BMW Aktie aktuell BMW: Am Freitag sollte man hier genau hinsehen

News: Aktuelle Analyse der BMW Aktie

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Zur BMW Aktie

Die BMW-Aktie konsolidiert innerhalb eines soliden, mittelfristigen Aufwärtstrendkanals. Mündet das in einen neuen Aufwärtsimpuls oder wird aus der Konsolidierung eine Korrektur? Die Bilanz Ende der Woche könnte die Entscheidung bringen.

Ob man es vom Tief des Corona-Crashs im März 2020 rechnet oder ab der Jahreswende 2020/2021: BMW ist von den drei Autobauern im DAX die bislang am wenigsten spektakuläre Aktie, auch, wenn sie trotzdem deutlich stärker gelaufen ist als der DAX selbst. Das dürfte vor allem daran liegen, dass die Münchener weniger euphorisch daher kamen mit ihrem Ausblick auf 2021 und die kommenden Jahre als Daimler oder Volkswagen. Und es dürfte dieser Ausblick sein, der darüber entscheiden wird, ob BMW in Kürze wieder in den Rallye-Modus wechselt oder im Gegenteil die untere Begrenzung des mittelfristigen Trendkanals testet, denn:

Die aktuellen Kurse, Charts, Dividenden und Kennzahlen zur BMW Aktie finden Sie hier.

Expertenmeinung: BMW hatte zwar am 19. April vorläufige Ergebnisse des ersten Quartals gemeldet, so dass der eigentliche Bilanztermin an diesem Freitag, den 7. Mai, in dieser Hinsicht keine Spannung birgt. Aber zum Gesamtjahresverlauf gibt es seit Mitte März keine neuen Informationen. Das wird es sein, worauf die Trader sich konzentrieren werden.

Bislang liest sich diese Perspektive in Relation zu den optimistischer klingenden Statements der direkten Konkurrenz in der Tat eher konservativ. Der Absatz des Automobilbereichs soll zwischen fünf und zehn Prozent zulegen, die Vorsteuer-Marge soll sich zwischen sechs und acht Prozent bewegen. Das ist gut. Aber es ist eben nicht spektakulär. So gesehen wird es am Freitag spannend:

Sollte BMW da nachlegen, die Prognose erhöhen, könnte die Aktie am Freitag das Startsignal für einen erneuten Anlauf an die obere Begrenzungslinie des mittelfristigen Trendkanals erhalten, die aktuell bei 92,50 Euro verläuft. Ob dann der Ausbruch nach oben gelingt, nachdem dies im März und April vergebens versucht wurde, wird sich zeigen, das wird dann zudem davon abhängen, ob der Gesamtmarkt an sich sein bullisches Gesamtbild halten kann.

Falls die Perspektive jedoch erneut verhalten ausfällt, ggf. sogar nicht angehoben werden sollte, kann es in der Tat zu einem zügigen Abverkauf kommen, der die momentane, eher gemächliche Konsolidierung in einen Korrekturimpuls verwandelt, dessen Kursziel die Zone der 2020er-Hochs im Bereich 75,35/77,30 Euro bzw. die mittelfristige Aufwärtstrendlinie bei derzeit 73,80 Euro wäre. Es dürfte sich daher lohnen, die BMW-Aktie am Freitag im Auge zu behalten.

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Ronald Gehrt, Chart- & Fundamentalanalyst | LYNX Börsenexperten
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Vorherige Analysen der BMW Aktie

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Bislang waren es vor allem die deutschen Automobilwerte, die den DAX in den letzten Wochen nach oben getrieben haben. Nun aber könnte sich das Bild ein wenig ändern. Nach einer atemberaubenden Rallye scheint die BMW-Aktie gerade in eine kleine Korrektur überzugehen. Die Frage ist, bis zu welchem Kursbereich die Aktie korrigieren wird, bis wieder ein Boden gefunden wird.

Die Zahl der Abverkaufs-Tage hat merklich zugenommen und der Verkaufsdruck ist deutlich im Chart von BMW zu sehen. Kleinere Ausschläge nach oben werden von den Anlegern schnell genutzt, um Gewinne mit der Aktie zu realisieren. Noch ist der Aufwärtstrend aktiv und das nächste wichtige Pivot-Tief ein gutes Stück weit entfernt.

