Siemens Energy Aktie aktuell Siemens Energy nach dem Crash: Aussitzen oder Reißleine ziehen?

News: Aktuelle Analyse der Siemens Energy Aktie

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Siemens Energy
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Zur Siemens Energy Aktie

Nach dem Börsengang von Siemens Energy sah es für Anleger zunächst gut aus. Die negativen Vorzeichen mehren sich allerdings seit geraumer Zeit.
Die Gewinnwarnung bei der Windkraft-Tochter Gamesa ist nur das Sahnehäubchen.

Warum wird die Aktie gerade jetzt von einigen Banken und Researchhäusern hochgestuft?

Ernüchternd

Durch den Börsengang von Siemens Energy ist ein neuer Gigant am deutschen Aktienmarkt entstanden, der es postwendend in den Dax geschafft hat.

Ob das für den deutschen Leitindex eine gute Nachricht ist, ist allerdings eine andere Frage.

Unter dem Strich ist die geschäftliche Entwicklung bei Siemens Energy eher dürftig. Das gilt auch im Branchenvergleich mit E.On oder RWE, die nun auch nicht gerade zu den langfristigen Outperformern gehören.

Siemens Energy hat unter den dreien die niedrigsten Margen und war als einziges im Vorjahr unprofitabel.
Bei der Umsatzentwicklung steht man ebenfalls vergleichsweise schlecht da.

Tatsächlich mehren sich die negativen Vorzeichen schon seit geraumer Zeit. Umsatz und Gewinn sind seit mindestens vier Geschäftsjahren konstant rückläufig.
Da nicht mehr Daten vorliegen, wäre es auch gut möglich, dass es schon wesentlich länger abwärts geht.

Aus diesen und weiteren Gründen hatte ich nach der Rallye auch mehrfach und mit klaren Worten vor der Aktie gewarnt:
Im Januar 2021 bei einem Kurs von 30,74 Euro (Link) und dann nochmal im März, bei einem Kurs von 29,04 Euro (Link).

Doch viel wichtiger ist natürlich die Frage, wie man mit der aktuellen Situation umgehen sollte.
Hier komme ich zum selben Schluss, wie bei der letzten Analyse:

Kann die Aktie zeitnah höher notieren? Möglich.
Ist Ihr Geld andernorts womöglich besser investiert? Sehr wahrscheinlich.

Chart vom 20.07.2021 Kurs: 22,10 Kürzel: ENR - Tageskerzen | Online Broker LYNX
Chart vom 20.07.2021 Kurs: 22,10 Kürzel: ENR – Tageskerzen

Es könnte jetzt zwar zu einer Erholung kommen, mehr als technische Gründe, die dafürsprechen, findet man aber nicht.

Nach einer möglichen Gegenbewegung ist eine Fortsetzung des Abwärtstrends wahrscheinlich. Unter 21,80 Euro wäre der Weg in Richtung 20,50 oder sogar 18,35 Euro frei.

Wer sich hier engagieren möchte, muss schon sehr viel Zuversicht und wohl auch Zeit mitbringen.
In diesem Geschäftsjahr wird jedenfalls kein Gewinn mehr erwartet. Im kommenden Jahr soll immerhin ein Ergebnis von 0,65 Euro je Aktie erzielt werden – vorausgesetzt es geht nicht noch mehr schief.

Doch auch das entspräche noch einem KGV von über 30.
Um den aktuellen Kurs zu rechtfertigen, müsste Siemens Energy deutlich mehr verdienen und einen bedeutenden Teil als Dividende ausschütten.

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Vorherige Analysen der Siemens Energy Aktie

Siemens Energy‘s spanische Windkraft-Tochter Siemens Gamesa gab am Donnerstag eine Gewinnwarnung heraus. Die Folge waren heftig nachgebende Kurse bei der „Mutter“, die einen charttechnischen Flurschaden anrichteten, der die bärischen Trader erfreuen dürfte.

Der spanische Windkraftanlagen-Hersteller Siemens Gamesa gehört zu zwei Dritteln der Siemens Energy, die wiederum eine Tochter des Siemens-Konzerns ist und im September 2020 an die Börse gebracht wurde. Geht es Siemens Gamesa nicht gut, trifft das somit direkt auch Siemens Energy. Und bei Siemens Gamesa läuft es derzeit in der Tat nicht so, wie man sich das dachte.

