Börsenblick

Zurück September Weiter
Zurück 2019 Weiter

Aktienanalyse:
Henkel: Traders Dream?

Aktuelle Analyse der Henkel Aktie

Henkel ist ein führender Hersteller von Konsumgütern mit weltweit erfolgreichen Marken.

Wahrscheinlich sind Sie Kunde

Das Geschäft ist in drei Bereiche organisiert: Laundry & Home Care, Beauty Care und Adhesive Technologies.

Zum Bereich Laundry & Care gehören u.a. Wasch und Spülmittelmarken wie Persil, Pril, Weißer Riese, Perwoll, Spee, Somat, Sidolin und Ata.

Im Geschäftsfeld Beauty Care vertreibt Henkel Produkte für Haare, Körper, Haut und Mundhygiene. Dazu gehören z.B. die Marken Schwarzkopf, Fa, Schauma, Taft und Gliss Kur.

Im Segement Adhesive Technologies sind u.a. die Klebstoffmarken Pritt, Pattex, Ponal und Ceresit aus dem Hause Henkel.

Weitere durch Henkel hergestellte industrielle Klebstoffprodukte, Dichtstoffe und Funktionsbeschichtungen werden in zahlreichen Branchen z.B. in der Fahrzeugbranche, Luft & Raumfahrt, Elektronik und Medizintechnik verwendet.

Davon träumen die meisten Dax-Konzerne nur

Das Unternehmen hat also einiges an Markenkraft zu bieten und konnte in der Vergangenheit ein ordentliches Wachstum verbuchen.

In den letzten zehn Jahren stieg der Umsatz von 13,57 auf 19,90 Mrd. Euro. Gleichzeitig hat sich die Profitabilität verbessert.
Dementsprechend legte der Gewinn überproportional und klettere im selben Zeitraum von 1,38 auf 5,31 Euro je Aktie.

Die Dividende wurde von 0,53 auf 1,85 Euro je Aktie angehoben. Derzeit liegt die Dividendenrendite je nach Aktiengattung bei 1,9% oder 2,1%.

Obwohl Henkel bereits seit geraumer Zeit keine Allzeithochs mehr erklimmen konnte, ist die Aktie ein langfristiger Outperformer.
In den letzten zehn Jahren hat sich der Kurs verdreifacht, während der Dax Kursindex um kaum mehr als 50% zulegte.

Wo liegen die Probleme?

Doch selbst bei langfristigen Outperformern läuft nicht immer alles rund. Hersteller von Premium-Konsumgütern stehen bereits seit Jahren unter Druck.
Discounter und ihre Eigenmarken drücken auf die Margen. Bei den Konsumenten sitzt das Geld nicht mehr ganz so locker.

Das ist richtig und dieses Argument hat man zuletzt wieder häufig gehört, denn im Vorjahr war der Umsatz von 20,03 auf 19,90 Mrd. Euro leicht rückläufig. Der Gewinn sank.

Das ist aber auch nicht das erste Mal. Von 2012 bis 2014 gingen die Einnahmen ebenfalls zurück und der Gewinn sank.
Anschließend wurden neue Rekordwerte erzielt und so wird es meines Erachtens auch dieses Mal wieder kommen.

So sparen Sie Geld

Von Henkel werden Stamm- und Vorzugsaktien an der Börse gehandelt.

Wirtschaftlich sind die beiden Aktien identisch, die Stammaktien haben aber noch ein Stimmrecht.
Die Vorzugsaktien haben kein Stimmrecht, dafür eine etwas höhere Dividende.

Das kuriose an der Sache:
Die Vorzüge notieren mit einem hohen Kursaufschlag zu den Stämmen.

Die Stammaktien bieten daher aktuell eine höhere Dividendenrendite und Stimmrechte. Vorzugsaktien bieten daher keinerlei Vorteile: Sie sind teurer, haben keine Stimmrechte und eine niedrigere Dividendenrendite.

