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Aktuelle Analyse:
TecDAX: Charttechnisch top … aber kann man dem Braten trauen?

22:8 war das Verhältnis der gestiegenen zu den gefallenen Aktien des TecDAX am Mittwoch. 1,41 Prozent Kursgewinn war das Endergebnis. Und damit schloss der technologielastige Index gerade einmal 0,3 Prozent unter dem bisherigen Jahres-Verlaufshoch, das am 30. April erzielt wurde (2.922 Punkte).

Ein klar bullisches Bild, das jedoch aus zwei Gründen mit ein wenig Vorsicht genossen werden sollte. Zum einen erscheint es gewagt, dass der Index ausgerechnet unmittelbar vor der Europawahl davonzieht, obwohl man eigentlich befürchten müsste, dass das Wahlergebnis für die EU kein günstiges werden würde, was letztlich auch für die Unternehmen der Eurozone zum Problem würde. Zum anderen steht der Kursanstieg auf weniger stabilen Füßen, als es das klar positive Verhältnis der gestiegenen zu den gefallenen Aktien suggeriert.

Denn es war vor allem eine Aktie, die die „Pace“ machte: Wirecard. Wirecard alleine machte 22 der 40 Punkte Kursanstieg des TecDAX aus, denn sie legte satte 5,86 Prozent zu und ist mit über 13 Prozent die mit Abstand am schwersten gewichtete Aktie des Index. Da geht bei so manchem Trader eine Augenbraue nach oben.

Expertenmeinung: Denn Index-Schwergewicht hin oder her, Wirecard ist derzeit eine sehr emotional gesteuerte, äußerst volatile Aktie, bei der in beide Richtungen nichts unmöglich ist. Dass sie zwar im DAX ein Fliegengewicht, im TecDAX aber die „schwerste“ Aktie ist, macht den Index sehr von einer momentan weniger als sonst berechenbaren Aktie abhängig.

Hinzu kommt, wie erwähnt, die Europawahl. Es wäre definitiv nicht ungewöhnlich, wenn große Adressen am Markt durch Käufe im Vorfeld eines solch kritischen Ereignisses einen Puffer schaffen wollen, um bei einer negativen Reaktion der Märkte zu verhindern, dass dadurch schlagartig wichtige Unterstützungen brechen und dies eine bärische Kettenreaktion auslöst. Was hieße, dass diese Käufe womöglich eine Art Prophylaxe für den Fall eines bärisch ausgelegten EU-Wahlergebnisses sein könnten.

Der Puffer zur mittelfristig entscheidenden Supportzone 2.700 bis 2.733 Punkte wäre jetzt geschaffen. Und sollte das eine maßgebliche Motivation dieser Rallye gewesen sein, wäre es gar nicht mal so überraschend, wenn der Versuch, den TecDAX über den Widerstand des bisherigen Jahres-Verlaufshochs bei 2.922 Punkten zu heben, nicht oder nur zaghaft unternommen würde. Und selbst wenn: Die große Abhängigkeit vom Wohl und Wehe der Wirecard-Aktie und die große Unbekannte Europawahl führen dazu, dass man diesem so bullisch wirkenden Braten besser nur bedingt über den Weg trauen sollte.

Chart vom 22.05.2019, Kurs 2.913,05 Punkte, Kürzel TDX | LYNX Aktienempfehlungen

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