Zscaler Aktie Prognose Zscaler: Wo würde ich zuschlagen?

News: Aktuelle Analyse der Zscaler Aktie

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Zscaler meldet einen Umsatzsprung um 40 %, eine Verdopplung des Gewinns und hat die Prognose erhöht. Wo könnte man zuschlagen?

Psychologie an der Börse

An der Börse gleichen sich die Geschichten immer wieder, nur die Namen ändern sich. Der Grund dafür ist, dass dahinter auch dieselben psychologischen Mechanismen stecken.

Während es mit dem Kurs einer Aktie oder den Märkten im Allgemeinen abwärts geht, will niemand zuschlagen.
Es wird stets auf noch tiefere Kurse gehofft und gute Nachrichten werden ignoriert.

In diesem Jahr gab es unzählige solcher Fälle, über viele davon hatten wir berichtet. Einige Leser werden sich vielleicht noch an Expedia, Spotify, MercadoLibre und einige andere erinnern.
Falls nicht, finden Sie die entsprechenden Analysen aus den letzten Monaten selbstverständlich auf LYNX Broker.

Bei Zscaler ist dasselbe geschehen. Es besteht wohl kein Zweifel, dass die Aktie am Hoch überbewertet war, aber es ist trotzdem erstaunlich, dass die guten Geschäftszahlen über etliche Monate hinweg vollkommen ignoriert wurden.

Wann und warum gute Nachrichten ignoriert werden

Bereits im vergangenen Jahr, als Zscaler rücksichtslos abverkauft wurde, übertraf das Unternehmen Quartal um Quartal die Erwartungen.
Die Aktie musste erst drei Viertel an Wert verlieren, bis ein Umdenken einsetzte. Inzwischen ist die Rallye jedoch in vollem Gange.

Auf die Aussichtsreiche Lage bei Zscaler hatten wir im März (Link), Juni (Link) und August hingewiesen (Link).
Seit der ersten Analyse hat die Aktie um etwas mehr als 60 % zugelegt, doch an der grundlegend positiven Eischätzung hat sich wenig geändert.

Selbst wenn die Aktie inzwischen überbewertet wäre, dürfte das die Bullen vorerst nicht aufhalten. Ebenso wie während Crashs die guten Nachrichten ignoriert werden, können die Kurse auch über etliche Monate hinweg schneller steigen als es die fundamentalen Daten rechtfertigen.

Wieder sehr überzeugend

Über die Qualität der Geschäftszahlen, muss man sich bei Zscaler jedoch wenig Sorgen machen, das hat der jüngste Quartalsbericht am 27. September abermals bewiesen.

Der Gewinn lag mit 0,67 je Aktie weit über den Erwartungen von 0,48 USD. Der Umsatz übertraf mit 497 Mio. die Analystenschätzungen von 475 Mio. USD ebenfalls.

Auf Jahressicht entspricht das einem Umsatzplus von 40 % und mehr als einer Verdopplung des Gewinns.
Der freie Cashflow hat sich ebenfalls mehr als verdoppelt und lag bei 224,7 Mio. USD.

Das Geschäft von Zscaler wirft inzwischen eine erhebliche Summe ab, die Margen sind außerordentlich hoch und man hat das notwendige Kapital, um das Wachstum voranzutreiben.

Zuletzt kletterten die Barmittel um 224,2 Mio. USD auf 2,32 Mrd. USD.

Zscaler sticht im Vergleich zu vielen anderen Wachstumsaktien beim Thema Stock-Based-Compensation positiv heraus.
Die SDC sind vergleichsweise gering und werden in den Quartalsberichten als Umsatzkosten ausgewiesen. Das ist eine Praxis, die man andernorts gerne übernehmen darf.

Darüber hinaus hält sich die Verwässerung der Aktienbasis in Grenzen. In den letzten fünf Jahren kletterte die Zahl der ausstehenden Aktien lediglich um 17 %, während der Umsatz um 433 % gesteigert wurde.
Der freie Cashflow hat sich in dieser Zeit mehr als verzehnfacht.

Die Erfolgsgeschichte hinter den Zahlen

Der Schlüssel zum Erfolg sind die besonders effektiven Cybersecurity-Lösungen von Zscaler.