Expertenmeinung: Wir achten bei der BMW Aktie derzeit auf das Tief von Ende März. Dieses bildete sich bei 81.22 EUR und könnte auch eine mögliche Zielmarke der laufenden Korrektur werden. Hier befindet sich auch die 50-Tage-Linie, welche ebenfalls Rückhalt bieten sollte. Gut möglich, dass sich die Kurse diesem Bereich annähern, um dann wieder auf eine Schar von Käufern zu treffen. Nichts Unübliches. Gesunde Korrekturen gehören zum Großen und Ganzen dazu. Das Gesamtbild bleibt vorerst bullisch und somit auch unsere Bewertung auf die Aktie.

Aussicht: BULLISCH

Die Vorlage der Bilanz am 11.3. drückte die zuvor stark gestiegene BMW-Aktie zwar kurzzeitig, aber mit dem gestern vorgelegten Ausblick auf 2021 startete sie erneut durch. Haben sich die Bullen damit ausgepowert … oder geht da noch mehr?

Die Basis der gestrigen, bullischen Reaktion auf die für 2021 ausgegebene Perspektive war aus charttechnischer Sicht perfekt – und das, obwohl dieser Ausblick ebenso „schwammig optimistisch“ war wie zuvor bei Daimler und VW. Die Bilanz selbst hatte zwar für einen kurzen Rücksetzer gesorgt, weil der Kurs vom Start weg im März rasant zugelegt hatte und dadurch entstandene, zu hohe Erwartungen durch die 2020er-Zahlen erst einmal abgeschüttelt wurden. Aber die BMW-Aktie drehte schnell wieder nach oben … und genau da, wo sie drehen musste, um die bullischen Ambitionen zu bestätigen:

In der zuvor bezwungenen, mittelfristig bedeutsamen und durch die 20-Tage-Linie verstärkten Supportzone 75,35/77,06 Euro. Mit dem gestrigen Kursplus wurde das vorherige, kurzfristige Zwischenhoch klar überboten – besser geht es nicht. Aber:

Expertenmeinung: Dadurch touchierte die Aktie die obere Begrenzung des mittelfristigen Aufwärtstrendkanals. Das muss den Kursanstieg nicht zwingend stoppen, die VW-Aktie durchbrach eine vergleichbare Hürde am Mittwoch nach oben. Aber derzeit sehen die Anleger VW auch als den lukrativsten unter den drei Autobauern an. Und mit BMWs Ausblick liegen die Bilanzen ebenso wie die Perspektiven für alle drei Autobauer jetzt auf dem Tisch. Das heißt, dass in den kommenden Wochen keine entscheidenden Nachrichten folgen dürften, die nennenswert neue Käufer mobilisieren können. Ist die Luft also mit diesem Anstieg weitgehend raus aus der Rallye?

Nicht unbedingt. Der morgen anstehende Abrechnungstermin an der Terminbörse könnte die Aktie zusätzlich ziehen, das anstehende Quartalsende durch ein mögliches Optimieren der Performance seitens großer Aktienfonds (Window Dressing) ebenso, denn jetzt gehört die BMW-Aktie, die im Januar und Februar unmotiviert seitwärts lief, auf einmal zu den großen Gewinnern des Quartals. Abschreiben sollte man einen Ausbruch über diesen Trendkanal also nicht, zumal kurzfristige Trader dann aus rein charttechnischen Gründen auf dem fahrenden Zug bleiben könnten … immerhin läge das nächste, größere Kursziel dann bei 97,50 Euro, dem Jahreshoch 2018.

Dass die optimistische Prognose, die wohl gerade wegen des großen Interpretationsspielraums bei zugleich haussierenden Kursen übergroße Erwartungen hervorbringt, zu Enttäuschungen führt, ist zwar gut möglich. Aber da wird der Aspekt, dass die wichtigen Nachrichten vorerst auf dem Tisch liegen, auf einmal zum Vorteil, denn so muss man zumindest kurzfristig nicht mit „bad news“ rechnen. Hier erst einmal am Ball zu bleiben, hätte somit gute Argumente, zumal man für eine Absicherung von Long-Trades eine tadellose Orientierungsbasis hätte. Denn sollte diese gerade erst perfekt verteidigte Unterstützungszone 75,35/77,06 Euro in einem zweiten Anlauf brechen, wäre das bullische Szenario zumindest auf kurzfristiger Ebene vom Tisch.

