Evotec Aktie aktuell Evotec: Matchball für die Bullen!

News: Aktuelle Analyse der Evotec Aktie

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Evotec
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Zur Evotec Aktie

Angesichts der heftigen Selloffs, die bei Evotec in den vergangenen Jahren immer mal wieder nach der Vorlage von Bilanzzahlen auftauchten, dürften einige Aktionäre sicherheitshalber am Morgen des 12. November den Kopf eingezogen haben, als das deutsche Wirkstoff-Forschungsunternehmen die Ergebnisse des dritten Quartals präsentierte. Und man hätte durchaus daran herummäkeln können, wenn man nicht versteht, dass die Gewinne bei Unternehmen, die sich vor allem über Meilensteinzahlungen definieren, nun einmal sprunghaft sind. Aber das Mäkeln und vor allem der Verkaufsdruck blieben aus. Und realistisch betrachtet „lieferte“ Evotec ja auch:

Die jahrelang solide gestiegenen Umsätze legten auch in den ersten neun Monaten 2020 zu, mit 360,4 Millionen lag der Umsatz gut zwölf Prozent über dem des Vorjahreszeitraums. Dass das bereinigte EBITA (Gewinn vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen) um 17 Prozent fiel, lag gemäß Evotec vor allem an der Verschiebung von anstehenden Meilenstein-Zahlungen (i.e. Einnahmen) im Zusammenhang mit der Corona-Problematik. Und das erkannte auch die Mehrheit der Marktteilnehmer: Der Verkaufsdruck blieb aus, im Gegenteil legte die Aktie leicht zu und versuchte sich an einem entscheidenden, charttechnischen Widerstand. Der indes zunächst einmal nicht bezwungen wurde.

Die aktuellen Kurse, Charts, Dividenden und Kennzahlen zur Evotec Aktie finden Sie hier.

Expertenmeinung: Sie sehen im Chart, dass Evotec als Reaktion auf die Bilanz an die im Februar etablierte Abwärtstrendlinie heranlief und drei Tage lang kurzzeitig immer wieder über die Linie lief, ohne sie signifikant bezwingen zu können. Daraufhin kam es in der vergangenen Woche zu einem Rücksetzer, der aber noch oberhalb der nächstliegenden Unterstützung in Form der aktuell bei 24,26 Euro verlaufenden, ansteigenden 20-Tage-Linie abgefangen und in einen erneuten Anlauf an die Abwärtstrendlinie verwandelt wurde. Und jetzt kommt es zum Schwur:

Am Montag hat Evotec wieder knapp über dieser Linie geschlossen. Das ist erneut noch nicht signifikant, aber nachdem die Gewinnmitnahmen so früh aufgefangen werden konnten und durch die wieder anziehenden Kurse eine Bestätigung der vorbestehenden, bullischen Ausrichtung des Trendfolgeindikators MACD (unten im Chart eingeblendet) erfolgte, haben die Bullen Rückenwind. Aber dieser Matchball muss eben auch verwandelt werden. Und dazu müsste ein Schlusskurs über dem Zwischenhoch vom Juli bei 25,90 Euro gelingen. Denn genau da wurde die Evotec-Aktie am Tag der Bilanzveröffentlichung in ihrem Anstieg gestoppt. Eine hoch spannende „Make-or-Break“-Situation!

Evotec Aktie: Chart vom 23.11.2020, Kurs 25,34 Euro, Kürzel EVT | Online Broker LYNX

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Ronald Gehrt, Chart- & Fundamentalanalyst | LYNX Börsenexperten
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Vorherige Analysen der Evotec Aktie

Am Donnerstag wird das deutsche Biotechunternehmen Evotec seine Neun-Monats-Zahlen vorlegen. Wir das endlich den Knoten platzen lassen und das monatelange Hin und Her in einen dynamischen Aufwärtsimpuls verwandeln? Dazu eine Prognose abgeben zu wollen, wäre verwegen. Denn auch, wenn man davon ausgehen darf, dass sich Evotecs jahrelanges Wachstum fortgesetzt hat, die geschickte Strategie, bestehend aus gut gewählten strategischen Partnerschaften, Zukäufen und der Hereinnahme von großen Investoren weiter Früchte trägt, heißt das nicht, dass die Aktie nach oben davonziehen muss.

