ASML Aktie aktuell ASML Holding: Das Hoch ist womöglich noch lange nicht erreicht

News: Aktuelle Analyse der ASML Aktie

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Zur ASML Aktie

Zwischen Anfang März und Anfang April hat die ASML-Aktie in der Spitze fast 30 Prozent zugelegt. Zeit, um Gewinne mitzunehmen? Kurzfristig eine Option. Aber mittelfristig kann noch viel mehr drin sein.

Der die Chipindustrie beliefernde, niederländische Anlagenbauer ASML Holding war im Zuge des Internet-Booms 1999/2000 an die Börse gegangen. Und auch diese Aktie hatte massiv Boden verloren, als diese Blase damals platzte. Die Aktie begann den Handel Ende 1999 um 37 Euro und fand sich im Herbst 2002 kurze Zeit unter sechs Euro wieder. Aber im Gegensatz zu vielen der ehemaligen Gipfelstürmer, die ihre damaligen Hochs noch nicht einmal ansatzweise wiedersahen, sind die 60 Euro, die die ASML-Aktie im Jahr 2000 im Hoch erreicht hatte, Geschichte. Der gestern markierte, bisherige Verlaufsrekord lag bei 543,20 Euro. Und das muss noch nicht das Ende der Hausse sein.

Bislang liegen nur die Ergebnisse des vierten Quartals 2020 vor, die Bilanz des ersten Quartals 2021 wird Ende des Monats erwartet. Aber in diesem vierten Quartal übertraf ASML die Prognosen der Analysten ebenso wie die unternehmensinternen Ziele deutlich und in allen Bereichen: beim Umsatz, beim Gewinn, bei der Bruttomarge. Und da die Chipindustrie derzeit der Nachfrage nicht Herr wird, bleiben die Aussichten für ASML als wichtigen Zulieferer positiv. Was natürlich nicht heißen muss, dass die Aktie wie ein Strich weiter steigen wird, aber:

Die aktuellen Kurse, Charts, Dividenden und Kennzahlen zur ASML Aktie finden Sie hier.

Expertenmeinung: Die Aktie ist, was die Bewertung über das Kurs/Gewinn-Verhältnis (KGV) angeht, immer noch nicht „zu“ teuer. Momentan schätzen die Analysten, dass das Unternehmen 2021 einen Gewinnzuwachs in der Range von 25 bis 35 Prozent schaffen könnte. Da man bei dynamisch wachsenden Unternehmen als Faustregel das Doppelte des aktuellen, prozentualen Gewinnzuwachses als KGV akzeptieren kann, wäre da also ein KGV zwischen 50 und 70 machbar – und da bewegt sich die Aktie derzeit erst am unteren Ende der Spanne. Genaueres wird man aber erst wissen, wenn die ASML Holding ihr Ergebnis des ersten Quartals vorlegt und dabei wohl auch die eigene Prognose für 2021 präzisieren wird. Auf dem Terminplan ist dafür der 21. April vorgesehen. Und sollte sich die bullische Erwartung der Analysten bestätigen, könnte das bisherige Verlaufshoch allemal überboten werden.

Wer aber etwas aggressiver und flexibler agiert, die Aktie nicht langfristig halten, sondern ein wenig traden will, hätte da immer wieder Gelegenheit, nach kräftigen Rallye-Schüben bei einem Teil der Position den Gewinn mitzunehmen und das Engagement wieder aufzustocken, sobald eine Korrektur abgeschlossen wurde, indem wichtige Unterstützungen gehalten haben und/oder die 20-Tage-Linie zurückerobert wurde. Aktuell wäre die Aktie überkauft, da könnte man durchaus überlegen, ein bisschen Gewinn zu realisieren. Zumal auch eine Aktie mit derart guten Perspektiven einmal kräftiger nach unten laufen kann.

