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Aktienanalyse:
LVMH: Der Tiffany-Deal wankt … und die Anleger sehen es (noch) positiv

Aktuelle Analyse der LVMH Aktie

Vereinbart war die Übernahme des US-Luxusgüterunternehmens Tiffany & Co. durch den französischen Luxusgüter-Konzern LVMH zwar, aber noch nicht endgültig abgewickelt. Was im Prinzip die Möglichkeit bietet, die Sache noch nachzuverhandeln. Genau das hat Louis Vuitton Moet Hennessy, kurz LVMH vor, weil man die Perspektive von Tiffany im Zuge der Folgen der Corona-Krise und der Unruhen in US-Großstädten anders bewertet. Doch die Sache hat einen Haken:

LVMH hat einen Kaufpreis von 135 US-Dollar pro Tiffany-Aktie vereinbart, das ist eine Menge Holz. Die Aktie schoss zwar, als dieser Deal im Herbst ruchbar wurde, genau dorthin, aber der Kurs hatte zuvor lange in einer Range zwischen 80 und 100 US-Dollar gelegen. Diese 135 US-Dollar pro Aktie dürfte LVMH jetzt verständlicherweise wie ein Kloß im Hans sitzen, aber einfach aus dem Deal auszusteigen wird nicht gehen. Denn nur Tiffany hätte diese Option, gegen eine Zahlung von 575 Millionen US-Dollar. Die Tendenz geht somit dahin, dass LVMH diese Kröte schlucken muss. Doch die Anleger scheinen das anders zu sehen, denn:

Expertenmeinung: Dass man mit Tiffany neu verhandeln will, trug den Kurs der LVMH-aktie Anfang der vergangenen Woche auf ein neues Rallye-Hoch. Man glaubt offenbar, LVMH könnte sich diese Neuerwerbung, die auf einmal als Bürde erscheint, vom Hals schaffen. Und das, obwohl mehrere US-Analysten klar unterstrichen, dass Tiffany in einem solchen Fall vor Gericht ziehen und mit hoher Wahrscheinlichkeit Recht bekommen würde. Und es war nicht die Erkenntnis, dass der derzeitige Stand der Dinge kein Grund ist, LVMH auf diesem Level noch zu kaufen, der diese Rallye beendete.

Es war zum einen der Umstand, dass die Aktie durch die Käufe Anfang letzter Woche bei überkaufter Markttechnik an der oberen Begrenzung der letzten, noch im Weg stehenden Kurslücke im Chartverlauf angestoßen war, der den Anstieg ausbremste. Zum anderen war es der massive Druck am Gesamtmarkt, der dann am Donnerstag für einen kräftigen Rücksetzer sorgte. Jetzt muss sich herausstellen, ob die Devise „Luxus läuft auch in der Krise“ zusammen mit dieser noch positiven Interpretation der Wirren um Tiffany imstande ist, die Aktie aus der jetzt erreichten, kurzfristig wichtigen Schlüsselzone wieder nach oben heraus zu tragen.

Um bullisch zu bleiben, müsste LVMH dieses Vorwochen-Hoch bei 405,30 Euro überbieten. So würde diese Kurslücke geschlossen und nach oben verlassen. Aber sollte die jetzt erreichte, wichtige Auffangzone, bestehend aus der oberen Begrenzung der Handelsspanne von Ende März bis Ende Mai, der 200-Tage- ebenso wie der 20-Tage-Linie im Bereich 362/378 Euro brechen, wäre es wohl schnell vorbei mit dem Optimismus. Das nächste Kursziel läge dann bei 325 Euro.

LVMH Aktie Chart vom 12.06.2020, Kurs 377,45 Euro, Kürzel MC | Online Broker LYNX

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