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Aktuelle Analyse:
DAX: Vor der Europawahl – es geht in die Zielgerade

Das deutliche Minus des DAX am Donnerstag macht eines deutlich: Das bullische Lager ist in die Defensive geraten und bekommt, um die Fußballersprache zu bemühen, den Ball nicht aus dem eigenen Strafraum heraus. Die Vorlage für die Bären ist ideal, denn mit den wieder schwächeren Kursen kehrt das Bewusstsein für die zuvor so erfolgreich verdrängten Risiken zurück.

Man erinnert sich der aggressiver werdenden Rhetorik von Mr. Trump in Richtung EU. Man erinnert sich des nach der Terminverschiebung sofort ins mentale Krisen-Archiv verbannten BrExit. Und die gestern präsentierten Konjunkturdaten machen es nicht besser:

Der ifo-Geschäftsklimaindex zeigte, dass die Stimmung in den Deutschen Unternehmen so negativ ist wie seit Dezember 2014 nicht mehr. Zugleich kamen die vorläufigen Ergebnisse der Einkaufsmanagerindizes für Mai auf den Tisch. Während sich der Dienstleistungssektor noch einigermaßen hält, bleibt die Stimmung im verarbeitenden Gewerbe rabenschwarz. Keine gute Vorgabe für das, was jetzt unmittelbar ansteht: für die Europawahl.

Auch diesen Aspekt mochte man zuvor lange nicht sehen. Aber jetzt, am letzten Handelstag vor dem Wahlergebnis, das dann am Montag zu verdauen ist, dürfte die Wahl die Nervosität eher noch erhöhen. Immerhin ist die EU derzeit in einer kritischen Phase. Das fruchtlose Gezerre mit Großbritannien, die kritische Lage der italienischen Wirtschaft, das markant nachlassende Wachstum und die innere Uneinigkeit, all das dürfte nach dieser Wahl erst Recht zum Problem werden, denn das EU-negative Gruppierungen an Zulauf gewinnen werden, ist zu vermuten. Und das wiederum bedeutet, dass die USA in der EU einen schwachen Gegner vorfinden werden, wenn sie ihre Liste an Forderungen vorlegen, was den Handel angeht.

Wie heftig die Auswirkungen werden können, kann man nicht vorhersagen, aber die umgehende Furcht, dass sich der Konflikt, ob nun für China, Japan oder die EU, auch auf das gegenseitige Aussperren von Unternehmen erstrecken könnte, ist womöglich nicht aus der Luft gegriffen.

Damit haben diejenigen, die versuchen wollten, den zur Jahreswende entstandenen Aufwärtstrendkanal im DAX zu halten, einen schweren Stand, zumal chart- und markttechnisch mehr für das Bären-Lager spricht. Der Chart auf Wochenbasis zeigt, dass der Versuch, sich mit der Supportzone 11.800/11.850 Punkte als Sprungbrett wieder über die mittelfristige Abwärtstrendlinie hinaus zu retten, erst einmal gescheitert ist. Was dazu geführt hat, dass der Stochastik-Oszillator auf Wochenbasis in der überkauften Zone zu einem Verkaufssignal ansetzt.

Chart auf Wochenbasis vom 23.05.2019, Kurs 11.952,41 Punkte, Kürzel DAX | LYNX Aktienempfehlungen

Der Tageschart zeigt: Noch könnten die Bullen das Ruder herumreißen, den Trendkanal halten. Aber nachdem dessen untere Begrenzung in der vergangenen Woche gehalten wurde und der Index trotzdem schon wieder an dieser Linie angekommen ist, sprich die Chance auf einen Befreiungsschlag vergeben wurde, stellt sich die Frage: Werden genug Marktteilnehmer es wagen, aus dieser bedrängten Stellung heraus einen Ausfall zu wagen, heute, am letzten Handelstag vor der Europawahl?

Unmöglich ist es nicht, aber wahrscheinlicher wäre, dass das Kaufinteresse heute äußerst überschaubar bleibt. Der DAX wäre zwar auf mittelfristiger Ebene erst bärisch, wenn über den Trendkanal hinaus auch die aktuell bei 11.639 Punkten verlaufende 200-Tage-Linie gebrochen würde. Aber in einem solchen hypernervösen Umfeld wären die gut 300 Punkte, die der DAX bis dorthin noch Luft hätte, womöglich schnell zurückgelegt.

Chart auf Tagesbasis vom 23.05.2019, Kurs 11.952,41 Punkte, Kürzel DAX | LYNX Aktienempfehlungen

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