Toll Brothers Aktie Prognose Toll Brothers: Warten auf die Krise

News: Aktuelle Analyse der Toll Brothers Aktie

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Toll Brothers
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Anleger scheinen die US-Häuslebauer weitgehend abgeschrieben zu haben. Dem Sektor wird jedenfalls nicht mehr viel zugetraut, anders ist ein KGV von 5 wie bei Toll Brothers kaum zu erklären.

Seit Monaten werden wir medial bombardiert. Eine Krise scheint die nächste zu jagen, überall brennt die Hütte.
Ich möchte die realen Probleme gar nicht kleinreden. Was Inflation bedeutet, spürt jeder im eigenen Geldbeutel.

Aber eine Frage drängt sich trotzdem auf: Wenn man keine Nachrichten schauen, Zeitung oder Artikel lesen würde, hätte man überhaupt mitbekommen, dass sich der US-Bausektor angeblich in einer schwerwiegenden Krise befindet?
Könnte man es anhand der Unternehmenszahlen überhaupt ablesen?
Vielleicht ist die Realität gar nicht so schlimm, wie es sich anfühlt.

Ich erinnere mich noch sehr lebhaft an die Finanzkrise von 2008/2009. Wenn man mit jemandem über die Börse sprach und/oder die Börsenmedien verfolgte, war die Stimmung geradezu apokalyptisch.
Und das hatte durchaus seine Gründe, die Lage war kritisch.

Wenn man damals jedoch vor die Türe gegangen ist, merkte man jedoch keinen Unterschied zu 2007, als die Welt noch in Ordnung schien.

Was hat das nun alles mit Toll Brothers zu tun? Es wäre gut möglich, dass Anleger auf eine Krise des US-Immobiliensektors warten, die nicht stattfinden wird.

Die Situation ist nicht dieselbe

Die Rahmenbedingungen sind eben nicht mehr dieselben wie 2008. US-Banken haben ihre Richtlinien zur Kreditvergabe nach der Finanzkrise erheblich gestrafft.
Es gibt keine überbordende Spekulation im Sektor, ganz im Gegenteil, es fehlen Wohnungen.

Darüber hinaus ist der US-Arbeitsmarkt noch immer robust. Die Arbeitslosenquote steigt nicht und es werden jeden Monat hunderttausende neuer Jobs geschaffen.

Eine erheblich steigende Arbeitslosenquote und Massenentlassungen wären aber die Voraussetzung für den erwarteten Kollaps des US-Immobiliensektors.
Solange die Menschen Arbeit haben, zahlen sie auch ihre Baukredite.

Und dann gibt es noch diesen Teil der Bevölkerung, der so wohlhabend ist, dass ihnen eine Wirtschaftskrise ohnehin wenig anhaben kann und denen selbst 7-10% Inflation nicht sonderlich schmerzen.

Eine Million, bitte.

Einige davon gehören zu den Kunden von Toll Brothers, denn das Unternehmen ist auf Luxus-Häuser und entsprechende Wohnsiedlungen spezialisiert.

Der durchschnittliche Häuserpreis bei Toll Brothers liegt aktuell bei 960.000 USD und davon dürfte man im ersten Quartal rund 1.800 Stück an den Mann bringen.

Die Zahl der Communities des Unternehmens soll im Jahresverlauf von 340 auf 385 steigen, in Summe sollen 8.000 – 9.000 neue Häuser entstehen.

Aktuelle Lage und Ausblick

Am 6. Dezember hat Toll Brothers die Zahlen zum vierten Quartal vorgelegt.

Der Gewinn lag mit 5,63 je Aktie weit über den Erwartungen von 3,88 USD. Der Umsatz übertraf mit 3,60 Mrd. die Analystenschätzungen von 3,22 Mrd. USD ebenfalls.

Ohne Sondereffekte hätte das Ergebnis in etwa bei 4,40 USD je Aktie gelegen und die Prognosen dennoch deutlich übertroffen.
Auf Jahressicht hätte auch das noch einem Gewinnsprung von 45% entsprochen.

Quartal um Quartal zeigt sich, dass die Lage im US-Bausektor doch nicht schlecht ist und Unternehmen wie Toll Brothers, NVR oder DR Horton weiterhin Geld scheffeln.

Selbstverständlich wird die Nachfrage durch die gestiegenen Zinsen und das makroökonomische Umfeld belastet, aber ganz offensichtlich in einem geringeren Umfang als man meinen möchte.
Außerdem muss man natürlich die Frage stellen, wie lange eine mögliche Krise anhalten wird.

Überbrückung

Ist der Auftragsbestand vielleicht so groß, dass man eine Flaute einfach überbrücken kann?
Bisher ist das der Fall. Das Auftragsvolumen lag im letzten Quartal zwar „nur“ bei 1,3 Mrd. USD, der Auftragsbestand summierte sich aber trotzdem noch auf 8,9 Mrd. USD

Daher stellt Toll Brothers für das nun angebrochene Geschäftsjahr auch einen Gewinn von 8,00 – 9,00 USD je Aktie in Aussicht.
Mal abgesehen vom gerade abgeschlossenen Geschäftsjahr, wäre das noch immer das mit Abstand beste Ergebnis der Unternehmensgeschichte.

Das ist schon eine merkwürdige Krise, die die US-Häuslebauer da erleben…

Chart vom 07.12.2022 – Kurs: 46 Kürzel: TOL - Wochenkerzen | Online Broker LYNX
Chart vom 07.12.2022 – Kurs: 46 Kürzel: TOL – Wochenkerzen

Gelingt es der Aktie endlich den Deckel bei 49 – 52,50 USD zu sprengen, könnte das eine größere Rallye einleiten. Mögliche Kursziele lägen in diesem Szenario bei 65 – 68 USD.

Für antizyklische Anleger wäre hingegen ein Einstieg bei 40 – 41 USD interessant sein.

Fällt Toll Brothers hingegen unter 40 USD, müssen weiter sinkende Kurse eingeplant werden. Eine mögliche Anlaufstelle liegt bei 34 – 35 USD.

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