Zscaler bietet cloudbasierte Cybersicherheitslösungen an und setzte dabei auf eine radikale Abkehr von bisherigen Ansätzen, nämlich „Zero Trust“.

Der Unternehmensgründer fasst den Ansatz ganz simpel zusammen: „Vertraue nichts und niemandem“.

Die Plattform ermöglicht direkte und sichere Verbindungen gemäß dem Prinzip der minimalen Rechtevergabe. Das bedeutet, dass keinem User und keiner Anwendung automatisch vertraut wird.

Stattdessen basiert Vertrauen auf der Identität des Users sowie auf Kontextdaten (Standort des Users, Security Posture des Geräts, ausgetauschte Inhalte und angeforderte Anwendungen).
Die Zero Trust Exchange verbindet anhand von unternehmensspezifischen Richtlinien den richtigen User mit der richtigen Anwendung.

Ein radikaler Ansatz für maximale Sicherheit

Obendrein ist Zscaler zwischengeschaltet. Die Daten gehen also nicht direkt von einer möglichen Gefahrenquelle an den Nutzer, sondern durchlaufen erst die Systeme von Zscaler.

Dadurch wird verhindert, dass ein direkter Kontakt zwischen einem möglichen Angreifer (Hacker) und seinem Ziel zustande kommt. Damit erreicht man ein außerordentlich hohes Niveau von Sicherheit.

Dafür bietet Zscaler eine Vielzahl von Diensten an und setzt auf ein skalierbares Geschäftsmodell und rechnet bei Kunden basierend auf der Anzahl der Benutzer und dem Umfang der von ihnen genutzten Dienste ab.

Ausblick und Bewertung

Nachdem man am Montag nachbörslich die Zahlen zum ersten Quartal vorgelegt hat, hat man auch gleich die Umsatzprognose von 2,05 – 2,07 auf 2,09 – 2,10 Mrd. USD erhöht.
Beim Gewinn stellt man 2,45 – 2,48 USD je Aktie in Aussicht, bisher waren es 2,20 – 2,35 USD.

Obwohl Zscaler die Erwartungen übertroffen und die Prognose erhöht hat, notiert die Aktie aktuell 6,99 % im Minus bei 178,50 USD.

Zscaler zufolge wirken sich die durch KI angestoßenen Veränderungen bei den Kunden positiv auf die Nachfrage aus.
Um diesem wachsenden Bedarf gerecht zu werden, will man die Bereiche „Go-to-Market“ sowie Forschung & Entwicklung stärken. Darüber hinaus hat man zwei neue Vorstände bestellt.

Das könnte zwei der Gründe für die negative Kursreaktion sein, denn damit könnten erhöhte Kosten einhergehen.
Die Furcht davor scheint jedoch unbegründet zu sein, schließlich hat Zscaler gerade die Gewinnerwartungen erhöht.

Ein weiteres Problem ist die Bewertung. Egal welche Kennzahl man anlegt, Zscaler ist außerordentlich hoch bewertet.
Der P/FCF liegt derzeit bei 76 und dürfte bis Ende des Geschäftsjahres auf 60 sinken.

Den Gründer und CEO scheint das jedoch nicht dazu zu bewegen, in nennenswertem Umfang Anteile zu verkaufen.
Jay Chaudhry und seine Familie halten bis heute 40 % aller ausstehenden Aktien. Andere Insider sind ebenfalls im großen Stil investiert, der CFO hält mehr als 250.000 Aktien, der COO etwa 247.000 und der Chief Legal Office 125.000, um nur einige zu nennen.

Zscaler Aktie: Chart vom 27.11.2023, Kurs: 178,50 - Kürzel: ZS | Quelle: TWS | Online Broker LYNX
Zscaler Aktie: Chart vom 27.11.2023, Kurs: 178,50 – Kürzel: ZS | Quelle: TWS

Vorerst dürfte der Ausbruchsversuch über den Widerstandsbereich bei 188-194 USD gescheitert sein. Das könnte jetzt eine Korrektur in Richtung 172-175 USD auslösen.
Darunter könnte die Unterstützung bei 160 USD angesteuert werden. Knapp darüber verläuft der kurzfristige Aufwärtstrend.

Die Chancen stehen nicht schlecht, dass die Bullen auf diesem Niveau wieder das Ruder an sich reißen.

