Börsenblick

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Aktienanalyse:
CompuGroup: Wenn eine Fahnenstange bricht, dann richtig

Aktuelle Analyse der Compugroup Medical Aktie

Die CompuGroup ist ein Software-Dienstleister, der sich auf den Medizinsektor spezialisiert hat. Ein Bereich, der grundsätzlich solides Wachstumspotenzial hat und von einer kippenden Konjunktur weniger betroffen wäre als z.B. klassische Industriebranchen. Aber wenn eine Aktie sich binnen eines halben Jahres im Kurs fast verdoppelt, ist die Erwartungshaltung hoch. Und genau diese wurde am Donnerstag enttäuscht, die Reaktion war ein Kurseinbruch von 16,5 Prozent. Als ich die CompuGroup Aktie am 17. Juni zuletzt analysiert hatte, hatte ich darauf hingewiesen, dass die Aktie eine „Fahnenstange“ ausgebildet hat und dadurch jederzeit scharf wegrutschen könnte, alleine, weil der Kurs zu schnell zu weit gestiegen ist. Und mit der gestern vorgelegten Bilanz des zweiten Quartals 2019 hatten diejenigen, die hier blitzartig die Reißleine zogen, auch noch einen unmittelbaren Anlass. Denn die CompuGroup setzte in diesem Quartal weniger um als im Vorjahresquartal, verfehlte damit auch die durchschnittliche Prognose der Analysten. Und der als EBITDA (Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) gerechnete Gewinn blieb sogar außerordentlich deutlich hinter den Erwartungen zurück, lag mit 37,4 Millionen Euro sehr weit unter dem des Vorjahreszeitraums, als noch 54,9 Millionen verdient wurden. Das kam völlig unerwartet. Und es traf auf eine Aktie, die genau in diesem Moment auf der Kippe zu einem bärischen Signal stand.

Expertenmeinung: Der Chart zeigt, dass diese Super-Hausse des ersten Halbjahres noch bis Ende Juli weiterging. Dann setzte eine Korrektur ein, die dazu führte, dass der Kurs zu Wochenbeginn knapp unter die diese „Fahnenstange“ führende, im Januar etablierte Aufwärtstrendlinie rutschte. Der Bruch der Linie war aber noch nicht signifikant. Unmittelbare, weitere Abgaben blieben wohl gerade wegen der am Donnerstag erwarteten Quartalsbilanz aus. Die wollten die Anleger erst einmal sehen, um dann zu entscheiden, ob man versuchen sollte, den Kurs in den Aufwärtstrend zurück zu heben oder besser auszusteigen. In einer solchen Konstellation sind negative Überraschungen natürlich Gift. Bemerkenswert war, dass es nichts half, dass die CompuGroup betonte, mit den bestehenden Umsatz- und Gewinnzielen für 2019 im Plan zu liegen und das Vorjahresquartal ein Ausnahmequartal gewesen sei. Was heißt: Dass der Gewinn in diesem zweiten Quartal weit niedriger liege, sei normal. Das Minus blieb, Sie sehen es im Chart, dramatisch und die Neigung, es durch Käufe zu reduzieren, an diesem Donnerstag gering. Aber das könnte sich ändern, wenn die Marktteilnehmer erst einmal eine Nacht über das Ergebnis schlafen konnten. Die Aktie wäre jetzt nicht nur nicht allzu teuer bewertet, sie notiert nach diesem Selloff auch in unmittelbarer Nähe einer immens markanten Kreuzunterstützung. Die setzt sich aus einem auffälligen Peak vom Sommer 2018 bei 54,15 Euro und der bei 54,20 Euro verlaufenden 200-Tage-Linie zusammen. Das alleine wäre keine Basis, um bereits jetzt auf Verdacht in ein fallendes Messer zu greifen, eine Bodenbildung wäre da in jedem Fall wünschenswert. Aber es macht deutlich, dass es ein noch höheres Risiko sein könnte, nach diesem Ausverkauf auf die Short-Seite aufzuspringen, solange diese Kreuzunterstützung hält.

Chart vom 08.08.2019, Kurs 56,80 Euro, Kürzel COP | Online Broker LYNX Tipps zu Aktien

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