Sie sehen, dass der Kurs über einem massiven Netz potenzieller Unterstützungen läuft. Aber dieses Netz reicht von 500 Euro bis hinunter auf 340 Euro. Da ist es immer möglich, dass die Aktie nicht gleich an der ersten der zahlreichen Unterstützungen dreht, sondern tiefer in diese Auffangzone eintaucht. Bei klar überkauften Kursen immer mal ein bisschen Geld vom Tisch zu nehmen und sich zugleich konsequent gegen den Fall abzusichern, dass es auch mal kräftiger abwärts geht, ist auch bei einer grundsätzlich starken Aktie wie ASML nie ein Fehler.

Chart vom 07.04.2021, Kurs 524,90 Euro, Kürzel ASML | Online Broker LYNX

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Ronald Gehrt, Chart- & Fundamentalanalyst | LYNX Börsenexperten
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Vorherige Analysen der ASML Aktie

„Selling on good news“ ist ein Phänomen, das am Aktienmarkt oft auftaucht. Die Anleger erwarten positive Nachrichten und kaufen deshalb bereits im Vorfeld. Sie hoffen darauf, dass andere Trader erst einstiegen, wenn die positiven Nachrichten auf dem Tisch liegen und wollen dann in die erneut steigenden Kurse hinein den Gewinn kassieren. Aber wenn zu viele vorgekauft haben, geht das schief, dann geht es mangels Käufern unverhofft ab- statt aufwärts. Bei der Aktie des Chipindustrie-Zulieferers ASML Holding hätte es ebenso kommen können. Aber es kam nicht so: Die Aktie erreichte im Zuge der am Morgen vorgelegten Ergebnisse des vierten Quartals neue Rekorde. Will denn hier niemand den Gewinn mitnehmen?

Offenbar nicht. Bereits am vergangenen Donnerstag kam es zu einem Ausbruch auf neue Hochs, basierend auf zwei zeitgleich erfolgten Kursziel-Anhebungen durch Analysten. Im Vorfeld von Bilanzergebnissen erscheint dergleichen gewagt, aber die vorgelegten Zahlen rechtfertigten die höheren Kursziele:

Der Gewinn stieg 2020 um beeindruckende 38 Prozent. Und daran hatte das vierte Quartal einen entscheidenden Anteil. Der Umsatz stieg zwischen Oktober und Dezember auf 4,24 Milliarden Euro und übertraf damit die unternehmenseigene Prognose (eine Range zwischen 3,6 und 3,8 Milliarden) und die Analystenprognose (im Schnitt 3,73 Milliarden) beeindruckend deutlich. Der Gewinn lag allein in diesem vierten Quartal bei 1,35 Milliarden Euro (Prognose 1,02 Milliarden). Zugleich wurde die Dividende für 2020 auf 2,75 nach 2,40 Euro angehoben.

Expertenmeinung: Diese Ergebnisse waren derart stark, dass es nicht überrascht, dass, wer womöglich im Vorfeld vorhatte, die Gelegenheit zum Ausstieg zu nutzen, dies bleiben ließ. Aber wenn man sich den Chart ansieht, stellt man fest, dass diese Aktie schon ziemlich heiß gelaufen wirkt. Seit Ende Oktober ist der Kurs sagenhafte 50 Prozent gestiegen, ist seitens der Markttechnik (hier im Chart der Stochastik-Oszillator) überkauft und nähert sich der oberen Begrenzung des mittelfristigen Aufwärtstrendkanals.  Die untere Begrenzung des Kanals, d.h. die mittelfristige Aufwärtstrendlinie, ist ca. 23 Prozent entfernt, die 200-Tage-Linie 28 Prozent.

Das ist ungewöhnlich, aber: Diese Bilanzzahlen sind es auch. Dass ein Zulieferer der immens konjunktursensiblen Chipindustrie derart stark durch das schwierige Jahr 2020 kam, in dem manch anderes großes Unternehmen massiv unter Druck geriet, beeindruckt die Akteure zu Recht. Und wenn die Analysten Recht behalten, wird die ASML Holding 2021 weiter steigende Gewinne vermelden, da liegen die Prognosen in einer Range um die +25 bis +30 Prozent.

