Börsenblick

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Aktuelle Analyse:
Evotec: Schaffen die Bullen den Befreiungsschlag?

Bis zur Bilanz des vierten Quartals 2018 dauert es laut Terminkalender noch bis Ende März. Wie viele deutsche Unternehmen zieht sich der Bericht des letzten Quartals eines Jahres auch bei Evotec hin, weil man diese Daten dann zusammen mit der Gesamtjahresbilanz präsentiert. Aber eigentlich wissen die Investoren bei Evotec längst, was sie wissen müssen: Das vierte Quartal ist tadellos gelaufen, das Gesamtjahr 2018 nicht minder.

Das ließ sich aus der kurz vor Weihnachten deutlich von +30 auf +45 Prozent gegenüber Vorjahr angehobenen Gewinnprognose ableiten. Und man fügte da gleich hinzu, dass das erste Quartal ebenfalls sehr gut laufen werde. Was man gerne glauben darf, denn Evotec ist in den vergangenen Jahren nicht dadurch aufgefallen, Luftschlösser zu bauen und/oder sinnfreie Mittel- und Langfristprognosen zu kreieren. Und bislang spricht auch nichts dagegen, dass Umsatz und Gewinn zügig weiter wachsen.

Die Zahl der Kooperationen und Allianzen wächst. Diese Verbindungen sind erfolgreich und führen immer wieder zu Kapitalzuflüssen in Form von Meilensteinzahlungen, zuletzt am Freitag. Und Evotec hat sich durch Zukäufe so geschickt vergrößert, dass man auch imstande ist, wachsende Forschungsaufträge zu bewältigen. Die „Fundamentals“ passen also. Es fragt sich da, wieso die Aktie nicht längst deutlich höher steht?

Expertenmeinung: Unterstellt man einmal, dass Evotec im neuen Jahr auf etwa 40 Cent Gewinn pro Aktie kommen würde, was nicht übertrieben optimistisch wäre, läge das Kurs/Gewinn-Verhältnis derzeit um 50. Für „normale“ Aktien teuer, aber wenn man sich überlegt, dass für viele Biotechunternehmen ein Kurs/Gewinn-Verhältnis gar nicht erst berechenbar ist, weil sie keinen müden Cent Gewinn erwirtschaften, ist diese Bewertung nicht gerade teuer, vor allem mit Blick auf die gute fundamentale Basis und die hohe Wahrscheinlichkeit, dass die Biotechnologie auch in zehn oder zwanzig Jahren noch eine Wachstumsbranche sein dürfte.

Nimmt man z.B. die ebenfalls in TecDAX und MDAX notierte MorphoSys zum Vergleich, stellt man fest: Dort wird kein Gewinn erzielt, Evotec erwirtschaftet viermal so viel Umsatz… aber der Kurs von MorphoSys liegt dennoch fünfmal so hoch. Ein wenig vergleicht man da zwar schon Äpfel mit Birnen, aber es zeigt dennoch: Wundern würde ein Ausbruch der Evotec-Aktie nach oben nicht. Nur muss der eben erst einmal gelingen, denn die Aktie ist markteng genug, um an Tagen, an denen es keine besonderen Nachrichten gibt, von kurzfristigen, rein charttechnisch orientierten Tradern dominiert zu werden. Und da kann es gut sein, dass die Aktie erst einmal ausgebremst wird, denn jetzt ist der Kurs bei überkaufter Markttechnik (hier im Chart der Stochastik-Oszillator) an der September-Abwärtstrendlinie angekommen (20,90 Euro).

Darüber würden als Widerstände das Dezember-Hoch bei 21,82 Euro und das September-Hoch bei 23,36 Euro warten. Aber sollte es gelingen, sich gegen potenzielle Verkäufer durchzusetzen und diese Zone zu überwinden, wäre das ein Befreiungsschlag, der den Kurs recht weit nach oben führen könnte. Denn die Kombination aus tadellosen Perspektiven, einer für diese Branche und das aktuelle Wachstum nicht zu hohen Bewertung und der relativen marktenge der Aktie wäre dann eine potenziell starke Triebfeder.

Chart vom 25.01.2019, Kurs 20,41 Euro, Kürzel EVT | LYNX Online Broker

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