Volkswagen Vz. Aktie aktuell Volkswagen: Das sieht gar nicht gut aus – droht der Absturz?

Aktuelle Analyse der Volkswagen Vz. Aktie

In diesem Artikel

Volkswagen Vz.
ISIN: DE0007664039
Ticker: VOW3
Währung: EUR

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Chartanalyse
Basis 6 Monate bullish
Zur Volkswagen Vz. Aktie

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Die Erholungsrallye der Volkswagen Aktie ist wohl vorerst zu Ende. Nachdem sich diese von März auf Juni deutlich erholen konnte, ging der Titel in eine wohlverdiente Verschnaufpause über. Die breit angelegte Konsolidierung ermöglichte den Bullen wieder etwas Luft für den nächsten Anstieg zu holen. Doch anstatt neue Hochs anzuvisieren, bildete sich im Juli ein klares tieferes Hoch. Dies war bereits ein Zeichen von Schwäche. Anleger waren nicht mehr bereit auf höheren Niveaus zu kaufen und so kam es, wie es kommen musste. Gewinne wurden mitgenommen und die Kurse drehten dieser Tage wieder deutlicher nach unten – das sieht gar nicht gut aus.

Die aktuellen Kurse, Charts, Dividenden und Kennzahlen zur Volkswagen Vz. Aktie finden Sie hier.

Expertenmeinung: Erneut ist die Aktie an einer wichtigen Unterstützung angekommen, welche nun zum dritten Mal in Folge getestet wird. Das Problem dabei ist, dass aus technischer Sicht die Wahrscheinlichkeit sehr hoch ist, dass diese jetzt gebrochen werden könnte. Vielleicht kommt es noch zu einem kurzen Rücklauf nach oben, aber ein Bruch ist wohl nicht mehr aufzuhalten. Daher bleiben wir bei unserer neutralen Bewertung. Sollte der eingezeichnete Boden tatsächlich gebrochen werden, wäre unser nächstes Kursziel vorläufig die Marke bei 110 EUR.

Aussicht: NEUTRAL

Chart vom 31.07.2020 Kurs: 125.10 Kürzel: VOW3 | Online Broker LYNX

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Vorherige Analysen der Volkswagen Vz. Aktie

Würde man unterstellen, dass ein Aktienkurs immer der aktuellen Lage entsprechen würde, müsste der Kurs der Volkswagen Vorzugsaktie jetzt unter 60 Euro liegen. Denn wenn die Analysten mit ihrer durchschnittlichen Gewinnprognose für 2020 Recht behalten sollten, würde der Gewinn pro Aktie beim VW-Konzern im laufenden Jahr etwa 70 Prozent unter dem des Jahres 2019 liegen. Aber natürlich handeln die Anleger nicht das Hier und Jetzt, sondern die Zukunft. Und von der erwarten Sie, dass das Unternehmen schnell wieder an die vorherige Ertragskraft anknüpfen wird. Und die Analysten ebenso. Nach gut 28 Euro Gewinn pro Aktie 2019 soll er 2020 zwar nur bei ca. 8,60 Euro liegen, 2021 aber schon wieder auf 21 Euro pro Aktie zulegen. Und diese Erholung hat man bereits eingepreist, deshalb notiert die Aktie derzeit nicht allzu weit unter dem unteren Rand der Handelsspanne, die die Aktie zwischen Sommer 2018 und Sommer 2019 gesehen hatte. Anders formuliert: Der Kurs der VW Vorzugsaktie entspricht einer Rückkehr zum status quo minus eines moderaten Risiko-Abschlags. Was indes einen gewissen Haken beinhaltet.

Denn ob das Risiko, dass diese Erwartungen daneben liegen, d.h. 2020 schlimmer als gedacht wird und/oder die Belebung 2021 weit weniger stark ausfällt als erhofft, diesem moderaten Abschlag entspricht oder womöglich deutlich größer ist, weiß man nicht. Dass sich das bis zuletzt nicht im Kurs niederschlug zeigt, dass die Anleger momentan weit mehr Hoffnungen als Fakten handeln und tendenziell bereit sind, an das „best case“-Szenario zu glauben. Was aber bedeutet, dass über der Aktie permanent ein Damoklesschwert namens „enttäuschte Hoffnungen“ schwebt. Dass dieses Schwert alles andere als stumpf ist, bewies der gestrige Handelstag. Denn da legte Volkswagen seine Halbjahresbilanz vor. Die zwar im Rahmen der Analystenprognosen ausfiel. Aber offenbar nicht das war, was sich viele Anleger insgeheim erhofft hatten, nämlich eine positive Überraschung.