Daher beziehen sich der Chart, als auch alle folgenden Berechnungen auf die Stammaktie. Anleger sollten diese Aktiengattung eindeutig bevorzugen.
Das Tickersymbol ist HEN, die ISIN DE0006048408.

Ausblick und Bewertung

Henkel konnte die Anleger zuletzt nicht überzeugen. Seit Monaten geht es mit der Aktie abwärts. Aktuell notiert man fast wieder auf dem Niveau von 2013.

Das ist erstaunlich, denn seitdem ist der Umsatz um 22% und der Gewinn um 45% gestiegen. Das ist ein erster Hinweis darauf, dass es sich um eine Unterbewertung handeln könnte. Zumindest nach relativen Maßstäben.

Dieser Eindruck verstärkt sich beim Blick auf das Kurs-Gewinn-Verhältnis.
Derzeit kommt Henkel auf ein KGV von 16,0 und ein KGVe von 15,6.

In den letzten fünf Jahren lag der Wert durchschnittlich bei 20,3. Für einen defensiven Konsumgüter-Titel mit diesen Charakteristiken ist das eine attraktive Bewertung.

Die wahre Profitabilität zeigt aber erst ein Blick in die Bilanz. Seit dem Jahreswechsel sind die Barmittelreserven von Henkel um knapp 1,5 Mrd. Euro gestiegen.
Gleichzeitig wurde die langfristigen Verpflichtungen um mehr als 500 Mio. Euro reduziert.

Henkel hat also in zwei Quartalen rund 2,0 Mrd. Euro verdient. Das kann man natürlich nicht einfach auf das ganze Jahr hochrechnen, zeigt aber die wahre Profitabilität des Unternehmens.
Bei einem Börsenwert von 38,67 Mrd. Euro ist das umso beeindruckender. Bei dieser Gesamtkonstellation sollte Henkel Aktienrückkäufe beschließen.

Charttechnik

Der Chart bezieht sich, aus den zuvor angesprochenen Gründen, auf die Stammaktie mit dem Tickersymbol HEN und der ISIN DE0006048408.

Henkel hat in den letzten Monaten einen Boden ausgebildet. Der langfristige Aufwärtstrend hat gehalten.

Der korrektive Abwärtstrend wurde überwunden und der heutige Rückläufer an diese Marke wurde gekauft.
Der Ausbruch wurde somit bullisch bestätigt. Über 85 ist der Weg in Richtung 87 sowie 89 frei. Darüber rücken Kursziele bei 91 bis 93 Euro in den Vordergrund.

Fällt die Aktie hingegen unter 83 Euro, muss mit einer Ausdehnung der Korrektur gerechnet werden.
Die antizyklische Kaufzone beginnt ab 81,50 Euro.

Mehr als 5.900 Trader & Investoren folgen mir und meinen täglichen Ausführungen auf Guidants.
Handeln wie die Profis? Mein Broker ist LYNX.

Chart vom 17.09.2019 Kurs: 84,90 Kürzel: HEN - Tageskerzen | LYNX Online BrokerChart vom 17.09.2019 Kurs: 84,90 Kürzel: HEN - Wochenkerzen | LYNX Online Broker

Handeln Sie über den Online Broker LYNX:
Ein Depot, viele Vorteile
  • stabile und zuverlässige Handelsplattform
  • kompetenter Service durch Experten
  • günstige und transparente Gebühren
  • umfangreiches Wissensportal
Mehrfach ausgezeichnet
Handelsblatt Auszeichnung: Bester Online-Broker
Broker-Wahl: Top Futures-Broker
Contact icon KOSTENFREI ANRUFEN
0800 5969 000
Contact icon SCHREIBEN SIE UNS
SERVICE@LYNXBROKER.DE
Contact icon FREUNDSCHAFTSWERBUNG
KUNDEN EMPFEHLEN LYNX
Contact icon HÄUFIG GESTELLTE
FRAGEN