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Vorherige Analysen der Zscaler Aktie

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Das US-amerikanische Unternehmen Zscaler bietet Cloud-basierte Lösungen gegen Cyberattacken für seine Kunden an. Seit dem Startschuss der Rallye Anfang Mai, ist die Zscaler-Aktie kaum noch zu halten. Überaus solide Quartalsergebnisse haben die Anstiege angefeuert und sorgten im letzten Halbjahr für deutliche Kurssteigerungen.

Knapp unter der Marke von 165 USD ging den Bullen jedoch das Momentum verloren und so stagnierte die Gesamtbewegung. Eine Seitwärtskonsolidierung stellte sich ein, welche jedoch im gestrigen Handel gebrochen werden konnte. Somit geht auch der Trend wieder in eine bullische Trendphase über.

Expertenmeinung: Die letzten Quartalsergebnisse veröffentlichte der Konzern vor Kurzem. Genauer gesagt am 05. September. Zwar konnten die Analystenerwartungen deutlich geschlagen werden, doch der Gesamtmarkt begann zu dieser Phase gerade eine tiefgreifende Korrektur. Somit standen die Karten auf einen Breakout eher schlecht.

Nun scheint der Markt besser mitzuspielen und somit könnte sich das gestern gestartete Kaufsignal nachhaltiger ausbilden. Das nächste mögliche Kursziel der Aktie sehe ich vorläufig im Bereich von 245 USD.

Aussicht: BULLISCH

Zscaler Aktie: 09.10.2023, Kurs: 168.86 USD, Kürzel: ZS | Quelle: TWS | Online Broker LYNX
Zscaler Aktie: 09.10.2023, Kurs: 168.86 USD, Kürzel: ZS | Quelle: TWS

Der Umsatz von Zscaler ist um 48 % gestiegen, der Gewinn um mehr als 100 %. Bisher hat die Aktie noch nicht darauf reagiert.

Revolutionäre Zero Trust Cybersicherheitslösungen

Zscaler bietet cloudbasierte Cybersicherheitslösungen an, das Unternehmen arbeitet jedoch mit einer radikalen Abkehr von bisherigen Ansätzen, nämlich „Zero Trust“.

Der Unternehmensgründer fasst den Ansatz ganz simpel zusammen: „Vertraue nichts und niemandem“.

Die Plattform ermöglicht direkte und sichere Verbindungen gemäß dem Prinzip der minimalen Rechtevergabe. Das bedeutet, dass keinem User und keiner Anwendung automatisch vertraut wird.

Stattdessen basiert Vertrauen auf der Identität des Users sowie auf Kontextdaten (Standort des Users, Security Posture des Geräts, ausgetauschte Inhalte und angeforderte Anwendungen).
Die Zero Trust Exchange verbindet anhand von unternehmensspezifischen Richtlinien den richtigen User mit der richtigen Anwendung.

Ein radikaler Ansatz für maximale Sicherheit

Obendrein ist Zscaler zwischengeschaltet. Die Daten gehen also nicht direkt von einer möglichen Gefahrenquelle an den Nutzer, sondern durchlaufen erst die Systeme von Zscaler.

Dadurch wird verhindert, dass ein direkter Kontakt zwischen einem möglichen Angreifer (Hacker) und seinem Ziel zustande kommt. Damit erreicht man ein außerordentlich hohes Niveau von Sicherheit.

Dafür bietet Zscaler eine Vielzahl von Diensten an und setzt auf ein skalierbares Geschäftsmodell und rechnet bei Kunden basierend auf der Anzahl der Benutzer und dem Umfang der von ihnen genutzten Dienste ab.

Eine Erfolgsstory mit explosivem Umsatzwachstum

Das scheint die Kunden zu überzeugen und daher ist es ZScaler gelungen, den Umsatz in den letzten fünf Jahren von 190 Mio. auf 1,09 Mrd. USD mehr als zu verfünffachen.
Der freie Cashflow ist in dieser Zeit von 0,03 auf 1,84 USD je Aktie gestiegen.

Das Geschäft erfreut sich einer enormen Nachfrage, wächst schnell, ist hochprofitabel und gut skalierbar.

