TeamViewer Aktie aktuell TeamViewer: Rette sich wer kann

News: Aktuelle Analyse der TeamViewer Aktie

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TeamViewer
ISIN: DE000A2YN900
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Chartanalyse
Basis 6 Monate bearish
Zur TeamViewer Aktie

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Bereits Mitte April hatten wir unsere Aussichten auf die Aktie des deutschen Softwareunternehmens nach unten revidiert. Zu diesem Zeitpunkt bildete die TeamViewer Aktie gerade eine bärische Konsolidierung inmitten eines existenten Abwärtstrends. Die Trendwende begann allerdings schon wesentlich früher.

Im März wurde der Aufwärtstrendkanal nach unten verlassen und die Korrektur begann. Nachdem bereits die erste bärische Konsolidierung im März ebenfalls nach unten gebrochen wurde, begann der Abwärtstrend richtig heiß zu laufen. Aktuell sehen wir die Fortsetzung der Abwärtsspirale. Die Bullen versuchten sich nochmals gegen den Trend zu stemmen, doch ähnlich wie im März, war spätestens am 50-Tage-Durchschnitt Schluss mit lustig. Hier haben weiterhin die Bären das Zepter fest in der Hand.

Die aktuellen Kurse, Charts, Dividenden und Kennzahlen zur TeamViewer Aktie finden Sie hier.

Expertenmeinung: Zu Beginn der vorigen Woche begann die Talfahrt so richtig an Geschwindigkeit aufzunehmen. Aktuell scheinen sich die Kurse im freien Fall zu befinden, doch wo könnte dieser gestoppt werden? Beim Blick auf den Wochenchart sind zwei starke Unterstützungen zu finden. Die erste befindet sich bei 32.55 EUR. Hier sind die Kurse schon angekommen. Ein vorübergehender Bounce auf diesem Niveau ist nun sehr wahrscheinlich. Die Kurse könnten durchaus noch auf 36 bis 37 EUR anziehen. Doch was, wenn diese Ebene nachhaltig gebrochen werden würde? Dann droht der Absturz auf den zweiten Support, welcher sich bei 22.30 EUR befindet. Anleger sollten den weiteren Verlauf der TeamViewer Aktie derzeit mit Argusaugen beobachten, um frühzeitig zu erkennen, ob die erste Unterstützung hält oder nicht. Ansonsten droht weiteres Ungemach.

Aussicht: BÄRISCH

Chart vom 07.05.2021 Kurs: 34.08 Kürzel: TMV | Online Broker LYNX

 

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Vorherige Analysen der TeamViewer Aktie

Die Trader quittierten die Bilanz des ersten Quartals mit einem Minus von 12,34 Prozent. Und es könnte noch schlimmer kommen für die TeamViewer-Aktie, denn das gestrige Tagestief lag auf Höhe der einzigen Supportlinie über dem März-Tief 2020.

Im März gab es den ersten Tiefschlag für die Aktionäre des Software-Unternehmens TeamViewer, gestern folgte der zweite … der womöglich nicht der letzte ist. Im März war es die Nachricht, dass TeamViewer zum Trikot-Sponsor von Manchester United wird, kurz darauf folgte auch noch eine Vereinbarung mit einem Formel 1-Team. Aufgrund der Kosten für diese Marketing-Maßnahmen senkte TeamViewer die Margen-Prognose deutlich. Auf 28 Prozent der softwaregebundenen Einnahmen sollen die Marketing- und Vertriebskosten 2021 steigen … eine immense Größenordnung. Doch nach der ersten, heftig negativen Reaktion stabilisierte sich die Aktie, denn wenn Umsatz und Gewinn kräftig durchstarten, wären diese hohen Kosten womöglich ja unproblematisch. Aber diese Hoffnung wurde gestern enttäuscht.

Der Umsatz lag im ersten Quartal mit 118,3 Millionen Euro zwar 15,2 Prozent über dem des Vorjahreszeitraums, aber die Analysten hatten deutlich mehr erwartet (132 Millionen). Der Gewinn vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) kam zwar mit 90,0 Millionen Euro deutlich über den 73,9 Millionen ein Jahr zuvor herein, der Nettogewinn fiel aber mit 3,2 Millionen mickrig und deutlich unter den 12,1 Millionen Euro des ersten Quartals 2020 aus.

