Börsenblick

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Aktuelle Analyse:
Siltronic: Bodenlos – aber warum?

Wenn man sich den Chart des Wafer-Herstellers Siltronic im langfristigen Zeitraster auf Wochenbasis ansieht, hat dieser Kurseinbruch der Aktie durchaus ein charttechnisches Fundament. Nach der Vollendung der breiten Toppbildung durch den Bruch der unteren Wendepunkte der Formation in der Zone zwischen 107,75 und 113,45 Euro versuchte das naturgemäß schrumpfende Lager der Bullen, diese Zone zurückzuerobern, wochenlang.

Als das Anfang Oktober danebenging, verkauften zum einen diejenigen, die auf die signifikante Vollendung der Toppbildung hin reagierten … und zugleich diejenigen, die wochenlang immer wieder auf der Käuferseite standen und da erkennen mussten, dass ihre Mühe vergebens und der Weg nach unten frei war. Und man sieht in diesem langfristigen Chart auch, wo das nächste Kursziel der Bären läge, nachdem das erste Ziel bei 94,50 Euro durchbrochen werden konnte:

Im Bereich 69/72 Euro, wo sich im Frühjahr und Sommer 2017 mehrere Wendemarken zu einer Unterstützungszone formiert haben. Und nicht einmal diese Zone müsste zwingend halten, denn die Bären haben derzeit erheblichen Rückendwind. Der Grund:

Expertenmeinung: Nachdem es monatelang vor allem ein allgemeines Unbehagen war, das viele Investoren umtrieb, weil ihre Befürchtung, der Höhepunkt der Wachstumsphase der Halbleiterindustrie sei überschritten, noch unbelegt war, folgte ein erster Beweis am Dienstag. Da gab der österreichische Chiphersteller AMS im Zuge seiner Bilanz zum dritten Quartal eine schwache, ernüchternde Perspektive.

Die AMS-Aktie brach daraufhin extrem ein, verlor gegenüber dem Montags-Schlusskurs bis Mittwochabend um die 35 Prozent – und riss die gesamte Halbleiterbranche mit in die Tiefe, auch den Wafer-Hersteller Siltronic, denn dass die Gewinne von Zulieferern wie Siltronic besonders empfindlich auf eine Wende in der Chip-Konjunktur reagieren, weiß man.

Hinzu kam, dass die Marktteilnehmer erkannten, dass die Analysten das offenbar auch so sehen. Denn kaum war diese schwache Perspektive von AMS bekannt, kam am Dienstag auch noch die Crédit Suisse und senkte das Kursziel für Siltronic radikal von 190 auf nur noch 106 Euro. Dass dieses vorherige Kursziel von 190 Euro nicht gerade von einer aktuellen Analyse stammen konnte und das neue Ziel mit 106 Euro dennoch weit über dem aktuellen Kurs lag, half da wenig.

Man registrierte gesenkte Daumen bei den ersten Experten und verkaufte. Am Dienstag ging es bereits rapide abwärts, gestern kam ein Minus von 9,04 Prozent hinzu. Und angesichts dieser derart auf den Kopf gestellten Stimmungslage in Bezug auf die Halbleiterunternehmen und ihre Zulieferer muss auch der Bereich 69/72 Euro daher, unbenommen jederzeit möglicher Gegenreaktionen, keineswegs das Ende der Abwärtsbewegung darstellen.

Chart vom 24.10.2018, Kurs 77,66 Euro, Kürzel WAF

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