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Aktienanalyse:
Light Sweet Crude Oil: Eine Rallye auf Bewährung

Der am Mittwoch gemeldete Rückgang der US-Rohöl-Lagerbestände um 12,788 Millionen Barrel ist der größte seit August 2016. Anfang Juli 2018 gab es einen fast gleich großen Rückgang, aber der war eben einen Tick niedriger (-12,633 Millionen Barrel), so dass man jetzt in den Schlagzeilen mit dem stärksten Abbau der Öllager seit fast drei Jahren hausieren gehen kann. Es ist nicht überraschend, dass die Kurse der wichtigsten Rohöl-Sorten, hier im Chart die US-Sorte Light Sweet Crude, daraufhin erst einmal kräftig anzogen.

Es ist indes die Frage, ob die naheliegende Interpretation, nämlich die, dass die Nachfrage kräftig anzieht und das ein Beleg sei, dass das US-Wachstum stärker ist als befürchtet, richtig ist. Denn eines wird dabei übersehen: Diese von den US-Unternehmen wöchentlich gemeldeten Lagerbestände und der unmittelbar Einkauf von Rohöl am Weltmarkt sind für die Unternehmen die zwei Quellen, aus denen sie ihren Bedarf stillen. Es wäre also grundsätzlich möglich, dass viele Unternehmen nur kurzzeitig vermehrt auf die eigenen Lagerbestände zurückgegriffen und dafür am Ölmarkt weniger eingekauft haben, die Nachfrage als solche aber gar nicht anzieht. Wann wäre so etwas zu erwarten?

Expertenmeinung: Wenn viele US-Firmen der Auffassung sind, dass der Ölpreis mittelfristig fallen wird und derzeit nur ein kurzzeitig wirksames Hoch vorliegt, so dass der Einkauf am Ölmarkt unnötig teuer kommt. Und wenn man sich ansieht, dass Light Sweet Crude in den letzten zwei Wochen um in der Spitze 18 Prozent angezogen hat und 38 Prozent teurer ist als am Tief vergangenen Dezember, wäre diese Interpretation allemal nicht auszuschließen.

Damals, als Light Sweet Crude unter 50 US-Dollar notierte, hatten die Unternehmen ihre Lagerbestände wochenlang nonstop aufgefüllt. Warum also sollten sie diese jetzt nicht abbauen? So gesehen ist dieser immense Rückgang der US-Öllagerbestände zwar ein möglicher, aber eben kein sicherer Hinweis auf eine anziehende Nachfrage.

Wer hier über Long-Trades nachdenkt, sollte daher überlegen, erst einmal eine charttechnische Bestätigung abzuwarten. Ein bullisches Signal im Chart wäre dann gegeben, wenn es gelingen sollte, die aus dem vergangenen Herbst stammende Abwärtstrendlinie zu überwinden. Dazu müsste Light Sweet Crude über 63 US-Dollar schließen – alles darunter ist noch eine „Rallye auf Bewährung“.

Chart vom 26.06.2019, Kurs 59,39 US-Dollar, Kürzel CL | LYNX Aktienempfehlungen

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