Börsenblick

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Aktuelle Analyse:
Dow Jones: Gehen die Bären diese Woche durch die 24.000?

Wie viel Druck muss aufkommen, damit die permanente und immer verbissener wirkende Gegenwehr der Bullen aufhört … bzw. die Gegenwehr derjenigen, die womöglich zwar innerlich nicht mehr bullisch sind, aber in große Schwierigkeiten geraten, wenn der US-Aktienmarkt in den freien Fall übergehen würde?

Diese Frage stellen sich die Short-Seller wohl seit Anfang Oktober permanent. Aber jetzt könnte es reichen, denn viel negativer kann die Vorlage für eine neue Handelswoche kaum sein: Es dürfte ein einziger, entschlossener „Schubs“ genügen, um den Dow Jones über die Klippe zu stoßen.

Diese Klippe, die sich im Bereich 24.000/24.250 Punkte findet. Und an die er am Freitag auf eine Art und Weise herangerutscht ist, die entmutigender kaum sein könnte. Rein charttechnisch betrachtet zeigen sich niedrigere Zwischenhochs, zugleich fällt der Index immer wieder in diese Zone 24.000/24.250 Punkte zurück, wir sehen hier also ein Dreieck. Wobei es äußerst ungünstig ist, dass der Versuch, sich Richtung Wochenende wenigstens wieder über die bei 25.100 Punkten verlaufende 200-Tage-Linie und die knapp darüber kurz vor einem bärischen Crossover stehende 20-Tage-Linie zu retten, humorlos abgewiesen wurde.

Chart auf Wochenbasis vom 07.12.2018, Kurs 24.388,95 Punkte, Kürzel INDU | LYNX Online Broker

Ebenso ungünstig wie der Umstand, dass der Trendfolgeindikator MACD dadurch kurz vor einem erneuten Verkaufssignal steht. Aber das ist der kleinere Teil des Problems. Der größere liegt in der Psychologie:

Zum zweiten Mal haben diejenigen, die auf die Wende hoffen, im Vorfeld eines wichtigen Ereignisses versucht, die Kurse zu „pushen“. Zum zweiten Mal kam es am Tag nach dem Ereignis zwar zu Käufen. Aber dann stellten die meisten Akteure fest, dass sie da auf einer Leiter ohne Sprossen stehen und stiegen blitzschnell aus. Und beide Male wurde nicht nur ein Teil der vorherigen Rallye abverkauft, sondern alles.

Zum ersten Mal vor den US-Zwischenwahlen, zum zweiten Mal vor dem G20-Treffen. Das hat natürlich eine extrem einschüchternde Wirkung. Selbst große Adressen, für die ein großer Abwärtsschub, vor allem so nahe am Jahresende, fatal wäre, dürften sich jetzt überlegen, ob sie noch ein drittes Mal massiv Kapital einsetzen, nur um zu sehen, wie die Verluste dadurch immer größer werden.

Die invertierende Zinskurve, die rasant wachsenden Zweifel an den Fähigkeiten der US-Regierung, erste wacklige Konjunkturdaten, all das könnte dazu führen, dass sich da immer mehr auch große Akteure sagen: Wer zuerst verkauft, bekommt noch die besten Kurse.

Vor allem, weil sich ein Szenario am Donnerstag/Freitag wiederholte, das man schon am 23./24. Oktober erlebt hatte (siehe Pfeil im Tageschart): Ein starker Abwärtsimpuls wird aufgeholt, der Index schließt über dem Eröffnungskurs, wenngleich, da die Eröffnung mit einem Abwärts-Gap erfolgte, nicht im Plus.

Chart auf Tagesbasis vom 07.12.2018, Kurs 24.388,95 Punkte, Kürzel INDU | LYNX Online BrokerDie Hoffnung auf Rettung ist groß – und dann fallen die Kurse am Folgetag wie ein Stein, niemand scheint diesen Strohhalm ergreifen zu wollen. Solche Vorlagen sind, vor allem, wenn das vor dem Wochenende passiert, angetan, die Nervosität deutlich zu steigern. Gut möglich daher, dass die Bären es diese Woche angehen.

Sollte der Dow unter 24.000 Punkten schließen, wäre zwar noch das Jahres-Verlaufstief bei 23.346 Punkten eine potenzielle Unterstützung. Aber da könnte es gut sein, dass ein Lawinen-Effekt auftritt, bei dem diese Unterstützung gleich mit gebrochen wird. Wenn sie das Ruder noch herumreißen wollen, müssen die Bullen in dieser neuen Woche also definitiv Zeichen setzen, zumindest über die 200-Tage-Linie bei 25.100 Zählern hinauskommen!

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