Der Konzernumsatz lag in den ersten sechs Monaten bei 96,1 Milliarden Euro. Das war zwar ein herbes Minus von gut 23 Prozent gegenüber dem Vorjahr, entsprach aber den Erwartungen der Experten. Was auch für den Gewinn vor Steuern und Zinsen (EBIT) galt. Der war diesmal kein Gewinn, sondern ein Verlust von 800 Millionen Euro, nach +10 Milliarden im ersten Halbjahr 2019. Nicht gut, aber die Konsens-Schätzung hatte bei einer Milliarde Verlust gelegen. Volkswagen kommentierte die Ergebnisse mit einer gewissen Zuversicht: Für das Gesamtjahr 2020 gehe man weiter von einem positiven operativen Ergebnis aus. Schön, nur:

Eine konkrete Prognose gab es nicht. Und ein positives operatives Ergebnis wäre auch erreicht, wenn am Ende ein einziger Euro Gewinn in der Bilanz stünde. Ist man also auf dem Weg, diese derzeitige, durchschnittliche Analystenerwartung von ca. 8,60 Euro Gewinn pro Aktie zu erreichen oder nicht? Man weiß es nicht. Und dass VW mitteilte, dass man im jetzt endenden Juli „womöglich“ einen prozentual einstelligen Rückgang der Auslieferungen zum Vorjahresmonat verbuchen werde, ist ebenso schwammig. „Womöglich“ ist am 30. Juli eine unschön vage Angabe, „einstellig“ kann ein Prozent sein oder neun Prozent. Die Anleger wussten also eigentlich nach dieser Halbjahresbilanz nicht viel mehr als zuvor. Und das dürfte es sein, was einige dazu trieb, auf einem Kursniveau, das ca. 70 Prozent über dem Tief vom März (79,38 Euro) liegt, doch lieber den Gewinn mitzunehmen. Die Frage stellt sich, ob daraus mehr wird, ob die Aktie womöglich bald eine gute Basis für die Short-Seite hergibt?

Volkswagen Vz. Chart auf Tagesbasisvom 30.07.2020, Kurs 129,20 Euro, Kürzel VOW3

Noch ist kein klares Short-Signal entstanden, aber der gestrige Abschlag als Reaktion auf die Zahlen bringt den Kurs deutlich näher an eine Klippe, die aus einem nahenden ein vollzogenes charttechnisches Verkaufssignal machen würde. Bei 125 Euro liegen zwei Zwischentiefs vom Mai und Juni. Würden die auf Schlusskursbasis unterboten, läge die nächste, als Support denkbare untere Wendemarke bei 111 Euro, darunter würde es dann mit dem Abwärtspotenzial schon langsam Richtung März-Tief gehen. Dass die Aktie im Vorfeld gleich zweimal nicht an ihrer 200-Tage-Linie vorbeikam und der Stochastik-Oszillator als einer der schneller reagierenden markttechnischen Indikatoren auf Tages- ebenso wie auf Wochenbasis bereits Verkaufssignale generiert hat, ist ein weiterer Punkt zu Gunsten des bärischen Lagers. Sollte die Vorzugsaktie unter 125 Euro schließen, würde das eiserne Durchhalten von Long-Trades daher sukzessiv in den Bereich eines Himmelfahrtkommandos rücken.

Volkswagen Vz. Chart auf Wochenbasis vom 30.07.2020, Kurs 129,20 Euro, Kürzel VOW3

BMW ist einer der weltgrößten Automobil- und Motorradhersteller im Premium-Segment.
Zum Unternehmen gehören auch die Marken Rolls-Royce und MINI.

