SAP Aktie aktuell SAP: Erwacht der Softwareriese wieder zum Leben?

News: Aktuelle Analyse der SAP Aktie

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SAP
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Chartanalyse
Basis 6 Monate neutral
Zur SAP Aktie

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Zuletzt ist es reicht leise geworden, was Nachrichten rund um die SAP-Aktie anging, denn diese sind nach dem Abverkauf im Oktober wieder etwas verstummt. Gleichzeitig konnte der freie Fall der Kurse gestoppt und auf mittelfristiger Ebene konnten wichtige höhere Tiefs generiert werden. Zudem wurde der Rücklauf in Richtung des sogenannten „Gap-Windows“ erreicht. Dies ist der Punkt, an dem die Kurslücke aufgerissen wurde. Ein technisch ungemein wichtiges Niveau im aktuellen Chartbild. Die vorläufigen Jahreszahlen sollen am 29. Januar präsentiert werden und diese werden wohl darüber entscheiden, ob sich die nun gestartete Zwischenerholung auch weiter fortsetzen wird. Aus technischer Sicht ist zumindest der Abwärtstrend gebrochen worden.

Die aktuellen Kurse, Charts, Dividenden und Kennzahlen zur SAP Aktie finden Sie hier.

Expertenmeinung: Sollte der Bereich bei 105 bis 110 EUR nachhaltig nach oben verlassen werden, stünde das nächste mögliche Kursziel bereits fest. Es wäre der Gap-Fill, welcher Anleger wohl wie einen Magneten anziehen würde. Gleichzeitig bleibt aber das Restrisiko weiterer möglicherweise schlechter fundamentaler Daten bestehen. Dieses sollte keineswegs unterschätzt werden. Ob die Bullen bereits jetzt, oder gar erst Ende Januar eine Attacke Richtung Norden versuchen, bleibt abzuwarten. Über kurz oder lang gehe ich zwar von einer nachhaltigen Erholung der SAP-Aktie aus, doch ein möglicher Einstieg sollte wenn möglich mit engen Stopps abgesichert werden, um die Gefahren nach unten abzusichern.

Aussicht: NEUTRAL

Chart vom 11.01.2021 Kurs: 106.04 Kürzel: SAP | Online Broker LYNX

 

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Achim Mautz, Daytrader | LYNX Börsenexperten
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Vorherige Analysen der SAP Aktie

Am Dienstagmorgen meldete der Softwarekonzern SAP, dass seine Tochter Qualtrics den Börsengang an der US-Börse Nasdaq beantragen werde. Das sorgte zwar nicht gerade für eine Kursexplosion. Aber immerhin ging die SAP-Aktie mit +1,46 Prozent aus dem Handel, während der DAX anfängliche Gewinne wieder abgab.

Und so unbedingt verwunderlich ist es nicht, dass die Reaktion eher überschaubar war, denn vielen ist diese Firma Qualtrics unbekannt. Dieses Unternehmen wollte eigentlich mal selbst an die Börse gehen, wurde dann aber vor knapp zwei Jahren von SAP geschluckt und wird jetzt als „Spinoff“ des Konzerns an den Start gehen. Was den Vorteil hat, auf weit solideren Kapital-Füßen zu stehen.

Also – wer oder was ist Qualtrics? Grob gesagt ist das Unternehmen ein analysierender Datensammler. Qualtrics sammelt Daten, anhand derer Unternehmen z.B. Feedback zur Kundenzufriedenheit, der Zufriedenheit der eigenen Mitarbeiter oder zur Qualität ihrer Produkte erhalten. Grundsätzlich also eine Branche, die interessant und insgesamt im Kommen ist. Ob die Investoren das auch so sehen werden, wird sich zeigen. Splunk, ein einigermaßen ähnliches Unternehmen, hatte die Anleger zuletzt in Sachen Umsatz und Gewinn enttäuscht. Nichtsdestotrotz hat diese Nachricht bei der SAP-Aktie etwas bewegt, was charttechnisch interessant ist:

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Expertenmeinung: Mit dem Plus des Dienstags hat sich die SAP-Aktie erstmals in den Bereich der großen Abwärts-Kurslücke vorgearbeitet, die Ende Oktober als Reaktion auf eine ernüchternde Quartalsbilanz entstanden war. Würde man dieses „Gap“ nach klassischem Lehrbuch zeichnen, müsste es bis hinunter zum Eröffnungskurs des Gap-Tages reichen, d.h. bis 100,00 Euro. Aber heute sieht man eine Kurslücke gemeinhin als die Distanz zwischen dem Tagestief des Vortages und dem Tageshoch des Gap-Tages an. Letzteres liegt bei 105,40 Euro. Und dass die Akteure diesen Level als entscheidend sehen, erkennt man gut im Chart, denn die Aktie mäanderte lange unterhalb dieser Linie seitwärts und wurde genau dort vergangene Woche erst einmal wieder nach unten abgewiesen. Jetzt ist sie über diese Hürde hinaus … kommt jetzt wieder Zug in SAP?

Chart vom 29.12.2020, Kurs 106,80 Euro, Kürzel SAP | Online Broker LYNX

Das ist gut möglich, wenn die größeren Investoren dieses so deutlich unter dem Level vor der Bilanz zum dritten Quartal liegende Kursniveau als attraktiv einstufen und auch entsprechend handeln. Was im neuen Jahr eher denkbar wäre als in diesen letzten Tagen des alten Jahres, denn SAP gehört durch diesen Abriss Ende Oktober zu den großen Verlierern in DAX und TecDAX, sowohl auf Jahres- wie auch auf Quartalssicht. Einen Verlierer kurz vor dem Ultimo noch einzusammeln, ist nicht gerade eine gute Destination für verbleibende Barreserven. Aber im neuen Jahr könnte die Aktie, wenn sie denn von genug Tradern als Aufholkandidat angesehen wird, einiges zuwege bringen. Wichtig ist dabei aber, dass der Kurs diesen jetzt begonnenen Gap-Close nicht komplett wieder abbricht. Ein Rücksetzer an die Aufwärtstrendlinie bei aktuell 101,20 Euro wäre da noch hinnehmbar, ein Bruch dieser Linie hingegen wäre ein deutliches Signal, dass es mit der Aufholjagd vorerst doch nichts wird.

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Nach wie vor können wir unsere Prognose für die SAP-Aktie nicht nach oben anheben, denn der Chart wirkt noch deutlich angeschlagen. Zwar konnte sich der Titel nach dem riesigen Gap im Oktober wieder stabilisieren, doch von einer nachhaltigen Trendwende ist derzeit nichts zu sehen. Das sogenannte Gap-Window, also der Anfang der Kurslücke, wurde zwar attackiert, doch kurz vor Erreichen der Marke von 105 EUR ist den Bullen die Zuversicht wieder von abhandengekommen. Die leichten Kursgewinne der letzten Wochen wurden eher genutzt, um Kasse zu machen. Das technische Bild wird zudem nicht leichter, denn nun schließt noch die 50-Tage-Linie zu den Kursen auf und wird als Widerstand auf das Tagesgeschehen einwirken. Der Trend bleibt vorerst auf der bärischen Seite.

Expertenmeinung: Durchaus möglich, dass hier noch einmal die Tiefs von Anfang November getestet werden, bis sich die Gesamtsituation allmählich bessert. Ein Licht am Ende des Tunnels sehen wir erst, wenn das eingezeichnete Widerstandsband knapp unter der Marke von 105 EUR nachhaltig nach oben durchbrochen werden kann (siehe Chart). Zudem muss auch die 50-Tage-Linie zurückerobert werden. Erst wenn dieses Szenario eintrifft, wäre mit einem sprunghaften Kursanstieg zu rechnen. Solange dies nicht der Fall ist, bleiben wir mit unseren Aussichten lieber auf der neutralen Ebene.

