Börsenblick

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Aktuelle Analyse:
TecDAX: Drei „Inverted Umbrellas“ mahnen zur Vorsicht

So etwas sieht man wirklich selten: Nach dem kräftigen Abverkauf zum Ende der Vorwoche, eingeleitet durch einen Doji, wodurch insgesamt im Candlestick-Chart die Formation eines „Evening Star“ entstand, kam es am Montag zu einem „Bullish Harami“, der andeutete, dass der Abgabedruck vorerst schon vorbei sein könnte. Und in der Tat stieg der TecDAX seither drei Tage in Folge. Nur wie er stieg, sollte die Bullen zur Vorsicht mahnen. Denn seit Dienstag sehen wir drei sogenannte „Inverted Umbrellas“ in Folge: Dojis mit längerem oberen Docht.

Was bedeutet das auf Deutsch? Es bedeutet, dass der TecDAX zwar im Saldo zulegte, dass zeitweilige Anschlusskäufe aber jedes Mal wieder abverkauft wurden und der Index auf Eröffnungsniveau schloss. Da dabei jeweils ein Aufwärts-Gap (Kurslücke nach oben) entstand, bleibt im Saldo zwar ein Plus. Aber es ist eines der leblosen Art, gleich zum Handelsstart und nicht im Handelsverlauf entstanden. Die Kaufbereitschaft gleich zur Eröffnung löste sich also im Tagesverlauf in Nichts auf. Und das gleich dreimal hintereinander.

Es ist zwar kein haushohes Warnsignal wie es der Fall wäre, wenn diese drei „Inverted Umbrellas“ auch noch im Bereich der letzten roten Kerze vom Freitag entstanden wären (dann würde man diese Konstellation als „Falling Three Methodes“ bezeichnen). Aber diese „Blutarmut“ des Anstiegs ist dennoch etwas, das zur Vorsicht mahnen muss, wenn man hier auf ein Signal zum Long-Einstieg wartet oder aber bereits Long investiert wäre. Zumal sich das Ganze noch unterhalb der 20-Tage-Linie abspielt, deren Überwinden durch den Abverkauf der zeitweiligen, höheren Gewinne am Donnerstag verhindert wurde. Dieser Break könnte zwar grundsätzlich heute nachgeholt werden, aber:

Da könnte die heute anstehende Abrechnung an der Terminbörse eine große Rolle spielen. Insgesamt hatte das heutige Laufzeitende für Aktien- und Index-Optionen eine kurstreibende Wirkung. An der Wall Street mehr als hierzulande, aber wenn man sich überlegt, wie viele sehr negative Konjunkturdaten in den letzten Tagen auf den Tisch kamen (fatale US-Einzelhandelsumsätze im Dezember, steigende Erstanträge auf US-Arbeitslosenhilfe, ein die Prognosen verfehlendes deutsches Bruttoinlandsprodukt bei +/-0 im vierten Quartal und eine mit -4,2 Prozent massiv gefallene Produktion im deutschen verarbeitenden Gewerbe) darf man unterstellen, dass diese Terminbörsen-Abrechnung ihr Scherflein dazu beiträgt, den TecDAX zumindest „oben“ zu halten, bis diese Optionen abgerechnet sind.

Chart vom 14.02.2019, Kurs 2.564,02 Punkte, Kürzel TDX | LYNX Online-Broker

Noch wäre eine große Trendwendeformation in Form einer Schulter-Kopf-Schulter nicht vom Tisch, das sieht man gut im langfristigen Chart auf Wochenbasis. Die Bären hätten also weiterhin ihre Chance, den Sack zuzumachen, sofern es gelingt, den TecDAX signifikant aus der bis in den Herbst 2017 zurückreichenden Seitwärts-Spanne zwischen 2.400 und 2.735 Punkten nach unten heraus zu drücken. Dadurch würde ein massives, mittelfristig relevantes Short-Signal entstehen. Werden sie das negative Umfeld nutzen, um das zu erreichen? Das wird sich weisen, sobald dieser Abrechnungstermin kommende Woche kein Thema mehr ist. Um die Kuh aus Sicht der Bullen vom Eis zu bekommen, muss der Index aus dieser Spanne nach oben hinaus, klar über 2.735 Punkte und damit auch klar über die an der oberen Begrenzung der Handelsspanne wartende 200-Tage-Linie hinaus. Derzeit mäandert der TecDAX in der Mitte dieser Spanne vor sich hin. Aber die Wege zu den beiden Schlüsselzonen sind kurz: Ein starker Trendimpuls rückt definitiv näher!

Chart vom 14.02.2019, Kurs 2.564,02 Punkte, Kürzel TDX | LYNX Online-Broker

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