IBM Aktie Prognose IBM: Der Gigant erwacht

News: Aktuelle Analyse der IBM Aktie

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IBM wird als schwerfälliger Gigant wahrgenommen. Durch die Abspaltung von Kyndryl hat sich der Konzern jedoch nachhaltig verändert.
Außerdem hat man wieder einen Wachstumstreiber. Kann IBM endlich wieder durchstarten?

Das muss man wissen

Die folgenden Worte stammen aus der letzten Analyse zu IBM. Es ist allerdings wichtig, diese grundlegenden Informationen zu kennen:

IBM hat eine transformative Abspaltung vollzogen und das klassische Managed-Infrastructure-Geschäft als Kyndryl eigenständig an die Börse gebracht.

Dadurch ist kurzerhand ein neuer Großkonzern entstanden, denn Kyndryl hat zuletzt einen Jahresumsatz von 19,35 Mrd. USD erzielt.
Bei der Abspaltung handelt sich also um alles andere als eine Kleinigkeit.

Der Spin-Off ist nachvollziehbar, denn der Bereich leidet seit Jahren unter der zunehmenden Verlagerung des IT-Betriebs in die Cloud.
Daher hat sich das ehemals profitable Geschäft in einen Verlustbringer verwandelt. Zuletzt hat man rund 2,0 Mrd. USD an Verlust eingefahren.

Daher scheint auch niemand die Aktien von Kyndryl haben zu wollen. Seit dem Börsengang im Oktober ist der Kurs von 50 auf zuletzt 16,57 USD geradezu kollabiert.
(Anmerkung: Mittlerweile steht der Kurs bei 9,63 USD)

Inzwischen ist der Börsenwert mit 3,83 Mrd. USD (Anmerkung: Mittlerweile sind es nur noch 2,20 Mrd. USD) allerdings derart niedrig, dass Übernahmegerüchte kursieren.
Das wichtigste Argument für einen möglichen Käufer dürfte die enorme Kundenbasis sein.

Ein Klotz weniger

Durch die Abspaltung hat IBM einen Klotz weniger am Bein. Das Altgeschäft von Kyndryl war rückläufig und obendrein unprofitabel.

Da Kyndryl in den letzten Jahren durchweg einen operativen Verlust von mehr als 500 Mio. USD eingefahren hat, sollte IBM dementsprechend zukünftig 500 Mio. USD mehr verdienen.

Das fällt selbst bei einem Dickschiff wie IBM ins Gewicht. Bezogen auf das Vorjahresergebnis würde das einem Anstieg um rund ein Zehntel entsprechen.

Das eigentliche Problem von IBM ist allerdings das mangelnde Wachstum. Wenn Gewinn und Cashflow je Aktie nicht nachhaltig steigen, kann es auch der Kurs nicht.

An dieser Front scheint man allerdings Fortschritte zu machen. Im laufenden Geschäftsjahr erwartet man erstmals seit fast einem Jahrzehnt wieder eine nennenswerte Steigerung des Gewinns.

Was sagt uns das?

Am Montag wurden nachbörslich Zahlen zum zweiten Quartal veröffentlicht.

Der Gewinn lag mit 2,31 je Aktie knapp über den Erwartungen von 2,28 USD. Der Umsatz übertraf mit 15,5 Mrd. die Analystenschätzungen von 15,1 Mrd. USD deutlich.

Die Prognose für das Umsatzwachstum wurde bestätigt, beim freien Cashflow musste man jedoch von 10,0 – 10,5 auf 10,0 Mrd. USD leicht zurückrudern.

Das kam in Summe wohl nicht gut an. Nachbörslich gab die Aktie um 4,32% auf 132,16 USD nach.

Das Haar in der Suppe

Wenn ich zurückblicke, kann ich mich nicht erinnern, dass ich in Bezug auf IBM jemals wirklich bullisch war.
Die Probleme von IBM haben wir ja bereits angeschnitten. Groß, unbeweglich, teilweise abgehängt, ein schrumpfendes Altgeschäft. Es fehlte schlichtweg an jeglicher Dynamik oder Wachstum.

Warum hätte man die Aktie also kaufen sollen? Vier oder fünf Prozent Dividende sind zwar schön, aber das alleine reicht meines Erachtens nicht aus.
Die durchschnittliche Renditeerwartung des S&P500 liegt bei 7-8% pro Jahr und bei IBM entsprach die realistische Renditeerwartung der Dividende, also 5% und weniger.

In den letzten Monaten hat sich das aber geändert. IBM verzeichnet zum ersten Mal seit etlichen Jahren wieder spürbares Wachstum und auch beim Gewinn bewegt sich etwas.

Das Salz in der Suppe

Die gestrigen Quartalszahlen waren mittelprächtig, aber dabei übersehen Anleger vielleicht einige positive Entwicklungen.

