Indexanalyse:
DAX: „Unternehmen Befreiungsschlag“

Aktuelle Analyse des DAX Index

Der DAX-Chart auf Monatsbasis seit Ende 2010 zeigt, dass es in den letzten Jahren bereits zweimal gelang, ein gegenüber dem vorherigen tiefer liegendes, markantes Hoch und damit eine Steilvorlage für eine Abwärts-Trendwende auszuhebeln und stattdessen einen langen, weitreichenden Aufwärtstrend zu etablieren. Genau davon träumen die Bullen auch jetzt, denn wieder haben wir diese kritische Konstellation. Und immerhin gelang es, den Index aus der die beiden Hochs verbindenden Abwärtstrendlinie zu befreien. Doch bislang gestaltet sich das „Unternehmen Befreiungsschlag“ zäh. Zäher als 2012 und 2016. Nicht ohne Grund.

Denn damals war es in beiden Fällen die Hoffnung, das immer billiger werdende Geld der EZB werde das Wachstum wiederbeleben, das im Vorfeld in sich zusammengefallen war. Das hofft man zwar auch heute. Aber die Zahl derer, die glauben, dass es zum dritten Mal gelingt, ein totes Pferd wieder zum Galopp zu bewegen, ist offenbar nicht allzu groß. Wen kann es wundern, immerhin wurden die den Problemen zugrundeliegenden Ursachen durch diese Nullzinspolitik nur unter den Teppich gekehrt und ausschließlich die Symptome bekämpft. Was bedeutet, dass man heute umso mehr Probleme hat, die man angehen müsste. Und wieder macht die Politik, von der Mario Draghi zu Recht, aber seit jeher vergebens, Schützenhilfe fordert, keine Anstalten, aktiv zu werden. Das billige Geld hingegen wurde zwischenzeitig nicht teurer. Und spätestens jetzt zerfrisst diese Politik längst tief negativer Zinssätze die Zukunftsperspektiven von Unternehmen und Konsumenten.

Und diese unerfreuliche Nabelschau endet ja nicht damit. Jetzt müssen sich die bullischen Trader noch gegen einen ungewissen BrExit und eine nur vage Hoffnung durchsetzen, dass Trumps Handelskrieg nicht nur bald endet, sondern die Gemengelage danach auch wirklich besser wäre als zuvor. Da muss etwas vorangehen, um als hinreichender Treibstoff zu dienen, etwas, das stark genug wirkt, um die Investoren davon zu überzeugen, dass stark unter Druck stehende Unternehmensgewinne bald wieder steigen und daher der Ausstieg nicht lohnt, sondern im Gegenteil genau jetzt Gelegenheit wäre, noch schnell auf den Zug aufzuspringen, bevor sich das Wachstum mit Macht zurückmeldet. Was derzeit höchst ambitioniert klingt.

Chart auf Monatsbasis vom 09.10.2019, Kurs 12.094,26 Punkte, Kürzel DAX | Online Broker LYNX Aktienempfehlungen

Es wäre viel gewonnen, würde es gelingen, das bisherige Jahreshoch von 12.656 Punkten bis zum Jahresende klar zu überbieten. Eine zackige Jahresendrallye, so wie sie 2016 gelang. Nur kam die damals als Reaktion auf eine Hausse an der Wall Street. Damals, als man noch dachte, Donald Trump würde die US-Wirtschaft gewaltig voranbringen. Heute weiß man, dass das nicht gelang. Dort liegt das Wachstum mittlerweile unter dem langjährigen Schnitt.

Was zweimal gelingt, kann ein drittes Mal schiefgehen. Und es wären so viele Fallgruben vorhanden, in die das bullische Lager fallen könnte, dass man das derzeit als die wahrscheinlichere Variante ansehen muss. Es sei denn, dem DAX gelingt mit einem Schlusskurs über 12.500 Punkten ein erster, wichtiger Schritt in Richtung Jahreshoch und Befreiungsschlag. Aber besser wäre, sich auch anzusehen, wo der Punkt läge, unter dem die Sache schiefzugehen droht. Der Chart auf Tagesbasis zeigt ihn klar:

Bei 11.830 Punkten kreuzen sich momentan die Nackenlinie der im August entstandenen, inversen Schulter-Kopf-Schulter-Formation und die 200-Tage-Linie. Wenn dieser Level klar auf Schlusskursbasis unterboten wird, sollte man Gedanken an Long-Trades besser erst einmal einmotten, auch, wenn der DAX auf mittelfristiger Ebene erst nach Schlusskursen unterhalb von 11.250 Punkten eindeutig als bärisch einzustufen wäre.

Chart auf Tagesbasis vom 09.10.2019, Kurs 12.094,26 Punkte, Kürzel DAX | Online Broker LYNX Aktienempfehlungen

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