RWE Aktie aktuell RWE: Wie ein Phönix aus der Asche

News: Aktuelle Analyse der RWE Aktie

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Zur RWE Aktie

Es war schon bemerkenswert, dass viele Marktteilnehmer zwar auf eine rasante wirtschaftliche Erholung setzten, zugleich aber defensive Aktien wie der Energieversorger RWE stark gesucht blieben. Das änderte sich erst Mitte August, ab da begann die Aktie eine Korrektur und verschwand dadurch aus dem Fokus der bullischen Trader. Doch vor knapp zwei Wochen meldete sich RWE wie ein Phönix aus der Asche wieder zurück und läuft seither deutlich besser als der DAX. Was könnte dahinter stecken … und kann diese Aufwärtsbewegung nachhaltig sein, womöglich auf neue Jahreshochs führen?

Es gibt einen zeitlichen Zusammenhang mit dem Beginn der Käufe und einer Meldung, dass der Bund als sogenannter „Streithelfer“ in einem Rechtsstreit fungieren will. Im Mai hatten mehrere deutsche Stadtwerke gegen die EU-Genehmigung der großen Tauschaktion von Unternehmensteilen zwischen E.ON und RWE vor dem Europäischen Gerichtshof EuG geklagt. Richtig ist, dass die Chance, dass es nicht zu einer teilweisen Rückabwicklung dieser Maßnahmen kommen wird, größer ist, wenn der Bund den beiden Energieversorgern zur Seite springt. Aber war das denn wirklich zu befürchten?

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Expertenmeinung: In Unkenntnis der genauen Klage-Details und als Nicht-Jurist kann ich mir nur den Kursverlauf ansehen und festhalten: Seit diese Klage im Frühjahr ruchbar wurde, kam es bei RWE nicht zu einer nennenswerten Schwächephase. So gesehen sollte man besser nicht darauf bauen, dass die Aufhellung einer Thematik Käufe auslöst, wenn sie vorher nicht zu Verkäufen geführt hat. Denkbar also, dass ein anderer Punkt die Käufer anlockt:

Die Analysten sind für RWE sehr optimistisch und erwarten, dass sich dieser Ringtausch mit E.ON 2021 konsolidiert haben und deutlich im Gewinn niederschlagen wird. Für 2020 schätzt man den Gewinn im Schnitt auf 1,61 Euro pro Aktie und damit nur leicht unter Vorjahr. Für 2021 jedoch liegt die durchschnittliche Gewinnerwartung bei 1,97 Euro … und das ist natürlich ein Wort, wenn es so käme. Zudem liegt das durchschnittliche Kursziel der Analysten für RWE bei 37 Euro.

Aus charttechnischer Sicht positiv ist, dass der Schwenk der Aktie nach oben knapp oberhalb der im Chart dick schwarz hervorgehobenen 200-Tage-Linie vollzogen wurde. Damit ist diese aktuell bei 29,88 Euro verlaufende Linie als wichtige Supportlinie bestätigt. Dadurch steht diese kleine Rallye allerdings auch ein wenig wacklig da, denn diese Linie wäre auch die nächstgelegene, nennenswerte Unterstützung, da die im Wochenverlauf zurückeroberte 20-Tage-Linie in den letzten Wochen nie eine Rolle spielte und damit wenig beachtet werden könnte. Das heißt: Wenn RWE den Anstieg über die bisherigen Jahreshochs, die in der Zone 34,20/34,99 Euro auf die Bullen warten, nicht schaffen sollte, müsste man damit rechnen, dass die Aktie schnell auf eben diese 200-Tage-Linie zurückfällt. Vorsicht bleibt daher geboten, denn als nachhaltig wäre dieser Anstieg eben erst anzusehen, wenn RWE neue Jahreshochs erreicht.