Wer bei dem IPO im Jahr 2018 eingestiegen ist, konnte sein Kapital vervielfachen, obwohl die Aktie in den letzten Monaten massiv eingebrochen ist.

Damit gehört ZScaler zu den wenigen Börsengängen, die von Beginn an ein Glücksfall für die Anleger sind. Statistisch gesehen ist es eine eher schlechte Idee, zum Zeitpunkt des IPO zu kaufen.
In den meisten Fällen bekommt man die Aktie anschließend nochmal günstiger.

Doch im Fall von Zscaler waren die Geschäftszahlen so überzeugend, dass Kurse trotz der enormen Bewertung gestiegen sind.

Wie ein Kursrückgang Chancen für Investoren eröffnete

Als die Aktie dann etwa Drei Viertel an Wert verloren hatten, rief das antizyklische Investoren wie mich auf den Plan.
Zum ersten Mal hatte ich mich im März bei einem Kurs von 118 USD positiv zum Unternehmen geäußert.

Seitdem hat Zscaler mehrfach gute Zahlen gemeldet, am 5. September wurden nachbörslich die Details zum vierten Quartal bekannt gegeben.
Das Geschäftsjahr von Zscaler endet im Juli.

Der Gewinn lag mit 0,64 je Aktie weit über den Erwartungen von 0,48 USD. Der Umsatz übertraf mit 455 Mio. die Analystenschätzungen von 430 Mio. USD ebenfalls. Auf Jahressicht entspricht das einem Umsatzplus von 43 % und einem Gewinnsprung um 156 %.

Deutlich aussagekräftiger ist jedoch der Cashflow. Der operative Cashflow konnte um 44 % auf 462 Mio. USD gesteigert werden, der freie Cashflow legte um 36 % auf 101,3 Mio. USD zu.

Umsatz und Gewinn explodieren, Kritik gibt es trotzdem

Im gerade abgeschlossenen Geschäftsjahr verzeichnete man ein Umsatzplus um
48 % auf 1,62 Mrd. USD.
Der Gewinn hat sich von 111,6 auf 240,8 Mio. USD mehr als verdoppelt, die Gewinnspanne hat sich von 10 % auf 15 % verbessert.
Der freie Cashflow legte von 231,3 auf 333,6 Mio. USD zu.

Die geschäftliche Entwicklung ist blendend, es gibt nur einen Haken und der nennt sich Stock-Based-Compensation (SBC).
Würde ZScaler nicht Unsummen für Mitarbeiteraktien ausgeben, gäbe es von meiner Seite keine nennenswerten Kritikpunkte.

Im letzten Geschäftsjahr hat man dafür 444,8 Mio. USD aufgewendet, was nahezu dem kompletten operativen Cashflow entspricht.
Die Gegner von SBC werden daher anführen, dass das Unternehmen effektiv nichts verdient hat und diese Haltung kann man durchaus vertreten.

Doch vielleicht ist das ein wenig kurz gedacht. SBC ist ein Ersatz von direkten Lohnzahlungen und hat daher durchaus seine Vorteile.
Im Gegensatz zu Fremdkapital fallen für Aktienoptionen keine Zinsen an, außerdem sind die Mitarbeiter dadurch motivierter.

Verwässerung im Griff: Zscalers Per-Share-Daten

Noch wichtiger ist aber, dass sich die Verhältnismäßigkeiten zunehmend verbessern.
Während der Umsatz um 48 % und der operative Cashflow um 44 % gestiegen sind, kletterten die Aufwendungen für SBC lediglich um 9 %.

Darüber hinaus ist die Verwässerung nicht so stark, wie die Gegner von Stock-Based-Compensation es mit der Aufrechnung von Cashflow gegen SBC gerne darstellen möchten.

Das zeigt ein einfacher Blick auf die Per-Share-Daten. Würde die Verwässerung überhandnehmen, würden die Daten je Aktie nicht nachhaltig steigen, doch das ist natürlich der Fall.
Der Umsatz je Aktie kletterte im letzten Geschäftsjahr um 44 % und der FCF um
37 %. Darüber hinaus soll die Zahl der ausstehenden Aktien fortan kaum mehr steigen.