Im Zuge der am Mittwochabend nach US-Handelsende vorgelegten Ergebnisse des dritten Geschäftsjahresquartals (Geschäftsjahresende ist immer er 30.9.) wurde zwar das selbst gesetzte Umsatzziel erreicht, nicht aber die Gewinnprognose. Hier lief ein unerwartetes Minus von 150 Millionen Euro auf einer bereinigten EBIT-Basis auf. Grund: Margenprobleme. Dementsprechend senkte Siemens Gamesa die Geschäftsjahres-Prognose drastisch von zuvor 3,0 bis 5,0 auf jetzt -1,0 bis 0,0 Prozent.

Die „Mutter“ Siemens Energy entkam dem daraus resultierenden Abgabedruck nicht. Zwar betonte man, dass die wichtigste Sparte Gas & Power im Rahmen der unternehmenseigenen Prognosen laufe. Aber durch Siemens Gamesa war man gezwungen, auch die eigene Prognose der EBIT-Marge zu relativieren. Es wurde zwar keine neue Zielspanne genannt, aber mitgeteilt, dass die bisher anvisierte Vorsteuer-Rendite von drei bis fünf Prozent nicht mehr zu halten ist. Die Aktie war es daraufhin auch nicht.

Expertenmeinung: Das wundert nicht unbedingt. Denn die Geschäftsjahresprognose des Unternehmens war vorher recht vage, nicht gerade beeindruckend und wurde im Zuge der im Mai vorgelegten Bilanz zum ersten Kalenderquartal 2021 auch noch leicht reduziert. Von den großen Erwartungen der Anleger, die den Kurs zwischen Anfang November und Mitte Januar rasant höher trieben, war da auch vor dem Siemens Gamesa-Problem nicht mehr viel übrig.

Die Aktie schwenkte in eine Korrektur ein, die zwar im Mai in eine Bodenbildung überging, die Wende nach oben erfolgte aber nicht. Und mit dem gestrigen Abverkauf entpuppt sich diese Bodenbildung als bärische Flagge, als eine Konsolidierung innerhalb eines Abwärtstrends, die nach unten verlassen wurde. Aus rein charttechnischer Sicht wäre der Weg nach unten somit frei, zumal dadurch die untere Begrenzung der vorherigen, jetzt gescheiterten Bodenbildung bei 23,78 Euro durchschlagen wurde. Eine Linie, deren Relevanz in die Zeit des Börsengangs zurückreicht, denn dort lag das erste Zwischenhoch der Aktie. Das jetzt gefallen ist.

Durch diese „bad news“ ist damit ein bärisches Signal entstanden, das grundsätzlich das Potenzial hätte, den Siemens Energy-Kurs bis an das bisherige Rekordtief bei 18,36 Euro zu drücken, von dem aus Ende Oktober die Hoffnungs-Rallye der Aktie begann. Die Analysten sind zwar bislang immer noch äußerst bullisch, das durchschnittliche Kursziel der Experten liegt bei 36 Euro. Aber wenn die Anleger diesen Meinungen bislang schon nicht folgen mochten, hätten sie jetzt einen Grund mehr, es nicht zu tun.

Chart vom 15.07.2021, Kurs 22,92 Euro, Kürzel ENR | Online Broker LYNX

Nach der letzten Quartalsbilanz von Siemens Energy senkten zwar viele Analysten ihr Kursziel. Aber die durchschnittliche Kursprognose liegt immer noch sagenhafte 40 Prozent über dem aktuellen Kurs. Gestern wurde der erste Schritt getan, um dort hinzukommen.

Was die Analysten angeht, war man bullisch und ist es noch. Auch, wenn die Bilanz zum zweiten Geschäftsjahresquartal (erstes Kalenderquartal) mager ausfiel und die Prognose für das Gesamtjahr nicht minder, die Analysten blieben bei ihren „Kaufen“-Ratings. Und selbst das niedrigste Kursziel liegt mit 29 Euro noch deutlich über dem derzeitigen Kurs der Aktie.