RWE Aktie: Chart vom 02.10.2020, Kurs 33,49 Euro, Kürzel RWE | Online Broker LYNX
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Ronald Gehrt, Chart- & Fundamentalanalyst | LYNX Börsenexperten
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Vorherige Analysen der RWE Aktie

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Versorger sind in Zeiten steigender Indizes meist nicht gerade die gefragtesten Aktien. Dennoch kann sich der Energiekonzern RWE schon seit einigen Wochen recht gut in Szene setzen und könnte nun vor einem weiteren größeren Anstieg stehen. Die Kurse befanden sich zuletzt in einer recht engen Handelsspanne. Im oberen Bereich entwickelte sich bei rund 32.40 EUR eine kleinere Widerstandslinie, während im unteren Bereich die 50- und die 20-Tage-Linien immer wieder für Unterstützung sorgten. Seit dem Tief im März sehen wir eine konstante Folge von höheren Hochs und höheren Tiefs. Dieser Chart zeigt uns einen glasklaren Aufwärtstrend. Expertenmeinung: Aktuell gehen wir mit einer hohen Wahrscheinlichkeit davon aus, dass die Aktie den Widerstand noch im Juli brechen dürfte. Danach wäre ausreichend Platz für weitere Anstiege vorhanden. Das bisherige Jahreshoch dürfte das nächste Kursziel der Bullen sein. Dieses befindet sich bei 34.64 EUR und scheint vorerst ein vernünftiges Ziel für die kommenden Wochen zu sein. Ob die Rallye danach weitergehen wird, hängt ganz davon ab, wie die Kurse mit dem Widerstandsniveau umgehen werden. Wir halten Sie diesbezüglich auf dem Laufenden. Aussicht: BULLISCH Rewe Aktie Chart vom 08.07.2020 Kurs: 32.10 Kürzel: RWE | Online Broker LYNX    

Die Aktie des Energieversorgers RWE steht, bezogen auf die Performance seit dem letzten Handelstag 2019, zwar deutlich besser da als der DAX. Die Aktie liegt in dieser Betrachtung in etwa bei plus/minus null, während der DAX deutlich in der Verlustzone verharrt. Aber die entscheidende Phase, in der RWE sich diesen Vorsprung herausgearbeitet hat, war nicht die Aufwärtsbewegung seit Mitte März, wie man bei einer defensiven Aktien wie dieser denken könnte. Denn seit Mitte März liegen DAX und RWE in etwa gleichauf. Dieser Vorsprung entstand vor dem „Corona-Crash“. Und das sollte vorsichtig stimmen. Die zum Zeitpunkt der Veröffentlichung der Analyse bereits vorliegenden, am heutigen Donnerstag anstehenden Quartalsergebnisse werden den Weg weisen, ob sich die Aktie in den kommenden Wochen nach oben absetzen kann, falls der Gesamtmarkt stagnieren oder nach unten abdrehen sollte. Wichtig wäre, dass RWE deutlich machen kann, dass der Konzern aufgrund der Pandemie keine übergroßen Umsatzeinbußen erleidet und die Margen einigermaßen gehalten werden können. Die Idee derer, die Energieversorger in einem derartigen, rezessiven Umfeld als „sicherer Hafen“ ansehen, muss nämlich keineswegs aufgehen: Geheizt wird immer, Licht brauchen auch alle, also müssten die Versorger in solchen Phasen nahezu ungeschoren davonkommen, was die Aktien begehrt macht. Sicher? Expertenmeinung: Hier haben wir es mit zeitweiligen, aber umfassenden Produktionsstopps in der deutschen Industrie zu tun. Dieses Minus an Energieverbrauch kann nicht durch einen höheren privaten Verbrauch kompensiert werden, zudem muss der geringere Verbrauch im Zuge des „Lockdown“ nicht in der Zukunft nachgeholt werden. Denn so, wie sich die Lage momentan darstellt, wird der Konsum nicht einfach wieder auf das vorherige Niveau zurückkehren, so dass die Wiederaufnahme der Produktion nicht auf eine Bugwelle aus Nachholbedarf treffen wird. Dementsprechend gilt es, sich die heutigen Ergebnisse und vor allem die von RWE mitgelieferte Lageeinschätzung für das laufende Quartal genau anzusehen. Noch sind die Analysten mehrheitlich bullisch, deren durchschnittliches Kursziel liegt um 30 Euro und damit klar über dem letzten Kurs. Aber kann die heutige Bilanz nicht überzeugen, dürften die Kursziele schnell nach unten wandern. Noch aber wäre eine negative Reaktion nur eine Möglichkeit von zweien. Denn per Mittwochabend wäre die Aktie auf dem Sprung, einen wichtigen Befreiungsschlag zu vollziehen. Sie sehen im Chart, dass RWE im Zuge des im März etablierten Aufwärtstrends an eine entscheidende Widerstandszone herangelaufen ist. Diese setzt sich vor allem aus der oberen Begrenzung des am 12. März entstandenen, großen Abwärts-Gaps und der 200-Tage-Linie zusammen und liegt im Bereich 27,20/27,60 Euro. Dass diese Zone im Vorfeld der Bilanz angelaufen wurde ist ein Indiz dafür, dass das bullische Lager mit einem Ausbruch nach oben rechnet und diesen nach Möglichkeit aktiv „anschieben“ will … falls die Zahlen denn passen. Gelingt der Befreiungsschlag, wäre der nächste Zielbereich die Region 30/31 Euro. Sollte es indes in die Gegenrichtung laufen, wäre der Bruch der März-Trendlinie bei 25,40 Euro ein markant bärisches Signal, mit dem der Nimbus des „sicheren Hafens“ umgehend dahin wäre. RWE Aktie Chart vom 13.05.2020, Kurs 27,10 Euro, Kürzel RWE | Online Broker LYNX Sie möchten täglich vor Börsenstart unsere Chartanalysen per E-Mail erhalten? Dann abonnieren Sie hier unseren Börsennewsletter mit aktuellen Börsennews.  