Was BMW seinen Investoren am Donnerstag in Form der 2020er-Ergebnisse vorlegte, war nicht das, was die hören und lesen wollten. Mit einem Minus von 3,47 Prozent besetzte die Aktie Platz zwei der DAX-Verlierer. Und damit ist der charttechnische Befreiungsschlag, der zuletzt noch eindeutig gelungen schien, noch nicht in trockenen Tüchern.

Der Umsatz lag 2020 zwar mit 99 Milliarden Euro im Rahmen der Analystenprognosen. Aber mit einem Gewinn pro Aktie von 5,73 Euro kam der Autobauer unter den Erwartungen ins Ziel. Das war ein Minus gegenüber 2019 von 23,3 Prozent. Was nach diesem so schwierigen Jahr nicht dramatisch klingt. Aber BMW hat bereits 2019 und 2018 jeweils weniger als im Vorjahr verdient. Das beste Jahr war 2017 mit einem Gewinn pro Aktie von 13,12 Euro. Damit liegt der Gewinn 2020 56 Prozent niedriger als damals. Doch die Aktie notiert nur knapp 20 Prozent unter dem mehrjährigen Hoch von 2918 bei 97,50 Euro.

Das wäre nichts, was die Anleger stören müsste, wenn BMW sich mit der Perspektive für 2021 weit aus dem Fenster lehnen und rasant steigende Gewinne vorhersagen würde. Doch da hielt man sich recht bedeckt. Auf Basis einer verbesserten Kostensituation habe man eine günstige Ausgangsbasis für ein ertragsstarkes 2021 geschaffen, hieß es aus München. Das kann alles und nichts bedeuten. Und dass die Anleger damit nicht allzu zufrieden waren, machte das Minus, mit dem das Zahlenwerk honoriert wurde, deutlich. 

Expertenmeinung: Die Frage ist, wie sehr diese negative Reaktion den bullischen Ambitionen schaden könnte? Sollten heute weitere Abgaben folgen, dann würde das in der Tat ein Problem darstellen. Denn grundsätzlich hätte die Aktie zwar im Rahmen ihres breiten, mittelfristigen Aufwärtstrendkanals Luft bis gut 87 Euro. Aber vor dem Erreichen der oberen Begrenzungslinie dieses Kanals liegt noch eine andere, markantere Widerstandslinie. Die schien zwar im Vorfeld der Bilanz klar überwunden zu sein. Aber es bräuchte einen eindeutigen Sprung auf Wochenschlusskursbasis über diesen Bereich zwischen 76,50 und 78,30, der seit Sommer 2017 immer wieder entweder als Unterstützung oder als Widerstand fungierte. Sollten die Marktteilnehmer gleich heute wieder zugreifen und die Aktie im Bereich um 80 Euro oder höher ins Wochenende schicken, ließen sich die Bilanz als verdaut und diese Hürde als genommen ansehen. Aber noch bleibt eben der heutige Tag, um die Woche zu komplettieren. Und sollte BMW weiter zurückfallen, im schlimmsten Fall sogar unter dieser Zone 76,50/78,30 Euro aus dem Handel gehen, wäre der Weg für die Bullen bedeutend steiniger geworden, als die sich das zur Wochenmitte wohl noch vorgestellt hatten.

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Es war die Impfstoff-Rallye, welche im November des vorigen Jahres die Kurse der BMW-Aktie wieder nach oben schnellen ließ. Damals konnte nicht nur der mittelfristige Abwärtstrend beendet werden, auch die längerfristige bärische Gesamtlage löste sich größtenteils auf. Das Wertpapier befand sich immerhin schon seit mehr als zwei Jahren in einer nachhaltigen Bewegung in Richtung Süden.

Somit könnten wir hier nicht nur mittel- sondern auch langfristig eine bedeutende Trendwende miterlebt haben. Nach den starken Anstiegen im November des vorigen Jahres beruhigte sich mittlerweile das Gesamtgeschehen. Dies Kurse konsolidieren in einer klar eingrenzten Zone, welche wohl im März gebrochen werden dürfte.

Expertenmeinung: Die Bullen stehen aktuell unmittelbar davor, das Zepter wieder vollends an sich zu reißen. Um die Zwischenkonsolidierung erfolgreich aufzulösen, wären lediglich Schlusskurse über der Marke von 72.50 EUR nötig. Danach könnte sich die Kurserholung weiter fortsetzen. In diesem Zusammenhang könnte die BMW Aktie sogar wieder in die Zone von 85 bis 90 EUR zurückkehren. Weniger positiv wäre natürlich ein Bruch der Formation nach unten. Hier müssen Anleger auf den Supportbereich knapp oberhalb der Marke von 68 EUR achten. Dieser darf keinesfalls gebrochen werden, um die Erholung nicht abzuwürgen. Vorerst belassen wir unsere Aussichten auf BMW auf der bullischen Seite.

