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Indexanalyse:
DAX: Und was, wenn der Plan nicht aufgeht?

Aktuelle Analyse des DAX Index

Zehn Wochen lang ist der DAX nicht an der oberen Begrenzung des Ende 2018 begonnenen, breiten Aufwärtstrendkanals vorbei gekommen, wie Sie im Chart auf Wochenbasis sehen. Die elfte Woche hat begonnen – bringt sie endlich den Befreiungsschlag, der dann zugleich den Anstieg über das bisherige, aus dem Januar 2018 stammende Rekordhoch bei 13.597 Punkten bedeuten würde? Die bullische Seite geht natürlich fest davon aus, denn deren Fahrplan lautet: Rallye nach der Unterzeichnung des Phase I-Deals am Mittwoch, nicht zuletzt, weil Donald Trump, der den Inhalt des Deals bislang ebenso verschlossen hält wie China, da bestimmt positive Überraschungen aus dem Hut zaubern wird. Und danach weiter steigende Kurse durch die Sogwirkung des am Freitag anstehenden Abrechnungstermins für Optionen am Terminmarkt. So kann es in der Tat kommen.

Aber getreu der alten Regel, dass Gewinne auf sich selbst achtgeben, Verluste aber nicht, sollte man durchaus den Gedanken zulassen: Was, wenn dieser Plan nicht aufgeht? Angesichts der derzeit ungewöhnlich hohen Zuversicht, die zwar vor allem an der Wall Street besonders hoch ist, viele hiesige Akteure aber mitreißt, stellt sich schon die Frage, ob wirklich viele Marktteilnehmer, die derzeit massiv Long sind, einen Plan B haben.

Dabei müsste es nicht einmal zwingend zu einer Enttäuschung hinsichtlich der Details dieses Phase I-Deals kommen. Es reicht schon, wenn zu viele Marktteilnehmer dann Gewinne mitnehmen wollen. Immerhin ist der DAX seit über einem Jahr in der Hoffnung auf genau solche Fortschritte gestiegen. Seit Oktober hat man ein konkretes Ziel in Form eben dieser Teileinigung. Und wenn Mr. Trump sagt, dass man unmittelbar nach deren Unterzeichnung mit den Gesprächen zur Phase II beginnen wolle, mag das grundsätzlich helfen, die Gewinnmitnahmen noch hinauszuzögern. Aber da er ebenfalls sagte, dass der Abschluss der Phase II auch erst nach der US-Wahl in knapp zehn Monaten vollzogen werden könnte, ist das eine lange Zeit, die man da Geduld haben müsste. Zu lange, wenn es nicht erneut gelingt, immer wieder kleine Fortschritte zu suggerieren, um die Bullen alle bei der Stange zu halten.

Chart auf Wochenbasis vom 13.01.2020, Kurs 13.451,52 Punkte, Kürzel DAX | Online Broker LYNX Aktienempfehlungen

Und es müssten in der Tat nahezu alle sein, denn der DAX ist schon so lange und so weit gelaufen, obwohl sich hierzulande noch keine eigenen „good news“ in Sachen Wachstum eingestellt haben, dass wohl kaum noch allzu viele jetzt erst auf diesen schon so schnell fahrenden Zug der „Deal-Hoffnung“ aufspringen würden. Dem Markt dürften also langsam die Käufer ausgehen, was hieße: Umfassendere Gewinnmitnahmen können sich heftig auswirken, weil zu wenige bereit stehen, um in fallende Kurse hinein die Hand aufzuhalten. Hinzu kommt, dass dieser Ausbruch aus der vorherigen, wochenlangen Handelsspanne nicht ausreichte, um sich aus diesem Trendkanal nach oben abzusetzen. Der Index läuft jetzt schon derart lange an dessen oberer Begrenzungslinie entlang, dass viele zweifellos auch mal nach unten geblickt haben. Und es wird ihnen nicht entgangen sein, dass die Basis-Trendlinie des Kanals, die zu testen im Rahmen eines Aufwärtstrends völlig normal wäre, bei 11.920 Punkten verläuft.

Sich für den von vielen nicht erwarteten Fall des Falles, dass der Ausbruch nach oben nicht gelingt, zu wappnen, kann also nicht schaden. Hierfür einen zu engen Stop Loss zu setzen, könnte indes problematisch werden, denn dass die kommenden Tage sehr volatil werden, starke Ausschläge nach unten aber allemal auch wieder aufgekauft werden könnten, wäre wahrscheinlich. Daher wäre es besser, einen eher weiten Stop Loss zu erwägen, der z.B. ein Stück unter dem Vorwochen-Verlaufstief (12.948 Punkte) liegt und solchen weiten Stopps Rechnung zu tragen, indem man ggf. die Positionen zeitnah ein wenig verkleinert.

Chart auf Tagesbasis vom 13.01.2020, Kurs 13.451,52 Punkte, Kürzel DAX | Online Broker LYNX Aktienempfehlungen

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