Ausblick und Bewertung

Für das neue Geschäftsjahr stellt Zscaler einen Umsatzsprung von 1,62 auf 2,05 – 2,065 Mrd. USD in Aussicht.
Das operative Ergebnis soll 1,79 auf 2,20 – 2,30 USD je Aktie steigen.
Bisher hatte man einen Umsatz von 2,04 Mrd. USD sowie ein Ergebnis von 318 Mio. USD erwartet.

Der freie Cashflow soll auf 3,00 – 3,10 USD je Aktie zulegen. Zscaler kommt demnach auf einen forward P/FCF von 53,4.
Das ist alles andere als wenig, allerdings werden auch enorme Wachstumsraten erwartet.

Es ist eine heikle Angelegenheit, derartige Bewertungen auf den Tisch zulegen. Damit das Investment aufgeht, muss das Wachstum auf unabsehbare Zeit anhalten.
Bei ZScaler spricht vieles dafür, dass das der Fall sein wird.

Sollten die hohen Erwartungen tatsächlich erfüllt werden, würde der FCF in zwei Jahren bereits bei über 5 USD je Aktie liegen.
Entweder müsste der P/FCF in dieser Zeit auf 30 sinken, oder die Aktie steigen.

Selbst wenn der P/FCF auf 45 sinken würde, wären die Kurssteigerungen enorm. Ebenso gut wäre es möglich, dass die Bewertung in einigen Jahren sogar noch höher sein wird als derzeit.
Es ist unmöglich das vorherzusagen, da sich die Bewertung tagtäglich ändert und vor allem von der Stimmung der Anleger abhängig ist.

Vor einigen Monaten wurde Zscaler noch für einen P/FCF von 250 gehandelt, am Tief waren es 38.

Zscaler Aktie: Chart vom 06.09.2023, Kurs: 160,50 - Kürzel: ZS | Quelle: TWS | Online Broker LYNX
Zscaler Aktie: Chart vom 06.09.2023, Kurs: 160,50 – Kürzel: ZS | Quelle: TWS

Gelingt jetzt ein nachhaltiger Ausbruch über 160 USD, kommt es zu einem prozyklischen Kaufsignal mit einem möglichen Kursziel bei 188 USD.
Darüber würde sich das Chartbild deutlich aufhellen.

Solange der Ausbruch jedoch nicht gelungen ist, kann es jederzeit wieder zu einem Rücksetzer in Richtung 140 USD oder möglicherweise sogar 125 kommen.
In diesem Bereich ist mit zunehmendem Kaufinteresse zu rechnen.

ZScaler bietet revolutionäre Cybersicherheitslösungen mit einem radikalen Ansatz. Die Folge ist ebenso radikales Wachstum.

Revolutionäre Cybersicherheitslösungen mit radikalem Ansatz

Zscaler bietet cloudbasierte Cybersicherheitslösungen an, das Unternehmen arbeitet jedoch mit einer radikalen Abkehr von bisherigen Ansätzen, nämlich „Zero Trust“.

Der Unternehmensgründer fasst den Ansatz ganz simpel zusammen: „Vertraue nichts und niemandem“.

Die Plattform ermöglicht direkte und sichere Verbindungen gemäß dem Prinzip der minimalen Rechtevergabe. Das bedeutet, dass keinem User und keiner Anwendung automatisch vertraut wird.

Stattdessen basiert Vertrauen auf der Identität des Users sowie auf Kontextdaten (Standort des Users, Security Posture des Geräts, ausgetauschte Inhalte und angeforderte Anwendungen). Die Zero Trust Exchange verbindet anhand von unternehmensspezifischen Richtlinien den richtigen User mit der richtigen Anwendung.

Das muss der Angreifer erstmal überwinden

Obendrein ist Zscaler zwischengeschaltet. Die Daten gehen also nicht direkt von einer möglichen Gefahrenquelle an den Nutzer, sondern durchlaufen erst die Systeme von Zscaler.

Dadurch wird verhindert, dass ein direkter Kontakt zwischen einem möglichen Angreifer (Hacker) und seinem Ziel zustande kommt.
Damit erreicht man ein außerordentlich hohes Niveau von Sicherheit.

Dafür bietet Zscaler eine Vielzahl von Diensten an und setzt auf ein skalierbares Geschäftsmodell und rechnet bei Kunden basierend auf der Anzahl der Benutzer und dem Umfang der von ihnen genutzten Dienste ab.

