Aktuelle Analyse:
MDAX: Die Hausse der Leichtfertigen … wie lange geht das gut?

Unser Chart auf Monatsbasis zeigt den MDAX seit Beginn der großen Hausse von gut zehn Jahren. Sie sehen: Es war knapp zur Jahreswende, es hätte nicht viel gefehlt, dann hätte der Index die wichtige Supportzone 21.500/22.000 Punkte durchschlagen. Und die charttechnisch orientierten Trader hätten ihre Short-Exposition verstärkt, immerhin wäre dann Abwärtspotenzial bis zur übergeordneten Aufwärtstrendlinie bei 17.500 Punkten freigesetzt worden. Jetzt hingegen strebt der deutsche „Index der zweiten Reihe“ seinen bisherigen Rekordhochs, 2018 bei 27.525 Zählern markiert, zu. Ein Wunder?

Man könnte es denken, denn seit der Index im Kielwasser der US-Börsen unmittelbar vor dem Jahresende drehte, haben sich die Rahmenbedingungen nicht verbessert. Die Chance, dass der „BrExit“ mit einer klaren Regelung mit der EU vollzogen wird, ist nicht größer geworden.

Die Verhandlungen der USA mit China ziehen sich hin, müssen keineswegs gut ausgehen. Und im Weißen Haus macht man bereits sehr deutlich, dass die EU danach dran ist und man diese nicht mit Samthandschuhen anfassen wird. Das Wachstum ist weiterhin gering, gefährlich nahe an der Grenze zur Rezession. Und fast alle Quartalsergebnisse des 60 Aktien umfassenden Pools der MDAX-Unternehmen stehen noch aus. Was also trägt diese Super-Rallye?

Ein Wunder sicherlich nicht, sondern Hoffnung und Charttechnik. Und die Vorlage der US-Börsen, aber auch die dortige Rallye lebt ja ausschließlich von Hoffnungen und technisch basierten Käufen nach dem Überwinden von Widerstandslinien.

Also stehen letzten Endes die bullischen Trader im Verein mit leichtfertigen Marktteilnehmern, die die Rahmenbedingungen einfach ignorieren, gegen diejenigen, die bei dieser Rallye ohne Fundament die Hände über dem Kopf zusammenschlagen. Aber Letztere sind diejenigen, die entweder nicht zum Zug kommen oder sich, wenn sie sich auf der Short-Seite ins Getümmel stürzen, blutige Nasen holen.

Denn was die Charttechnik angeht, passt bislang alles. Und so lange das so bleibt, werden vor allem die computergesteuerten Handelsprogramme der großen Akteure stur Long bleiben. Was kann diese Rallye also überhaupt stoppen?

Das ist kaum vorhersehbar. Es müsste zu entsprechenden charttechnischen Verkaufssignalen kommen. Zu denen es aber nicht einmal zwingend kommen muss, wenn ein unvorhergesehen negatives Ereignis die Bullen nervös macht, denn das könnte sie dazu anspornen, die laufende Rallye nur umso entschlossener zu verteidigen, indem sie einen Selloff aufkaufen.

Auch einzelne, schwache Quartalsbilanzen müssen nicht ausreichen, da müsste es dann schon zu einer Flut an negativen Ergebnissen und, vor allem, bärischen Perspektiven für das laufende Quartal bzw. für das Gesamtjahr kommen. Aber kann man sich deshalb beruhigt zurücklehnen? Besser nicht, denn:

Es sind vermutlich so viele Akteure dabei, die sich der Gefahr eines „Sudden Death“ der Rallye nicht bewusst sind, dass es gerade deswegen dazu kommen kann. Und sollten vitale Chartmarken fallen, hätten die charttechnisch orientierten Trader ebenso wie die computergesteuerten Handelsprogramme der großen Adressen kein Problem damit, auf dem Absatz kehrt zu machen und auf die Short-Seite zu wechseln. Aber damit haben wir auch des Pudels Kern am Wickel: die Charttechnik.

Chart auf Wochenbasis vom 23.04.2019, Kurs 26.038,47 Punkte, Kürzel MDAX | LYNX Aktienempfehlungen

Bislang passt dort wie gesagt alles. Höhere Zwischenhochs und höhere Zwischentiefs und ein Index über 200-Tage-Linie und 20-Tage-Linie: Der Aufwärtstrend ist tadellos in Schuss. Aber wenn genau das nicht mehr der Fall wäre, würden viele derer, die derzeit stur Long sind, umgehend die Segel streichen. Und die Zone, auf die es ankommt, ist sehr gut fixierbar.

Sie sehen es im Chart auf Tagesbasis: Beginnend mit den letzte Woche überwundenen Tiefs der Halbjahreswende 2018 bei 25.463 Punkten bis hinunter an die 200-Tage-Linie bei 24.725 Zähler reicht eine kurz- wie mittelfristig entscheidende Unterstützungszone. Wenn die fällt, ist es höchste Zeit, die Long-Gewinne mitzunehmen. Dementsprechend ließe sich diese Welle des ziemlich blauäugig angehauchten Optimismus durchaus weiter mitsurfen, solange die Positionen knapp unterhalb dieser Zone konsequent abgesichert sind.

Chart auf Tagesbasis vom 23.04.2019, Kurs 26.038,47 Punkte, Kürzel MDAX | LYNX Aktienempfehlungen

Wir beobachten für sie regelmäßig die interessantesten Aktien im morgendlichen LYNX Börsenblick mit unseren täglich aktuellen Aktienempfehlungen. Wenn wichtige charttechnische Entscheidungen fallen, verpassen Sie also nichts!

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