Börsenblick

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Aktuelle Analyse:
Evotec: Kein Haar in der Suppe … und dennoch Druck

Das war ein entmutigender Tag für Evotec-Aktionäre. Zweitweise lag die Aktie 6,6 Prozent vorne, hatte das markante Minus des Vortages mehr als aufgeholt. Und am Ende blieb Katzenjammer und ein Minus von 2,5 Prozent.

Ein Intraday-Turnaround nach unten, der deswegen so schwer wiegt, weil er als Reaktion auf die Bilanz des dritten Quartals erfolgte. Und noch einmal schwerer, weil es an dieser Bilanz eigentlich nichts zu mäkeln gab. Die Zahlen zeugten von konstantem, solidem Wachstum. Und Evotec bekräftigte den Ausblick für das Gesamtjahr, konkretisierte dabei, dass der Umsatz ebenso wie der um Sondereffekte bereinigte Gewinn vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) um jeweils mehr als 30 Prozent zulegen sollen.

Hinzu kommt, dass es derzeit keinen Grund gibt, daran zu zweifeln, dass Evotec diesen Erfolgskurs fortsetzen kann. Geschickte Akquisitionen, zahlreiche, in ihrer Zahl zunehmende Allianzen mit großen Partnern – die Perspektiven sind gut. Und immerhin gehört Evotec, obwohl es sich hier nicht um ein allzu großes Unternehmen handelt, zu der handverlesenen Gruppe der Biotech-Unternehmen, die solide schwarze Zahlen vorweisen können. In dieser Bilanz ließ sich kein Haar in der Suppe finden – warum also drehte die Aktie ins Minus?

Expertenmeinung: Da es nicht gerade logisch wäre, dass die Marktteilnehmer dieses Zahlenwerk am Morgen noch hervorragend und am Nachmittag dann schlecht fanden, findet sich die einzige Erklärung im Trading-Aspekt. Evotec ist eine volatile Aktie und trotz ihrer zusätzlichen Aufnahme in den MDAX ein Wert, der klein genug ist, um ein beliebtes Ziel großer Trader zu sein.

Es wirkt, als haben man dort im Lager der Leerverkäufer, der „Bären“, die Gelegenheit wahrnehmen wollen, die Bullen auf dem falschen Fuß zu erwischen, sie in einem unerwarteten Moment zu überrumpeln und so einen zweiten Korrekturimpuls auszulösen, der den Kurs dann durch die Oktober-Tiefs drückt. Aber ob das gelingt, ist offen, momentan eher fraglich.

Sollte der Gesamtmarkt wieder unter intensiveren Druck geraten, wäre es wohl möglich, dass Evotec mit unter die Räder käme. Aber die positive Perspektive und eine von der Mai-Aufwärtstrendlinie bei 15,63 Euro bis zur 20-Tage-Linie bei 17,56 Euro reichende Unterstützungszone sind zwei Argumente, die es knifflig machen würden, nach unten durchzubrechen.

Wenn man hier über Short-Trades nachdenken würde, wäre das erst mit einem Bruch dieser Mai-Trendlinie, besser noch mit einem Schlusskurs unter dem Oktober-Tief (14,99 Euro) mit einem tauglichen Chance/Risiko-Verhältnis versehen. Ein Closing über dem bisherigen November-Verlaufshoch von 19,78 Euro hingegen würde die Pläne der Bären über den Haufen werden und den Weg nach oben freigeben – man sollte beide Seiten im Auge behalten.

Chart vom 13.11.2018, Kurs 17,74 Euro, Kürzel EVT

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