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Aktuelle Analyse:
Salzgitter: Eine ganz knifflige Geschichte!

Der Umsatz des Stahlkonzerns Salzgitter war 2017 und 2018 gestiegen, auch in diesem Jahr rechnet der Vorstand mit einem leichten Zuwachs. Hinzu kam 2018 ein Anstieg des Gewinns, auch das gelang mehrere Jahre hintereinander. Eigentlich müsste der Blick auf den Chart also einen Aufwärtstrend zeigen. Aber er zeigt ganz im Gegenteil ein Bild des Elends und eine Aktie, die kurz davorsteht, das Tief vom Sommer 2016 bei 22,50 Euro zu durchbrechen und in der Folge auf Dreijahrestiefs abzurutschen. Wie ist das möglich?

Basis dieses Abstiegs, der den Kurs der Aktie seit ihrem mehrjährigen Hoch Anfang 2018 mehr als halbierte, war zunächst der US-Handelskrieg mit den damit verbundenen Strafzöllen, auch, wenn Salzgitter davon nur mäßig betroffen ist. Aber es ist auch die Befürchtung eines weiterhin nachlassenden Wachstums, womöglich einer rezessiven Entwicklung der Weltwirtschaft, die auf den Kurs drücken, denn kaum eine Branche ist konjunktursensibler als die Stahlbranche. Salzgitter selbst spricht von einer „labilen Konjunkturlage“, kein Wunder also, dass die Anleger hier Angst haben, sich die Finger zu verbrennen, zumal Salzgitters eigene Gewinnprognose für 2019 sehr deutlich unter dem Gewinn des Jahres 2018 liegt. Aber:

Expertenmeinung: Wenn so viele mit dem Schlimmsten rechnen, entsteht daraus auch wieder eine Chance. Während man bei anderen von einer weiteren Abschwächung betroffenen Branchen wie z.B. Automobilen oder Konsumgüterherstellern immer wieder in Schwächephasen einsteigt, scheint man bei Salzgitter doch schon sehr nahe daran zu sein, das „worst case“-Szenario eingepreist zu haben.

Wenn zu viele eine Meinung vertreten, wie in diesem Fall eine negative, können einer Aktie die Verkäufer ausgehen, jede positive Nachricht starke Reaktionen nach oben hervorrufen, allein, wenn es zu Eindeckungen der Leerverkäufer käme. Aber das heißt nicht, dass damit zwangsläufig der Boden erreicht wäre. Die vorstehende Überlegung war grundsätzlich auch schon Anfang des Jahres richtig, hat sich auch in einer markanten Gegenbewegung niedergeschlagen … aber am Freitag notierte die Aktie tiefer als im Januar.

Ohne ein klares Signal der Charttechnik im Rücken wäre man mit Long-Trades auf dünnem Eis unterwegs. Und so verlockend das niedrige Kursniveau der Aktie auch sein mag: In solchen Situationen fährt man besser, wenn man lieber deutlich über dem Tief, dafür aber mit einer tauglichen Basis für Stoppkurse einsteigt. Und noch haben die Bären das Heft fest in der Hand, könnten den Abstieg mit dem Bruch des Tiefs vom Sommer 2016 bei 22,50 Euro noch einmal intensivieren.

Derzeit wäre ein tauglicher Trigger für eine Wende der Break über die 200-Tage-Linie. Die scheint zwar mit derzeit 29,60 Euro weit entfernt zu sein, aber die Linie fällt zügig, kommt also Schritt für Schritt näher. Noch gibt es zur Short-Seite keine Alternative … aber diese 200-Tage-Linie sollte man im Auge behalten!

Chart vom 14.06.2019, Kurs 22,99 Euro, Kürzel SZG | LYNX Aktienempfehlungen

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