Hören Sie sich die Audioversion dieses Artikels an (KI-generiert).
Dass das erste Quartal kein gutes sein würde, hatte Beiersdorf selbst bereits Anfang März im Ausblick auf 2026 avisiert. Die gestern vorgelegten Zahlen zeigten, dass der Wind sogar rauer ist, als seitens der Analysten gedacht. Aber tut sich dadurch ein Abgrund für die Aktie auf?
Auch wenn Beiersdorf als eines von eher wenigen deutschen Unternehmen außerhalb beendeter Halbjahre nur die Umsatzzahlen meldete, waren die doch Hinweis genug darauf, dass man sich in Sachen Wachstum derzeit ziemlich schwertut. Zwar war die Vergleichsbasis laut Beiersdorf ein Grund, warum der Umsatz nominal um satte 7,7 und organisch um 4,6 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum fiel, da das erste Quartal 2025 ein gutes war.
Aber trotzdem lag der Rückgang höher als seitens der Analysten im Vorfeld geschätzt. Die gemeldeten 2,48 Milliarden Euro unterboten den Konsens von 2,55 Milliarden leicht.
Nicht gut … aber Beiersdorf zeigte sich optimistisch, die bestehenden Jahresziele trotzdem zu erreichen. Der Haken ist: Ambitioniert sind die nicht. Ein gehaltener bis leicht höherer Umsatz und eine leicht unter Vorjahr liegende Gewinnmarge vor Zinsen und Steuern (EBIT-Marge), mehr hatte man da Anfang März nicht avisiert. Das ist dünn … so gesehen ist jetzt nicht die Frage, ob man Beiersdorf auf diesem Niveau als kaufenswert einordnen könnte, dagegen spricht schon das klar bärische Chartbild, sondern:
Hat sich das Abwärtspotenzial nach diesen Umsatzzahlen erneut ausgeweitet, müsste man hier also damit rechnen, dass die Bären noch eine Schippe drauflegen?
Die aktuellen Kurse, Charts, Dividenden und Kennzahlen zur Beiersdorf Aktie finden Sie hier.
Expertenmeinung: Hier jetzt noch auszusteigen oder sogar auf der Short-Seite aktiv zu werden, ist aus aktueller Sicht zumindest mit einem gestiegenen Risiko behaftet. Dass die Aktie am Dienstag als Reaktion auf diese Zahlen 3,46 Prozent fiel, deutet das schon an. Denn wenn wir uns den Chart ansehen, ist das ein eher moderates Minus, was vermuten lässt: Allzu unangenehm überrascht war man am Markt nicht, sonst wäre die Reaktion heftiger gewesen.

Es drängt sich der Eindruck auf, dass hier schon einiges an „Krise“ eingepreist wurde. Die Hoffnungen auf Wachstum im neuen Jahr, die die Aktie zwischen Dezember und Februar nach oben zogen, wurden bereits Anfang März mit der ernüchternd mageren 2026er-Prognose des Konzerns eliminiert. Und das, wenn man sich den darauf folgenden Abverkauf ansieht, vermutlich gründlich.
Natürlich könnten Leerverkäufer, sprich das Bären-Lager, die Aktie trotzdem gezielt weiter unter Druck setzen. Aber das würde nur dann gute Gewinnchancen bieten, wenn sie damit rechnen dürften, dass da noch genug verzweifelte Anleger auf dicken Verlusten sitzen, bei erneut fallenden Kursen aufgeben und mit ihren Abgaben den Druck auf den Kurs im Sinne der Bären erhöhen.
Nach diesem Abstieg des Kurses und vor allem mit Blick auf die jetzt mit einem Kurs-/Gewinn-Verhältnis von knapp 18 für diese Aktie untypisch günstige Bewertung ist das nichts, worauf es sich wetten ließe, daher:
Beiersdorf könnte noch weiter nachgeben, aber das ist unsicher genug, um hier über Short-Trades eher nicht mehr nachzudenken. Derzeit wäre Neutralität wohl die beste Option.
Quellenangaben: Ergebnis des 1. Quartal 2026, 21.04.2026: https://www.beiersdorf.de/presse/presse-informationen/alle-pressemitteilungen/2026/04/21-beiersdorf-q1-2026-ergebnisse-im-rahmen-der-erwartungen
--- ---
--- (---%)Displaying the --- chart
Heutigen Chart anzeigen





