Snowflake Aktie Prognose Snowflake: Jetzt zum Preis von Warren Buffett zu haben

News: Aktuelle Analyse der Snowflake Aktie

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Snowflake
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IPOs sind statistisch gesehen ein schlechtes Investment. Snowflake war keine Ausnahme.

Die meisten Unternehmen kommen überbewertet an die Börse und das hat systemische Gründe. Eigentlich sollte das jedem Anleger klar sein.

Die wichtigsten Faktoren, die dazu führen, sind aus meiner Sicht:
Die begleitenden Banken hübschen die Braut so gut auf, wie nur möglich. Es werden Hochglanzprospekte erstellt, das Unternehmen wird bei den Kunden und aller Welt angepriesen und gelobt.

Der Grund dafür ist einfach. Je höher der Preis, desto größer das Volumen des Börsengangs und desto mehr verdienen die Banken daran.

Darüber hinaus muss der Preis auch so hoch sein, dass die bisherigen Eigentümer bereit sind, Aktienpakete zu verkaufen.
Daher kommt es quasi nie vor, dass Aktien zum Zeitpunkt des Börsengangs spottbillig wären.

Bei Spin-Offs sieht das übrigens anders aus.

Berkshire steigt ein!

Warren Buffett hat es wie folgt ausgedrückt:

“In 54 years, I don’t think Berkshire has ever bought a new issue.”

“The idea of saying the best place in the world I could put my money is something where all the selling incentives are there, commissions are higher, the animal spirits are rising, that that’s going to better than 1,000 other things I could buy where there is no similar enthusiasm. … Just doesn’t make any sense,.”

Umso erstaunlicher war es, dass Berkshire bei dem Börsengang von Snowflake trotzdem dabei war.
Nicht nur aus diesem Grund wurde ein unglaubliches mediales Spektakel veranstaltet, als der Spezialist für cloudbasierte Data Warehouses den Sprung auf das Parkett wagte.

Eigentlich sollte Snowflake für einen Preis von 75-85 USD an die Börse gebracht werden.
Das Interesse der Anleger war aber so groß, dass der Ausgabepreis bei 120 USD lag und der Kurs kurz nach dem Börsengang auf 400 USD schoss.

Foren, Internetportale und Anleger überschlugen sich regelrecht. Der Siedepunkt war erreicht.

Tohuwabohu

Doch was passiert unweigerlich, wenn der Siedepunkt erreicht und das mediale Interesse und das der Anleger auf dem Maximum ist?
Wer soll anschließend noch die Kurse in die Höhe treiben, wenn alle Zocker schon engagiert sind? Sie ahnen es schon, dass die Antwort „niemand“ ist.

Daher ist es auch keine Überraschung, dass die Aktie am Ende massiv abgeschmiert ist.
Das Interesse und das mediale Spektakel halten nicht ewig an, ganz im Gegenteil.  

Wer an der Börse erfolgreich sein will, muss diese Dinge verstehen. Hype-Themen kommen und gehen.
Schauen Sie sich nur auf einem beliebigen Börsen- oder Nachrichtenportal oder in der Zeitung um.

Die meisten Themen, die vor wenigen Wochen, heiß diskutiert wurden, spielen heute keine Rolle mehr und finden in den Medien nicht mehr statt.

Die Definition von Wahnsinn

Erinnern Sie sich noch an Marihuana -Aktien? 2018 waren Sie ein „Geheimtipp“ und „the next big thing“. Die Möglichkeiten schienen schier unendlich.

Seitdem sind die Kurse der meisten Aktien aus dem Sektor um 90% und mehr abgestürzt.

Ich kann gar nicht zählen, wie oft ich damals vor dem Sektor gewarnt habe.

Es sollte eigentlich jedem klar sein, dass man sich mit solchen Hype-Aktien mit außerordentlich hoher Wahrscheinlichkeit die Finger verbrennt.