Schaut man sich den Quartalsbericht etwas genauer an, wird klar, dass sich die Wechselkurse außerordentlich negativ auf die Geschäftszahlen ausgewirkt haben. Das ist ein Sondereffekt, der nicht ewig Bestand haben wird.

IBM konnte dennoch in allen Bereichen erheblich wachsen. Der Umsatz im Software-Geschäft legte um 6,4% auf 6,2 Mrd. USD zu, bei konstanten Wechselkursen hätte das Plus bei 11,6% gelegen.

Der Umsatz im Bereich Consulting legte um 9,8% auf 4,8 Mrd. USD zu, bei konstanten Wechselkursen wären es +17,8% gewesen.
Der Umsatz im Bereich Infrastructure stieg sogar um 19% auf 4,2 Mrd. USD, bei konstanten Wechselkursen wären es +25,4% gewesen.

Ausblick und Bewertung

In Summe kletterte der Konzernumsatz um 9% (ohne Wechselkurseffekte +16%) und das Nettoergebnis sogar um 43% auf 2,31 USD je Aktie.

Die Zahlen lagen zwar nur knapp über den Erwartungen. Führt man sich aber vor, welche Fortschritte auf Jahressicht erreicht wurden, wird klar, wie viel Bewegung bei IBM plötzlich stattfindet.

Es ist Äonen her als man zuletzt so viele bullische Argumente für IBM anführen konnte.
Kommt es jetzt zu einem größeren Rücksetzer, könnte sich das noch als Gelegenheit herausstellen.

IBM zeigt ohnehin schon seit Monaten relative Stärke und hat sich dem Abverkauf widersetzt.

Vermutlich aufgrund der hohen Dividendenrendite von rund 4,97% und der niedrigen Bewertung.
Die forward P/E liegt bei 13,6 und der P/FCF bei knapp unter 12.

Kann IBM in den kommenden Jahren wie erwartet wieder nachhaltig wachsen, wäre mehr zu rechtfertigen.

Chart vom 19.07.2022 - Kurs: 131,85 Kürzel: IBM - Wochenkerzen | Online Broker LYNX
Chart vom 19.07.2022 – Kurs: 131,85 Kürzel: IBM – Wochenkerzen

Aus technischer Sicht mehren sich die Zeichen für eine langfristige Bodenbildung. Für antizyklische Anleger könnte die Unterstützung bei 130 USD interessant sein. Fällt die Aktie darunter, könnte auch noch die untere Aufwärtstrendlinie nahe 120 USD angesteuert werden.
Aus Sicht er Bullen sollte IBM nicht nachhaltig unter diese Marke fallen.

Klar positive Signale würden sich mit Überschreiten des Abwärtstrends sowie über 145 und 151 USD ergeben.

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Vorherige Analysen der IBM Aktie

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Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Es gibt derzeit nur noch sehr wenige Technologiewerte, die über einen intakten Aufwärtstrend verfügen. Wenn wir jedoch die Rosinen herauspicken, findet sich ein Titel ganz oben auf der Liste. Da fällt die IBM-Aktie auf, welche schon seit geraumer Zeit Relative Stärke gegenüber dem Gesamtmarkt aufweist. Die Serie von höheren Hochs und höheren Tiefs ist ungebrochen, wenngleich die Volatilität im Mai doch deutlich zugenommen hat. Mittlerweile hat sich aber die Lage knapp über der 50-Tage-Linie wieder etwas stabilisiert und die Kurse scheinen gerade einen erneuten Ausbruch nach oben anzugehen. Hierzu braucht es lediglich Schlusskurse über dem Niveau von 138.50 USD. Im gestrigen Handel wurde diese Ebene erneut angepeilt.  

Expertenmeinung: Ein Breakout würde die Kurse wohl in Richtung des nächsten Kursziels katapultieren. Dieses würde ich aktuell bei rund 146 und in Folge bei 152.84 USD sehen, wo sich zuletzt ein wichtiges Pivot-Hoch im Juni des vorigen Jahres gebildet hat. Nach unten hin ist die nächste Unterstützung nicht weit. Das Tief der vorigen Woche wurde bei 132.85 USD gebildet und sollte wenn möglich nicht mehr nach unten verletzt werden. IBM bleibt vorerst eine der wenigen stabilen Technologiewerte und sollte daher auf keiner Beobachtungsliste fehlen. Ich gebe dem Papier vorerst positive Aussichten mit auf den Weg.     