Eine Warnung

Langjährigen Lesern wissen es nur zu gut: Seit Jahren warne ich vor dem Automobilsektor, vor allem vor Zulieferern.
Der Sektor steht vor gewaltigen Herausforderungen, die großen Zeiten sind womöglich vorbei.

Die Elektromobilität erfordert in dieser ohnehin schon kapitalintensiven Branche zusätzliche gigantische Investitionen. Der Sieger in diesem Wettkampf ist vollkommen unklar und die Zulieferer wird das ohnehin schwer treffen.
Besteht ein Verbrenner aus 1.500 Komponenten, sind es beim E-Auto nur noch 200. Man muss kein Genie sein, um zu erkennen, dass sich das negativ auf die Margen auswirken wird.

Hinzu kommt der Wandel in Richtung autonomer Fahrzeuge. Durch Sharing werden dann schlichtweg weniger Autos benötigt.

Statt immer auf der Branche rumzuhacken, möchte ich heute die positiven Aspekte besprechen.

Der perfekte Sturm

Autowerte vereinen so ungefähr alles, was bei Anlegern in den letzten Jahren unbeliebt war. Industriewerte, Autos, hohe Verschuldung und Europa im ganz allgemeinen.

Hinzu kam ein Absatzeinbruch in China, der Zollstreit, zusätzliche Investitionen im Elektro-Segment und der Dieselskandal.
Gekrönt wurde das ganze dann mit einer Pandemie und einem Shutdown der Produktion.

Viel schlimmer kann es nicht werden und dementsprechend niedrig ist derzeit die Bewertung.

Vielleicht hilft die Pandemie und die Angst vor Krankheiten mittelfristig sogar ein wenig. Es wird sicher Menschen geben, die Abstand von öffentlichen Verkehrsmitteln halten werden.

Licht am Ende des Tunnels?

BMW und Volkswagen notieren derzeit weit unter dem Buchwert und haben mehr als die Hälfte des Börsenwerts an Barreserven.

Das Tief könnte durchschritten sein, die Absatzzahlen sollten in den kommenden Quartalen wieder deutlich steigen.
Das könnte die Aktien befeuern, da ein Großteil der Anleger sehr kurzfristig agiert und denkt.

Darüber hinaus haben VW und BMW umfassende Einsparungen beschlossen, die Kosten im Elektro-Segment sollte ohnehin sinken.
Die Einstellung von Modellen wird die Effizienz verbessern und sich positiv auf die Margen auswirken.

Darüber hinaus haben sowohl BMW und VW noch Potenzial zur Verbesserung des Produktmix. Bei hochmargigen SUVs sind beide Hersteller noch unterrepräsentiert, das betrifft vor allem Nordamerika.

Bewertung

BMW und VW haben in den letzten Jahren konsequent ihren Buchwert und Barreserven gesteigert.

Am wichtigsten ist jedoch, dass reale Vermögenswerte außerhalb des Autogeschäfts aufgebaut wurden. In nur zehn Jahren konnte BMW den Wert dieser Assets von 20 auf 50 Euro je Aktie steigern.
Die Vermögenswerte außerhalb des Autogeschäfts übersteigen derzeit also den Kurs der Vorzugsaktie.

Man könnte also durchaus argumentieren, dass das Autogeschäft derzeit mit null bewertet wird, obwohl es Jahr für Jahr überschüssiges Kapital erwirtschaftet.

VW hat in den letzten zehn Jahren mehr als 35 Euro an Dividenden ausgeschüttet, bei BMW waren es über 29 Euro je Aktie.
Im direkten Performance-Vergleich der Aktie inklusive Dividende macht das BMW zum knappen Sieger.

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Chart

Der folgende Chart bezieht sich auf die Vorzugsaktie von BMW mit dem Tickersymbol BMW3.
Für Kleinanleger ist das Stimmrecht weitgehend nutzlos und durch den deutlich niedrigeren Kurs der Vorzugsaktie (44,50 Euro) gegenüber der Stammaktie (58,80 Euro), ist die Dividendenrendite wesentlich höher.

BMW Vz. ist in die langfristig bedeutende Supportzone bei 35-40 Euro eingetaucht. Für antizyklische Anleger ist das ein interessanter Bereich.

