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Indexanalyse:
MDAX: Neues Hoch … oder Absturz auf einer Leiter ohne Sprossen

Aktuelle Analyse des MDAX Index

Der MDAX war seinem am 23. Januar 2018 bei 27.525,23 Punkten erzielten, bisherigen Rekordhoch gestern bis auf 22,5 Punkte nahegekommen. Mit dem Tageshoch des Dienstags bei 27.502,72 Punkten fehlten nur noch knapp 0,1 Prozent bis zur letzten charttechnischen Hürde. Aber ausgerechnet dort, so nahe an diesem Ziel, drehte er im Tagesverlauf wieder ab, brachte am Ende nur noch ein Plus von 0,2 Prozent auf 27.294,28 Punkte ins Ziel. Der Großteil der Gewinne wurde also abverkauft. Ausgerechnet an einem Punkt, der für das bärische Lager, so dezimiert es momentan auch noch sein mag, eine perfekte Gelegenheit wäre, um die Bullen heftig in die Bredouille zu bringen. Aus zwei Gründen:

Zum einen ist der MDAX aus markttechnischer Sicht jetzt besonders verwundbar. Auf Wochenbasis ist der Stochastik-Oszillator mittlerweile in der überkauften Zone angekommen. Was natürlich auch für die Tages-Ebene gilt. Zugleich ist auf Tagesbasis aber auch der Relative Stärke Indikator (RSI), den wir im Tageschart mit eingeblendet haben, recht weit in den Überhitzungsbereich über 70 hineingelaufen. Das passiert nicht allzu oft und mündet über kurz oder lang in eine Korrektur. Um „lang“ statt „kurz“ daraus zu machen, müssten die Käufer jetzt dranbleiben und den Index über das bisherige Rekordhoch ziehen. Und hoffen, dass das nicht erst recht Verkäufe, sondern im Gegenteil Anschlusskäufe nach sich zieht. Nur:

Momentan scheint der Optimismus ins Wanken zu geraten. Der Ausbruch müsste daher diejenigen überzeugen, die derzeit darüber nachdenken, auszusteigen. Sie erkennen die Zunahme der Zweifler in den Candlesticks auf Tagesbasis. Am Freitag brach der Index aus einer kurzen Seitwärtskonsolidierung aus, doch das war mit einem „Umbrella Doji“ verbunden. Nicht negativ eigentlich, aber ein Indiz, dass die Käufer sich gegen Abgabedruck zu wehren hatten. Es folgte am Montag ein „Long Legged Doji“. Dessen langer oberer Docht machte deutlich, dass nahe dem Rekordhoch Gewinnmitnahmen aufkommen, der Ausbruch nicht einfach würde. Es blieb am Montag nur ein kleines Plus zum Handelsende … und der „Inverted Umbrella“ des Dienstags, fast schon ein „Gravestone Doji“, unterstrich erneut, dass der Weg steiniger geworden ist. Da muss jetzt erfolgreich Überzeugungsarbeit geleistet werden. Und das geht ausschließlich über massive Käufe, die Abgabewillige einfach wegdrücken, denn:

Was die Rahmenbedingungen angeht, steht diese Rallye auf einer Leiter ohne Sprossen. Das insofern, als man seit Monaten auf Basis von Hoffnungen kauft, die zwar den Index eine Sprosse nach der anderen klettern lässt. Aber da diese Hoffnungen sich bislang nicht erfüllen, sondern nur durch das dauernde Verschieben von Entscheidungen bzw. das Schönfärben von Konjunkturdaten erhalten bleiben, kann man sich das bildlich vorstellen, als würde den Bullen mit jeder neuen erklommenen Sprosse die vorherige von der Realität wieder entfernt. Was, um beim Bild zu bleiben, hieße: Ein Schritt zurück könnte leicht zu einem für die meisten dann völlig unverhofften Absturz werden.

Chart auf Wochenbasis vom 19.11.2019, Kurs 27.294,28 Punkte, Kürzel MDAX | Online Broker LYNX Aktienempfehlungen

Die charttechnisch derzeit wichtigste Unterstützungszone wird durch die drei vorherigen Topps des Jahres gestellt. Aber die wartet erst im Bereich 26.215 zu 26.404 Punkte. Für spekulativere Long-Trades eine unerfreulich große Distanz, so dass aggressive Trader sich hinsichtlich einer Absicherung eher an der am Dienstag bei 26.765 Punkten verlaufenden 20-Tage-Linie orientieren könnten. Und dass eine konsequente Absicherung jetzt absolut zwingend wäre, dürfte mit Blick auf diese Charts des MDAX unstrittig sein.

Chart auf Tagesbasis vom 19.11.2019, Kurs 27.294,28 Punkte, Kürzel MDAX | Online Broker LYNX Aktienempfehlungen

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