Der Grund, warum die Anleger zuletzt nicht mehr mitspielen wollten, sind die geringen Erwartungen hinsichtlich des Wachstums. Da haben andere Mütter eben schönere Töchter als diesen Spinoff des Siemens-Konzerns. Allerdings ist diese Aktie mittlerweile in der Spitze um über 30 Prozent vom im Januar bei 34,48 Euro markierten Rekordhoch zurückgekommen. Und wie auch sonst ist der Einstieg in eine Aktie immer eine Frage des Preises. Ist der jetzt günstig genug?

Expertenmeinung: Gut möglich, denn neben dem jetzt spürbar niedrigeren Kursniveau lockt die Charttechnik. Sie sehen im Chart, dass der Kurs in einer markanten Unterstützungszone aufgesetzt hat. Die setzt sich aus dem ersten Hoch nach dem Börsengang im vergangenen Herbst und einem kleinen Zwischentief vom Dezember zusammen, findet sich im Bereich 23,78/24,37 Euro und wurde gleich zweimal getestet – und auch beim zweiten Mal aufgrund des gestrigen Anstiegs von 4,26 Prozent erfolgreich.

Damit besteht die Chance, hier ein Doppeltief auszubilden. Und eine solche Aufwärts-Trendwendeformation nach einer ausgiebigen Korrektur, das könnte so manchen Anleger über die eher mageren Wachstumsperspektiven hinwegsehen lassen. Voraussetzung ist indes, dass dieses Doppeltief nicht, wie bislang der Fall, nur angedeutet, sondern auch vollendet wird. Dazu muss die Siemens Energy-Aktie über der Nackenlinie der Formation bei 26,72 Euro schließen.

Gelingt das, wäre nach oben wieder einiges möglich. So, wie sich das Chartbild präsentiert, wäre es aber ratsam, dieser Vollendung der Formation nicht vorzugreifen, denn sollte diese jetzt erst einmal gehaltene Auffangzone 23,78/24,37 Euro doch noch brechen, wäre der Weg nach unten frei … und das könnte bärische Trader locken, die Vollendung dieser Formation aktiv zu verhindern.

Siemens Energy-Aktie: Chart vom 14.06.2021, Kurs 25,43 Euro, Kürzel ENR | Online Broker LYNX

Die erst im September an die Börse gebrachte Siemens Energy-Aktie hat eine lange Korrektur hinter sich, in der Spitze gab die Aktie von ihrem Hoch um knapp 31 Prozent nach. Jetzt besteht die Chance auf den Turnaround.

Das Problem, das die Investoren mit der Siemens-Tochter Siemens Energy haben, ist die nicht gerade umwerfende Dynamik, die der Energie-Ausrüster/Zulieferer in Sachen Umsatz und Gewinn an den Tag legt. Für das am 30.9. endende Geschäftsjahr 2020/2021 sieht man nur einen Umsatzanstieg zwischen drei und acht Prozent, die EBITDA-Marge soll zwischen drei und fünf Prozent liegen. Das ist eher wenig und zugleich recht vage. Und damit ist die Aktie zugleich auch recht teuer bewertet.

Hinzu kam, dass die Anfang Mai vorgelegte Bilanz des zweiten Geschäftsjahresquartals (1. Kalenderquartal 2021) mit 6,5 Milliarden Euro hinsichtlich des Umsatzes hinter dem Vorjahresquartal und der durchschnittlichen Analystenprognose zurückblieb (6,8 Milliarden). Diese Bilanz hatte aber auch positive Aspekte. Und die könnten hilfreich sein, wenn es darum geht, die Aktie wieder in einen Aufwärtstrend zurückzuführen.

Expertenmeinung: Positiv war, dass die EBITDA-Marge im ersten Kalenderquartal mit 4,4 Prozent eher am oberen Ende der Gesamtjahresprognose lag und den Vorjahreswert von 2,9 Prozent klar übertraf. Auch der Auftragseingang war überzeugend: Siemens Energy holte im ersten Kalenderquartal 2021 Neuaufträge im Wert von 10,5 Milliarden Euro herein, weit mehr als die 7,6 Milliarden ein Jahr zuvor und deutlich mehr als die 8,4 Milliarden Euro, mit denen man seitens der Experten gerechnet hatte.

Dennoch fiel die Aktie erst einmal weiter, bis sie am Donnerstag eine recht markante, potenzielle Unterstützung erreichte: Das Zwischenhoch, das Siemens Energy am 1. Oktober, kurz nach dem Börsendebüt, bei 23,78 Euro erreicht hatte. Dort stoppte der Kurs seinen Abstieg und zog am Freitag kräftig genug an, um das vorherige DAX-Mauerblümchen auf Platz 2 der DAX-Gewinner des Tages zu heben. Ist das die Wende?