Gelingt hingegen ein Ausbruch über 47,50 Euro, könnte es zu Anschlusskäufen in Richtungen 52 und 57 Euro kommen. Über 60 Euro hellt.

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Chart vom 16.07.2020 Kurs: 44,50 Kürzel: BMW3 - Wochenkerzen | LYNX Online Broker

Die Volkswagen-Aktie hat sich in den letzten Wochen durch so manche Charthürde hindurch gebissen und einiges an negativen Nachrichten weggesteckt. Erneute Drohungen der USA in Sachen Strafzölle gegen die Euro-Autobauer, das für die Benziner und Diesel enttäuschende Konjunkturpaket der Bundesregierung: Immer reagierte die Aktie kurz und zog dann doch wieder an. Jetzt ist zu Wochenbeginn der Versuch gescheitert, die wichtige 200-Tage-Linie zu nehmen. Ist diese Hürde für die Aktie eines Unternehmens, das eher nicht zu denen gehören wird, die rasant wieder auf alte Gewinnlevels zurück finden, zu hoch?

Richtig ist, dass die 200-Tage-Linie für die VW Vorzugsaktie seit Monaten immer wieder relevant war. Im Oktober sowie Ende Januar/Anfang Februar diente sie als Unterstützung, Anfang März als Widerstand. Und Letzteres ist sie derzeit wieder. Am Montag war der Kurs kurzzeitig über die Linie gelaufen, das jedoch löste Gewinnmitnahmen aus, die die Aktie am Ende des Tages ins Minus drückten. Und in den beiden Tagen danach regte sich noch keine Gegenwehr der Bullen, während markttechnische technische Indikatoren wie der hier im Tageschart abgebildete Stochastik-Oszillator allerhand Spielraum nach unten ausweisen. Das dürfte für bärische Trader verlockend sein. Nur wartet der entscheidende Punkt, dessen Unterschreiten das Ende der im März begonnenen Rallye indizieren würde, erst ein gutes Stück unter dem letzten Kurs.

Die aktuellen Kurse, Charts, Dividenden und Kennzahlen zur Volkswagen Vz. Aktie finden Sie hier.

Expertenmeinung: Die Kreuzunterstützung aus der unteren Begrenzung des März-Aufwärtstrendkanals, der vorherigen, jetzt überbotenen Abwärtstrendlinie, der 20-Tage-Linie und den Tiefs der Monate März bis August 2019 ist es, auf die es ankommt. Diese Zone liegt im Bereich zwischen 130 und 138 Euro. Würde diese Zone gebrochen, wäre der Weg aus charttechnischer Sicht erst einmal nach unten frei. Dann allerdings könnte es allemal in den Bereich der Mai-Tiefs bei 111,08 Euro gehen, denn die Zuversicht, dass der VW-Konzern zügig die alte Ertragskraft wiedererlangt, dürfte mit der Trendrichtung der Aktie stehen und fallen.

Aber noch sollte man die Bullen besser nicht abschreiben. Dass man zwei Tage nach dem Scheitern eines ersten Versuchs, die 200-Tage-Linie zurück zu erobern, erst einmal fernbleibt heißt nicht, dass das bullische Lager zu den Bären übergelaufen wäre. Ob die Käuferseite noch genug Cash und Zuversicht hat, um die Aktie in den nächsten Rallye-Impuls zu tragen, könnte erst erkennbar werden, wenn diese Zone 130/138 Euro, deren obere Begrenzung ja nicht weit entfernt liegt, getestet wird. Denn warum sollte man auf höherem Niveau unbedingt zugreifen, wenn eine verteidigte Auffangzone doch eine weit bessere Basis für einen neuen Aufwärtsimpuls wäre? Und gelingt das, würde dieser wichtige, aktuell bei 153 Euro verlaufende 200-Tage-Linie im zweiten Versuch überboten, wäre die Zuversicht wohl umgehend wieder da und könnte die Aktie schnell an die obere Begrenzung des März-Aufwärtstrendkanals tragen, die momentan bei 165 Euro verläuft. Noch ist hier also alles drin!

