Börsenblick

Zurück Dezember Weiter
Zurück 2018 Weiter

Aktuelle Analyse:
DAX: Gerüchte haben kurze Beine

Eigentlich heißt es ja, dass es politische Börsen seien, die kurze Beine hätten. Dass politische Beben die Börse womöglich kurz wackeln lassen, aber nicht zum Einsturz bringen. Aber dieser Spruch wurde weit vor Donald Trumps Amtsantritt erfunden. Und weit vor einer EU, deren Probleme nicht weniger werden.

Beides beeinträchtigt die Perspektiven der großen deutschen Unternehmen, beides in durchaus erheblichem Maß … und beides ist nichts, das sich schnell als Belastungsfaktor erledigen würde. Diese Elemente, die unberechenbare Hasardeur-Politik im Weißen Haus und eine EU, die ihre Probleme nicht zu lösen vermag, haben entscheidend dazu beigetragen, dass das Jahr 2018 für den DAX ein Jahr der Tränen wird.

Und da dem deutschen Leitindex zum letzten Kurs des Jahres 2017 (12.917 Punkte) derzeit knapp 2.000 Punkte fehlen, würde auch eine Jahresendrallye daran nichts mehr ändern. So gesehen ist es sehr fraglich, ob große Adressen, die per Jahresultimo ihre Performance offenzulegen haben, wirklich versuchen könnten, sich auf den letzten Drücker der verbleibenden neun Handelstage noch mit größeren Positionen auf die Käuferseite zu wagen, in einem Umfeld, in dem der Einfluss der Politik eben keine Episode ist, sondern sich als Belastungsfaktor etabliert hat. Das alleine stellt die Haltbarkeit der am Dienstag begonnenen Rallye im DAX in Frage, ließe eher vermuten, dass große Adressen in gestiegene Kurse hinein versuchen, ihre Positionierung weiter abzubauen.

Was den DAX am Dienstag und Mittwoch von seinem am Montag erreichten Jahrestief bei 10.586 Punkten nach oben zog, war eine Kombination aus Hoffnungen, Gerüchten und Gewinne mitnehmenden Leerverkäufern. Aber genau diese drei Elemente waren es in den letzten Wochen und Monaten, deren Beine sich als kurz erwiesen haben.

Chart auf Wochenbasis vom 12.12.2018, Kurs 10.929,43 Punkte, Kürzel DAX | LYNX Online Broker

Es wäre nur dann eine realistische Chance gegeben, sich nennenswert weiter voranzukämpfen, womöglich zum Jahresende Tuchfühlung mit der Widerstandszone 11.727/12.003 Punkte herzustellen, wenn man wirklich darauf bauen könnte, dass es in Kürze eine tragfähige Einigung im Handelskonflikt USA/China geben würde, die EU dann nicht das nächste Ziel der USA würden und die EU selbst imstande wäre, die „Problemzonen“ BrExit und Italien in den Griff zu bekommen.

Gerüchte über angebliche große Schritte Chinas … darüber, dass die US-Notenbank kommende Woche keine Leitzinserhöhung vornehmen könnte … dass die Deutsche Bank schon unerwartet bald mit der Commerzbank fusionieren würde: All das wirkt, als würden die verbliebenen Bullen gerade ihre letzten Register ziehen, um den DAX-Abstieg zu stoppen. Und diese dahinter lauernde Verzweiflung dürfte den Bären nicht entgehen.

In einem weiterhin negativen Umfeld würden die Käufer von gestern die Verkäufer von morgen sein. Wenigstens über das Oktober-Tief bei 11.051 Punkten und über die am Mittwoch bei 11.150 Zählern verlaufende 20-Tage-Linie müsste der DAX hinaus, um zumindest auf der Trading-Ebene bullisch zu sein. Und selbst dann wäre, mit Blick auf den kurzen, abrupt beendeten Ausflug des DAX über seine 20-Tage-Linie zu Monatsbeginn, größte Vorsicht angebracht.

Chart auf Tagesbasis vom 12.12.2018, Kurs 10.929,43 Punkte, Kürzel DAX | LYNX Online Broker

Handeln Sie über den Online Broker LYNX:
Ein Depot, viele Vorteile
  • stabile und zuverlässige Handelsplattform
  • kompetenter Service durch Experten
  • günstige und transparente Gebühren
  • umfangreiches Wissensportal
Mehrfach ausgezeichnet
Handelsblatt Auszeichnung: Bester Online-Broker
Broker-Wahl: Top Futures-Broker
Contact icon KOSTENFREI ANRUFEN
0800 5969 000
Contact icon SCHREIBEN SIE UNS
SERVICE@LYNXBROKER.DE
Contact icon FREUNDSCHAFTSWERBUNG
KUNDEN EMPFEHLEN LYNX
Contact icon HÄUFIG GESTELLTE
FRAGEN