Börsenblick

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Aktienanalyse:
Siltronic: Befreiungsschlag oder auf dem Absatz kehrt?

Aktuelle Analyse der Siltronic Aktie

Wir hatten Anfang des Jahres darauf hingewiesen, dass die Prognose des Wafer-Herstellers Siltronic verdächtig ambitioniert daherkam. Denn die im Zuge des Nachfragebooms nach Wafern seitens der Chipindustrie nach oben geschnellten Wafer-Preise hatten Siltronic zwar eine zeitweise atemberaubende Gewinnmarge von 40 Prozent beschert. Aber dass man die würde halten können, wie es Siltronic kommunizierte, erschien mehr als fraglich.

Selbst wenn die Halbleiterindustrie nicht einbrechen würde: Die konkurrierenden Hersteller hatten ihre Kapazitäten ausgebaut, es war zu fürchten, dass das Angebot zunehmen und die Preise drücken würde. Und so kam es auch. Zuletzt lag die Perspektive der operativen Gewinnmarge noch bei 30 bis 35 Prozent. Warum sollte sich das ändern? Ende Juli wurde deutlich, wie heftig die Kombination aus Umsatz- und Margenrückgang wirkt. Der Gewinn, gerechnet als EBITDA, fiel im zweiten Quartal von 146 Millionen im Vorjahr auf 100 Millionen. Und noch war von Siltronic nicht zu hören, dass das bald endende dritte Quartal besser gelaufen wäre. Trotzdem stieg die Aktie zuletzt. Und das auch noch rasant – warum?

Weil Siltronic zu den zyklischsten und damit volatilsten Aktien am deutschen Markt gehört. Damit wird sie zum Spielball kurzfristiger Trader, die von der hohen Volatilität der Aktie angezogen werden wie die Motten vom Licht. Binnen zwei Wochen war der Kurs um 25 Prozent nach oben geschnellt. Prozentual äußerst, vor allem, weil es keine neuen Nachrichten gab. Aber der Chart zeigt: Für eine Aktie wie Siltronic sind solche Impulse schon fast normal. Und sie erwiesen sich in den vergangenen Monaten immer wieder als kurzlebig, egal in welche Richtung es ging. Wird das diesmal anders?

Expertenmeinung: Das wäre dann denkbar, wenn es dem bullischen Lager gelänge, die Aktie über die durch die 200-Tage-Linie verstärkte Widerstandszone 74,25/75,92 Euro zu heben. Aber dass das so einfach nicht wird, belegte der Donnerstag. Siltronic vollzog knapp unter dieser Widerstandszone einen Intraday-Turnaround nach unten. Und das bei klar überkauften markttechnischen Indikatoren, die Trader mit Long-Positionen zum Ausstieg animieren könnten. Gut möglich also, dass die Reise jetzt ebenso dynamisch wieder in die Gegenrichtung geht. Denn solange sich an der düsteren Konsens-Prognose der Analysten, die für das laufende Jahr mit einem Gewinn pro Aktie von nur noch 7,40 Euro nach 12,60 Euro im Vorjahr rechnen, nichts ändert, ist der Weg nach oben steinig.

Was auch dann gälte, wenn der Break über diese Zone 74,25/75,92 Euro gelingen sollte. Die Aktie könnte dann zwar bis zur nächsten markanten Hürde bei 93,75 Euro vordringen, aber auch jederzeit auf diesem Weg wieder abdrehen. Anders wäre es, wenn sich Siltronics Perspektive klar aufhellen würde. Aber dazu müsste es zu einer deutlichen und glaubwürdigen Verbesserung der Lage beim Hauptproblem der Weltwirtschaft kommen: beim Handelskrieg der USA mit China. Und das nicht nur in den Köpfen der Trader, sondern faktisch am Verhandlungstisch. Was bislang ein frommer Wunsch bleibt.

Chart vom 12.09.2019, Kurs 69,58 Euro, Kürzel WAF | Online Broker LYNX Aktienempfehlungen

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