Volkswagen Aktie Chart vom 10.06.2020, Kurs 143,18 Euro, Kürzel VOW3 | Online Broker LYNX

 

Wenn man sich die Kurse anschaut, muss man zu dem Schluss kommen: An der Börse hat man die aktuelle Krise quasi schon abgehakt. Zumindest vorerst. Die meisten Indizes haben einen Großteil der Verluste wieder aufgeholt.
Der S&P500 ist nicht mehr weit vom Allzeithoch entfernt, der Nasdaq 100 hat das ehemalige Rekordniveau praktisch wieder erreicht.

Leider dürfte das den meisten Anlegern nichts helfen. Die Mehrheit hat die Depots ausgedünnt, statt Positionen aufzustocken.

Ich bin froh, dass ich immer wieder davon abgeraten habe, so zu handeln. Ganz im Gegenteil. Auf Guidants und auch in den Webinaren habe ich einige Dinge immer wieder und ganz klar zum Ausdruck gebracht:

  1. Ich bin ein langfristiger Investor und verkaufe niemals während Korrekturen. Wir verkaufen am Allzeithoch.
  2. Man kann einen Crash nicht perfekt timen. Keiner weiß, wo der S&P500 oder ein anderer Index das Tief markieren wird. Man sollte einzelne Unternehmen betrachten und schrittweise einsteigen.

Glücklicherweise hatten wir vor dem Crash bereits die Cashquote hochgefahren, da der Markt schlichtweg zu teuer war und es kaum noch gute Gelegenheiten gab. Wer regelmäßig am Webinar teilnimmt, wird es über Monate hinweg gehört haben.
Hier finden Sie die Aufzeichnungen.

Erkennen Sie die Muster

Das Schema ist immer dasselbe und es hat sich über die Jahre bewährt. Wenn Sie meinen Ansatz verstehen möchten, empfehle ich Ihnen folgenden Artikel:
Schlachtplan und Einkaufsliste für den Börsen-Crash

Ende Februar habe ich wieder Kauflisten veröffentlicht und selbst bei einem Großteil der besprochenen Werte zugeschlagen:
Einkaufsliste für den Crash 2020 und Börsencrash: Das ist meine Kaufliste

Sie können aus den letzten Monaten sehr viel lernen. Börsenerfolg ist erlernbar, man benötigt nur das richtige System und Mindset. Wer eines meiner Seminare besucht hat, hatte zudem ein Timing-Tool, welches mitten im Crash Kaufsignale lieferte.

Meine Worte waren im Februar 2020 dieselben wie im April 2018. Das ist wichtig. Erfolgreich kann man nur sein, wenn man eine sinnvolle Strategie über Jahre hinweg durchzieht.

Die Welt verändert sich, die menschliche Natur aber nicht. Daher wiederholt sich an der Börse auch alles, die Muster sind dieselben. Ich könnte heute exakt mit denselben Worten beginnen, wie im April 2018:

Die Aktienmärkte haben eine kleinere Korrektur von rund 10% vollzogen, beim Dax war es noch etwas mehr. Bisher nichts Ungewöhnliches, vor allem nach dem stetigen Anstieg im vergangenen Jahr. Ein Rücksetzer war überfällig und gesund.

Bei -10% fange ich erst an, über größere Käufe nachzudenken und Limits in den Markt zu stellen. Die ersten Käufe erfolgten, als der S&P500 bereits 15% unter den Hochs stand. War das optimal? Nein? (wird es nie sein – verabschieden Sie sich besser schnell von diesem Traum)
War es profitabel? Ich bin jedenfalls zufrieden.
Denn während der Markt in die Tiefe rauschte erfolgten weitere Käufe. In der Summe hat sich das gelohnt.

Wie hilft Ihnen das jetzt weiter?

Zunächst ist es wichtig, die gewonnen Erkenntnisse in Zukunft zu nutzen. Der nächste Crash wird kommen, Sie wissen was dann zu tun ist.

Nach der massiven Rallye sind wir allerdings wieder an dem Punkt angekommen, wo wir vor dem Crash waren: Es gibt kaum noch attraktive Investments.
Die meisten Aktien notieren zwar deutlich niedriger, sie waren zuvor aber zu teuer und der Ausblick ist jetzt auch nicht mehr so rosig.

