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Indexanalyse:
TecDAX: Jetzt kommt Schwung in den Index. Gibt es ein „aber“?

Aktuelle Analyse des TecDAX Index

Als der deutsche Aktienmarkt im Oktober wieder Fahrt aufnahm, zog der TecDAX anfangs mit, blieb dann aber auffällig zurück, während der MDAX neue Rekorde markierte. Wochenlang lief der TecDAX seitwärts. Aber am 9. Januar begann das Eis zu brechen. Der Index lief aus der vorherigen Handelsspanne nach oben hinaus, testete deren obere Begrenzung bei 3.081/3.093 Punkten kurz und erfolgreich von oben und zieht seither dynamisch an. Schwergewichte wie Wirecard, Sartorius und SAP zogen kräftig an und rissen den Index mit. Aus charttechnischer Sicht könnte man jetzt konstatieren: „the sky ist the limit“, denn:

Über dem aktuellen Kursniveau des TecDAX wartet keine Hürde, die jünger als 19 Jahre wäre. Und während es bei Einzelaktien durchaus vorkommen kann, dass uralte Wendemarken noch eine Rolle spielen: Für einen Index gilt das nicht. Niemand hat heute noch eine Derivate-Position aus dem Jahr 2001, bei der er/sie darauf warten könnte, den Einstandspreis wiederzusehen. Hinzu kommt, dass dieser Ausbruch nach oben mustergültig abgelaufen ist, wie man im Chart auf Wochenbasis sehen kann:

Ein Ausbruchsversuch nach unten wurde genau auf Höhe der Unterstützung in Form der Hochs der Sommermonate 2019 abgefangen und in eine Rallye verwandelt, die gerade wegen dieser erfolgreichen Abwehr eines Abwärtsschubes genug Marktteilnehmer bewogen hat, es in der Gegenrichtung zu versuchen. Der Schwung der Verteidigung wurde effektiv für die „Attacke“ genutzt und der TecDAX nach oben aus der Trading-Range gehoben. Und auch, wenn der Stochastik-Oszillator als Repräsentant der schneller reagierenden markttechnischen Indikatoren auf Tages- ebenso wie auf Wochenbasis in der überkauften Zone rangiert, zwingend überhitzt wäre die Markttechnik noch nicht. Dieser Anstieg kann sich also fortsetzen. Jedoch … was wäre eine Analyse ohne ein „aber“:

Das setzt drei Dinge voraus. Erstens muss die viel schneller und weiter nach oben gelaufene Wall Street als „der“ Vorlagengeber des deutschen Aktienmarkts seine positive Tendenz beibehalten. Dort ist der Markt erheblich überkauft und kann jederzeit heftig korrigieren. Das würde den TecDAX mitreißen. Zweitens müssten die Rahmenbedingungen diesen Ausbruch nach oben bzw. dessen Fortsetzung rechtfertigen. Was erfordert, dass die jetzt langsam einlaufenden Bilanzen des vierten Quartals 2019 nebst den mitgelieferten Perspektiven der TecDAX-Unternehmen für 2020 befriedigend ausfallen müssten. Und drittens sollte der am Freitag absolvierte Abrechnungstermin an der Terminbörse besser nicht der Hauptgrund gewesen sein, warum ausgerechnet so viele Schwergewichte des Index zuletzt stark gelaufen sind. Denn sollten diese Käufe vor allem auf diesen jetzt absolvierten Termin ausgerichtet gewesen sein, müsste man einkalkulieren, dass ein Teil dieser Gewinne abverkauft wird.

Chart auf Wochenbasis vom 17.01.2020, Kurs 3.152,54 Punkte, Kürzel TDX | Online Broker LYNX Aktienempfehlungen

Würde keiner dieser drei potenziellen Fallstricke greifen, kann der TecDAX in der Tat noch weiterlaufen. Es wäre aber ratsam, für den „Fall der Fälle“ gewappnet zu sein, indem man laufende Long-Trades sinnvoll absichert. Dahingehend war dieser kurze Test der oberen Begrenzung der „alten“ Handelsspanne Anfang letzter Woche von Vorteil. Denn damit wäre auf Trading-Ebene bereits ein Argument für Gewinnmitnahmen bei Long-Positionen gegeben, wenn der Index das Wochen-Verlaufstief bei 3.075 Punkten sowie die heranlaufende, aktuell bei 3.068 Punkten notierende 20-Tage-Linie unterschreiten sollte.

Chart auf Tagesbasis vom 17.01.2020, Kurs 3.152,54 Punkte, Kürzel TDX | Online Broker LYNX Aktienempfehlungen

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