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Aktienanalyse:
DAX: „Morning Star“ – die Bullen bauen sich ein Sprungbrett

In der vergangenen Woche war die relative Schwäche des DAX zum US-Aktienmarkt sehr auffällig. Gut ausgefallene Konjunkturdaten aus China mag einige Marktteilnehmer bewogen haben, diese Schwäche durch eine kräftige Kaufwelle am Montagmorgen zu beenden. Wobei auch der am Freitag anstehende Abrechnungstermin an der Terminbörse seinen Anteil daran haben dürfte, dass versucht wurde, ein weiteres Abgleiten des deutschen Leitindex zu verhindern.

Die Frage ist, ob das am Ende doch recht überschaubare Plus von 0,5 Prozent ausreicht, um das zu erreichen, um den DAX womöglich sogar an und über das bisherige, am 4. Juni erreichte Jahres-Verlaufshoch von 12.656 Punkten zu tragen?

Aus rein charttechnischer Sicht wäre das dann eine greifbare Möglichkeit, wenn aus dem Sprungbrett, dass sich das bullische Lager am Montag gebaut hat, ein Anstieg über die Widerstandszone 12.435/12.438 Punkte würde (die Zwischenhochs von Anfang Mai und Mitte Juni). An dieser wurde der Anstieg des DAX am Montag nämlich erst einmal ausgebremst. Und angesichts der zahlreichen Gewinnwarnungen, die in den letzten Wochen von deutschen, börsennotierten Unternehmen lanciert wurden, ist es nicht gerade überraschend, dass Marktteilnehmer auch eher kleine Anstiege zum Abbau von Positionen nutzen. Das würde sich wohl ändern, wenn der DAX diese vorgenannte Hürde bezwingt. Aber das muss eben erst einmal gelingen. Die Basis, das „Sprungbrett“ wäre gegeben – in Form eines „Morning Star“.

Sie sehen im Chart auf Tagesbasis, dass der roten Kerze des Donnerstags am Freitag ein „Doji“ folgte und am Montag eine grüne Kerze. Das zusammengenommen bildet diese grundsätzlich bullische Formation eines „Morning Star“ im Candlestick-Chart. Und immerhin hatte diese Schwächephase des DAX Anfang Juli das genaue Gegenstück, einen „Evening Star“, als Basis. Aber eine solche Formation benötigt eine Bestätigung, um gültig zu werden, das heißt, der DAX müsste heute erneut zulegen. Was dann wiederum auch dazu führen würde, dass die Widerstandszone 12.435/12.438 Punkte genommen wäre.

Chart auf Wochenbasis vom 15.07.2019, Kurs 12.387,34 Punkte, Kürzel DAX | LYNX Aktienempfehlungen

Gelingt das, könnte die Sogwirkung einer Terminbörsen-Abrechnung den Rest übernehmen, denn in Aufwärtstrends laufen die Notierungen zum Abrechnungstermin gerne ans obere Ende der Handelsspanne. Genau darauf setzen sicherlich diejenigen, die am Montag zugegriffen haben – und es könnte funktionieren. Nur: Es muss nicht.

Die chinesischen Konjunkturdaten waren eigentlich ein wenig zu gut, um wahr zu sein. Und ansonsten fand sich eher wenig, dass die Bullen wiederbeleben könnte. Es wäre daher unbedingt nötig, dass die Wall Street in den kommenden Tagen weiter zulegt, um den DAX zu ziehen. Das wäre grundsätzlich die wahrscheinlichere Variante, immerhin findet auch dort am Freitag eine Terminbörsen-Abrechnung statt. Und auch dort wäre zu vermuten, dass die großen Adressen am Terminmarkt versuchen, die Indizes so hoch wie irgend möglich in diesen Termin zu tragen.

Aber sich auf diesem Rekordlevel bei zugleich durchaus nicht rekordverdächtigen US-Konjunkturdaten auf die Wall Street zu verlassen, wäre riskant. Besser wäre, direkt unter diesem Sprungbrett der Bullen ein Sprungtuch zu platzieren. Der DAX drehte in den letzten drei Handelstagen jedes Mal knapp über der Marke von 12.300 Punkten wieder nach oben. Was impliziert, dass der Traum der Bullen platzen dürfte, sollte dieser Level doch noch brechen. Knapp darunter einen Stop Loss anzusiedeln, wäre daher unbedingt zu überlegen.

Chart auf Tagesbasis vom 15.07.2019, Kurs 12.387,34 Punkte, Kürzel DAX | LYNX Aktienempfehlungen

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