Wenn kleine Kinder auf eine heiße Herdplatte fassen, tun sie das nur einmal. Erwachsene Menschen an der Börse tun jedes Jahr dasselbe und erwarten ein anderes Resultat.

Zeit für ein Zitat, welches angeblich von Albert Einstein stammt:
Die Definition von Wahnsinn ist, immer das Gleiche zu tun und andere Ergebnisse zu erwarten.“

Der Preis ist heiß

Was wirklich zählt ist der Preis, den man auf den Tisch legt, denn der hat Bestand, egal ob gerade ein Tohuwabohu veranstaltet wird oder nicht.

Bei Berkshire versteht man das. Daher hat man auch keine 240 oder gar 400 USD je Aktie auf den Tisch gelegt.

Berkshire hat angeblich 6,13 Millionen Aktien für 735 Mio. USD gekauft, was einem Kurs von 120 USD entspricht.

Die Berichte sind aber nicht komplett übereinstimmend und Berkshire gibt auch keine Auskunft.

Es ist nicht abschließend zu klären, welchen Preis Berkshire genau gezahlt hat. Rund ein Drittel der Aktien wurde im Zuge des Börsengangs für 120 USD erworben.

Rund zwei Drittel der Aktien wurden aber dem CEO von Snowflake direkt abgekauft. Es wäre durchaus möglich, dass man sich vorab auf den eigentlich geplanten Ausgabepreis von 75-85 USD geeinigt hatte.

Das würde bedeuten, dass Berkshire einen Einstandspreis von etwa 93 USD.

Der Vollständigkeit halber ist es wichtig zu wissen, dass die Beteiligung wohl von CIO Todd Combs und nicht von Warren Buffett selbst eingekauft wurde. Combs wird als Nachfolger von Buffett gehandelt.

Chart vom 01.06.2022 - Kurs: 127 Kürzel: SNOW - Tageskerzen | Online Broker LYNX
Chart vom 01.06.2022 – Kurs: 127 Kürzel: SNOW – Tageskerzen

Nun kann jeder entscheiden, ob er sich an die Seite von Todd Combs und Berkshire stellen möchte oder nicht.
Die Aktie ist heute deutlich niedriger bewertet als zum Zeitpunkt des Börsengangs, schließlich ist der Umsatz von Snowflake in den letzten beiden Geschäftsjahren von 265 Mio. auf 1,22 Mrd. USD massiv gestiegen.

Das KUV ist im Gegenzug von weit über 100 auf 27,7 gesunken.

Die Bewertung ist zwar auch jetzt noch enorm, aber man könnte durchaus die Argumentationslinie vertreten, dass das für ein Unternehmen mit einem gigantischen und wachsenden adressierbaren Markt, Bruttomargen von über 60%, enormen Wachstumsraten und keinem Cashburn vertretbar ist.

Darf man den Prognosen Glauben schenken, soll der Umsatz im laufenden Geschäftsjahr von 1,22 auf 2,00 Mrd. USD steigen. In den nächsten beiden Jahren sollen es 3,1 und dann 4,5 Mrd. USD werden.

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Vorherige Analysen der Snowflake Aktie

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Im gestrigen Handel an der Wall Street standen primär wieder Wachstumsaktien auf der Liste der Bären. Hierbei machte auch die Snowflake-Aktie keine Ausnahme. Der Titel verlor fast 10% an Wert und sämtliche gebildeten positiven Tendenzen der letzten Handelstage wurden auf einen Schlag negiert. Bereits im November hatte es den Titel schwer erwischt. Nach einem mehrmonatigen Aufwärtstrend wurde dieser unter heftigem Verkaufsdruck jäh beendet. Zwar war der technische Bounce seit Erreichen des Tiefs bei 305.61 USD überaus beeindruckend, doch die Stärke wurde anscheinend eher genutzt, um sich weiterhin im großen Stil von dem Papier zu trennen.