Siemens Energy-Aktie: Chart vom 14.05.2021, Kurs 25,20 Euro, Kürzel ENR | Online Broker LYNX

Es ist zumindest die Chance auf die Wende, immerhin hat die Aktie jetzt lange und weit korrigiert und ist damit, auch, wenn das Kurs/Gewinn-Verhältnis immer noch kein Schnäppchen ausweist, weit günstiger als noch zu Jahresbeginn.

Um ein bullisches Signal zu generieren, müsste Siemens Energy die Widerstandszone 28,52/29,35 Euro als nächstgelegene, markantere Hürde bezwingen. Das wäre ein weiter Weg. Da aufgrund der fehlenden Kurshistorie aber bislang wenig Struktur im Chartbild vorhanden ist, hätte man letztlich nur die Wahl abzuwarten, ob der Kurs bei 28,52/29,35 Euro abdreht oder diese Zone bezwingt – oder aber, wenn man risikofreudiger agieren möchte, einen unmittelbaren Einstieg vorzunehmen. Den könnte man, da die entscheidende Supportlinie bei 23,78 Euro noch nicht weit vom Schuss ist, immerhin konsequent eng mit einem Stoppkurs absichern.

Die Siemens Energy-Aktie hing charttechnisch am seidenen Faden, als gestern die Quartalsbilanz auf den Tisch kam. Aber die Ergebnisse waren nicht überzeugend und die Reaktion der Anleger zu verhalten, um das Ruder herumzureißen.

Im zweiten Quartal des wie bei der Mutter Siemens immer am 30. September endenden Geschäftsjahres fiel der Umsatz des Unternehmens um 4,4 Prozent zum Vorjahresquartal. Der Gewinn stieg zwar, das war aber allein der Verdienst der spanischen, auf Windenergie spezialisierten Tochter Siemens Gamesa. Das wichtige Segment „Gas & Power“ hingegen verzeichnete einen um drei Prozent nachgebenden Gewinn. Und der Ausblick?

Der war bislang äußerst vage gewesen, jetzt, nachdem die Hälfte des Geschäftsjahres über die Bühne ist, grenzte Siemens Energy die Prognose etwas ein. Man rechnet aktuell mit einem Umsatzanstieg zwischen drei und acht Prozent (zuvor zwei bis zwölf Prozent) und einer EBITDA-Marge zwischen drei und fünf Prozent (im berichteten zweiten Geschäftsjahresquartal lag diese bei 4,4 Prozent). Das sind beileibe keine elektrisierenden Zahlen und Perspektiven.

Expertenmeinung: Zwar stieg die Siemens Energy-Aktie am gestrigen Mittwoch. Aber das dürfte mehr am Gegenangriff der Bullen am Gesamtmarkt gelegen haben als an der Begeisterung für dieses Zahlenwerk. Mit +1,19 Prozent stieg die Aktie weniger als der DAX (+2,11 Prozent) und kam damit gestern in der Gewinnerliste der 30 DAX-Aktien auf den 22. Platz – das sagt an einem Bilanz-Tag alles.

Die erst im Herbst 2020 an die Börse gebrachte Aktie hatte zwar bis Mitte Januar eine starke Phase, hat sich seither aber in einen Trendkanal mit moderatem Gefälle verabschiedet. Aus diesem Abwärtstrendkanal war Siemens Energy am Dienstag knapp nach unten herausgerutscht. Das kleine Plus des Mittwochs reichte zwar, zu diesem Trendkanal wieder Tuchfühlung aufzunehmen, aber:

Siemens Energy Aktie: Chart vom 05.05.2021, Kurs 27,26 Euro, Kürzel ENR | Online Broker LYNX

Um die jetzt bärische Aussage des Chartbilds zumindest wieder auf neutral zu heben, müsste der Kurs nicht nur wieder in diesen Trendkanal zurück gelangen, sondern auch den durch die 20-Tage-Linie verstärkten Widerstandsbereich zwischen 28,52 und 29,35 Euro zurückerobern. Ein Szenario, das zwar nicht auszuschließen wäre. Aber wenn eine Aktie auf eine Bilanz so schwach reagiert, dürften sich potenzielle Käufer zu Recht fragen: Wenn sie daraufhin nicht dreht – wann dann?

