Börsenblick

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Aktuelle Analyse:
United Rentals: Hier ergibt sich eine enorme Lücke

United Rentals ist das weltweit größte Verleihunternehmen für Geräte und Werkzeuge und der absolute Marktführer in den USA mit mehr als 1.000 Standorten.

Das Angebot umfasst die komplette Ausrüstungspalette für Bau- und Industrie. Darunter Bagger, Kompressoren, Hubarbeitsbühnen, Kompaktladern, Gabelstaplern, Flurförderzeugen Werkzeuge und leichte Ausrüstung, Hochdruckreiniger, Wasserpumpen und Elektrowerkzeuge.

Eine Erfolgsgeschichte / Angst

Seit der Gründung im Jahr 1997 geht es mit United Rentals steil bergauf. Selbst heute ist die Branche in den USA noch stark fragmentiert. United Rentals hat in den USA einen Marktanteil von kaum mehr als 11%, ist aber bei weitem der größte Player der Branche. Die Nummer zwei ist Sunbelt mit 7% und HRI mit 3%.
Potenzial ist also vorhanden und das Wachstum ist erheblich.  Man kennt sich mit Übernahmen und deren Integration aus.  Kommt die Branche unter Druck oder wird es turbulent, greift man gerne zu. Das erfordert Mut, Weitsicht und ist für langfristige Anleger absolut wünschenswert. Wann sollte man sonst zukaufen?

United Rentals hat beispielsweise auch in der Finanzkrise mehrfach zugeschlagen. Aktuell ist man wieder auf Einkaufstour. In den letzten Monaten wurden BlueLine Rental für 2,1 Mrd. USD und Baker für 0,72 Mrd. USD übernommen.

Gemeinsam haben die drei Unternehmen zuletzt ein EBITDA von knapp 400 Mio. USD erwirtschaftet. Man hat insgesamt also einen Multiplikator von 7 gezahlt.
Darüber hinaus sind entsprechende Synergien zu erwarten, gerade in diesem Geschäft ist eine Integration relativ einfach. Die Angebotspalette kann an den neuen Standorten ausgeweitet werden und gleichzeitig kann der Maschinenpool der neuen Tochter besser genutzt und ausgelastet werden.

Das wirklich erstaunliche ist aber, dass die Leverage Ratio trotz der neuen Zukäufe in den letzten Jahren durchweg höher war, als derzeit. Man ist also keineswegs überschuldet.

Aktuelle Lage

Aber natürlich steigen die Schulden durch Übernahmen. Gerade in unruhigen Zeiten greift dann schnell Angst um sich und die Aktie wird doppelt und dreifach abgestraft: Für die Zukäufe selbst, durch den schwachen Gesamtmarkt und die Konjunktursorgen.

Die Zahlen selbst sind aber nach wie vor sehr gut. In den ersten neun Monaten stieg der Umsatz von 4,72 auf 5,74 Mrd. und das operative Ergebnis von 1,05 auf 1,39 Mrd. USD. Der Gewinn kletterte von 5,26 auf 9,34 USD je Aktie.

Ausblick und fundamentale Bewertung

In den letzten 11 Quartalen lag das Ergebnis durchweg über den Erwartungen und in diesem Jahr wurde die Prognose zweimal angehoben.

Für 2018 erwartet United Rentals einen Umsatz von 7,82 Mrd. USD, ein EBITDA von 3,82 Mrd. USD einen freien Cashflow von 1,3 Mrd. USD.

Das Ergebnis dürfte von 10,59 auf 13,70 – 16,20 USD je Aktie klettern. Im Folgejahr werden 17,35 – 18,95 USD erwartet.

United Rentals kommt im nahezu abgeschlossenen Geschäftsjahr also auf eine P/E 6,3 – 7,4 und eine forward P/E von 5,4 – 5,9.

In den letzten fünf Jahren lag der Wert durchschnittlich bei 13,7. Die markanten Tiefs von 2011 und 2015 wurden bei einer P/E von 10 und 6 markiert. Auch im Verhältnis zum erwarteten Gewinnwachstum von 10-12% erscheint die Bewertung attraktiv.

Charttechnik

Die Börse scheint das nicht im Geringsten zu interessieren, denn die Aktie fällt wie ein Stein. Doch ein Blick in den langfristigen Chart offenbart, dass es auch in der Vergangenheit immer wieder zu Übertreibungen gekommen ist. Anfang 2016 hatte die Aktie beispielsweise rund zwei Drittel an Wert verloren und die P/E war auf 6 gesunken. Anschließend ging es wenigen Monaten um mehr als 350% aufwärts.

Aus charttechnischer Sicht notiert die Aktie am unteren Ende der zentralen Unterstützungszone zwischen 100 und 110 USD. Dieser Bereich muss als Schlüsselstelle betrachtet werden, denn hier verlaufen zahlreiche bedeutende Supports. Für die Bullen geht es hier um alles.

Fällt die Aktie nachhaltig unter 100 USD, könnte es noch eine Etage tiefer gehen. Angst schlägt kurzfristig jede rationale Überlegung, daher sollte ein schrittweiser Einstieg erwogen werden. Weitere Anlaufpunkte auf der Unterseite liegen bei 96 und 90 USD sowie in der Supportzone bei 80 – 85 USD.

Chart vom 10.12.2018 Kurs: 100 Kürzel: URI – Wochenkerzen | LYNX Online BrokerChart vom 10.12.2018 Kurs: 100 Kürzel: URI – Wochenkerzen | LYNX Online BrokerChart vom 10.12.2018 Kurs: 100 Kürzel: URI – Tageskerzen | LYNX Online Broker

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