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Aktienanalyse:
LVMH: Tiffany – gelungener Coup oder zu teuer eingekauft?

Aktuelle Analyse der LVMH Aktie

Die Investoren beim Luxusgüterkonzern Louis Vuitton Moet Hennessy (LVMH) durften zum Start in die neue Woche eine neue, renommierte Marke im breiten Portfolio von LVMH begrüßen: Der Konzern übernimmt den US-Schmuckhersteller Tiffany. Diese vorbehaltlich der üblichen, nötigen Genehmigungen voraussichtlich Mitte kommenden Jahres abgeschlossene Übernahme lässt sich LVMH 135 US-Dollar in bar pro Tiffany-Akte kosten, was einem Transaktionsvolumen von etwa 14,7 Milliarden Euro entspricht.

LVMH stieg zwar auf diese Nachricht hin am Montag, aber ein gewaltiger Satz nach oben war das, wie Sie im Chart auf Wochenbasis sehen, nicht (+2,02 Prozent). Dafür stieg die Tiffany-Aktie umso mehr. Denn eigentlich hatten die Anleger dort gar nicht mit einem solch guten Preis gerechnet. Da hatte man zuletzt 130 US-Dollar erhofft und war sich nicht einmal dessen sicher. Jetzt stieg Tiffany am Montag nicht wie eine Rakete, so dass man auf den ersten Blick denken könnte, dass es auf ein paar Dollar mehr oder weniger pro Aktie nicht ankommen kann, solange sich LVMH damit in seinem Portfolio sinnvoll verstärkt, was sicherlich der Fall ist. Aber es ging keineswegs nur um „ein paar Dollar“, denn:

Expertenmeinung: Das Angebot von LVMH ging bereits Ende Oktober ein und lag da noch bei 120 US-Dollar je Aktie. Und damals, am 28. Oktober, kam der eigentliche Kurssprung der Tiffany-Aktie zustande, denn deren Handelsspanne lag bis dahin im Jahr 2019 grob zwischen 80 und 110 US-Dollar. Am Tag vor dem LVMH-Angebot hatte die Aktie bei 98,55 US-Dollar geschlossen. Und da sind 135 US-Dollar schon ein Wort. Richtig ist zwar, dass LVMH nicht gerade knapp bei Kasse ist. Aber eine so großzügig wirkende Übernahme sollte sich aus Sicht der Anleger dann schon zeitnah rechtfertigen. Bis sich das aber absehen lässt, wird sicherlich noch ein gutes Jahr ins Land gehen.

Tiffany wird vermutlich in diesem Jahr etwa 4,1 Milliarden Euro umsetzen, keine entscheidende Größe in Relation zu den von den Analysten geschätzten 53 Milliarden Euro Umsatz bei LVMH. Der Konzern zahlt für Tiffany also ungefähr das 3,6fache des aktuellen Jahresumsatzes. Viel zu teuer? Eigentlich nicht, denn Tiffany ergänzt das LVMH-Portfolio schon ideal, hinzu kommen die aus einer solchen breiten Palette (Champagner, Uhren, Mode, Accessoires, Parfums) entstehenden Synergieeffekte. Aber das ist andererseits kein Coup, der die LVMH-Aktie zwingend durch die Decke treiben müsste.

Es gilt daher, Long-Positionen weiterhin konsequent nach unten abzusichern. Nach dem Anfang des Monats gelungenen Ausbruch aus der vorherigen Handelsspanne ist deren obere Begrenzung eine entscheidende Marke, die halten sollte. Gerade erst vergangene Woche wurde diese bei 392,65 Euro verlaufende Unterstützung angelaufen und hielt stand. Mit dem Rückenwind des Tiffany-Kaufs versucht sich der Kurs jetzt nach oben abzusetzen. Sollte das misslingen, sollte man vorsichtig werden. Ein Stopp auf Schlusskursbasis um 390 Euro, knapp unter vorgenannter, bestätigter Unterstützung, könnte, sofern man hier nicht gezielt mittel- und langfristig engagiert sein will, nicht schaden.

Chart vom 25.11.2019, Kurs 404,25 Euro, Kürzel MC | Online Broker LYNX Aktienempfehlungen

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