der Schwung der Abwärtswende groß genug ist, dass es nicht bei einem Rücksetzer bleibt, sondern ein echter Baisse-Schub folgt.

Das wäre dann zu erwarten, wenn die Zone, über der sich seit Mai das Doppeltief als Basis der Aufwärtswende gebildet hat, fallen sollte. Diese Unterstützungszone findet sich im Bereich 145/149 Euro. Aber wäre das überhaupt realistisch? Und vor allem: Würde diese Meldung wirklich ausreichen, um die Leerverkäufer auf den Plan zu rufen und das mittelfristige Abwärts-Kursziel bei 116 Euro anzusteuern?

Shop Apotheke-Aktie: Chart vom 23.06.2021, Kurs 156,80 Euro, Kürzel SAE | Online Broker LYNX

Überzogen wäre diese Reaktion zwar durchaus, denn zum einen ist keineswegs sicher, ob und wie lange sich das E-Rezept wirklich verzögern wird. Zum anderen würden die erhofften, zusätzlichen Umsätze dann ja nur später kommen und nicht gar nicht. Aber sollte es tatsächlich zu einem markant bärischen Signal durch Schlusskurse klar unter 145 Euro kommen, dürfte das den kurzfristigen Tradern eher egal sein, daher: Fällt die Shop Apotheke darunter, würde sie zu einem „falling knife“, in das man besser nicht hineingreifen sollte.

Zur Jahreswende wollte sie jeder haben, jetzt scheint die Korrektur kein Ende zu nehmen. Die Anleger entdecken Argumente gegen die Shop Apotheke-Aktie, die man zuvor ignorierte … und die dazu führen können, dass die Aktie noch einmal deutlich tiefer rutscht.

Die Anfang Mai vorgelegten Ergebnisse des ersten Quartals machten zwar deutlich, dass die niederländische, im MDAX notierte Online-Apotheke auf gutem Weg ist, die schwarzen Zahlen zu erreichen. Der Umsatz stieg, der Gewinn vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) ebenso. Aber das Nettoergebnis blieb negativ. Das ist zwar nicht unbedingt ein Problem, weil das u.a. mit höheren Kosten zu tun hat, die das Unternehmen aktuell für die Ausweitung seiner Kapazitäten zu tragen hat. Aber diese Zahlen schienen so manchen Investor daran zu erinnern, dass die derzeitige Bewertung der Aktie durch das avisierte Wachstum nicht hinreichend gestützt wird.

Denn zeitgleich mit dem Ergebnis des ersten Quartals bestätigte die Shop Apotheke die vorbestehende Gesamtjahresperspektive, die ein Umsatzwachstum von ca. 20 Prozent und eine EBITDA-Marge zwischen 2,3 und 2,8 Prozent (nach 2,2 Prozent im Jahr 2020) avisiert. Und für ein solches Wachstumstempo ist die Aktie ungewöhnlich teuer bewertet.

Shop Apotheke-Aktie: Chart vom 28.05.2021, Kurs 154,10 Euro, Kürzel SAE | Online Broker LYNX

Expertenmeinung: Das galt natürlich erst recht für die Phase im Februar, als die Shop Apotheke-Aktie bei 249 Euro ihr bisheriges Rekordhoch markierte. Aber auch jetzt noch wäre das Kurs/Gewinn-Verhältnis mit ca. 150 immens hoch. Zumal sich dieses Kurs/Gewinn-Verhältnis nicht auf das laufende Jahr bezieht, in dem die Analystenprognose nur eine schwarze Null in der Bilanz sieht, sondern auf das Jahr 2022.

Es ist bei allen verdrängten Risiken so: Wenn die Kurse erst einmal zu fallen beginnen und das dazu führt, dass viele Akteure sich dessen gewärtig werden, was sie zuvor sorglos vom Tisch wischten, wirkt das hartnäckig. Auf einmal will diese Aktie niemand mehr haben, sie läuft einfach nicht an. Die Zone, die es zu bezwingen gälte, um ein markant bullisches Signal zu generieren, ist zum einen sehr klar definiert und zum anderen nicht weit entfernt, trotzdem bröckelt der Kurs vor sich hin und könnte die Chance einer Bodenbildung dadurch zu Gunsten eines erneuten, bärischen Impulses vertun.

