Börsenblick

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Aktienanalyse:
BASF mit Gewinnwarnung. Ist der Dax am Ende?

BASF ist der weltweit größte Chemiekonzern und betreibt knapp 400 Produktionsstandorte in 80 Ländern.
Das Portfolio umfasst Industriechemikalien, Kunststoffe, Veredelungsprodukte, Pflanzenschutzmittel sowie Öl und Gas.

Es knirscht

BASF notiert heute auf dem Niveau von 2010. In solchen Fällen sollte man sich immer Fragen, ob etwas ganz Grundsätzliches nicht stimmt. Bei BASF wird man recht schnell fündig.
Ich bin in der letzten Analyse ausführlich auf die Probleme eingegangen und hatte vor weiteren Kursverlusten gewarnt.

Kurz zusammengefasst:

Reinvestitionen verschlingen einen Großteil der erwirtschafteten Mittel und die Kapitalrendite ist dabei so gering, dass sie nur knapp über den Kapitalkosten liegt.

Daher stagniert seit Jahren der Gewinn – trotz enormer Investitionen.
Gleichzeitig ist der Schuldenstand zuletzt regelrecht explodiert. Im abgeschlossenen Geschäftsjahr stieg die Nettoverschuldung von 11,49 auf 18,20 Mrd. Euro.

Was bedeutet das für den Dax?

BASF hat inzwischen mehrere Quartale hintereinander die Erwartungen verfehlt. Im Q1 2019 ist der Gewinn beispielsweise um 16% eingebrochen.

Im zweiten Quartal scheinen die Probleme noch größer zu sein. Die weltweite Industrieproduktion wuchs im 1. Halbjahr 2019 nur um 1,5% – erheblich langsamer als erwartet.

Das betrifft natürlich nicht nur BASF und Anleger sollten das sehr ernst nehmen, denn es ist ein klares Warnzeichen. Die Wirtschaft kühlt sich weltweit ab.

Es ist aber keinesfalls die erste Warnung, die Anleger erhalten haben. Die WTO hat den Ausblick für den Welthandel gesenkt und nahezu jeder Indikator deutet auf einen Abschwung hin. Bisher wird das vollständig ignoriert.

Weitere Informationen finden Sie hier: Dax: Droht der nächste Crash?

Selbst wenn man all diese Makro-Überlegungen ignoriert, ein Unternehmen nach dem anderen kappt die Prognose.
Jüngst waren es vor allem Autozulieferer, aber auch Intel, Daimler und die Lufthansa. Dürr, Siltronic, Axel Springer, TUI, Osram und so weiter. Gestern folgten Washtec und Fuchs Petrolub. Heute ist es BASF.

Ich würde behaupten, dass sich dieser Trend fortsetzen wird. Gleichzeitig stehen Dax & Co. am Jahreshoch.

In die Magengrube

Im zweiten Quartal sank der Umsatz von BASF um 4% auf 15,2 Mrd. Euro. Das EBIT ist von 1,9 auf 0,5 Mrd. Euro regelrecht eingebrochen.

Aufgrund des deutlich schwächer als erwarteten Geschäftsverlaufs sowie einer Verlangsamung des weltwirtschaftlichen Wachstums und der Industrieproduktion, hat BASF nun die Prognose kassiert.

Der Gewinn dürfte im Gesamtjahr um bis zu 30% sinken, bisher war man von einem Anstieg um 1-10% ausgegangen.

Statt leichtem Umsatzwachstum, wird nun ein leichter Rückgang erwartet. Die Kapitalrendite soll ebenfalls weiter sinken. Bei den inzwischen enormen Schulden von mehr als 19 Mrd. Euro ist das alles andere als erfreulich.

Bisher ist der Markt von einem Anstieg des Gewinns von 5,12 auf 5,20 Euro je Aktie ausgegangen. Jetzt müssen sich Anleger wohl eher mit 3,60 – 4,00 Euro anfreunden. Dadurch steigt das KGVe auf 14,8 – 16,4.

Das ist wie immer eine Momentaufnahme, doch einladend ist die Gesamtkonstellation nicht. Vor allem mit Blick auf die Nettoverschuldung von 19,4 Mrd. Euro.

Chart

BASF bewegt sich in einem stabilen Abwärtstrend und ist an der letzten Bastion der Bullen angekommen. Aus Sicht der Bullen muss die Unterstützungszone bei 56-58 Euro unbedingt verteidigt werden, nur dann ist eine Entspannung oder gar eine Erholung in Richtung 62,50 oder 65 Euro denkbar.

Fällt BASF hingegen unter den Aufwärtstrend sowie 58 und 56 Euro, kommt es jeweils zu Verkaufssignalen. Mögliche Kursziele liegen bei 47 sowie 44 und 40 Euro.

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Chart vom 09.07.2019 Kurs: 59 Kürzel: BAS - Tageskerzen | LYNX Online BrokerChart vom 09.07.2019 Kurs: 59 Kürzel: BAS - Wochenkerzen | LYNX Online Broker

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