Aussicht: BULLISCH

Chart vom 23.06.2022 Kurs: 138.44 Kürzel: IBM | Online Broker LYNX

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Aktuell gibt es nur wenige Technologieaktien, welche sich gegen die Schwäche der Nasdaq stemmen können. Zwar notiert das US-amerikanische Unternehmen bekanntlich an der NYSE, doch die direkte Verbindung zum Technologiesektor ist nicht von der Hand zu weisen. Dennoch gelang es der IBM-Aktie, sich diese Woche überaus positiv in Szene zu setzen. Darauf habe ich bereits im gestrigen Live-Stream von LYNX hingewiesen. Grund für die relative Stärke der Aktie waren die jüngst veröffentlichten Quartalsergebnisse. IBM konnte positiv überraschen und sowohl auf der Gewinn- als auch der Umsatzseite die Schätzungen der Analysten schlagen. Wesentlich wichtiger waren die Aussichten für das Gesamtjahr 2022. Der Konzern erwartet sich einen Umsatz von rund 62.5 Milliarden USD. Bislang lagen die Erwartungen bei 60.7 Milliarden USD.

Expertenmeinung: Gute Zahlen und gute Aussichten. Das sind die Zutaten, welche üblicherweise die Kurse von Aktien nach oben schnellen lassen. Auch im gestrigen Handel konnte sich IBM positiv in Szene setzen und erreichte fast schon das bisherige Jahreshoch. Hier könnte nun die Luft etwas dünner werden und eine Konsolidierung wäre wohl keine allzu große Überraschung. Sollte sich diese in geordneten Bahnen bilden, könnte unter Umständen ein schöner Breakout über das Niveau von 142.40 USD möglich sein. Vorläufig einer der wenigen interessanten Titel aus dem Tech-Bereich.  

Aussicht: BULLISCH

Chart vom 21.04.2022 Kurs: 139.85 Kürzel: IBM | Online Broker LYNX

IBM könnte das Ruder nachhaltig herumgerissen haben. Endlich hat man wieder einen Wachstumstreiber und durch die Abspaltung von Kyndryl einen Klotz weniger am Bein. Ändert der Mega-Spin-Off alles?

Transformativ

IBM hat eine transformative Abspaltung vollzogen und das klassische Managed-Infrastructure-Geschäft als Kyndryl eigenständig an die Börse gebracht.

Dadurch ist kurzerhand ein neuer Großkonzern entstanden, denn Kyndryl hat zuletzt einen Jahresumsatz von 19,35 Mrd. USD erzielt.
Bei der Abspaltung handelt sich also um alles andere als eine Kleinigkeit.

Der Spin-Off ist nachvollziehbar, denn der Bereich leidet seit Jahren unter der zunehmenden Verlagerung des IT-Betriebs in die Cloud.
Daher hat sich das ehemals profitable Geschäft in einen Verlustbringer verwandelt. Zuletzt hat man rund 2,0 Mrd. USD an Verlust eingefahren.

Daher scheint auch niemand die Aktien von Kyndryl haben zu wollen. Seit dem Börsengang im Oktober ist der Kurs von 50 auf zuletzt 16,57 USD geradezu kollabiert.

Inzwischen ist der Börsenwert mit 3,83 Mrd. USD allerdings derart niedrig, dass Übernahmegerüchte kursieren.
Das wichtigste Argument für einen möglichen Käufer dürfte die enorme Kundenbasis sein.

Der Ballast ist weg

IBM möchte den Weg allerdings lieber ohne Kyndryl gehen. Damit verliert der Konzern zwar mehr als 19 Mrd. USD an Jahresumsatz, doch was bringt das, wenn der Umsatz in dem Segment ohnehin rückläufig war und man Verluste geschrieben hat.

Durch die Abspaltung sollte der Gewinn von IBM selbst deutlich zulegen. In den Prognosen scheint sich dieser Faktor bisher noch nicht niederzuschlagen.

Die am Montag veröffentlichten Quartalszahlen geben einen ersten Hinweis darauf, dass sich das Geschäft besser entwickelt, als man bisher angenommen hatte. Womöglich stehen wir vor einer ganzen Reihe von Quartalen, in denen die Prognosen übertroffen werden.

In Q4 lag der Gewinn mit 3,35 je Aktie jedenfalls weit über den Erwartungen von 3,15 USD. Der Umsatz übertraf mit 16,7 Mrd. die Analystenschätzungen von 16,0 Mrd. USD ebenfalls.

Tatsächlich hat IBM damit das höchste Wachstum seit mehr als einer Dekade gemeldet. Verantwortlich dafür war hauptsächlich das gut laufende Cloud-Geschäft.

Für 2022 stellt man ein Umsatzwachstum im mittleren einstelligen Prozentbereich in Aussicht.

Daher scheint es realistisch zu sein, dass IBM einen Gewinn von 12-13 USD erzielen könnte. Bisher liegen die Konsensschätzungen allerdings nur bei 10,45 USD je Aktie.