Auch, wenn man bei einem Biotechunternehmen, dessen Gewinn von zeitlich nicht eingrenzbaren Meilensteinzahlungen nach erfolgreichem Abschluss von Entwicklungsschritten abhängt und deshalb stark schwankt, nicht damit rechnen kann, dass die Gewinne wie ein Strich steigen, scheinen diese Schwankungen viele zu irritieren. Das führt dazu, dass Evotec, wie die meisten Branchenkollegen, derzeit nicht oben auf der Einkaufsliste steht. Momentan wirken Pandemie-Profiteure und Turnaround-Kandidaten eben spannender. Und dann hätte Evotec noch das altbekannte Problem der Kombination aus Marktbreite und kurzfristigen Tradern.

Expertenmeinung: Auf der einen Seite sind die Umsätze in dieser Aktie nicht mit den großen Unternehmen aus der „ersten Liga“ vergleichbar, zugleich ist diese Aktie aber von der Thematik her spannend und volatil. Das zieht ungewöhnlich viele kurzfristige Trader an, die die Volatilität noch intensivieren. Dabei fällt beim Blick auf unseren langfristigen Chart auf Wochenbasis auf, dass es in den vergangenen drei Jahren immer im Spätsommer oder Herbst zu heftigen Abverkäufen in der Aktie kam. Das waren alles gezielte Short-Attacken der Trader, die meist in zeitlichem Zusammenhang mit der Veröffentlichung von Quartalsbilanzen standen.

Warum die Trader hier vor allem auf der Short-Seite so heftig agieren, erschließt sich mit Blick auf die fundamentale Situation des Unternehmens nicht, immerhin schreibt Evotec im Gegensatz zu vielen anderen Biotech-Unternehmen seit Jahren konstant schwarze Zahlen. Aber man sollte angesichts dieser Situationen vergangener Jahre auf der Hut sein, die Aktie könnte als Reaktion auf das am Donnerstag anstehende Zahlenwerk unter Druck geraten. Können heißt nicht müssen, es ist ein Risiko für die Long-Seite, aber keine grandiose Short-Chance. Dass der Kurs an die mittelfristige Abwärtstrendlinie herangelaufen ist, mag zwar die Short-Seller locken. Aber eine Wette sollte man besser nicht wagen, dass Evotec im Zuge der Neun-Monats-Zahlen wegbricht und nicht im Gegenteil diese aktuell bei 25,30 Euro verlaufende Hürde mit Schwung überwindet. Und würden die Short-Seller wegbleiben, würde dieser Ausbruch gelingen, wäre nach oben einiges drin, daher: Am Donnerstag sollte es lohnen, hier genauer hinzusehen!

Evotec Aktie: Chart vom 06.11.2020, Kurs 24,48 Euro, Kürzel EVT | Online Broker LYNX

Es gibt so ein paar Aktien, die von Short-Sellern innig geliebt werden. Manche reißen sich aus dieser Umklammerung los, wie das Dialog Semiconductor 2018 gelang, andere bleiben jahrelang in den Fängen der Bären, so z.B. auch Nordex oder K+S. Da können dann positive Nachrichten einlaufen, so viel sie wollen, wobei gerade Quartalsbilanzen eine ideale Basis ist, um den Käufern den Schneid abzukaufen. So geschehen gestern beim deutschen Biotechunternehmen Evotec. An den Quartalsergebnissen gab es eigentlich wenig auszusetzen, wenn man ein bisschen genauer hinsah. Aber die Aktie startete nach Vorlage der Bilanz vor Handelsbeginn bereits im Minus und fiel immer weiter. Das dürfte nicht wenige davon abgehalten haben, sich die Bilanz genauer anzusehen, weil sich durch diese Abgaben der Eindruck aufdrängte, die Ergebnisse seien schwach gewesen.

Richtig ist zwar, dass der Gewinn vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) um satte 19 Prozent gegenüber dem zweiten Quartal 2019 gefallen war. Aber angesichts eines um 11,5 Prozent gestiegenen Umsatzes musste das besondere Gründe haben. Und dem war auch so. Es waren deutlich weniger Meilensteinzahlungen im zweiten Quartal eingelaufen als im Vorjahr. Doch Evotec unterstrich, dass man davon ausgehe, dass die meisten der noch ausstehenden Summen nur verspätet gezahlt werden und nicht ausfallen. Das klingt deshalb plausibel, weil Evotec zu den Unternehmen gehört, die mit betriebswirtschaftlichen Aussagen besonders vorsichtig umgehen und Evotecs Partnerunternehmen der Biotech- und Pharmabranche zuzurechnen sind, die von der laufenden Rezession bislang nicht so hart getroffen wurden, dass man mit ausfallenden Zahlungen rechnen müsste. Aber:

Expertenmeinung: Dass die Lage eigentlich gut ist, Evotec bestätigte, keine wesentlichen Auswirkungen der Corona-Krise zu spüren und die Perspektive positiv bleibt, ist eine Gemengelage, die die Bären auch in früheren Jahren nicht davon abgehalten hat, auf die Aktie zu drücken und einen größeren Selloff zu provozieren. Gerade dann, wenn grundsätzlich positive Nachrichten plötzlich zu fallenden Kursen führen, weicht das ja die Kaufbereitschaft Gegenseite, sprich des bullische Lagers, besonders effektiv auf. Klappt das auch diesmal?

Das hängt entscheidend von zwei Unterstützungslinien ab. Zunächst vor der im Chart dick schwarz markierten 200-Tage-Linie. Die hielt bereits im April und Juli zwei Attacken der Bären stand. Auch gestern wurde diese Linie angegangen und zum Handelsende erst einmal verteidigt. Würde morgen erneut Druck auf die Aktie ausgeübt und diese derzeit bei 22,72 Euro verlaufende Linie auf Schlusskursbasis gebrochen, wäre aber noch eine zweite Linie vorhanden: Die Tiefs dieser beiden vorgenannten Attacken auf die 200-Tage-Linie im April und Juli haben selbst eine Supportlinie ausgebildet, diese liegt bei 21,40 Euro. Erst, wenn auch diese zweite Unterstützung fiele, wären die Bären „durch“, hätten dann aus rein charttechnischer Sicht freie Bahn in die Region 18/18,50 Euro. Bevor das nicht gelungen ist, ist ein Short-Trade hier riskant. Denn dreht die Aktie jetzt zeitnah nach oben, würden alleine die Eindeckungen derer, die Evotec in der Hoffnung auf einen Selloff leer verkauft haben, den Kurs erst recht in die für die Bären falsche Richtung treiben.

Evotec Aktie: Chart vom 12.08.2020, Kurs 22,98 Euro, Kürzel EVT | Online-Broker LYNX

Es läuft wie im Zuge der 2019er-Bilanz Ende März avisiert. Evotec konnte, wie das Wirkstoff-Forschungsunternehmen gestern Früh meldete, den Umsatz um 15 Prozent steigern, den Gewinn vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen mit 30 Millionen Euro auf dem Level des Vorjahresquartals halten und beim Nettogewinn mit 17,07 Millionen Euro um 30 Prozent gegenüber den ersten drei Monaten des Jahres 2019 zulegen. Das ist ein solides Wachstum, das zudem zeigt, dass Evotec als im Biotechnologiesektor tätiges Unternehmen nicht durch die Corona-Krise beeinträchtigt wird. Zwar reagierte die Aktie am Donnerstag positiv, aber:

Überzeugend war diese Reaktion, von der zum Handelsende nur noch ein Plus von einem halben Prozent übrig blieb, nicht. Auch, wenn die Aktie auf mittelfristiger Ebene über den entscheidenden Unterstützungen notiert, fehlt doch die Dynamik eines echten Aufwärtstrends. Es scheint, vielen Anlegern entgeht diese Aktie, weil andere, unmittelbar von der Krise profitierende Unternehmen wie Essens-Lieferdienste oder Softwarehersteller wie TeamViewer die Wahrnehmung in Sachen kaufenswerter Aktien dominieren. Denkbar ist auch, dass manch einem Evotec ein zu heißes Eisen ist, weil es in den vergangenen Jahren immer wieder zu blitzschnellen, heftigen Verkaufswellen kam, die nie auf negativen Nachrichten basierten, sondern durch kurzfristige Trader ausgelöst wurden. Dadurch tritt die Aktie seit einiger Zeit in einer breiten Handelsspanne auf der Stelle, während Umsatz und Gewinn Jahr für Jahr zulegen. Was bedeutet: Expertenmeinung: Über kurz oder lang dürfte der Knoten hier platzen, die Trader ihre Short-Attacken bleiben lassen, womöglich ihre Anstrengungen auf die Long-Seite verlagern. Wann das der Fall wäre, lässt sich natürlich nicht vorhersagen, denn wenn es um rein technisch orientiertes und zugleich spekulatives, kurzfristiges Trading geht, spielen fundamentale Daten wie Umsatz und Gewinn des Unternehmens nie eine entscheidende Rolle. Daher bietet es sich für Investoren, die nicht mittel- und langfristig am Unternehmenserfolg partizipieren wollen und sich deshalb an kurzfristigen Schwankungen nicht stören, an, ihre Aktivitäten ebenso mit der Charttechnik zu verbinden. Was derzeit hieße: Evotec bewegt sich momentan zwischen Baum und Borke, über mittelfristig wichtigen Unterstützungen wie der bei 21,77 Euro verlaufenden 200-Tage-Linie, aber noch unterhalb des Zwischenhochs, das Mitte April im Zuge der Erholung des Gesamtmarkts bei 24,23 Euro entstanden war. Über letztere Hürde muss die Aktie hinaus, um wieder als aktiv bullisch gelten zu können, dann wäre der Weg aus charttechnischer Sicht erst einmal an das bisherige Jahreshoch bei 26,77 Euro frei. Evotec Aktie Chart vom 14.05.2020, Kurs 22,61 Euro, Kürzel EVT | Online Broker LYNX