Expertenmeinung: Die Anleger zogen verständlicherweise die Reißleine. Denn so dürfte bei vielen der Eindruck entstanden sein, dass sich TeamViewer mit diesem kostenintensiven, vom Effekt her nicht vorhersehbaren Sponsoring übernimmt. Und als die Aktie erst einmal zu rutschen begann, dürfte das Chartbild vielen die Entscheidung erleichtert haben, umgehend das Weite zu suchen, denn:

Die Aktie war zuvor im Zuge ihres Stabilisierungsversuchs nach dem Abwärts-Ruck vom März in der Widerstandszone 39,10/41,00 Euro und damit zugleich knapp unter der 200-Tage-Linie hängen geblieben. Eine positive Reaktion auf die Bilanz hätte den Befreiungsschlag bringen können. Aber als am Morgen klar wurde, dass da niemand kaufen wollte, versuchten zu viele gleichzeitig aus der Aktie herauszukommen.

Das Resultat war ein Selloff, der am Tagestief sogar ein Minus von 17,8 Prozent ausmachte. Zum Handelsende wurde der Abschlag nur deshalb eingegrenzt, weil der Kurs am Tief fast punktgenau auf der markanten Unterstützung vom November 2020 bei 32,55 Euro aufsetzte. Dort hielten einige die Hand auf. Aber so wird die Aktie auch verwundbar, denn dem bärischen Lager ist klar: Gelingt es, dieses jetzt in Schlagdistanz liegende November-Tief zu brechen, wäre die nächste charttechnische Auffanglinie von Bedeutung erst das „Corona Crash“-Tief vom März 2020 bei 22,30 Euro. Und eine Aktie, die nach enttäuschenden Bilanzzahlen bereits angeschlagen ist, ist im Bären-Lager natürlich ein besonders gern gesehenes Ziel.

TeamViewer-Aktie: Chart vom 04.05.2021, Kurs 34,80 Euro, Kürzel TMV | Online Broker LYNX

Selbst das durchschnittliche Analysten-Kursziel für die TeamViewer-Aktie liegt mit 52 Euro derzeit weit über dem aktuellen Kurs. Doch die Anleger zögern, denn es wirkt, als würde sich TeamViewer Marketing-Kosten aufhalsen, die höher liegen als der Ertrag.

Eigentlich klang es ja grandios: TeamViewer wird Trikot-Sponsor des britischen Spitzenclubs Manchester United. Doch als diese Meldung am 19. März über die Nachrichtenticker lief, brach die Aktie ein. Und es wurde nicht besser, als das Software-Unternehmen am 30. März mitteilte, auch Sponsor eines Formel 1-Teams zu werden. Denn das mag vielleicht den Umsatz mittelfristig steigern, zunächst aber kostet es eben Geld. Und das nicht zu knapp. TeamViewer teilte an diesem 30. März mit, dass die Marketing-Ausgaben 2021 bei rund 28 Prozent der Einnahmen liegen und darüber hinaus 2022 weiter steigen würden.

Das führte folgerichtig zu einer spürbaren Abwärts-Korrektur der Margen-Prognose. Die werde, so TeamViewer, 2021 auf EBITDA-Basis (vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen) nicht mehr bei den zuvor avisierten 55 bis 57 Prozent liegen, sondern zwischen 49 und 51 Prozent. Das ist alles, nur nicht unwesentlich. Trotzdem gelang es wenigstens, den Aktienkurs ab Anfang April in eine Bodenbildung zu überführen. Aber kann auch der Befreiungsschlag nach oben gelingen?

Expertenmeinung: Der Versuch wird derzeit unternommen, ob er gelingt, muss man abwarten. Sie sehen im Chart, dass die Aktie die kurzfristige Abwärtstrendlinie überwunden hat und in die seit einem Jahr mehrfach in beide Richtungen als Wendezone in Erscheinung getretene Zone 39,40/41,25 Euro hineingelaufen ist. Sollte es gelingen, nicht nur diese Zone, sondern darüber hinaus die wichtige, aktuell bei 42,10 Euro verlaufende 200-Tage-Linie auf Schlusskursbasis zu überwinden, wäre die Kuh aus rein charttechnische Sicht vom Eis.

