Börsenblick

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Aktuelle Analyse:
Siltronic: Hoffnung auf den Dreifach-Boden

Es ist ein Nervenspiel – eines mit völlig offenem Ausgang. Gelingt es, bei Siltronic einen dreifachen Boden zu vollenden und die Aktie damit zumindest wieder in die Mitte der Handelsspanne der letzten zwölf Monate zu tragen? Oder gelingt es den Leerverkäufern, diesen Boden zu durchschlagen und die ohnehin schon desaströse Performance der Aktie des Halbleiterindustrie-Zulieferers zum Jahresultimo noch zu verschlimmern? Würde man wissen, wie das bald endende vierte Quartal des Wafer-Herstellers verlaufen ist, wie man dort die Lage für die ersten Monate 2019 einschätzt, die Entscheidung würde entsprechend dieser Fakten fallen. Aber auch, wenn Siltronic zu den Unternehmen gehört, die relativ schnell ihr Zahlenwerk parat haben: Vor Ende Januar liegen diese Daten nicht auf dem Tisch. Aber bis dahin wird sich die Entscheidung, in welche Richtung der Ausbruch erfolgt, nicht schieben lassen. Also wird es die allgemeine Stimmungslage sein, die den Ausschlag geben wird, welches Lager entschlossener und mit höherem Kapitaleinsatz den Erfolg erzwingen kann. Was derzeit zumindest tendenziell für die Bären sprechen würde.

Expertenmeinung: Zwar gab es im Zuge der Berichterstattung zum dritten Quartal keine Zahlen oder Aussagen, die dafür sprechen würden, dass die Nachfrage nach Siltronics Wafern bereits nachlassen würde. Aber diese letzten Zahlen beleuchteten ja auch eine Zeitspanne, die mit Juli bis September mittlerweile weit zurückliegt. Und die Lage bei den Chipherstellern kann sich relativ schnell ändern. Einige hatte da schon im Zuge der letzten Bilanzen vorsichtig geklungen. Und wenn die Nachfrage nach Wafern dort nachlässt, wäre der Druck auf die Preise sofort da. Zumal die japanischen Konkurrenten von Siltronic die Produktionskapazität ausgebaut haben. Aber es sind eben die sehr starken Preise aufgrund des bis zum September zumindest noch ungebrochenen Nachfrageüberhangs, die für die Explosion von Siltronics Gewinnen entscheidend war. 40 Cent pro Aktie hatte das Unternehmen 2016 verdient. 2017 waren es auf einmal über sechs Euro, für 2018 rechnen die Analysten im Schnitt mit über zwölf Euro. Ebenso schnell, wie die Gewinne gestiegen sind, können sie aber auch fallen. Und in einem Umfeld, in dem man allgemein mit Sorge auf das weltweite Wachstum blickt, hätten die Bären den Vorteil, dass die Bullen – zumindest bis zur nächsten Bilanz – nicht imstande wären zu widerlegen, dass eben diese allgemeinen Konjunktursorgen berechtigt sind und Siltronic da unter den Betroffenen in der ersten Reihe stünde. So gesehen sollte man sich hier nicht zu früh freuen. Wenn es gelingen sollte, mit einem Schlusskurs über 90 Euro hinreichend deutlich aus der derzeitigen Bodenbildungszone nach oben auszubrechen, wäre die Chance da, dass mit einer Rallye auch die Stimmung besser wird und sich die Aktie bis in die Widerstandszone zwischen 107,75 und 117,05 Euro vorankämpft. Aber sollte dieser Boden mit Schlusskursen unter 66 Euro nach unten verlassen werden, wäre auf der Unterseite erst einmal nichts unmöglich.

Chart vom 13.12.2018, Kurs 74,76 Euro, Kürzel WAF | LYNX Online Broker

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