 

Der Anteil deutscher Aktien, die über ihrer 200-Tage-Linie notieren, lag am Freitag zum Handelsende bei gerade einmal acht Prozent. Da dürften durch die Käufe am Montag und Dienstag zwar einige hinzugekommen sein. Aber viele sind es wohl immer noch nicht, zu weit lag diese Linie bei den meisten scharf eingebrochenen Aktien entfernt. Bei Evotec hingegen wurde sie am Dienstag zurückerobert. Das ist ein starkes Signal. Und es könnte noch besser kommen. Denn Evotec hat weder seine 2020er-Prognose zurückgenommen noch diese von vornherein bleiben lassen. Und das ist durchaus nachvollziehbar.

Evotec ist ein Biotechunternehmen, das im Bereich der Wirkstoff-Forschung agiert. Ein Bereich, der heute mehr denn je wichtig ist. Hinzu kommt, dass sich Evotec in den vergangenen Jahren stetig und klug vergrößert hat und die Palette an strategischen Partnerschaften sukzessiv anwächst. Erst in den letzten Tagen wurden neue Kooperationen mit den Pharmaunternehmen Ildong (Südkorea) und Takeda (Japan) gemeldet. Evotec gehört zu den wenigen Unternehmen, die von dem immensen Druck der Pandemie auf die Weltwirtschaft wenig, womöglich sogar gar nicht, betroffen sind. Und daraus folgern immer mehr Marktteilnehmer: Expertenmeinung: Es gibt keinen Grund, dass die Aktie nicht wieder an das bisherige Jahreshoch, am 11. Februar bei 26,77 Euro markiert, zurückkehren sollte. Im Fall Evotecs wären das keine Vorschusslorbeeren auf Basis vager Hoffnungen, sondern ein der Ertragskraft des Unternehmens angemessenes Level. Zwar hat Evotec bei der gerade erst am 26. März vorgelegten 2020er-Guidance für Umsatz und Gewinn Korridore angegeben, die nicht auf einen Anstieg des Gewinns gegenüber dem des Jahres 2019 hindeuten (2019 gelang ein Gewinnplus vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) von 28 Prozent). Aber wer Evotec kennt, weiß: Hier wird immer äußerst vorsichtig geschätzt, denn man achtet sehr darauf, solche Prognosen im Zweifel anheben zu können, statt zu hoch angesetzte Ziele kappen zu müssen. Aus charttechnischer Sicht hat die Aktie mit dem Break über die 200-Tage-Linie bei derzeit 22,09 Euro ein klar bullisches Signal abgeliefert. Ein Pullback an den Ausbruchslevel, der sich neben dieser 200-Tage-Linie auch aus der jetzt wieder zur Unterstützung gewordenen Wendemarke bei 21,80 Euro zusammensetzt, wäre kein Problem. Erst, wenn Evotec unter dem Verlaufstief des Montags bei 21,37 Euro schließen würde, wäre dieser Ausbruch zu einer Bullenfalle geworden. Das würde die positiven Perspektiven der Aktie nicht mindern, aber da Evotec volatil und eher ein wenig markteng ist, sollte man in einem solchen Fall tendenziell mit dem Einstieg abwarten, bis diese 200-Tage-Linie erneut klar zurück erobert wurde. Evotec Aktie Chart vom 07.04.2020, Kurs 22,92 Euro, Kürzel EVT | Online Broker LYNX Sie möchten täglich vor Börsenstart unsere Chartanalysen per E-Mail erhalten? Dann abonnieren Sie hier unseren Börsennewsletter mit aktuellen Börsennews.

