Börsenblick

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Aktuelle Analyse:
DAX: Sind die Käufer von gestern die Verkäufer von morgen?

Das dürfte heute kein allzu einfacher Tag für die Bullen am deutschen Aktienmarkt werden. Die erhoffte, starke Gegenreaktion der Wall Street auf den schwachen Wochenstart fiel flach. Und während die britische Premierministerin May verkündete, der Durchbruch bei den Austrittsverhandlungen sei gelungen, argwöhnen einige Beobachter, dass sie ihr Programm nicht einmal durchs eigene Parlament bekommen würde.

Hinzu kommt, dass Italien eisern bleibt, das geplante Haushaltsdefizit beibehält und damit die Frist der EU für Korrekturen gestern Abend verstreichen ließ. Das sind nicht gerade Vorlagen, die erwarten lassen, dass der DAX heute mit Schwung nach oben davonzieht. Und man stellt sich die Frage:

Wieso wurde am Dienstag hier so beharrlich zugegriffen? Der Index legte immerhin 1,3 Prozent zu. Das egalisierte zwar das kräftige Minus des Montags nicht, reduzierte es aber deutlich. Angesichts dieser sukzessive nach Handelsende einlaufenden, oben genannten Vorgaben wirkten die Käufe wie ein Himmelfahrtskommando, denn das Risiko, dass diese drei Elemente Wall Street, BrExit und Italien am heutigen Mittwoch Druck ausüben würden, war ja nicht gerade klein.

Natürlich wäre es nachvollziehbar, dass das bullische Lager versucht, die negative Wirkung des markanten „bearish engulfing pattern“, das sich aus dem Abwärts-Turnaround des Montags und der daraus resultierenden, langen roten Kerze ergab, zu eliminieren. Aber wie steht die Chance, dass das nachhaltig gelingt?

Dazu müsste der DAX jetzt zügig weiter an Boden gewinnen, müsste das Tief der ersten Jahreshälfte bei 11.727 Punkten wieder überwinden und sich dann durch eine ganze Phalanx an charttechnischen Widerstandslinien an und über die übergeordnete Abwärtstrendlinie bei derzeit 12.710 Punkten kämpfen. Das klingt in einem Umfeld wie dem derzeitigen nach einem aussichtslosen Unterfangen. Denkbar wäre daher auch eine andere Erklärung für dieses Kursplus: Eindeckungen der Bären.

Chart auf Wochenbasis vom 14.11.2018, Kurs 11.472,22 Punkte, Kürzel DAX

Wenn man sich die Gewinnerliste des Dienstags ansieht, findet man da einige Aktien, die zuvor schnell und weit gefallen waren, so z.B. Infineon, Covestro oder Wirecard. Es ist gut möglich, dass Gewinnmitnahmen auf der Short-Seite, die ja bedingen, vorher leer verkaufte Aktien zu kaufen, um die Position zu schließen, einen großen Anteil an diesem Kursanstieg des Dienstags hatten.

Das indes hieße, dass der Anstieg eher auf Basis auf Vorsicht der Bären als auf Optimismus der verbliebenen Bullen basierte. Und Bären, die gestern vorsichtig wurden, würden schon morgen wieder deutlich mutiger, falls der DAX diesen Versuch, sich neuen Jahrestiefs durch die Flucht nach vorne zu entziehen, nicht fortsetzen sollte.

Chart auf Tagesbasis vom 14.11.2018, Kurs 11.472,22 Punkte, Kürzel DAX

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