Aussicht: NEUTRAL

Chart vom 11.12.2020 Kurs: 99.75 Kürzel: SAP | Online Broker LYNX

Bei 118 Euro verläuft derzeit die 200-Tage-Linie der SAP-Aktie. Dort liegt auch das durchschnittliche Kursziel der Analysten. Dieses zu erreichen wäre in der derzeitigen Situation schon ein großer Erfolg für die Bullen. Aber würde es erreicht, wäre auch noch mehr drin, denn:

Ein Anlauf an die 200-Tage-Linie würde bedeuten, dass der Kurs auf dem Weg wäre, die große Abwärts-Kurslücke (Gap) zu schließen, die durch die unter den Erwartungen ausgefallene Bilanz des dritten Quartals am 26. Oktober entstanden ist.

Und wenn ein solcher Gap-Close erst einmal läuft, wird das Gap oft ganz geschlossen, was hieße: Die Aktie könnte bis 124/125 Euro laufen. Einfach wäre das nicht. Machbar wäre es dennoch, nicht zuletzt, weil die Analysten gar nicht so negativ für die Aktie sind, wie das dieser „Crash“ nach der Bilanz suggeriert. Über die Hälfte der Experten sieht die Aktie weiterhin als „Kauf“, ein knappes Drittel urteilt mit „Halten“. Die Optimisten bleiben dort also in der Mehrzahl. Und so ganz unbeeindruckt sind die Marktteilnehmer davon nicht.

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Expertenmeinung: Nach einer ersten Gegenreaktion läuft die Aktie zwar seit einigen Wochen seitwärts, die Bullen sammeln dabei aber langsam Punkte. So gelang es, die 20-Tage-Linie wieder einzufangen, seither dient diese als Unterstützung. In der letzten Novemberwoche entstand ein kleines Zwischentief, das deutlich über dem von Anfang November liegt, dadurch lässt sich eine kurzfristige Aufwärtstrendlinie zeichnen. Diese schiebt den Kurs zusammen mit der 20-Tage-Linie bei derzeit 100 Euro langsam an die untere Begrenzung dieses großen „Gaps“, die, wenn man das Tageshoch des Gap-Tages als Referenz nimmt, bei 106 Euro wartet. Eigentlich wäre es der deutlich tiefergelegene Eröffnungskurs eines Gap-Tages, der entscheidend ist, aber dass sich viele dieser alten Lehrbuchmeinung nicht anschließen, sondern das Hoch des Gap-Tages als relevant ansehen, sieht man hier recht deutlich.

Diese bislang erfolgreiche Bodenbildung bietet den Bullen die Chance, den „Gap Close“ in Angriff zu nehmen, allzu weit ist die Linie von 106 Euro nicht mehr entfernt. Aber es gälte, diese Chance recht zeitnah zu nutzen, bevor die ersten Akteure aufgrund der Dauer dieses „Taktierens“ unterhalb des Gaps nervös werden oder die Leerverkäufer wieder zuschlagen. Denn auch für die Bären ist diese Konstellation spannend, immerhin müsste es ihnen nur gelingen, diesen doppelten, kurzfristigen Leitstrahl der Erholung zu brechen, was bereits mit Schlusskursen klar unter 100 gelungen wäre. Wird die Entscheidung noch vor Weihnachten fallen? Es ist zu vermuten, es dürfte daher lohnen, SAP im Auge zu behalten.

Chart vom 04.12.2020, Kurs 102,78 Euro, Kürzel SAP | Online Broker LYNX

Zugegeben, die Bilanz des dritten Quartals, die SAP in der Nacht vom 25. auf den 26. Oktober präsentierte, war ernüchternd. Der Umsatz lag mit 6,54 Milliarden Euro unter dem des Vorjahres (6,79 Milliarden), während die Analysten im Vorfeld mit einer leichten Steigerung auf 6,89 Milliarden gerechnet hatten. Der Gewinn lag mit 2,07 Milliarden leicht unter dem Vorjahr (2,09 Milliarden), auch da hatten die Analysten im Durchschnitt ein kleines Plus auf 2,12 Milliarden Euro geschätzt. Aber dass die Aktie deswegen binnen weniger Tage um in der Spitze 28 Prozent einbrechen müsste, wirkt überzogen.