Trotzdem wäre es unrealistisch davon auszugehen, dass die Hausse einfach wie ein Strich weitergehen wird. Jetzt, nachdem die „good news“ erst einmal auf dem Tisch liegen, könnten Gewinnmitnahmen jederzeit einsetzen, nicht zuletzt mit Blick auf die nahe, aktuell bei 467 Euro wartende obere Begrenzung des Trendkanals.

Wer kurzfristig und aggressiv agiert, könnte erwägen, einen Teil der Position in noch steigende Kurse hinein glattzustellen und den Rest knapp unterhalb der kurzfristigen, steilen Aufwärtstrendlinie bei momentan 415 Euro abzusichern. Wer hingegen gezielt mittel- und langfristig investiert, könnte sich die Gelassenheit leisten, einen Stopp unter die mittelfristige Aufwärtstrendlinie bei momentan 352 Euro zu legen und einfach am Ball zu bleiben.

Chart vom 20.01.2021, Kurs 453,15 Euro, Kürzel ASML | Online Broker LYNX

Bei stark gelaufenen Technologieaktien runzeln viele Investoren derzeit die Stirn, wenn es um die Frage geht, ob man da noch einsteigen könnte. Überzogene Kauforgien wie bei Tesla haben der gesamten Branche momentan den Ruf eines Pulverfasses mit brennender Lunte verpasst. Und bei so mancher Aktie dürfte diese Einschätzung auch stimmen. Und man hätte Recht damit, würde man dann noch skeptisch eine Augenbraue heben, ginge es um einen konjunktursensiblen Zulieferer einer ohnehin sehr konjunktursensiblen Branche, wie es bei der ASML Holding der Fall ist, einem niederländischen Spezial-Anlagenbauer, der für die Halbleiterindustrie produziert. Doch diese Aktie ist weder eine „Mode-Aktie“ unerfahrener Anleger noch gehört sie in die Kategorie der völlig überteuerten Gipfelstürmer.

Das Unternehmen beeindruckte mit starken Ergebnissen im zweiten Quartal. Der Umsatz stieg um 30 Prozent gegenüber dem Vorjahr, der Gewinn legte überproportional zu, auch dank einer starken Bruttomarge, die auf 48,2 Prozent gesteigert wurde. Der Auftragseingang lag zwar zwischen April und Juni mit 1,1 Milliarden Euro weit unter den 3,1 Milliarden des ersten Quartals. Aber das dürfte eine Konsequenz des europaweiten Stillstands über einen großen Teil dieses zweiten Quartals gewesen sein. Dass die ASML Holding im Zuge der Bilanz eine Umsatzperspektive zwischen 3,6 und 3,8 Milliarden Euro für das laufende dritte Quartal ausgab und die Gesamtjahresprognose, die zu Jahresbeginn und damit vor der Corona-Krise ausgegeben wurde, aufrechterhielt, macht deutlich: Hier läuft es auch bei Gegenwind.

Expertenmeinung: Die Bewertung über das Kurs/Gewinn-Verhältnis wäre auf Basis der durchschnittlichen Analysten-Gewinnschätzung mit ca. 41 nicht gerade billig, aber noch im Rahmen dessen, was man akzeptieren könnte, vor allem, wenn die Expertenprognosen sich als richtig erweisen würden, die im Schnitt mit einem Gewinnanstieg um 35 Prozent im kommenden Jahr rechnen. Was sich, das muss man indes immer betonen, jetzt aber noch in keiner Weise abschätzen lässt. Auch vom durchschnittlichen Experten-Kursziel her wäre der Einstieg eine Überlegung wert, denn das liegt derzeit um 340 Euro und somit noch ein gutes Stück über der aktuellen Notierung. Aber man sollte nie ohne einen genauen Blick auf das Chartbild urteilen.