Doch einem solchen Befreiungsschlag sollte man besser nicht vorgreifen und selbst, wenn er gelingt, vorsichtig agieren. Denn ja, die Analysten sind weitaus positiver gestimmt als die Anleger. Nahezu alle sehen die Aktie derzeit als Kauf. Und die Analysten bei Quirin hatten gestern mit 71 Euro sogar ein neues Hoch unter den Kurszielen ausgelobt. Aber niemand kann vorhersagen, ob sich die immensen Ausgaben für Sponsoring wirklich rechnen werden. Dass die Marktteilnehmer skeptisch sind, ist daher nachvollziehbar. Und käme es hier zu einem charttechnischen Kaufsignal, heißt das nicht zwingend, dass ein solches Signal die Skepsis umfassend und vor allem dauerhaft übertünchen wird. Sich einem bullischen Signal entgegenzustellen, wäre sicherlich nicht ratsam. Mit einem solchen Signal wie ein rohes Ei umzugehen, aber schon.

TeamViewer Aktie: Chart vom 27.04.2021, Kurs 40,03 Euro, Kürzel TMV | Online Broker LYNX

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Die Kurse des deutschen Softwareunternehmens legten in den letzten Monaten eine wahre Achterbahnfahrt hin. Mit dem Beginn der Impfstoff-Rallye gab die TeamViewer-Aktie zunächst nach. Das mögliche Ende der Pandemie spielte dem Unternehmen nicht wirklich in die Karten. Erst im Dezember gelang der Befreiungsschlag und es bildete sich ein nach oben gerichteter Trendkanal. Bis Anfang März konnte dieser gehalten werden. Dann trübte ein erneuter scharfer Abverkauf das Chartbild und der bis dahin gebildete Aufwärtstrend war vorbei. Die danach im Chart entstandene bärische Konsolidierung wurde von den Bären abermals für eine Attacke genutzt. Dadurch wurde auch der Boden bei 39 EUR gebrochen, welcher nun aus technischer Sicht zu einem Widerstand wurde. Aktuell sind die Kurse gerade wieder auf diesem Niveau angekommen

Expertenmeinung: Im Team Viewer Chart sieht man einen intakten Abwärtstrend. Die gleitenden Durchschnitte der Perioden 20 und 50 zeigen nach unten und signalisieren bärisches Momentum. Auch Mitte März haben diese Indikatoren für den Selloff aus der Konsolidierung gesorgt. Gut möglich, dass sich dieses Szenario nun am Widerstand bei 39 EUR wiederholt. Die Karten für eine Rallye stehen denkbar ungünstig und die Kurse sind noch nicht über den Berg. Daher senken wir unsere Aussichten vorerst auf neutral. Die Gefahr eines erneuten Abverkaufs ist imminent.

Aussicht: NEUTRAL

Chart vom 14.04.2021 Kurs: 39.41 Kürzel: TMV | Online Broker LYNX

TeamViewer wird Haupt-Trikotsponsor von Manchester United. Geldverschwendung oder genialer Schachzug?

Trendthema

TeamViewer wird vor allem für die eine Fernwartung von Computern genutzt, sowie für Screen-Sharing, Videokonferenzen, Dateitransfer und VPN.

Man braucht also nicht viel Fantasie, um das Unternehmen als Krisengewinner auszumachen.
Wie blind die Börse manchmal ist, hat der Corona-Crash im vergangenen Jahr gezeigt.

Gegen jede rationale Erwägung wurde die TeamViewer Aktie damals trotzdem abverkauft.

Wir hatten im März bei einem Kurs von 27 Euro darauf hingewiesen:
Alle ab ins Homeoffice: Teamviewer dürfte es freuen

Anschließend verdoppelte sich der Kurs.

In der Analyse finden Sie umfangreiche Informationen und die Gründe für meine positive Einschätzung des Unternehmens.

Laufendes Geschäftsjahr

Vor wenigen Augenblicken wurde der Geschäftsbericht für 2020 vorgelegt. Demnach kletterte der Umsatz um 17% auf 455,6 Mio. Euro.
Das Ergebnis lag wie erwartet bei 0,51 Euro je Aktie, nach 0,52 Euro im Vorjahr.

Auf den ersten Blick ist das nicht sonderlich gut. Einige Kennzahlen sprechen allerdings eine andere Sprache.

Der operative Cashflow legte um 56% auf 224,5 Mio. Euro zu. Die Profitabilität steigt also stark überproportional.

Bei einer Net Retention Rate von 102% und massiv gestiegenen Billings dürfte sich das Wachstum fortsetzen.

