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Mehrere Tage lang klopfte die Siemens Energy Aktie an das vorherige Rekordhoch von Ende Februar, gestern erfolgte ein schwungvoller Ausbruch. Charttechnisch ein sauberes Bild, aber die Sache könnte einen Haken haben: Der Höhenflug erfolgt mit „fremden Federn“.
Man hätte denken können, dass überzeugende Ergebnisse des ersten Kalenderquartals 2026 (für Siemens Energy das zweite Geschäftsjahresquartal, da das Geschäftsjahr hier immer am 30.9. endet) die Trader bewogen hat, trotz der luftigen Höhe, auf die die Aktie bereits gestiegen war, erneut beherzt zuzugreifen. Doch der reguläre Termin für die Quartalsergebnisse ist erst der 12. Mai. Was aber war dann der Auslöser für diesen Befreiungsschlag?
Die Käufe basierten auf der Unterstellung, dass die anstehenden Ergebnisse hervorragend ausfallen und höhere Kurse rechtfertigen würden, weil am Mittwoch gleich zwei große Mitbewerber aus der Energietechnik-Branche ihre Bilanzen vorlegten: ABB und GE Vernova. Beide Konzerne schlugen die Erwartungen deutlich, beide Aktien machten einen Satz nach oben … und beide erreichten am Mittwoch neue Verlaufsrekorde.
So gesehen wirkt der Gedanke schlüssig, dass die Entwicklung bei Siemens Energy ähnlich stark gewesen sein dürfte, die Perspektive vergleichbar bullisch ist und die Aktie damit mit diesen fremden Federn solide fliegen könnte. Was auch nicht falsch ist … aber was, wenn Siemens Energy dann in etwa drei Wochen mit den eigenen Zahlen aufwartet?
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Expertenmeinung: Mit diesem Anstieg auf Basis fremder Zahlen wurde die Party, die bei über den Erwartungen liegenden Ergebnissen zu erwarten wäre, ja nunmehr vorverlegt. Und Trader, die auf Basis der Annahme gekauft haben, dass ABB und GE Vernova wegweisend für die Zahlen der Siemens-Tochter seien, werden wohl kaum dann, wenn ihre Annahme bestätigt wird, gleich noch einmal kaufen.
Damit könnte das verbleibende Aufwärtspotenzial dieser – mit einem KGV von 42 für das laufende Jahr durchaus schon recht stolz bewerteten – Aktie auch im Fall starker Quartalszahlen begrenzt sein … und sollte Siemens Energy weniger überzeugende Ergebnisse melden, als man das jetzt auf Basis von GE Vernova und ABB unterstellt, kann es allemal zu einer herben Korrektur kommen, daher:
Darauf zu wetten, dass dieser charttechnisch tadellos daherkommende Ausbruch als Bullenfalle endet, dürfte eine schlechte Idee sein. Aber angesichts dieser „fremden Federn“ wäre auf der Long-Seite trotzdem Vorsicht angezeigt. Aggressive Long-Positionen sollten deshalb konsequent mit Stop Loss abgesichert werden!

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