Börsenblick

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Aktuelle Analyse:
Siltronic: War es das mit der Wende?

Als am 15. Februar die Optionen mit Februar-Termin abgerechnet wurden, hatte die Aktie des Halbleiterindustrie-Zulieferers Siltronic schon Tuchfühlung zur 100 Euro-Marke und der sich diesem Level von oben nähernden 200-Tage-Linie aufgenommen. Die Wende schien greifbar, zumal der Wafer-Hersteller bereits Ende Januar vorläufige Bilanzdaten und eine höchst verhaltene Perspektive für das erste Quartal abgeliefert hatte und es schien, als würden die Marktteilnehmer das gelassen zur Kenntnis nehmen.

Doch kaum war diese Terminbörsen-Abrechnung des Februars vorbei, war auf einmal der Wurm drin. Und obgleich nach den vorläufigen Ergebnissen Ende Januar keine großen Überraschungen mehr auftauchten, als Siltronic am 5. März mit der endgültigen Bilanz und einer etwas weiter reichenden 2019er-Perspektive daherkam, reagierten die Akteure auf einmal doch negativ.

Es ist zu vermuten, dass da die nächste Terminbörsen-Abrechnung, die am Freitag für die Optionen mit März-Laufzeit über die Bühne ging, ebenso eine Rolle spielte wie der Umstand, dass sich manch ein Investor nur schwer mit der Erkenntnis abfinden mochte, dass Siltronic vorsichtig andeutete, dass es mit den rasant steigenden Gewinnen der letzten zwei Jahre erst einmal vorbei sein könnte. Was zu ignorieren leichter fällt, wenn die Aktie einfach weiter zulegt, so wie es im Februar der Fall war. Jetzt aber sieht das Chartbild anders aus:

Expertenmeinung: Siltronic ist im Zuge der Reaktion auf die 2018er-Bilanz am 5. März an der 20-Tage-Linie nach unten abgewiesen worden und hat dabei ein „bearish engulfing pattern“ ausgebildet, das durch die Abschläge des Folgetages in seiner negativen Aussage bestätigt wurde. Seither ließen sich die Bullen nicht mehr blicken.

Dass der Kurs am Freitag anfänglich deutlich nachgab und die Verluste zum Handelsende wieder eingrenzen konnte, dürfte, da die Aktie „verdächtig“ nahe an einem Strike-Price am Optionsmarkt (80 Euro) schloss, auf eben diese Abrechnung zurückzuführen sein. Denn jetzt beginnen auf einmal auch die Analysten, die Daumen zu senken. Seit dieser Jahresbilanz haben mehrere Analysehäuser ihre Kursziele gesenkt. Und die UBS, die Siltronic bislang noch nicht beobachtet hatte, startete diese Beobachtung der Aktie am Freitag mit einem Kursziel von 65 Euro und der Einschätzung „Verkaufen“.

Dass der Kurs da zunächst durchsackte, war verständlich. Und es wäre gut möglich, dass die Reduzierung der Verluste im Zuge dieser Terminbörsen-Abrechnung des Freitags kurzlebig bleibt, denn die Argumentation derer, die da den Daumen senken, ist durchaus schlüssig:

Siltronics Gewinne sind von der derzeit ungewöhnlich hohen Gewinnmarge abhängig. Und die kann schnell und deutlich unter Druck geraten, wenn die Kundschaft, sprich die Chiphersteller, nur den geringsten Gegenwind verspüren. Die Hoffnung auf die große Wende der Aktie nach oben dürfte damit erst einmal vom Tisch sein. Erst ein Anstieg über die zuletzt bei 102,60 Euro verlaufende 200-Tage-Linie würde ein solches Signal generieren: Kurzfristig ist Siltronic weiterhin noch als bärisch einzustufen.

Chart vom 15.03.2019, Kurs 79,90 Euro, Kürzel WAF | LYNX Aktienempfehlungen

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