Börsenblick

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Aktuelle Analyse:
TecDAX: Widerstand zwecklos?

DAX und MDAX rutschten zum Wochenstart erneut auf neue Jahres-Verlaufstiefs, einzig der TecDAX hält sich noch wacker, wie es scheint. Dessen bisheriges Jahrestief, im April bei 2.406 Punkten markiert, ist noch immerhin drei Prozent entfernt.

Diese relative Stärke hat ihr Vorbild bei den US-Technologieindizes Nasdaq Composite und Nasdaq 100, wo man am Montag einem weiteren Abverkauf den entschlossensten Widerstand leistete. Die Frage stellt sich indes, ob dieser Widerstand beim TecDAX nicht womöglich zwecklos ist. Eines weiß man:

Es ist nur ein kleiner Schritt von kontrollierter Risikobereitschaft zu blankem Leichtsinn. Und gerade dort, wo die Volatilität ohnehin hoch ist und die Zahl eher unerfahrener Marktteilnehmer ebenso, kommt es oft zu den stärksten Gegenbewegungen innerhalb von Abwärtstrends, weil viele nur nach oben sehen, sich ausrechnen, wie äußerst die Gewinne wären, wenn eine Aktie „nur“ zurück an ihr Rekordhoch laufen würde.

Da sieht man gerne kurzlebige Stabilisierungen als Bodenbildung oder gar die Wende an. Das Bleigewicht an den Füßen einer Wende ist dabei, dass es wenig Grund gibt zu unterstellen, dass ein schief gehender BrExit, die parallele, zweite Zerreißprobe für die EU in Form der gegen die festgefahrenen Regeln opponierenden italienischen Regierung, vor allem aber der möglicherweise noch lange nicht am Siedepunkt angekommene Handelskrieg zwar die Blue Chips des DAX treffen sollte, nicht aber die vielen, relativen Leichtgewichte, die im TecDAX gelistet sind.

Daher wäre es sinnvoll, diesem so entschlossen vorgetragenen Widerstand gegen weiter abrutschende Kurse mit der nötigen Skepsis und Vorsicht gegenüber zu treten. Zumal die Bären ja auch noch da sind. Und für sie ist es gerade der TecDAX, der ein verlockendes Ziel darstellt, weil die charttechnische Konstellation dergestalt ist, dass man daraufsetzen könnte, dass er den anderen, größeren Indizes hinterher fallen könnte, wenn das oben genannte, bisherige Jahrestief durchbrochen wird. Dann hätten wir hier, was im DAX längst Realität ist:

Chart auf Wochenbasis vom 10.12.2018, Kurs 2.481,11 Punkte, Kürzel TDX | LYNX Online Broker

Eine vollendete Toppbildung in Form einer Schulter-Kopf-Schulter-Formation. Dass die nicht ganz formvollendet daherkäme, spielt keine entscheidende Rolle. Wichtiger noch: Diese Nackenlinie im Bereich 2.406/2.433 Punkte, die man in den Charts auf Tages- und Wochenbasis gleichermaßen nicht übersehen kann, schneidet sich in Kürze mit einer Parallele des noch aus dem Herbst 2011 stammenden Aufwärtstrends. Diese verläuft aktuell um 2.380 Punkte.

Vier Prozent bis zu einem massiven Short-Signal … es wäre überraschend, wenn sich die Short-Seller diese Chance entgehen ließen. Ob das schnell passiert oder noch ein paar Wochen dauert, ist nicht vorhersagbar. Aber erst, wenn der TecDAX die volatile Handelsspanne der letzten zwei Monate mit Schlusskursen über 2.736 Punkten nach oben verlassen und damit zugleich die dort verlaufende 200-Tage-Linie zurückerobert hätte, wären die Bären geschlagen. Bis dahin könnte es jederzeit zu dem kommen, was so viele momentan verbissen zu verhindern suchen: Zur Vollendung eines großen Topps im TecDAX.

Chart auf Tagesbasis vom 10.12.2018, Kurs 2.481,11 Punkte, Kürzel TDX | LYNX Online Broker

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