Zwar waren viele der ebenfalls unangenehm überraschten Experten schnell bei der Hand, ihre Kursziele zu senken. Derzeit liegt das durchschnittliche Kursziel für die SAP-Aktie um 118 Euro. Aber das ist immerhin deutlich über dem aktuellen Kursniveau. Und nur vier von 32 die Aktie beobachtenden Analysten sehen die Aktie derzeit, trotz dieser Bilanz, als Verkauf oder würden sie untergewichten. Eigentlich müsste also unter den Akteuren nach einem solchen Abriss die große Schnäppchenjagd beginnen. Aber die Rückkäufe wirken zögerlich. Noch?

Expertenmeinung: Diese Zurückhaltung würde wohl schnell deutlich sinken, wenn die Aktie beginnen würde, dieses gewaltige Gap, diese Kurslücke nach unten, die durch die Bilanz am 26. Oktober gerissen wurde, zu schließen. Streng genommen würde dieses Gap um 100 Euro beginnen, weil man da den Eröffnungskurs rechnet. Aber mittlerweile ist es verbreiteter, das Gap zwischen dem Tagestief davor und dem Tageshoch des „Absturz-Tages“ zu messen. Das heißt, dass die SAP-Aktie über 106 Euro schließen müsste. Dann würde ein „Gap Close“ begonnen und dadurch ein kurzfristig positives Signal generiert. Zumal dann auch das bereits erfolgte bullische Signal des Trendfolgeindikators MACD bestätigt würde (unten im Chart mit eingeblendet) und die 20-Tage-Linie zurückerobert wäre.

Das heißt nicht, dass die SAP-Aktie dann unbedingt die komplette Kurslücke schließen, sprich bis 124 Euro nach oben laufen müsste. Aber wenn man bedenkt, dass diese Bilanz zwar die Erwartungen klar verfehlte, andererseits aber nun wirklich nicht katastrophal war, würde das Signal, das ein Schlusskurs über 106 Euro durch den damit gestarteten „Gap Close“ senden würde, wohl doch so einige Akteure animieren, es noch einmal mit SAP zu versuchen. Die Aktie sollte man also in nächster Zeit im Auge behalten.

Chart vom 13.11.2020, Kurs 101,22 Euro, Kürzel SAP | Online Broker LYNX

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Bereits Anfang Oktober hatten wir unsere Aussichten auf den deutschen Softwarekonzern von bullisch auf neutral revidiert. Der Chart war bereits zu diesem Zeitpunkt angezählt und die Bullen haben seitdem wichtige Niveaus verloren. Der Verkaufsdruck stieg und zahlreiche Anleger suchten das Weite. Die überaus enttäuschenden Quartalsergebnisse gaben dann noch den Draufschlag und die Aktie wurde regelrecht in der Luft zerrissen. Das aufgerissene Gap war riesig und in Panik wurde der Titel auch nach dem Sprung in Richtung Süden noch abverkauft. Erst im gestrigen Handel fanden sich motivierte Käufer, welche zumindest für das erste höhere Tageshoch nach über einer Woche sorgten. Der Trend bleibt jedoch klar bärisch.   

Expertenmeinung: Nach der recht heftigen Talfahrt der letzten Tage befindet sich die Aktie in einer extrem überverkauften Gesamtsituation. Somit ist zumindest ein technischer Bounce jederzeit möglich, welcher kurzfristig starke Kurssprünge nach oben bringen könnte. Eine Annäherung in Richtung des Hochs vom Gap-Tag wäre ein mögliches Kursziel für versierte Trader. Somit könnte es zumindest für eine kleine Erholungsrallye reichen. Für einen längerfristigen Trendwechsel muss sich die gesamte Lage jedoch nachhaltig bessern. Das wird Zeit benötigen, denn aus technischer Sicht ist der Chart derzeit schwerstens angeschlagen. Es wird wohl noch Wochen, wenn nicht Monate brauchen, bis hier wieder nachhaltige Anstiege zu erwarten sind.

Aussicht: NEUTRAL

Chart vom 03.11.2020 Kurs: 93.95 Kürzel: SAP | Online Broker LYNX