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Expertenmeinung: Die Hoffnung auf eine Jahresendrallye schwindet zunehmend und zahlreichen Anlegern scheint die Furcht vor weiter fallenden Kursen ins Gesicht geschrieben zu sein. Die kommenden Tage werden zeigen, ob sich die Abwärtsbewegung weiter fortsetzen wird. Zuerst muss das letzte Zwischentief, welches wir eingangs bereits erwähnt haben, getestet werden. Danach wäre noch das Pivot-Tief von Anfang Oktober nennenswert, welche sich bei rund 290 USD gebildet hatte. Danach wird sich zeigen, ob die Talfahrt fortgesetzt oder in diesem Bereich gestoppt werden kann.  
Aussicht: NEUTRAL

Chart vom 16.12.2021 Kurs: 324.98 Kürzel: SNOW | Online Broker LYNX

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Zuletzt hatten wir den Titel mit dem klingendem Namen Snowflake im Juli dieses Jahres analysiert und der Aktie ein Kursziel von 327 USD mit auf den Weg gegeben. Nur zwei Monate später konnte die Snowflake-Aktie dieses Niveau erreichen und bildete wenig später erneut eine Konsolidierung, welche zu einem weiteren fulminanten Anstieg führte.

Die Rallye der Cloud-Daten-Plattform endete erst vor wenigen Tagen. Nach den starken Anstiegen kam es zu einem heftigen Rückschlag. Allein in den letzten sieben Handelstagen verlor die Aktie mehr als 20% an Wert. Was steil nach oben geht, kommt auch irgendwann wieder auf den Boden der Realität zurück. Gestern nach Börsenschluss kamen neue Daten zum letzten Quartal. Werden diese einen Trendwechsel auslösen?

Expertenmeinung: Zwar meldete der Konzern im abgelaufenen Quartal einen wesentlich höheren Verlust als erwartet, doch der Umsatz lag mit 334.4 Millionen USD deutlich über den anvisierten 305.5 Millionen USD. Auch die Erwartungen für das vierte Quartal wurden auf der Umsatzseite leicht angehoben. Die Aktie legte im nachbörslichen Handel fulminant an Wert zu und beendete diesen mit einem Kurs von 361.50 USD.

Ob der Titel dieses Plus auch heute verteidigen kann, ist eine andere Frage. Nichtsdestotrotz scheint der Stern des jungen Unternehmens noch nicht verblasst zu sein. Mal sehen, ob sich hier in den kommenden Tagen eine gute Einstiegsgelegenheit bildet.

Aussicht: BULLISCH

Chart vom 01.12.2021 Kurs: 311.00 Kürzel: SNOW | Online Broker LYNX

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Das cloudbasierte Unternehmen feierte erst im vorigen Jahr sein Börsendebüt und sorgte viele Wochen über für Gesprächsstoff. Kurz nach dem IPO ging es mit den Kursen der Snowflake-Aktie erst einmal nach unten, um wenig später eine beeindruckende Rallye zu starten, in welcher sich der Kurs nahezu verdoppeln konnte.

Doch so schnell es nach oben ging, rasselte das Wertpapier danach auch wieder in den Keller. Über Monate hinweg hatten die Bären das Zepter fest in der Hand und erst im Mai dieses Jahres konnte der bärische Tenor gebrochen werden. Seither laufen die Kurse wie am roten Faden entlang der gleitenden Durchschnitte in Richtung Norden und mittlerweile hat sich sogar ein mittelfristiger Aufwärtstrend etabliert. Nachdem diese Woche erneut die 50-Tage-Linie berührt würde, bildeten sich neuerlich Kaufsignale.

Expertenmeinung: Schauen wir uns einmal das Potential nach oben an. Hier haben wir einmal einen kleineren Widerstand bei 275 USD, welcher das Pivot-Hoch des aktuellen Monats markiert. Sollte dieser Bereich gebrochen werden, könnte es auf bis zu 327 USD weitergehen. Hier drehte das Papier zuletzt im Februar nach unten. Sofern die Wall Street die Korrektur der letzten Tage nicht fortsetzt, halten wir eine Rückkehr der Aktie bis zu diesen Niveaus für wahrscheinlich. Nach unten hin finden sich Unterstützungen im Bereich von 231 bis 242 USD.