Und da zeigt sich, dass man auf jeden Fall mit Vorsicht an die Sache herangehen muss. Denn momentan verteidigt die ASML-Aktie zwar eine entscheidende Unterstützungszone, konkret das alte Rekordhoch vom Februar bei 294,40 Euro und die 200-Tage-Linie bei aktuell 283 Euro. Aber das „bearish engulfing pattern“ vom vergangenen Donnerstag und das bärische Signal des Trendfolgeindikators MACD machen klar, dass die Aktie angeschlagen ist. Wer hier den Einstieg erwägt, sollte sich daher nicht zu sicher sein, dass der Kurs die Kurve nach oben kriegt. Und sollte die 200-Tage-Linie auf Schlusskursbasis fallen, könnten die oben genannten Argumente, die grundsätzlich für diese Aktie sprechen würden, schnell durch Leerverkäufe rein charttechnisch agierender Akteure überrollt werden. Ein Stoppkurs auf Schlusskursbasis unterhalb dieser 200-Tage-Linie wäre daher in jedem Fall sinnvoll, wollte man die derzeitige Konstellation zum Einstieg nutzen.

ASML Aktie: Chart vom 09.09.2020, Kurs 304,85 Euro, Kürzel ASML | Online Broker LYNX

Die holländische ASML Holding ist der Weltmarktführer für Lithographiesystem-basierte Produktionsanlagen für die Halbleiterindustrie. Und obgleich die Chipindustrie äußerst konjunktursensibel ist und die Weltwirtschaft in eine heftige Rezession mit ungewissem Ende gerutscht ist, konnte ASML seinen Umsatz in den Monaten April bis Juni gegenüber dem zweiten Quartal des Vorjahres deutlich steigern. Die am Mittwochmorgen vorgelegten Ergebnisse des zweiten Quartals 2020 waren auf den ersten Blick grandios und eine Bestätigung für diejenigen, die diese Aktie in den vergangenen Wochen weit über das vor dem „Corona-Crash“ geltende Allzeithoch hinaus auf neue Rekorde getragen haben. Auf den zweiten Blick jedoch nicht. Denn man darf nicht übersehen, dass Maschinen und Anlagen kein Retail-Geschäft sind. Diese Lithographie-Anlagen werden deutlich im Vorfeld geordert und nicht von der Stange gekauft. Wenn die ASML Holding im zweiten Quartal weit mehr umsetzte als im ersten Quartal und im zweiten Quartal 2019, bedeutet das nicht zwingend, dass das so weitergeht. Dazu müsste der Auftragseingang vergleichbar überzeugen. Und dass tat er, das war der erste Haken an dieser Bilanz, eben nicht. Im zweiten Quartal kamen Aufträge im Volumen von 1,1 Milliarden herein, im Vorquartal waren es noch 3,1 Milliarden gewesen. Das Auftragsbuch schmilzt also zusammen. Darüber hinaus, der zweite Haken, blieben der Umsatz und der Nettogewinn unter der durchschnittlichen Prognose der Analysten. Und dass nicht nur die, sondern auch die Anleger mehr erwartet hatten, zeigte sich an der Reaktion der Aktie auf das Zahlenwerk: Expertenmeinung: Die ASML Holding war gegen einen am Mittwoch stark anziehenden Gesamtmarkt der größte Verlierer im Euro Stoxx. Die Akteure erkannten also durchaus, dass die Zahlen zum zweiten Quartal ein Blick zurück waren, der keine Prognosekraft für die kommenden Quartale haben muss und machten erst einmal Kasse. Angesichts des vorangegangenen Sturmlaufs der Aktie dürfte das leichtgefallen sein, immerhin wurde das vorherige, im Februar markierte Rekordhoch davor um stattliche 20 Prozent überboten. Die Frage ist jetzt, ob es bei kurzen Gewinnmitnahmen bleibt oder aber der Kurs durch die unterbotenen Erwartungen deutlicher nach unten abdreht. Entscheidend hierfür wären drei Unterstützungen, die, würden sie alle fallen, das Ende der Super-Hausse bedeuten würden. Die erste dieser drei Supportlinien ist die untere Begrenzung des April-Aufwärtstrendkanals und mit 327 Euro bereits recht nahe am aktuellen Kurs. Darunter würden als weitere Auffanglinien die 20-Tage-Linie bei 310 Euro und das vorherige Rekordhoch von 294,40 Euro warten. Wenn das auch noch durchbrochen würde, wäre die Aktie wieder auf Tuchfühlung mit einer keineswegs zwingend rosigen Zukunft und könnte dann allemal auch bis an die momentan bei 268 Euro verlaufende 200-Tage-Linie durchgereicht werden … ein Szenario, das man dann auf der Long-Seite zweifellos nicht mitmachen möchte. ASML Holding Aktie Chart vom 15.07.2020, Kurs 330,85 Euro, Kürzel ASML | Online Broker LYNX Sie möchten täglich vor Börsenstart unsere Chartanalysen per E-Mail erhalten? Dann abonnieren Sie hier unseren Börsennewsletter mit aktuellen Börsennews.