Aussicht: BULLISCH

Der Kurs der BMW-Aktie hatte sich im Zuge des „Corona-Crashs“ im Februar und März glatt halbiert. Dann kam es zu einer Gegenreaktion, nach der die Aktie im Sommer in etwa in der Mitte der Handelsspanne zwischen Jahreshoch und Jahrestief seitwärts lief. Doch Anfang November kam wieder Schwung in den Kurs: BMW zog rapide an und erreichte Ende November sogar ein neues Jahreshoch und lief dabei zugleich über die obere Begrenzung des mittelfristigen Aufwärtstrendkanals hinaus. Aber das hielt nicht. Der Kurs fiel in diesen Trendkanal und unter das vorherige Jahreshoch vom Januar zurück. Und seither „funktioniert“ dieser Kreuzwiderstand zwischen 75,35 und 76,20 Euro wieder.

Bereits am Freitag hatte die Aktie zunehmende Volatilität gezeigt. Am Montag präsentierte sie sich erneut wacklig, gehörte am Ende zu den größeren Verlierern im DAX. Aber wenn man sich überlegt, wie ungewiss die Perspektiven für die Autobauer sind, hält sich diese Aktie so nahe am Jahreshoch eigentlich überraschend gut. Könnte das daran liegen, dass die Anleger die Risiken zu gering einschätzen? Das könnte es durchaus. Und sollten diese Risiken sich in kommenden Bilanzen niederschlagen, wäre für BMW reichlich Abwärtsspielraum vorhanden.

Expertenmeinung: BMW hatte Anfang November eine erfreuliche Quartalsbilanz vorgelegt. Das Vorsteuerergebnis soll zwar nach Ansicht des Konzerns trotzdem um mindestens zehn Prozent gegenüber dem Vorjahr fallen, das ist die Konsequenz aus dem fatalen zweiten Quartal. Aber die Analysten gehen mehrheitlich davon aus, dass der Automobilkonzern den 2019er-Gewinnlevel bereits 2021 wieder erreichen wird – und sehen angesichts dieser Erwartung im Schnitt ein Kursziel von 74 Euro für die Aktie. 74 Euro – ein Kursniveau, das die Aktie am Freitag noch gesehen hatte, ein Kursniveau knapp unter dem oben genannten Kreuzwiderstand im Bereich 75,35/76,20 Euro.

Welche Nachrichten bräuchte es, um einen Ausbruch über diesen Widerstandsbereich zu generieren? Angesichts der engen Bindung an Großbritannien wäre a) eine zeitnahe Beendigung der momentanen Abschottung der britischen Inseln und b) eine taugliche Lösung nach dem britischen Austritt aus der Zollunion am 31.12. nötig. Ersteres ist zumindest denkbar, Letzteres unwahrscheinlich. Und es bräuchte ein Konsumklima, in dem die Verbraucher genügend Zuversicht und Vertrauen haben, um Anschaffungen wie hochpreisige Automobile zu tätigen. Was momentan ebenfalls nicht der Fall ist.

Die bullische Seite hofft, dass sich das ändert. Aber in der momentanen Gemengelage ist das eben nicht mehr als das: eine Hoffnung. Wie sich die Lage weiter entwickelt, ist absolut nicht absehbar. Das spiegelt sich auch in neu einlaufenden Analystenmeinungen wider. So heben die Analysten bei Jeffries das BMW-Kursziel von 65 auf 75 Euro an (Empfehlung „Halten“), fast zu selben Zeit, in der ersten Dezember-Hälfte, senkte man bei Kepler Cheuvreux das Kursziel von 66 auf 63 Euro (Empfehlung „Reduzieren“).

Das ist also eine recht wacklige Angelegenheit hier, die Bullen sollten auf der Hut sein. Sollte die BMW-Aktie das Montags-Tagestief mit Schlusskursen unter 69 Euro deutlicher unterbieten, dürfte der Versuch, sich aus dem Aufwärtstrendkanal nach oben hinaus abzusetzen, vom Tisch sein – dann wäre in einem Umfeld wie diesem ein Test der unteren Begrenzung des Trendkanals, aktuell bei 61 Euro, keine Überraschung.