Erfolgreiches Wachstum und wiederkehrende Einnahmen

Dieses Modell scheint bei den Kunden Anklang zu finden und für Investoren hat es den Vorteil, dass die Einnahmen weitgehend wiederkehrender Natur sind.

In den letzten fünf Geschäftsjahren konnte der Umsatz von 190 Mio. auf 1,09 Mrd. USD massiv gesteigert werden.
Der freie Cashflow legte in dieser Zeit von 0,03 auf 1,84 USD je Aktie zu.

Da das Geschäft von ZScaler nicht sonderlich kapitalintensiv und gut skalierbar ist, hält sich die Verwässerung der Aktienbasis in Grenzen.
Nennenswerte Schulden hat man nicht, jedoch 1,28 Mrd. USD an Cashreserven, um das Wachstum weiter voranzutreiben.

In Anbetracht dieser Tatsachen, dürfte es niemanden wundern, dass sich die Aktie seit dem Börsengang 2018 sehr gut entwickelt hat.
Zeitweise entstand ein regelrechter Hype um die ZScaler-Aktie.

Machen Sie sich das immer wieder bewusst

Zscaler ging durch die Decke, nur um anschließend von über 350 auf unter 100 USD abzustürzen.
Wer noch Beweise dafür sucht, dass der Markt alles andere als effizient ist und die Kurse kurzfristig vor allem durch Emotionen zustande kommen, dürfte hier fündig werden.

Während Rallyes werden Probleme gerne ignoriert. Doch wenn die Stimmung schlecht genug ist, wird jedes noch so kleine Haar in der Suppe gesucht, gefunden und als Begründung für sinkende Kurse genutzt.

In der jüngeren Vergangenheit konnte man beide Phänomene Live und in Action beobachten.
Während der Rallye von 2020 und 2021 schossen zahllose Aktien durch die Decke, nichts spielte mehr eine Rolle.

Divergenz beendet: Gute Zahlen zeigen endlich Wirkung

In den letzten Monaten galt das Gegenteil. Unternehmen wie ZScaler lieferten starke Zahlen und stürzten dennoch ab:
Zahlen über Erwartungen, Prognose erhöht: Zscaler stürzt ab

Doch das geht nicht ewig so. Eine gewisse Zeit können Geschäftszahlen und Aktienkurs divergieren, doch am Ende folgt die Aktie immer den Zahlen.
Bei ZScaler scheint die Zeit der Divergenz beendet zu sein.

Die guten Zahlen werden jedenfalls nicht mehr ignoriert. Wie wir seit wenigen Tagen wissen, hat ZScaler im dritten Quartal wieder abgeliefert.

Der Gewinn lag mit 0,48 je Aktie über den Erwartungen von 0,42 USD. Der Umsatz übertraf mit 419 Mio. die Analystenschätzungen von 415 Mio. USD ebenfalls.

Auf Jahressicht entspricht das einem Umsatzplus von 46% und einem Gewinnsprung um 182%.
Der freie Cashflow konnte von 43,7 auf 73,9 Mio. USD gesteigert werden, die FCF-Marge lag bei 18%.

Die Umsatzprognose für das laufende Geschäftsjahr wurde von 1,56 auf 1,59 Mrd. USD erhöht und die Gewinnerwartungen von 1,52 – 1,53 auf 1,63 – 1,64 USD je Aktie.
Der freie Cashflow dürfte im Bereich von 2,25 USD je Aktie liegen.

Ausblick und Bewertung

ZScaler kommt demnach auf einen forward P/FCF von 68. Das ist alles andere als wenig, allerdings werden auch enorme Wachstumsraten erwartet und das Geschäftsjahr ist so gut wie zu Ende.
Das neue Geschäftsjahr beginnt bereits im August, wodurch der forward P/FCF schlagartig auf 49 sinken würde.

Ein anderer Maßstab ist das KUV. Seit dem Börsengang wurde ZScaler durchschnittlich mit einem KUV von 31 gehandelt, am absoluten Tiefpunkt waren es knapp unter 9.
Aktuell liegt das KUV bei 14,6 und würde im kommenden Jahr auf 10,8 sinken.