ASML ist ein niederländischer Maschinenbauer und beliefert vor allem die Halbleiterindustrie.

Ganz einfach

Egal ob Hochleistungsrechner, autonomes Fahren, 5G, Künstliche Intelligenz, Biga Data, Gaming, Virtual Reality oder Medizintechnik: Überall setzt man auf sogenannte EUV Leiterplatten. Genau hier kommt ASML ins Spiel. Hergestellt werden die Halbleiter zwar von einer ganzen Reihe von Anbietern wie Intel oder Samsung. Die Lithographiesysteme für die Produktion dieser neuen Halbleiter-Generation fertigt einzig und allein ASML. Bei dem niederländischen Konzern brummte das Geschäft auch in der Vergangenheit, man erkennt aber ganz klar eine Beschleunigung.

Die Zukunft

ASML hat eine zentrale Position in einer ganzen Reihe von Zukunftstechnologien eingenommen. Die zuvor angesprochenen Themen sind in den letzten Jahren immer größer geworden, das dürfte aber erst der Anfang sein. Daher konnte ASML den Umsatz seit 2016 von 6,79 auf 11,82 Mrd. Euro steigern. Der Gewinn kletterte von 3,64 auf 6,15 Euro je Aktie. Der Kapitalbedarf ist für die Branche erstaunlich gering, der Cashflow stark, die Bilanz sauber. Man konnte sich neben dem enormen Wachstum sogar noch Aktienrückkäufe und eine Dividende leisten. Das muss man erstmal nachmachen.

Stark bleibt stark

Ich habe es zwar schon oft geschrieben, aber es lohnt sich, es immer wieder zu erwähnen: Starke Unternehmen bleiben stark, die schwachen bleiben schwach oder sterben. Das zeigt sich vor allem in Krisen. All die vermeintlich günstigen Unternehmen aus der Old Economy waren ein schlechtes Investment. Internetbasierte Geschäftsmodelle, IT und ähnliches sind gefragt wie nie. Das liegt nicht nur daran, dass Corona zu mehr Homeoffice und einer Verlagerung des Handels geführt hat. Es sind grundsätzlich die besseren Geschäftsmodelle: Wenig Kapitalbedarf, skalierbar, hochprofitabel. ASML hat das mit den jüngsten Quartalszahlen wieder bewiesen. Der Umsatz kletterte auf Jahressicht um 29% auf 3,33 Mrd. Euro. Das Ergebnis legte sogar um 58% auf 1,79 Euro je Aktie zu. Für das kommende Quartal erwartet man einen Umsatz von 3,6-3,8 Mrd. Euro und eine anhaltend hohe Marge. Von Krise keine Spur. Bisher wurde für das Gesamtjahr ein Gewinnsprung von 6,15 auf 7,06 Euro je Aktie erwartet. Das könnte noch zu wenig sein. Mit Blick auf all diese Tatsachen, ist es kein Wunder, dass die Aktie notorisch hoch bewertet ist. In den letzten Jahren pendelte das KGV weitgehend zwischen 30 und 50. Aktuell befinden wir uns am oberen Ende dieser Spanne. Rücksetzer sind Kaufkurse.