Bewertung

Auf dieser Basis kommt TeamViewer auf ein KGV von 85. Ob das der richtige Maßstab ist, ist allerdings fraglich.
Der gemeldete Gewinn scheint ein Understatement zu sein.

Tatsächlich hat man operativ deutlich mehr erwirtschaftet. Der P/FCF ist mit einem Wert von 44 weitaus niedriger, wenngleich auch das kein Schnäppchen darstellt.

Es zeigt allerdings, dass TeamViewer dazu in der Lage ist, die Expansion aus den laufenden Mitteln zu stemmen und profitabel zu wachsen.
Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat man sogar Kredite in Höhe von 62,8 Mio. Euro zurückgezahlt.

Mehr Tempo

Für das angebrochene Geschäftsjahr stellt man einen Anstieg der Billings von 460 auf 595 Mio. Euro in Aussicht.
Teamviewer erwartet also eine deutliche Beschleunigung des Wachstums.
Da sich der Umsatz mit Geschäftskunden 2020 verdreifacht hat und die Retention Rate anhaltend hoch ist, scheint das machbar zu sein.

Dementsprechend dürfte es für die Aktie mittelfristig auch weiter aufwärtsgehen. Mit oder ohne Pandemie.
Haben Unternehmen erstmal mit der Nutzung begonnen, dürften sie mehrheitlich dabei bleiben. Durch Fernwartung & Co. lassen sich schlichtweg Zeit und Geld sparen.

Ist der Deal mit Manchester Geldverschwendung?

Nachdem die grundlegenden Dinge geklärt sind, kommen wir zum aktuell prägenden Thema, dem Werbedeal mit Manchester.

Bei Anlegern scheint die Sache bisher nicht gut anzukommen, der Kurs von TeamViewer ist nach Bekanntgabe spürbar unter Druck gekommen.

Das ist durchaus verständlich, schließlich dürfte es eine ganze Stange Geld kosten, Haupt-Trikotsponsor von Manchester United zu sein.

Den Preis hat TeamViewer in der Pressemitteilung leider auch nicht bekannt gegeben. Unsicherheit mag die Börse nicht.
Man kann aber damit rechnen, dass diesem Thema zeitnah Abhilfe geschaffen wird.

Raison

Auf der anderen Seite hat der Vorstand sicher gute Gründe, diesen Schritt zu unternehmen.
Sie können diese Einschätzung teilen oder nicht. Die eigentliche Kernfrage ist, ob Sie dem Vorstand vertrauen.

Realistisch betrachtet kann es nämlich niemand genau sagen, ob sich die Sache auszahlen wird. Wir kennen weder den Preis der Kooperation und noch viel weniger, in welchem Umfang sich der Werbedeal in den kommenden Jahren auf das Geschäft auswirken wird – es sei denn Sie sind Hellseher.

Manchester könnte aber genau der richtige Partner sein. Der Verein gilt als eher bodenständig und in den letzten Jahren hat sich der Markenwert von ManU trotz ausbleibender Erfolge sehr gut entwickelt.

Der Markenwert von ManU

Wer sich nicht mit Fußball beschäftigt mag es kaum glauben, aber inzwischen erzielt Manchester den dritthöchsten Umsatz aller europäischen Fußballvereine, direkt hinter FC Barcelona und Real Madrid und noch vor FC Bayern München und Paris Saint-Germain.

Die Kooperation dürfte jedenfalls dafür sorgen, dass TeamViewer in der breiten Öffentlichkeit ankommt.

Der Vorstand muss daher zu dem Schluss gekommen sein, dass der Nutzen die Kosten übersteigt.
Da TeamViewer auch nicht dafür bekannt ist, die Bilanz zu strapazieren oder unnötig mit Geld um sich zu werfen, halten sich meine Sorgen in Grenzen.

Solange sich das operative Geschäft gut entwickelt, bleibe ich daher bei meiner grundlegend positiven Einschätzung des Unternehmens.

Chart

Das bedeutet allerdings nicht, dass es kurzfristig noch eine Etage tiefer gehen könnte.

Aus technischer Sicht ist die Aktie angeschlagen und der Aufwärtstrend steht zur Disposition.
Wird er durchbrochen, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass 33 Euro angesteuert werden.
Darunter wäre sogar der Weg in Richtung 31,50 oder 29 Euro frei.