Die Aktie ist sicherlich nichts für konservative Anleger, dafür aber für diejenigen, die ein besonders hohes Wachstum suchen.

ZScaler Aktie: Chart vom 07.06.2023, Kurs: 153 - Kürzel: ZS | Quelle: TWS | Online Broker LYNX
ZScaler Aktie: Chart vom 07.06.2023, Kurs: 153 – Kürzel: ZS | Quelle: TWS

Aktuell sitzen die Bullen fest im Sattel. Mit dem Ausbruch über 142 USD hat die Aktie ein Kaufsignal mit einem Kursziel bei 160 USD ausgelöst.
Langsam stellt sich aber auch die Frage, ob die Rallye nicht bald durch eine Gegenbewegung unterbrochen wird.

Möglicherweise scheitert die Aktie bei 160 USD und vollzieht dann eine Korrektur in Richtung 142 oder 125 USD. Auf diesem Niveau könnte man dann einen antizyklischen Einstieg erwägen.

Bricht ZScaler jedoch über 160 USD aus, könnte sich die Rallye in Richtung 172 oder 188 USD fortsetzen.
Über 188 USD hellt sich das Chartbild nachhaltig auf.

Zscaler hat die Erwartungen übertroffen und die Prognose erhöht. Die Aktie stürzt als Reaktion darauf um 12% in die Tiefe. Wie passt das zusammen?

Vertraue nichts und niemandem

Zscaler bietet cloudbasierte Cybersicherheitslösungen an, das Unternehmen arbeitet jedoch mit einer radikalen Abkehr von bisherigen Ansätzen, nämlich „Zero Trust“.

Der Unternehmensgründer fasst den Ansatz ganz simpel zusammen: „Vertraue nichts und niemandem“.

Die Plattform ermöglicht direkte und sichere Verbindungen gemäß dem Prinzip der minimalen Rechtevergabe. Das bedeutet, dass keinem User und keiner Anwendung automatisch vertraut wird.

Stattdessen basiert Vertrauen auf der Identität des Users sowie auf Kontextdaten (Standort des Users, Security Posture des Geräts, ausgetauschte Inhalte und angeforderte Anwendungen). Die Zero Trust Exchange verbindet anhand von unternehmensspezifischen Richtlinien den richtigen User mit der richtigen Anwendung.

Obendrein ist Zscaler zwischengeschaltet. Die Daten gehen also nicht direkt von einer möglichen Gefahrenquelle direkt an den Kunden von Zscaler, sondern durchlaufen erst die Systeme von Zscaler.

Damit erreicht man ein außerordentlich hohes Niveau von Sicherheit.

Dafür bietet Zscaler eine Vielzahl von Diensten an und setzt auf ein skalierbares Geschäftsmodell und rechnet beim Kunden basierend auf der Anzahl der Benutzer und dem Umfang der von ihnen genutzten Dienste ab.

Das Haar in der Suppe

In der laufenden Berichtssaison scheinen die Anleger besonders kritisch zu sein. Wird auch nur das kleinste Haar in der Suppe gefunden, geht es abwärts.
Wenden wir uns also der Frage zu, wo das Problem bei Zscaler lag. Ein Kurssturz von 12% kommt schließlich nicht grundlos zustande, oder?

Der Gewinn lag mit 0,39 je Aktie weit über den Erwartungen von 0,30 USD. Der Umsatz übertraf mit 387,6 Mio. die Analystenschätzungen von 365 Mio. USD ebenfalls deutlich.

Auf Jahressicht entspricht das einem Umsatzplus von 52% und einer Verdreifachung des Gewinns.
Der operative Cashflow ist von 48,3 auf 89,5 Mio. USD gestiegen und der freie Cashflow von 29,4 auf 62,8 Mio. USD.
Das bedeutet, dass sich die Margen auf allen Ebenen verbessert haben.

Doch damit will man sich scheinbar nicht begnügen. Obwohl man weiterhin ein ordentliches Wachstum erwartet, will man die Zahl der Beschäftigten um 3% senken und sich noch schlanker und effizienter aufstellen.
Was sonst gut an der Börse ankommt, scheint den Kursverfall hier nicht aufhalten zu können.