Auch die Aktie des Wirkstoff-Forschungsunternehmens Evotec wurde in den vergangenen Wochen in den Sog panischer Verkäufe gerissen. Allzu viel besser als der Gesamtmarkt hielt sie sich zunächst nicht. Aber der Kurs konnte auf Wochenschlusskursbasis wichtige Unterstützungen verteidigen, durch die z.B. der DAX ohne Halt durchgerutscht war: Die Tiefs vom Sommer/Herbst 2019. Und auf dieser Basis versucht sich die Aktie jetzt an der Wende. Was den Gesamtmarkt angeht, wäre hinsichtlich einer wirklich tragfähigen Wende Skepsis angebracht, denn die Rahmenbedingungen lassen sich kurzfristig zwar optimistischer auslegen, haben aber das Potenzial, hartnäckig negativ zu werden und hinsichtlich der Gesamtwirtschaft noch so manche unangenehme Überraschung zu bieten. Doch dass sich Aktien bestimmter Branchen früher als andere aus dem Abwärts-Sog lösen und wieder zulegen könnten, wäre allemal denkbar … und im Fall von Evotec logisch nachvollziehbar. Denn ob Autoabsatz, Urlaubsreisen oder der Absatz von Unterhaltungselektronik sich schnell wieder erholen, ist davon abhängig, ob ein weltweiter Anstieg der Arbeitslosigkeit und von durch schwache Börsen entscheidend intensivierten Ersparnis-Verlusten stattfindet. Wichtige Medikamente jedoch müssen weiterentwickelt werden, das wird unabhängig von Stimmung und Möglichkeiten des Konsums stattfinden. Und damit wird Evotec als wichtiger Forschungspartner der Pharma- und Biotechkonzerne weiterhin genug zu tun bekommen. Expertenmeinung: Am Donnerstagmorgen legte das Unternehmen eine tadellose Bilanz für 2019 vor. Umsatz +19 Prozent, Gewinn vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen +29 Prozent. Und beides soll sich 2020 in etwa halten. Zwar blieb man auch bei Evotec im Licht der Unwägbarkeiten, welche die Pandemie mit sich bringt, beim Ausblick vorsichtig. Aber wer die Prognosen von Evotec über einige Jahre verfolgt hat, weiß: Da pflegt man ohnehin die Tugend kaufmännischer Vorsicht und gibt sehr, sehr konservative, vorsichtige Ausblicke. In den letzten Jahren hob man diese erst an, als absolut klar war, dass man das nicht würde zurücknehmen müssen. Aber auch, wenn Evotec von der Branche her eine deutlich bessere Perspektive hätte als andere Unternehmen, muss trotzdem die Charttechnik den Beleg erbringen, dass genug andere Marktteilnehmer das ebenso sehen und es dadurch gelingt, an Charthürden vorbei zu kommen, an denen Gegenbewegungen in Abwärtstrends normalerweise enden würden, weil diese Zonen von den Leerverkäufern aktiv verteidigt werden. Sie sehen im Chart, worauf es bei dieser Aktie im Moment ankommen würde: Evotec ist von unten an die bis ins Jahr 2016 zurückreichende Aufwärtstrendlinie herangelaufen und kam bis Donnerstagabend dort erst einmal nicht vorbei. Diese bei 21,15 Euro verlaufende Hürde ist aber nur die erste von zweien. Noch wichtiger wäre die momentan bei 22,14 Euro verlaufende 200-Tage-Linie. Wenn diese beiden Widerstände überboten werden, steigt die Chance, dass sich Evotec nach oben absetzen könnte und im Fall eines erneuten Abwärtsschubs am Gesamtmarkt zumindest eine relative Stärke entwickeln, sprich sich besser halten würde. Evotec Aktie Chart vom 26.03.2020, Kurs 20,63 Euro, Kürzel EVT | Online Broker LYNX Sie möchten täglich vor Börsenstart unsere Chartanalysen per E-Mail erhalten? Dann abonnieren Sie hier unseren Börsennewsletter mit aktuellen Börsennews.

22. Januar 2020

Evotec steigt und steigt