Die Shop Apotheke-Aktie müsste über 170 Euro schließen, dann wären eine markante Widerstandszone, die 200-Tage-Linie und die mittelfristige Abwärtstrendlinie in einem Aufwasch überboten. Das Vorwochen-Verlaufshoch lag bei 164 Euro, es wäre also nur ein Katzensprung bis zu einem Befreiungsschlag gewesen. Aber die Bullen zeigen sich nicht. Dadurch wurde der Kurs an der 200-Tage-Linie nach unten abgewiesen – nicht gut. Sollte die Aktie unter dem Mai-Verlaufstief bei 145 Euro schließen, wäre die Wahrscheinlichkeit groß, dass es zu einem baldigen Test der Auffangzone 115/117 Euro kommt. Unter 170 Euro bleibt diese Aktie ein potenziell fallendes Messer und wäre somit eher etwas für risikofreudige Bären als für das bullische Lager.

Die Quartalsbilanz war zwar nicht umwerfend, aber als die am 6. Mai vorgelegt wurde, hatte die Shop Apotheke-Aktie bereits so weit nachgegeben, dass danach eine Bodenbildung begann. Was braucht es jetzt, um ein bullisches Signal zu generieren?

Wenn es um Aktien von Unternehmen geht, die noch in der Verlustzone operieren, ist bei den Anlegern eine Kombination aus Geduld und positiver Phantasie gefragt, wenn eine solche Aktie einen Aufwärtstrend halten oder wiedererlangen soll. Die positive Phantasie ist angesichts des steten Wachstums der niederländischen, im MDAX notierten Shop Apotheke durchaus vorhanden. Aber die Bilanz des ersten Quartals nötigt die Akteure zu mehr Geduld, als man zuvor dachte aufbringen zu müssen, denn:

Der Nettoverlust lag mit 5,8 Millionen Euro höher als im Vorjahresquartal, obwohl der Umsatz im Rahmen der Erwartungen um 22,5 Prozent zulegte. Dieses höhere Minus war gut begründbar, denn die Shop Apotheke betreibt derzeit zwei Logistikstandorte parallel, was die Kosten erhöht, aber sinnvoll ist, um auf die erwartete, stetige Vergrößerung des Umsatzes vorbereitet zu sein. Für Anleger, die diese Aktie bis Mitte Februar auf ein Rekordhoch nach dem anderen zogen und deren Erwartungshaltung Hand in Hand mit den haussierenden Kursen stieg, sicherlich eine Enttäuschung, nur:

Expertenmeinung: Diese Marktteilnehmer dürften längst aus der Aktie ausgestiegen sein, immerhin führte die Mitte Februar einsetzende Korrektur den Kurs um in der Spitze knapp 42 Prozent nach unten. Wer jetzt einsteigt oder sich den Einstieg überlegt, dürfte die Sache deutlich nüchterner sehen: Die Shop Apotheke wächst stetig, aber die Bäume werden vorerst nicht in den Himmel wachsen.

Shop Apotheke-Aktie: Chart vom 18.05.2021, Kurs 162,00 Euro, Kürzel SAE | Online Broker LYNX

Die Frage ist, wer jetzt die Kohlen aus dem Feuer holt. Denn die Aktie ist zwar nach dieser am 6. Mai veröffentlichten Bilanz des ersten Quartals in eine Bodenbildung übergegangen, die spielt sich aber unter den mittelfristig entscheidenden charttechnischen Widerständen ab. Sie sehen es im Chart: Die Aktie gehörte zwar am Dienstag mit +3,71 Prozent zu den Top-Gewinnern des MDAX, läuft aber jetzt auf eine ganze Phalanx an Widerständen zu:

Zwischen der 200-Tage-Linie bei aktuell 164 Euro und der Februar-Abwärtstrendlinie bei 180 Euro finden sich gleich mehrere Widerstandslinien, die nur dann in einem Zug zu bezwingen wären, wenn das bärische Lager diese Widerstände nicht aktiv verteidigen würde. Da könnte die übermorgen anstehende Abrechnung der Optionen mit Mai-Laufzeit an der Terminbörse zunächst bremsend wirken, denn es könnten einige große Adressen daran interessiert sein, die Aktie bis zur Abrechnung unterhalb dieser charttechnischen Schlüsselzone zu halten. Aber da Geduld bei der Shop Apotheke ohnehin angezeigt ist, ließe es sich auch in Ruhe abwarten, bis diese Hürden genommen sind:

Sollte die Aktie über 180 Euro schließen, wäre die Bodenbildung erfolgreich abgeschlossen, dann würde die Ampel aus charttechnischer Sicht auf grün umschalten.

Die Anfang April vorgelegten vorläufigen Zahlen zum ersten Quartal waren ebenso tadellos wie die mitgelieferte 2021er-Perspektive. Trotzdem gelingt es der Shop Apotheke-Aktie nicht, sich dem Hoch vom Februar zu nähern. Wo bleiben die Bullen?

Das Problem liegt weniger in der aktuellen Geschäftsentwicklung oder dem 2021er-Ausblick, der ein organisches Umsatzwachstum von mindestens 20 Prozent und einen Anstieg der EBITDA-Marge von 2,2 Prozent im Jahr 2020 auf 2,3 bis 2,8 Prozent projiziert. Es liegt darin, dass die Super-Rallye, welche die Aktie der Shop Apotheke in wenig mehr als vier Wochen von 155 auf 249 Euro und damit in der Spitze um gut 60 Prozent nach oben katapultierte, eine rein aus Emotionen geborene, wilde Kaufwelle war. Das bedeutet:

Erst, als der Kurs auf einmal den Rückwärtsgang einlegte, begannen viele sich zu fragen, wo die Aktie eigentlich wirklich „hingehört“, d.h. welcher Kurslevel angesichts der Umsatz- und Gewinnentwicklung angemessen sein könnte. Und wenn man sich überlegt, dass die in den Niederlanden beheimatete Online-Apotheke erst in diesem Jahr erstmals schwarze Zahlen schreiben dürfte, ist ein Aktienkurs von fast 250 Euro schon ein Wort. Vor allem, weil diese Aktie unmittelbar vor der Corona-Krise noch für unter 50 Euro zu haben war. Aber heißt das, dass der Kurs noch weiter nachgeben müsste?

Expertenmeinung: Dass die am 7. April vorgelegten, vorläufigen Ergebnisse zum ersten Quartal nebst 2021er-Ausblick die zu dieser Zeit über der wichtigen Unterstützungszone 166/168 Euro ablaufende Bodenbildung nicht durch einen Ausbruch nach oben beendete, ist zumindest kein allzu gutes Zeichen. Dass der dann doch noch vollzogene Ausbruch zu einer Bullenfalle wurde und der Kurs in die Handelsspanne zwischen der 200-Tage-Linie bei 162 Euro und 195 Euro zurückfiel, ebenso wenig.

Was jetzt nötig wäre, um die Käufer zu mobilisieren und dadurch einen nachhaltigen Ausbruch nach oben zu erreichen, der aus aktueller, charttechnischer Sicht bei Schlusskursen über dem letzten Zwischenhoch von 205,40 Euro gelungen wäre, wäre eine Anhebung der Jahresprognose, begleitet von positiven Analysten-Kommentaren und angehobenen Kurszielen. Die Chance dafür wäre die Vorlage der endgültigen Ergebnisse des ersten Quartals, die am Donnerstag nächster Woche, d.h. am 6. Mai, erwartet wird.

Kommt da nichts, das die momentane Zurückhaltung der Trader beenden kann, wäre es allemal denkbar, dass diese Korrektur sich fortsetzt. Entscheidend dafür: Die mittelfristig entscheidende Auffangzone, beginnend mit der 200-Tage-Linie bei 162 Euro bis zur bei momentan 172 Euro verlaufenden, im März 2020 etablierten Aufwärtstrendlinie. Ginge die Aktie da nach unten durch, wäre sogar ein Test der unteren Begrenzung der im Januar nach oben verlassenen, alten Handelsspanne bei 116 Euro nicht auszuschließen.