Chart

Kunden von LYNX können die Aktie unter dem Ticker ASML sowohl an der NYSE in USD, aber auch an der Heimatbörse in Euro handeln. Der folgende Chart ist in Euro. Die Aktie ist ein massiver Outperformer und notiert meist am Allzeithoch. Es ist aber auch klar ersichtlich, dass selbst ASML größere Korrekturen vollzieht. Für antizyklische Investoren wären zum Beispiel die Unterstützungen nahe 295 und 250 Euro interessant. Mehr als 10.000 Investoren & Trader folgen mir und meinen täglichen Ausführungen auf Guidants. Chart vom 15.07.2020 Kurs: 341 Kürzel: ASML - Wochenkerzen | LYNX Online Broker

Die ASML Holding ist ein niederländischer Maschinenbauer, der speziell die Halbleiterindustrie beliefert. Hier werden Hightech-Chip-Produktionsmaschinen gebaut, die sich ungebrochener Nachfrage erfreuen. Im Zuge der Bilanz zum dritten Quartal berichtete ASML von beeindruckend gestiegenen Auftragseingängen in Höhe von 5,1 Milliarden Euro, zugleich gelang es, die Bruttomarge von ohnehin schon beeindruckenden 43,0 auf 43,7 Prozent zu steigern. Die Analysten erwarten zwar für das Gesamtjahr 2019 „nur“ einen gegenüber 2018 gehaltenen bis minimal höheren Gewinn. Aber wenn man bedenkt, wie schwierig das Jahr für viele Chiphersteller und Zulieferer der Branche war, ist das eine außerordentlich starke Performance. Eine Performance, die sich auch im Aktienkurs niederschlägt, der seit Ende 2018 um über 90 Prozent zugelegt und am Dienstag einen neuen Verlaufsrekord von 266,70 Euro erreicht hat. Die Aktie scheint wie auf Schienen zu laufen, hatte die Trendintensität im August noch einmal deutlich erhöht und einen steileren als den vorbestehenden Aufwärtstrend etabliert. Dadurch entstand ein Aufwärtstrendkanal, zu dessen oberer Begrenzung bei derzeit 272 Euro noch Luft wäre. Trotzdem sollte man langsam vorsichtig werden, aus zwei Gründen: Expertenmeinung: In den Jahren zuvor war die Aktie recht parallel zu den steigenden Gewinnen gelaufen. Dadurch bewegte sich das Kurs/Gewinn-Verhältnis immer im Bereich zwischen 20 und 30, was angesichts des stetigen Wachstums nicht teuer war. Dadurch, dass die Gewinne in diesem jetzt endenden Jahr voraussichtlich aber nicht viel zulegen, läge das Kurs/Gewinn-Verhältnis derzeit um 45. Und das wäre nur zu rechtfertigen, wenn ASML das Wachstum in 2020 dynamisch wieder aufnehmen würde. Das hofft man, aber was das Jahr 2020 an Bedingungen für die Branche bringen wird, weiß in Wahrheit natürlich noch niemand. Der zweite Punkt, weshalb man als Long investierter Trader vorsichtig werden sollte, ist der „Gravestone Doji“, den die Aktie am Dienstag ausgerechnet nach einer kräftigen Rallye und auf Rekordhoch ausbildete. Das zeigt, dass Marktteilnehmer noch unterhalb der oberen Begrenzung des Trendkanals beginnen, Gewinne mitzunehmen. Solange die Kreuzunterstützung aus der unteren Begrenzung des August-Trendkanals und der die Rallye begleitenden 50-Tage-Linie im Bereich von aktuell 242/243 Euro hält, wäre ein Rücksetzer noch kein Beinbruch. Würde dieser Support indes brechen, kann es schnell an die mittelfristig relevante Auffangzone aus der 200-Tage-Linie, dem Juni-Hoch und der mittelfristigen Aufwärtstrendlinie im Bereich 202/211,50 Euro gehen. Daher wäre ein Stop Loss, knapp unter 242/243 Euro, der sukzessiv mit dem weiteren Ansteigen der 50-Tage-Linie und der August-Trendlinie nach oben nachgezogen wird, in jedem Fall zu überlegen. ASML Holding Aktie: Chart vom 17.12.2019, Kurs 262,75 Euro, Kürzel ASML | LYNX Online Broker