Jahrelang hoben die Analysten in Bezug auf RWE den Daumen, aber die Anleger kauften die Aktie trotzdem nicht. Doch seit Herbst 2025 steigt die Aktie wie auf Schienen und schickt sich an, die meist längst angehobenen Analysten-Kursziele zu überbieten. Kann das gutgehen?
Immer, wenn man eine solche Frage mit „Das kommt darauf an“ statt mit einem einfachen „Ja“ beantworten muss, sollte das automatisch zu erhöhter Wachsamkeit führen – so auch hier. Denn würde man fragen, ob die Ergebnisse des ersten Quartals diese Hausse denn unterfüttern würden, innerhalb derer sich der Kurs gegenüber Anfang 2025 glatt verdoppelt hat, würde man feststellen: Das wird man erst einmal abwarten müssen, denn diese Quartalsbilanz liegt noch gar nicht vor – die kommt erst am 13. Mai, also übermorgen!
Es wird also darauf ankommen, ob diese Ergebnisse und der ggf. adjustierte Gesamtjahresausblick die Anleger hinreichend überzeugen, eher zuzukaufen, als Gewinne mitzunehmen oder gleich ganz das Handtuch zu werfen. Wenn man sich ansieht, dass die Analysten momentan damit rechnen, dass der Gewinn pro Aktie unter dem des Vorjahresquartals landen wird, wirkt das für die Bullen auf den ersten Blick wie ein Himmelfahrtskommando, aber das könnte täuschen, denn:
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Expertenmeinung: Dass RWE im ersten Quartal ebenso wie im Gesamtjahr weniger verdienen wird als im Vorjahr, weiß man ja bereits aufgrund der Analystenprognosen. Aber da geht es zum einen um Sondereffekte und zum anderen um Investitionen, die auf dynamischere Gewinne und eine breitere Marktstellung in der Zukunft ausgerichtet sind. Was RWE zum Blick nach vorne, vor allem über das laufende Jahr hinaus, zu sagen hat, darauf wird es ankommen.
Wenn die Marktteilnehmer weiterhin sehen, dass hier viel in die richtige Richtung bewegt wird, steht die Chance gut, dass der laufende Aufwärtstrend trotz der Nähe zum durchschnittlichen Kursziel der Analysten, das derzeit bei gut 62 Euro liegt, erhalten bleiben könnte.
Aus Sicht des bullischen Lagers ist es dabei von Vorteil, dass wir hier keine wilde Kaufwelle sehen, sondern immer wieder kurze Korrekturen, die eine „Überhitzung“ der Aktie vermeiden. Die Sache dreht sich um zwei Aufwärtstrendlinien: Die eine hat ihren Ursprung im September 2025, die andere, etwas steilere, startete im Dezember und wird derzeit durch die 50-Tage-Linie verstärkt. Diese beiden Linien laufen derzeit im Bereich 55,30 zu 57,00 Euro und könnten halten, wenn die Aussagen von RWE übermorgen „passen“, aber:

Mit Blick auf das nahe durchschnittliche Kursziel und die bereits ziemlich teure Bewertung kann man sich nicht so sehr darauf verlassen, dass der Gipfel noch fern und das Terrain trittsicher ist, als dass man hier ohne Klettergurt in Form von Stoppkursen dabei sein sollte. Hier wäre eine Absicherung, die man mit einem kleinen Risikopuffer von ein bis zwei Prozent unter diese beiden entscheidenden Aufwärtstrendlinien platziert, unbedingt zu überlegen!
Quellenangaben: Analysten-Einschätzungen: https://finance.yahoo.com/quote/RWE.DE/analyst-insights/
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