Börsenblick

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Indexanalyse:
MDAX: Wird das wirklich ein oberer Wendepunkt?

Aktuelle Analyse des MDAX Index

Wird das wirklich ein oberer Wendepunkt? Die chart- und markttechnische Konstellation wäre ja eigentlich perfekt dafür. Der MDAX war am Freitag in die Widerstandszone der Hochs von Ende April und Ende Juli hineingelaufen (26.215/26.405 Punkte), hatte dort aber nur einen Doji geschafft. Das heisst,  Eröffnungs- und Schlusskurs lagen nahe beieinander, der Sprung in diese Zone hatte keine ernsthaften Versuche ausgelöst, diese auch nach oben zu durchbrechen. Zugleich hatten die markttechnischen Indikatoren auf Tagesbasis einen überkauften Level erreicht, hier im Chart dazu der Stochastik-Oszillator. Was fehlte, wäre ein Anlass gewesen, um die Bären in Marsch zu setzen bzw. Gewinnmitnahmen auszulösen. Und der kam prompt:

Die Anschläge auf die saudischen Raffinerien am Wochenende hatten den Ölpreis am Montag senkrecht nach oben getrieben. Ein Anstieg von gut über zehn Prozent, das würde sich, sofern sich dieses höhere Ölpreis-Niveau verstetigen sollte, deutlich negativ in den Kosten vieler Unternehmen niederschlagen. Aber auch, wenn der MDAX unter den großen deutschen Indizes am Montag den stärksten Abschlag verzeichnete:

Mit 1,07 Prozent fiel das Minus nicht so deutlich aus, dass man das bereits als klares Signal einer Abwärtswende sehen könnte. Auch nicht, wenn man in die Candlestick-Kerzen der letzten Tage durchaus einen „Abendstern“, eine potenziell bärische Wendeformation, hineininterpretieren könnte. Was müsste passieren, damit das bärische Lager die Wende als gelungen ansehen dürfte?

Expertenmeinung: Dazu müssten die Abgaben durch diese neue Handelswoche hindurch weitergehen. Erst, wenn der MDAX heute erneut nachgibt, wäre der „Abendstern“ als negatives Signal bestätigt. Und erst, wenn der Index tatsächlich trotz der morgen Abend anstehenden US-Notenbankentscheidung und des am Freitag folgenden Abrechnungstermins der Optionen und Futures an der Terminbörse klar unterhalb dieser am vergangenen Freitag „angerissenen“ Widerstandszone 26.215/26.405 Punkte bleiben würde, wäre eine gute Chance gegeben, dass er an das untere Ende der seit Frühjahr geltenden Seitwärtsrange im Bereich um 24.500 Punkte heranläuft.

Dass die Messe für die Bären noch keineswegs gelesen ist, basiert auf den zuletzt deutlich erkennbaren Bemühungen der großen Akteure am Terminmarkt, diese am Freitag anstehende Abrechnung am oberen Ende der Handelsspanne der letzten Monate zu vollziehen. Um das zu erreichen, pflegen diese großen Akteure normalerweise einiges an Entschlossenheit und Kapital aufzuwenden. Um deren Pläne zu brechen, reicht das Minus des Montags noch nicht aus.

Erst, wenn die Verkäufe intensiver werden und die Hoffnung damit platzt, dass der Aktienmarkt angesichts des Ölpreis-Sprungs gelassen bleibt, wäre der Gedanke an spekulative Short-Trades sinnvoll. Es sollte zumindest die aktuell bei 25.620 Punkten verlaufende und leicht steigende 20-Tage-Linie gefallen sein. Solange der MDAX über dieser nächstgelegenen Unterstützung bleibt, hätte er noch jederzeit die Chance, über die Bremszone 26.215/26.405 Punkte hinaus davon zu ziehen.

Chart vom 16.09.2019, Kurs 25.976,37 Punkte, Kürzel MDAX | Online Broker LYNX Aktienempfehlungen

 

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