Der DAX- und Börsendebütant Siemens Energy hatte zwei starke Monate, seither läuft die Aktie nirgendwohin. Aber egal, wie man die derzeitige Chartkonstellation interpretiert: Hier wird Bewegung reinkommen!

Die Siemens Energy Aktie stieg im Eiltempo zuerst in den MDAX, dann in den DAX auf. Kein Wunder, mit knapp 22 Milliarden Euro Marktkapitalisierung ist Siemens Energy ein ziemliches Schwergewicht und liegt immerhin auf Platz 22 im DAX. Da sich die Anleger diesen Aufstieg ausrechnen konnten, startete der Kurs Anfang November 2020 durch, nachdem die Aktie zuvor seit ihrem Börsenstart Ende September schwach tendierte. Der Kurs sauste in nur zweieinhalb Monaten um in der Spitze 88 Prozent nach oben. Und das scheint den Marktteilnehmern zu denken zu geben. Zu Recht? Die Antwort ist letztlich eine „Glaubensfrage“, denn:

Expertenmeinung: Da Siemens Energy bislang Teil des Siemens-Konzerns war, fehlt hier eine wirklich taugliche Bilanzhistorie, auch, wenn der Bereich Energietechnik auch zuvor schon eine getrennte Sparte war wie z.B. auch der Medizintechnikbereich Siemens Healthineers. Die Umsatzentwicklung ist dabei noch eher berechenbar als die Gewinnentwicklung. Nach einem kräftigen Minus im Geschäftsjahr 2019/2020 hat das Unternehmen jetzt die Hälfte des Geschäftsjahres 2020/2021 hinter sich. Die Frage ist: Wie weit kommt man da in die Gewinnzone? Und wie sieht es für 2021/2022 aus?    

Man weiß es nicht, denn der von Siemens Energy für das laufende Geschäftsjahr gelieferte Ausblick ist nicht gerade präzise. Der Umsatzanstieg soll zwischen zwei und zwölf Prozent betragen, die EBITDA-Marge zwischen drei und fünf Prozent liegen. Da der Umsatz 2019/2020 gegenüber dem Vorjahr um 4,5 Prozent fiel und die Marge im Prä-Corona-Geschäftsjahr 2018/2019 bei 5,3 Prozent lag, kann es also gut sein, dass das Unternehmen 2020/2021 weniger verdienen wird als 2018/2019. Und selbst wenn da dann die 22 Cent pro Aktie von damals erreicht würden, wäre die Aktie teuer. Man müsste also auf das nächste Geschäftsjahr 2021/2022 setzen, das am 1. Oktober beginnen wird. Nur:

Darüber weiß man natürlich noch nichts. Man bewegt sich daher auf dem dünnen Eis der Spekulation und der im Zweifel seitens der Bullen natürlich optimistischen Erwartungen. Richtig ist, dass die Analysten durch die Bank den Daumen heben und die Aktie zum Kauf empfehlen. Nur können sich auch Analysten irren. Was tun?

Siemens Energy Aktie: Chart vom 31.03.2021, Kurs 30,61 Euro, Kürzel ENR | Online Broker LYNX

Letztlich wäre es derzeit wohl am besten, die Siemens Energy Aktie aus reinen Trading-Aspekten zu handeln. Seit Jahresbeginn bewegt sich der Kurs in der Spanne zwischen 28,52 und 34,48 Euro seitwärts. Das kann man als Seitwärtsbewegung sehen, aber da die Tendenz einen Tick abwärtsgerichtet ist, ließe sich das auch als Konsolidierungsphase vor einem erneuten Aufwärtsimpuls interpretieren, also als „bull flag“, als eine bullische Flaggenformation. Da man dem Braten im Fall eines Ausbruchs aus der Flagge aber ohnehin erst trauen könnte, wenn die vorangegangenen Zwischenhochs ebenfalls überboten wären, wäre das Trading-Setup trotzdem simpel: Bricht Siemens Energy aus dieser Seitwärtsspanne aus, wäre ein Trade in Ausbruchsrichtung für risikofreudige Akteure eine folgerichtige Reaktion.