Prognose hoch

Ferner hat Zscaler die Umsatzerwartungen für das laufende Geschäftsjahr von 1,525 – 1,530 auf 1,56 Mrd. USD leicht erhöht.
Beim Gewinn stellt man 1,52 – 1,53 USD je Aktie in Aussicht, bisher waren es 1,23 – 1,52 USD je Aktie.

Bisher findet man also ziemlich wenig, was den Bären Futter liefern würde. Die jeweiligen Kommentatoren haben ihre liebe Mühe, einen Grund für den Abverkauf zu finden.
Dadurch kommen dann solche Titel zustande: „Zscaler Earnings Top Views, But Size Of Billings Beat Disappoints“.
Demnach lagen die Billings also über den Erwartungen, aber nicht weit genug.

Bei Yahoo Finance verweist man hingegen auf einen „schwachen“ Anstieg des Deferred Revenue von „nur“ 46% auf 1,11 Mrd. USD.
Deferred Revenue bezeichnet Einnahmen, die im Voraus für Produkte oder Dienstleistungen gezahlt wurden. Zscaler muss die Arbeit, für die man bereits bezahlt wurde, also erst noch verrichten.

Fällt dieser Wert geringer als erwartet aus, deutet das darauf hin, dass es zu einer Wachstumsdelle kommen könnte. Inwieweit man bei einem Anstieg von 46% zu so einer Schlussfolgerung kommen kann, muss wohl jeder für sich selbst entscheiden.
Der Markt scheint jedenfalls die Sorge zu haben, dass das Wachstum von Zscaler nachlassen wird, obwohl die Aufträge fast im selben Umfang wie der Umsatz gestiegen sind.

Abwägungssache

Im Earnings Call wurde die Sache ebenfalls thematisiert. Demzufolge ist die „schwache“ Entwicklung auf Großaufträge zurückzuführen, die stufenweise ausgeweitet werden.

Wie geht man jetzt mit diesen Informationen um? Das ist wie immer eine Abwägungsfrage.
Entweder überwiegen die Sorgen und man erwartet eine nachlassende Wachstumsdynamik oder man konzentriert sich auf den Fakt, dass Zscaler wieder die Erwartungen übertroffen hat, zum zweiten Mal in diesem Jahr die Prognose erhöht hat und keinerlei Verlangsamung in Aussicht stellt.

Die derzeitige Prognose entspricht einem Umsatzplus von 43% und einem Gewinnsprung um 121%.
Verstehen Sie mich nicht falsch, das macht Zscaler nicht automatisch zu einem guten Investment, die Kursreaktion ist trotzdem kaum nachvollziehbar.

Die Aktie ist aber auch nicht gerade günstig, was bei derartigen Umsatz-, Gewinn- und Cashflow-Steigerungen kaum zu erwarten war.

Vorbörslich notiert Zscaler 12,04% im Minus bei 117,98 USD. Auf diesem Niveau liegt die forward P/E bei 77 und der P/FCF (2023) bei etwa 50.
Das ist in absoluten Zahlen sicherlich viel, bei einem Umsatzwachstum von zuletzt 52% und einer FCF-Marge von 16% nicht aus der Luft gegriffen.

Daher war Zscaler seit dem Börsengang auch nie wesentlich günstiger, über weite Strecken aber deutlich teurer.

Chart vom 03.03.2023 – Kurs 117,98 Kürzel: ZS - Wochenkerzen | Online Broker LYNX
Chart vom 03.03.2023 – Kurs 117,98 Kürzel: ZS – Wochenkerzen

Zscaler ist ein charttechnischer Problemfall, denn die Aktie tendiert dazu, zuvor etablierte Unterstützungen und Widerstände zu durchbrechen und dann eine Kehrtwende zu vollziehen.
In anderen Fällen wurden Chartmarken geradezu ignoriert.

Fällt die Aktie im regulären Handel unter 125 USD, sind die Bullen aber vorerst gescheitert und es wird sich zeigen müssen, ob der Abverkauf bereits nahe 115 USD gestoppt werden kann oder nochmal die 100-Dollar-Marke angesteuert wird.

Den Bullen hilft hingegen nur eine schnelle Rückkehr über 125 USD. Kann diese Kehrtwende zeitnah erzielt werden, könnten wir sogar am Beginn einer Rallye stehen.