Dieser positive Newsflow würde bei vielen Anlegern zu einem Umdenken führen. In der Vergangenheit lag die P/E durchschnittlich bei 14,0.
Daraus ergeben sich, je nachdem welcher Gewinn tatsächlich erzielt werden kann, Kursziele zwischen 146,30 und 182,00 USD.

Chart vom 25.01.2022 Kurs: 128,82 Kürzel: IBM - Wochenkerzen | Online Broker LYNX
Chart vom 25.01.2022 Kurs: 128,82 Kürzel: IBM – Wochenkerzen

Bis es so weit ist, wird man für die Wartezeit mit einer Dividende von 5,09% entlohnt.   Die vorliegende Candlestick-Formation spricht für steigende Kurse. Gelingt ein Anstieg über 130 USD, kommt es zu einem Kaufsignal mit möglichen Kurszielen bei 135 sowie 145 USD.

Viele Aktien im Dow Jones kommen derzeit eher langweilig daher. Bei IBM sieht das ganz anders aus. Das Chartbild ist hochspannend, die Aktie volatil und der Kurs macht Anstalten, über eine V-Formation nach oben drehen. Ausgerechnet IBM? Kann das gutgehen?

Als Hausse-Kandidat hat IBM in den letzten Jahren in der Tat eher nicht von sich Reden gemacht. Der Umsatz des Technologiekonzerns fiel in den letzten Jahren zwar langsam, dafür aber umso unaufhaltsamer. Und was den Gewinn angeht, muss IBM weit kleinere Brötchen backen als noch vor acht, neun Jahren, als International Business Machines noch eine 200-Dollar-Aktie war. Aber wenn man sich die langfristige Historie der Aktie ansieht, stellt man fest, dass die Anleger die Hoffnung einfach nicht aufgeben: IBM zeigt immer wieder kräftige Rallyes.

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Bislang brachten die zwar nie die endgültige Wende in Form der Rückkehr in einen mittel- und langfristigen Aufwärtstrend. Aber wenn die Charttechnik passt, kann das einiges bewirken, solange viele Aktien im Dow Jones weniger spannend aussehen. Man müsste zwar hoffen, dass die Bilanz zum vierten Quartal, die am 24. Januar erwartet wird, eine bessere Reaktion nach sich zieht als die des dritten Quartals, die Auslöser des heftigen Abverkaufs am 21. Oktober war.

Aber selbst, wenn IBM immer noch nicht aus dem zähen Sumpf eines zu verschachtelten, zu großen und damit zu unflexiblen Mischkonzerns herausgekommen sein sollte: Bis dahin hätten die Trader noch viel Zeit, nach oben etwas “zu reißen“. Wobei dieses Chartbild ebenso eine interessante Short-Chance birgt für den Fall, dass die derzeit den kurzfristigen Trend bestimmenden Bullen scheitern sollten.

Expertenmeinung: Sie sehen, dass die Aktie als Reaktion auf die Bilanz des dritten Quartals am 21. Oktober massiv wegbrach und danach nicht die Spur von Gegenwehr seitens der Käufer zu entdecken war. Binnen weniger Wochen ging es von 142 auf 115 US-Dollar nach unten. Doch dann kamen die Käufer einfach aus dem Nichts zurück. Kein Test einer mittelfristig relevanten Supportlinie, keine Bodenbildung, es ging einfach ab Anfang Dezember wieder aufwärts. Und das bislang ebenso stetig, wie zuvor verkauft wurde. Hier ist also eine sogenannte V-Formation entstanden, die grundsätzlich äußerst bullisch ist.

Chart vom 23.12.2021, Kurs 130,63 US-Dollar, Kürzel IBM | Online Broker LYNX

Nur sind die Käufer noch nicht „durch“, denn: Dadurch hat sich die Aktie nahe an, aber eben noch nicht über die immens wichtige Widerstandszone 133/141 US-Dollar geschoben, die an Widerständen alles zu bieten hat, was Rang und Namen hat. Hier ballen sich das Gap Down vom Oktober, die mittelfristige Abwärtstrendlinie und die 200-Tage-Linie auf relativ engem Raum. Da wollen die Bullen unübersehbar hin … und natürlich nach oben hinaus.

Gelingt das, wäre IBM eine interessante Trading-Chance auf der Long-Seite. Wobei die Long-Seite keineswegs allein interessant wäre. Denn was, wenn die Käufer an der Widerstandszone scheitern? Immerhin kaufen sie nach dem Prinzip Hoffnung, was Umsatz und Gewinn der nächsten Bilanz angeht – ein ziemlich wackliges Fundament für eine Aufwärtswende. Sollte IBM diese Zone 133/141 US-Dollar testen und dort wieder nach unten herausrutschen, wäre ein Bruch der kurzfristigen, derzeit bei 126 US-Dollar verlaufenden Aufwärtstrendlinie ein interessantes Setup Short für risikofreudige, kurzfristig agierende Trader.