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Der Spruch: „Energie wird immer benötigt, selbst wenn es der Wirtschaft schlecht geht“, konnte dem Energieriesen RWE zuletzt nicht wirklich helfen. Der Abverkauf an den Börsen war derart heftig, dass selbst vermeintlich defensive Werte unter die Räder kamen. Vom Zwischenhoch im März bis zum Tief dieser Handelswoche hat die Aktie satte 40 Prozent an Wert verloren. Doch wie ist das möglich? Die Börse neigt gerne dazu, in bullischen, als auch in bärischen Zeiten maßlos zu übertreiben. Das gehört zum Großen und Ganzen dazu, doch gerade aus solchen Bewegungen heraus, lassen sich teils gute Einstiege in die Big Player am Gesamtmarkt erzielen. Bei RWE lässt sich in den letzten Tagen deutlicher Kaufdruck erkennen. Das Wertpapier hat viele sogenannte Spikes hintereinander gebildet. Hierbei wurden die jeweiligen Tagestiefs teils massiv aufgekauft, was darauf hindeutet, dass die Aktie auf dem aktuellen Niveau auf eine breite Käuferschicht trifft. Expertenmeinung: Wir gehen in den kommenden Tagen von einer technischen Gegenbewegung nach oben aus. Die Bullen könnten das Ruder kurzfristig übernehmen und ein mögliches Kursziel wäre das vor kurzem gebildete Gap nach unten, welches sich im Bereich von 26.47 bis 27.56 EUR erstreckt. Spätestens dort wäre davon auszugehen, dass so mancher Anleger seine Gewinne mitnehmen dürfte. Vielleicht ist dies noch nicht der ideale längerfristige Einstieg, doch aus kurzfristiger Sicht könnte sich hier ein Trade durchaus lohnen. Aussicht: NEUTRAL Chart vom 19.03.2020 Kurs: 21.99 Kürzel: RWE | LYNX Online-Broker

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Gerade in Zeiten fallender Gesamtmärkte, greifen Marktteilnehmer am Beginn solcher Korrekturen vermehrt auf defensive Aktien zurück. Besonders Versorger sind hier gerne gefragt, denn wie heißt es im Volksmund? Energie braucht man immer, egal ob es an den Börsen kracht, oder nicht. Das Problem dabei ist die Tatsache, dass sich Versorger meist nur bei leichten Korrekturen gut halten können. Fällt der Gesamtmarkt jedoch so steil, wie im Laufe der vorigen Woche, dann sind selbst Aktien wie RWE oder E.ON nicht mehr krisenresistent. Irgendwann beginnen Anleger auch hier, ihre zu sichern und erhöhen ihre Cash-Quote. Bis zum Freitag konnte sich die Aktie des Energieriesen noch recht wacker halten, doch der Druck wurde irgendwann einfach zu hoch. Die Kurse befindet sich aktuell gerade an einer nicht unwichtigen Unterstützungsebene. Expertenmeinung: Der Aufwärtstrend ist zwar aus technischer Sicht gebrochen worden, doch noch besteht Hoffnung, dass sich die Aktie auf dem aktuellen Niveau halten kann. Das Tief der vorigen Woche spielt hierbei eine wichtige Rolle. Sollte dieses per Schlusskurs nach unten gebrochen werden, ist davon auszugehen, dass sich die Abwärtsbewegung wohl weiter fortsetzen dürfte. Kann das Wertpapier hingegen dieses Niveau halten, könnte das Schlimmste vielleicht schon vorüber sein. Vorläufig bleiben wir neutral und warten, ob die Bullen auf dem jetzigen Stand wieder etwas aktiver werden. Aussicht: NEUTRAL Chart vom 28.02.2020 Kurs: 31.16 Kürzel: RWE | LYNX Online-Broker