Chart vom 26.04.2021, Kurs 181,00 Euro, Kürzel SAE | Online Broker LYNX

Die Korrektur endete genau auf Höhe mittelfristig entscheidender Unterstützungen und mündete in eine perfekte Bodenbildung. Es scheint, es ist nur noch eine Frage des „Wann“, nicht des „Ob“, bis die Aktie durchstartet.

Die niederländische, im MDAX notierte Onlineapotheke legte am Mittwoch die vorläufigen Ergebnisse für das erste Quartal vor. Der Umsatz war gegenüber dem ersten Quartal 2020 um 22,5 Prozent gestiegen, die Zahl aktiver Kunden legte deutlich um gut 35 Prozent zu. Wie sich der Gewinn und die Marge darstellen, wird man im Zuge der endgültigen Quartalsbilanz am 6. Mai erfahren. Im Zuge dieser Vorab-Daten avisierte die Shop Apotheke für das Gesamtjahr 2021 ein organisches Umsatzwachstum von mindestens 20 Prozent und eine EBITDA-Gewinnmarge im Bereich von 2,3 bis 2,8 Prozent (2020: 2,2 Prozent). Das Ziel, 2021 die schwarzen Zahlen zu erreichen, wird damit mit hoher Wahrscheinlichkeit erreicht. Was will man mehr?

Einige Aktionäre wollten offenbar durchaus mehr, denn die Aktie reagierte auf das Zahlenwerk am Mittwoch erst einmal mit einem Abschlag von gut einem Prozent, nachdem sie als erste Reaktion im Plus gestartet war. Aber das führte nicht zu weiteren Abgaben: Am Donnerstag konterten die Käufer und brachten die Aktie damit in Schlagdistanz für einen Befreiungsschlag.

Chart vom 08.04.2021, Kurs 191,50 Euro, Kürzel SAE | Online Broker LYNX

Expertenmeinung: Wie bei vielen in den vergangenen Monaten in eine Korrektur übergegangenen Aktien aus den Bereichen Technologie, Biotech und Online-Handel hatte man auch bei der Shop Apotheke den Bogen überspannt. Eine Korrektur folgte, aber der Trend hielt den Abgaben stand. Genau da, wo es darauf ankam, die mittelfristige Aufwärtstendenz zu erhalten, stabilisierte sich die Aktie: über der mittelfristigen Aufwärtstrendlinie und genau im Bereich der Supportzone 166,40/168,60 Euro.

Sollten den gestrigen Käufen weitere folgen, könnte die seit Anfang März laufende Bodenbildung umgehend abgeschlossen werden. Dazu bedarf es eines Schlusskurses, der klar über 195,40 Euro liegt und damit aus der wochenlangen Seitwärtsrange nach oben hinausläuft. Käme es so, wäre der Weg nach oben erst einmal frei. Aber was, wenn dieser Ausbruch vorerst ausbleibt?

Solange die Aktie nicht unter die mittelfristige Aufwärtstrendlinie (aktuell bei 166 Euro) rutscht, wäre das in keiner Weise tragisch. Und käme die Aktie erneut zurück, ohne die vorherigen Zwischentiefs zu brechen, würde sich dadurch sogar die Chance eröffnen, die Wende zu „veredeln“, indem eine umgekehrte Schulter-Kopf-Schulter-Formation als Basis einer Aufwärtstrendwende entstünde, deren rechte Schulter ein solcher erneuter Rücksetzer wäre. Momentan wirkt es also, als wäre nur die Frage, ob die Aktie umgehend nach oben ausbricht oder aber noch eine „Ehrenrunde“ dreht, bevor es so kommt. Aber vorgreifen sollte man einem solchen Befreiungsschlag tunlichst nicht, denn so wahrscheinlich die Aufwärtswende auch wirkt: Wie alles an der Börse ist nichts sicher, bevor es nicht tatsächlich passiert ist!