Jetzt noch nach Krisengewinnern Ausschau zu halten, können Sie sich sparen. Diese Aktien sind größtenteils durch die Decke gegangen.
Die Bank of America bezeichnete sie in einer der wenigen wirklich guten Research-Arbeiten als Lockdown-Stocks.
Also Aktien, die man während der Krise haben sollte. Darunter waren beispielsweise Amazon, Clorox, Johnson Johnson, Netflix, Procter Gamble und Wal-Mart.

Ich hatte damals zum Beispiel Teamviewer genannt: Alle ab ins Homeoffice: Teamviewer dürfte es freuen

The Covid-19 reopening stocks

Die Lockdown Stocks haben seit Anfang des Jahres durchschnittlich um über 20% zugelegt. Man kann den Verfassern der Studie nur gratulieren.

Glücklicherweise hat man sich aber auch über die Zeit nach Corona Gedanken gemacht. Auch hierfür gibt es eine Liste, die ich gerne mit Ihnen teile.

Es sind Unternehmen, die massiv gelitten haben und deren Aktien abgestürzt sind. Es wäre möglich, dass sie nach der Krise überproportional zulegen.
Es sind genau die Aktien, die keiner haben will und wollte und genau aus diesem Grund sind sie interessant.
Eventuell wäre es auch sinnvoll, sich mit den US-Airlines und den Kreuzfahrtunternehmen zu beschäftigen.

Aktien:
Wynn Resorts
Hilton Hotels
Manpower Group
Transocean
Simon Property
Valero Energy
Volkswagen

Indizes und Sektoren:
High Yield Corporate Bonds
Regionale US-Banken
Russel 2000
SSE Composite
Stahlbranche
Transportbranche
Hausbauer
Consumer Discretionary

Chart

Stellvertretend der Chart von Wynn Resorts. Die Aktie ist seit jeher hochvolatil. Für antizyklische Anleger wird es ab 75 USD interessant.

Gelingt hingegen ein Ausbruch über 87 USD, kommt es zu einem prozyklischen Kaufsignal. Mögliche Kursziele lägen dann bei 93 und 104 USD. Darüber wäre Platz bis 120 USD.

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Handeln wie die Profis? Mein Broker ist LYNX.

Chart vom 27.05.2020 Kurs: 84,89 Kürzel: WYNN - Wochenkerzen | LYNX Online Broker

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Die Kursverläufe der deutschen Automobilaktien könnten kaum ähnlicher aussehen. Bei allen Titeln war zwar zum Ende der vorigen Woche jeweils ein neues Hoch zu sehen, doch die Ausbruchsversuche in Richtung Norden wurden größtenteils bereits wieder negiert. Hier droht sich ein mustergültiger Fehlausbruch zu bilden und die Bären wittern bereits ihre Chance. Nach zwei heftigen Verkaufstagen ist jedoch noch nicht mit einer direkten Fortsetzung nach unten zu rechnen. Eine kleine technische Gegenreaktion nach oben wird uns verraten, ob der Bruch der wichtigen Unterstützungslinien ansteht oder nicht. Vorerst befinden sich Volkswagen und BMW bereits wieder in mittelfristigen Aufwärtstrends, während Daimler noch in einer neutralen Position verharrt.

Die aktuellen Kurse, Charts, Dividenden und Kennzahlen zur Volkswagen Vz. Aktie finden Sie hier.

Expertenmeinung: Entscheidend für den weiteren Kursverlauf ist, ob das Hoch der vorigen Woche gebrochen werden kann. Sollte dies der Fall sein, ständen die Ampeln wieder auf Grün und die Rallye der letzten Wochen könnte sich weiter fortsetzen. Fallen die Kurse jedoch unter die nach oben laufenden Trendlinien inklusive der Pivot-Tiefs von Mitte April, wären die Bären wohl wieder am Zug, um eine weitere Verkaufswelle zu initiieren. Noch sind die Würfel weder für das eine, noch das andere Szenario gefallen. Vorerst heißt es auf neue Signale zu warten. Wir bleiben neutral.

Aussicht: NEUTRAL

Chart vom 04.05.2020 Kurs: 121.04 Kürzel: VOW3 | Online Broker LYNX