Am Freitagmorgen meldete die „Rheinische Post“, dass der Energiekonzern RWE für den Ausstieg aus der Kohlenergie eine Entschädigung von bis zu zwei Milliarden Euro vom Bund erhalten könnte, darauf hätten sich RWE und der Bundeswirtschaftsminister „weitgehend verständigt“. Das war keine definitive Aussage. Und weder das Ministerium noch der Energiekonzern wollten diese Meldung am Freitagmittag bestätigen. Andererseits ist das kein Wunder, denn es hieß ja nicht, dass diese Einigung bereits fix wäre. Dennoch reagierten die Anleger prompt: Die Aktie sauste mit einem beeindruckenden Aufwärts-Gap davon und überbot das 2019er-Jahreshoch bei 28,81 Euro. Ein Kurssprung, der charttechnisch perfekt daherkommt, wie der Chart auf Tagesbasis zeigt. Die Aktie hatte sich bereits im Dezember aus dem vorherigen, drei Monate währenden Abwärtstrendkanal befreit, danach einen perfekten Pullback hingelegt, indem ein Rücksetzer genau auf Höhe des alten Abwärtstrendkanals und der 20-Tage-Linie wieder in steigende Kurse überging und diese bullische Vorlage mit diesem fulminanten Kurssprung zum Wochenschluss gekrönt. Ist der Weg nach oben damit frei? Expertenmeinung: Aus rein charttechnischer Sicht wäre das grundsätzlich der Fall. Das letzte Mal, dass die Aktie dieses Kursniveau sah, war im Herbst 2014. Dort finden sich dann zwar zwischen 30 und 33 Euro mehrere obere Wendepunkte, die potenziell als Widerstand fungieren könnten. Aber diese Marken liegen so weit auf der Zeitachse zurück, dass sie keine zwingende Funktion als Widerstand haben müssen. Eher wäre Skepsis aus der Warte der Fundamentals angebracht, denn: Dass RWE mit einer Entschädigung rechnen konnte, war vorher bereits klar. Goldman Sachs kommentierte die Meldung zwar mit der Aussage, dass diese zwei Milliarden höher liegen würden als man im Vorfeld vermutete. Aber letztlich dürfte dieser warme Regen eben doch, wenngleich nicht in dieser Höhe, von den Investoren bereits in den Kurs „eingearbeitet“ worden sein. Mit diesem kräftigen Anstieg um 6,4 Prozent des Freitags ist die Entschädigung, obgleich noch nicht wirklich entschieden, auch in der höheren Summe im Kurs enthalten, denkbar wäre also allemal, dass Gewinnmitnahmen nicht fern sind. Den jetzt erfreulich höheren Gewinn bei Long-Trades konsequent abzusichern wäre damit angeraten. Derzeit wäre eine denkbare Orientierung für einen Stop Loss ein Niveau um 27,20 Euro, denn würde die Aktie dorthin zurücklaufen, wäre der Anstieg des Freitags und auch noch das Tagestief des Donnerstags unterboten: Das wäre ein starker Hinweis darauf, dass diese Rallye vorerst vorbei ist. Chart vom 10.01.2020, Kurs 29,26 Euro, Kürzel RWE | Online Broker LYNX Aktienempfehlungen Sie möchten täglich vor Börsenstart unsere Chartanalysen per E-Mail erhalten? Dann abonnieren Sie hier unseren Börsennewsletter mit aktuellen Börsennews.