Börsenblick

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Aktienanalyse:
Henkel Vz.: „Strafe“ bereits abgegolten?

Im Endeffekt war es eine Gewinnwarnung. Und die Reaktion fiel entsprechend aus: Die im DAX notierte Vorzugsaktie des Konsumgüterherstellers Henkel sackte um 9,75 Prozent durch. Am Morgen hatte Henkel vorläufige Ergebnisse für das Gesamtjahr 2018 und eine Perspektive für 2019 ausgegeben.

In allen drei großen Sektoren des Unternehmens wurden die eigenen Prognosen nur knapp erreicht oder sogar unterboten. Umsatz und Gewinn hatten sich nahezu überhaupt nicht bewegt. Und nur durch eine marginale Verbesserung der Gewinnmarge gelang ein Gewinnplus von einem Prozent. Zu mager für die Anleger. Man zog die Reißleine, zumal Henkel avisierte, ein Investitionsprogramm im Volumen von 300 Millionen Euro zu starten, das aber nicht zu einer Anhebung der mittelfristigen Umsatzprognose führte.

Das wirkte, als müsste man allerhand tun, nur, um ein kleines Wachstum zu erhalten. Und das war für viele zu dünn, um investiert zu bleiben, denn natürlich sieht man bei den Anlegern, dass ein Markenartikelhersteller wie Henkel von den herannahenden dunklen Wollen im Bereich des weltweiten Wachstums nicht verschont bleiben dürfte.

Expertenmeinung: Ob Handelskrieg oder BrExit, der Weg zu weiterem Wachstum wird momentan für die meisten Unternehmen steiniger. Damit war die negative Reaktion der Marktteilnehmer durchaus nachvollziehbar. Es stellt sich indes die Frage, ob mit diesem massiven Abschlag des Montags nicht bereits der Großteil der „Strafe“ für diese Enttäuschung abgegolten sein könnte. Denn der Chart auf Wochenbasis zeigt:

Die Aktie ist bereits sehr deutlich zurückgekommen. Zum Ende des ersten Halbjahres 2018 wurden im Hoch noch knapp 130 Euro pro Aktie aufgerufen, gestern wurde die Vorzugsaktie im Tagestief bis 86,32 Euro durchgereicht. Damit ist der Kurs zwar aus dem im Sommer etablierten Abwärtstrendkanal nach unten herausgerutscht, was normalerweise eine Intensivierung der laufenden Bewegung provoziert. Aber sie ist auf der anderen Seite dadurch in eine zwischen 85 und 88 Euro gelegene, bis ins Jahr 2014 zurückreichende Auffangzone gefallen.

Wenn man sich überlegt, dass Henkel zwar nur ein Prozent mehr verdient hat als 2017, die Prognosen aber ohnehin nur im unteren bis mittleren einstelligen Prozentbereich lagen, ist ein Abstieg um in der Spitze 34 Prozent schon ein Wort. Gut möglich also, dass der Kurs in dieser Zone 85/88 Euro eine Bodenbildung versucht. Aber ins fallende Messer sollte man besser nicht greifen. Besser wäre abzuwarten ob es gelingt, mit Schlusskursen über 90 Euro zumindest wieder klar in den Abwärtstrendkanal zurück zu gelangen, was der Aktie dann aus charttechnischer Sicht Aufwärtsspielraum in die Region 104/107 Euro offerieren würde.

Chart vom 21.01.2019, Kurs 87,56 Euro, Kürzel HEN3 | LYNX Online Broker

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