Börsenblick

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Aktuelle Analyse:
BASF: Jetzt nach Kurssturz einsteigen?

BASF wurde bereits im Jahr 1865 gegründet und ist mittlerweile der weltweit größte Chemiekonzern. Das Unternehmen mit Hauptsitz in Ludwigshafen am Rhein betreibt weltweit knapp 400 Produktionsstandorte in 80 Ländern. Das Produktportfolio umfasst Industriechemikalien, Kunststoffe, Veredlungsprodukte, Pflanzenschutzmittel sowie Öl und Gas.

Gazprom, Asset-Tausch, Fusion, Börsengang – Wie bitte?

Für die meisten Anleger dürfte die Gesamtsituation bei BASF schwer durchschaubar sein. Von 2010 bis 2015 stieg der Umsatz von 62,3 auf 70,5 Mrd. Euro. Dann kam es zu einem Einbruch auf 57,6 Mrd. Euro, der hauptsächlich auf einen Asset-Tausch mit Gazprom zurückzuführen ist.

BASF hat sich damals von dem Gashandels- und Speichergeschäft getrennt und im Gegenzug weitere Assets im Bereich Öl- und Gasförderung erhalten.

Als wäre das nicht schon unübersichtlich genug, soll dieser Bereich nun ausgegliedert und mit der DEA-Gruppe zusammengelegt werden. Die neu entstehende Wintershall DEA soll dann eigenständig an die Börse gebracht werden.

Die Bewertung soll im Bereich von 14 Mrd. Euro liegen und BASF hält 67% der Anteile.

Wie läuft es aktuell?

Es ist also Einiges in Bewegung und das schreckt viele Anleger ab. In solchen Situationen ergeben sich regelmäßig Gelegenheiten. Ein möglicher Börsengang der Öl- und Gassparte könnte erhebliche Summen in die Kasse spülen und auch der Asset-Tausch scheint seine Vorzüge zu haben.
Der Umsatz ist zwar drastisch gesunken, der Gewinn im Gegenzug aber deutlich gestiegen. Man hat quasi Umsatz gegen Gewinn getauscht, dafür ist das Geschäft aber auch zyklischer.

Langfristig ist die Entwicklung von BASF dennoch enttäuschend. Der Gewinn lag im abgelaufenen Geschäftsjahr wieder auf dem Niveau von 2011 und war zwischenzeitlich rückläufig. Daher ist es kein Wunder, dass auch die Aktie seit Jahren auf der Stelle tritt.

Das laufende Geschäftsjahr löst ebenfalls keine Freudensprünge aus. Der Umsatz stieg in den ersten neun Monaten um 2% auf 47,09 Mrd. Euro und das Ergebnis um 1% auf 5,21 Euro je Aktie.
Das EBIT und der Jahresüberschuss aus fortgeführtem Geschäft waren allerdings rückläufig.

Ausblick und fundamentale Bewertung

Darüber hinaus musste zuletzt die Prognose gesenkt werden. Beim Umsatz und bereinigten EBIT erwartet man zwar weiterhin einen leichten Anstieg, beim EBIT aber einen erheblichen Rückgang.

Im laufenden Geschäftsjahr dürfte das Ergebnis von 6,62 auf 6,15 Euro je Aktie sinken. Für 2019 werden 6,48 Euro je Aktie erwartet.

An diesem Punkt findet man recht wenig Argumente für die Aktien von BASF, jetzt kann nur noch die Bewertung helfen.

Tatsächlich ist dieser Punkt ein wahrer Lichtblick. Das KGV liegt in diesem Jahr bei 9,5 und könnte 2019 auf 9,1 fallen.

In den letzten fünf Jahren lag das KGV durchschnittlich bei 15,8. Seit der Finanzkrise war die Bewertung nur 2011 ähnlich niedrig. Die Dividendenrendite kann sich mit 5,5% ebenfalls sehen lassen.

Was sagt der Chart?

BASF hat eine massive Abwärtsbewegung hinter sich und vom Hoch mehr als 40% an Wert verloren. Kürzlich wurde der mehrjährige Aufwärtstrend durchbrochen, was zu weiterem Abgabedruck geführt hat.

Aktuell notiert die Aktie in der Unterstützungszone bei 55-58 Euro und scheint hier auf vermehrtes Interesse zu stoßen. Gelingt hier eine Bodenbildung, wäre der Weg in Richtung 65 Euro frei. Oberhalb von 68 Euro würde sich das Chartbild erheblich aufhellen.

Fällt die Aktie hingegen nachhaltig unter 55 Euro, dürfte es wohl noch eine Etage tiefer, in Richtung 47 Euro gehen.

Chart vom 11.12.2018 Kurs: 58,68 Kürzel: BAS – Wochenkerzen | LYNX Online BrokerChart vom 11.12.2018 Kurs: 58,68 Kürzel: BAS – Wochenkerzen | LYNX Online Broker

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