Wenn die Aktie zwei Jahre später dann wieder bei 50 notiert, werden sich die meisten Anleger nicht mal mehr erinnern, warum TeamViewer abverkauft wurde.

Chart vom 25.03.2021 Kurs: 35,61 Kürzel: TMV - Tageskerzen | Online Broker LYNX
Chart vom 25.03.2021 Kurs: 35,61 Kürzel: TMV – Tageskerzen

Am Freitag zur Mittagszeit brach die TeamViewer-Aktie plötzlich wie vom Blitz getroffen ein. Das Chartbild sieht damit schlagartig kritisch aus. Was ist passiert … und was sollte man jetzt tun?

Eigentlich wirkte es im ersten Augenblick wie eine hocherfreuliche Nachricht: TeamViewer ist es gelungen, Haupt-Trikotsponsor des englischen Rennomierclubs Manchester United zu werden. Eine beeindruckende Chance, um auch europaweit ins Rampenlicht zu rücken. Dumm nur, dass TeamViewer dafür eben Geld aufwenden muss. Wie viel genau sich das Software-Unternehmen das kosten lässt, wurde zwar nicht mitgeteilt. Aber es dürfte grob ein Zehntel des Gewinns sein, den die Anleger und Analysten bis dahin in diesem Jahr von TeamViewer erwartet hatten.

Denn das Unternehmen revidierte im Zuge dieser Sponsoring-Meldung die Prognose für die um Sondereffekte bereinigte EBITDA-Marge (EBITDA = Gewinn vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen) deutlich. Im Zuge des am 9. Februar zusammen mit der 2020er-Bilanz vorgelegten Ausblicks hatte TeamViewer hier noch eine Marge zwischen 55 und 57 Prozent avisiert (2020: 57 Prozent) gelegen. Jetzt wurde die Prognose für die Marge auf 49 bis 51 Prozent gesenkt, also um sechs Prozentpunkte. Statt 55 bis 57 werden nur noch 49 bis 51 Cent pro umgesetzten Euro vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen hängen bleiben, also zehn Prozent weniger.

Expertenmeinung: Das Problem, das die Anleger damit hatten, ist nachvollziehbar. Denn TeamViewer hatte bei der 2021er-Prognose einen Umsatzanstieg zwischen 15 und 18 Prozent prognostiziert. Bei einer damals noch gehaltenen bis nur marginal niedrigeren Marge hätte man mit einem EBITDA-Gewinnplus zwischen 11 und 18 Prozent rechnen können. Doch durch die gesenkte Marge reduziert sich die Perspektive auf eine Range zwischen 0 und 6 Prozent.

Das ist ernüchternd, denn obwohl das operative Ergebnis 2020 gestiegen war, lag der Nachsteuergewinn in dem für TeamViewer ja eigentlich idealen „Corona-Jahr“ 2020 nur auf dem Niveau von 2019. Und jetzt diese erneute Dämpfer – kein Wunder, dass die Aktie am Ende 12,37 Prozent verlor, am Tagestief sogar 18 Prozent im Minus notierte. Aber was die Akteure an diesem Freitag erst einmal nicht sehen wollten, ist die Chance, die sich aus einer derart prominenten Werbung ergibt. TeamViewer hat diesen Gewinnanstieg ja nicht durch ein schwaches Geschäft preisgegeben, das Unternehmen investiert damit in die Zukunft.

Daher wäre es womöglich voreilig, umgehend die Waffen zu stecken und zu verkaufen, zumal der Chart noch die Chance offeriert, dass die mittelfristige Aufwärtstrendlinie halten könnte und im Idealfall die Basis einer Bodenbildung mit anschließendem Anstieg wird. Natürlich ist es kurzfristig negativ, dass der Kurs in dem Moment „abgeschossen“ wurde, in dem er den kurzfristigen Abwärtstrend hätte überwinden können. Aber dieser mittelfristige Aufwärtstrend wurde zum Handelsende einigermaßen gehalten, daher könnte man der Aktie noch eine Chance geben. Erst, wenn das Freitags-Tagestief bei 35,40 Euro auf Schlusskursbasis fallen und damit die Trendlinie doch noch signifikant gebrochen würde, wäre das ein Signal dafür, dass die Anleger diese Korrektur der Gewinnerwartung erst einmal nicht verzeihen.

Chart vom 19.03.2021, Kurs 37,56 Euro, Kürzel TMV | Online Broker LYNX