Aussicht: BULLISCH

Chart vom 21.07.2021 Kurs: 259.30 Kürzel: SNOW | Online Broker LYNX

Snowflake hat ein Kaufsignal ausgelöst. Das könnte der Anfang der nächsten Rallye sein. Oder ist die Bewertung schon zu hoch?

Short History

Snowflake ist ein cloudbasierter Anbieter von SaaS-Anwednungen im Bereich Datenanalysen.

Das Unternehmen wurde 2012 von Data Warehousing-Experten gegründet und fokussierte sich zu Beginn auch auf diesen Bereich.

Über die Zeit hat sich der Fokus immer stärker in Richtung Datencloud verschoben.
Über die Plattform von Snowflake können die Kunden Datensätze verschmelzen, sicher teilen und eingehend analysieren.

Im Januar 2018 kam das Unternehmen in einer Finanzierungsrunde erstmals auf eine Bewertung von über einer Milliarde Dollar.
Im Oktober des selben Jahres kam man bereits auf 3,5 Mrd. USD.

Im Februar 2020 waren es 12,4 Mrd. USD und unmittelbar vor dem Börsengang im September desselben Jahres waren es 33 Mrd. USD.

Dass Snowflake eine Erfolgsgeschichte ist, dürfte also die Untertreibung des Jahrzehnts sein.

Das sucht seinesgleichen

Als bekannt wurde, dass Berkshire ebenfalls beim Cloud-Anbieter eingestiegen war, brach eine regelrechte Hysterie um die Aktie aus.

Snowflake war in aller Munde und die IPO massiv überzeichnet. Beim Börsendebut lag der Unternehmenswert plötzlich bei 70 Mrd. USD und bisher konnte man das hohe Niveau auch verteidigen.

Ernstzunehmender Verkaufsdruck ist nicht aufgekommen – trotz der astronomischen Bewertung mit einem KUV von über 100.

In den seltensten Fällen sind Investments in Unternehmen mit derartigen Multiples eine gute Idee.
Wir werden sehen, ob es bei Snowflake so sein wird.

Der Weg des geringsten Widerstandes

Die Bullen werden wohl argumentieren, dass die hohe Bewertung keine Rolle spielt. Da sich der Umsatz in den kommenden Jahren vervielfachen dürfte, sinkt das KUV entsprechend.

Das ist nicht von der Hand zu weisen, ob das allerdings einen Börsenwert von 74 Mrd. USD rechtfertigt, ist eine andere Frage.
Denn der adressierbare Markt von Snowflake ist mit 80-100 Mrd. USD nicht unendlich groß und die Bewertung heute schon so hoch, als hätte man diesen Markt bereits vollständig erobert.

Der Vorstand selbst erwartet aber bis 2029 „nur“ einen Umsatz von 10 Mrd. USD und ein operatives Ergebnis von 1 Mrd. USD.
In knapp einer Dekade käme Snowflake demnach auf eine P/E von 70 oder mehr – Steuern muss man schließlich auch noch zahlen.

Erfahrungsgemäß wird das die wenigsten Anleger davon abhalten die Aktie zu kaufen. Solange Snowflake enorme Wachstumsraten verzeichnet, ist der Weg des geringsten Widerstandes trotzdem die Oberseite.

Chart vom 12.07.2021 Kurs: 269,45 Kürzel: SNOW - Tageskerzen | Online Broker LYNX
Chart vom 12.07.2021 Kurs: 269,45 Kürzel: SNOW – Tageskerzen

Mit dem Ausbruch über 250 USD wurde ein Kaufsignal mit einem Kursziel bei 275 USD ausgelöst. Darüber wäre der Weg in Richtung 300 oder 325 USD frei.

Fällt Snowflake hingegen wieder runter 250 USD zurück, haben die Bullen ihre Chance vorerst vertan.