Siemens Energy Aktie Prognose Siemens Energy: Bullen verlieren den Boden unter den Füßen

News: Aktuelle Analyse der Siemens Energy Aktie

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Siemens Energy
ISIN: DE000ENER6Y0
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Chartanalyse
Basis 6 Monate neutral
Zur Siemens Energy Aktie

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Zu Beginn der Handelswoche war die technische Lage der Aktie des deutschen Energieunternehmens noch recht vielversprechend. Die Kurse konnten über Wochen hinweg eine stabile Konsolidierung über dem 20- und 50-Tage-Durchschnitt aufbauen und ein Breakout Richtung Norden erschien überaus wahrscheinlich.

Am Dienstag fassten sich einige Anleger dann ein Herz und versuchten den Ausbruch nach oben, doch die etwas instabile Börsenlage hat dieses mögliche Kaufsignal sofort wieder negiert. Zahlreiche Investoren warfen daraufhin das Handtuch und einige Bären schlossen sich dem Treiben sofort an. Aus dem vermeintlichen Kaufsignal wurde ein klares Verkaufssignal.

Die aktuellen Kurse, Charts, Dividenden und Kennzahlen zur Siemens Energy Aktie finden Sie hier.

Expertenmeinung: Nun befindet sich die Aktie quasi wieder im freien Fall und Anleger können nur zusehen und abwarten, wo sich der nächste mögliche Boden bildet. Hierbei kommen zwei Pivot-Punkte ins Spiel. Zum einen der kleinere Support bei 18.42 EUR, welcher sich Anfang März bildete und dann der große Support bei 17.11 EUR, welcher Ende Februar entstand.

Dies sind aktuell mögliche Anlaufpunkte für die gestartete Korrektur. Vorerst sehe ich für die Siemens Energy noch kein Licht am Ende des Tunnels, weshalb die Aussichten auf der bärischen Seite bleiben.

Aussicht: BÄRISCH

Chart vom 07.04.2022 Kurs: 19.20 Kürzel: ENR | Online Broker LYNX
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Vorherige Analysen der Siemens Energy Aktie

Die Zahlen für das erste Geschäftsjahresquartal gingen mit einer Prognosesenkung einher. Damit hat Siemens Energy die Anleger einmal zu viel enttäuscht. Mit einem Minus von 16,63 crashte die Aktie am Freitag. Und in Sachen Schnäppchenjagd sollte man hier vorsichtig sein.

Das spanische Windkraftenergie-Unternehmen Siemens Gamesa ist eine Tochter der 2020 vom Siemens-Konzern abgespaltenen Siemens Energy einem Ausrüster für den Kraftwerkssektor. Diese Siemens Gamesa hat Probleme, musste zum Ende der Woche eine Gewinnwarnung ausgeben. Und da Siemens Energy zwei Drittel des Unternehmens hält, ist das Unglück von Gamesa auch das Unglück von Siemens Energy. Die korrigierten daraufhin am späten Donnerstagabend ihre Prognose für das am 1. Oktober begonnene Geschäftsjahr 2021/2022 nach unten:

Statt wie bislang zwischen -1 und +3 Prozent sieht man den Umsatz jetzt in der Spanne zwischen -2 und +3 Prozent. Wichtiger noch: Auch die EBITDA-Gewinnmarge wurde leicht nach unten genommen, von zuvor +3 bis +5 Prozent auf jetzt +2 bis +4 Prozent. Das klingt nach wenig, ist aber viel. Denn wenn von jedem umgesetzten Euro vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen doch nur 2 bis 4 Cent statt 3 bis 5 Cent hängenbleiben, ist das prozentual natürlich ein gewaltiger Unterschied … und das, ohne dass der Umsatz als Ausgleich nennenswert zulegen würde. Die Wachstumsfantasie bewegt sich also mehr oder weniger bei null … und darauf reagierten die Anleger höchst eindeutig:

Expertenmeinung: Die Aktie brach fulminant aus ihrer vorherigen, ein halbes Jahr laufenden Handelsspanne zwischen dem Supportbereich 21,26/21,58 Euro und dem Widerstand bei 25,69 Euro nach unten aus und sackte mit diesem Minus von 16,63 Prozent nahe an das bisherige, im Oktober 2020 bei 18,36 Euro markierte Rekordtief.

Der Bruch dieser Handelsspanne hat zweifellos eine ganze Reihe an Stop Loss-Verkaufsorders ausgelöst, die den Selloff dadurch noch intensivierten. Und darüber hinaus traf diese negative Nachricht auf einen bereits höchst nervösen Gesamtmarkt und fast überall fallende Kurse. Das dürfte vielen die Entscheidung, auch noch bei bereits schwachen Kursen zu verkaufen, erleichtert haben. Aber dass die Siemens Energy-Aktie im Handelsverlauf trotz dieses immensen Abschlags keinerlei nennenswerte Versuche sah, dieses Minus einzugrenzen, ist ein Warnsignal.

Diese Prognosesenkung war beileibe nicht die erste. Die Wachstumsperspektive, die man beim Börsenstart 2020 kommunizierte, wurde schon mehrfach gedämpft. Und wenn eine Aktie die Anleger so oft enttäuscht, muss man sie als „verbrannt“ einstufen. Es ist daher gut möglich, dass sich Erholungsversuche auch in den kommenden Wochen in Grenzen halten, weil kaum jemand die Aktie noch anpacken mag. Nur ganz bewusst risikofreudige Trader würden hier wohl erwägen, die Aktie mit einem Stoppkurs unter dem Allzeittief bei 18,36 Euro einzusammeln. Denn aus fundamentaler Sicht könnte man Siemens Energy auch jetzt noch nicht als „Schnäppchen“ ansehen.

Siemens Energy Aktie: Chart vom 21.01.2022, Kurs 19,12 Euro, Kürzel ENR | Online Broker LYNX

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Die Aktie des deutschen Elektro- und Energietechnikherstellers befindet sich schon seit geraumer Zeit unter Beschuss. Der Grundstein zu dieser Talfahrt wurde sogar schon im Januar gelegt. Zu diesem Zeitpunkt befand sich die Siemens Energy-Aktie noch in einer stark bullischen Gesamtphase, doch die teils parabolischen Entwicklungen forderten ihren Tribut.

Nach den ersten heftigeren Korrekturen konnten sich die Kurse zwar fangen, doch es bildete sich eine klare Folge von tieferen Hochs und tieferen Tiefs. Die heftige Kurslücke, welche ein wenig später im Juli aufgerissen wurde, war quasi die Spitze des Eisberges. Seither konnte sich das Wertpapier zwar erneut stabilisieren, doch von einer Rallye ist derzeit weit und breit nichts zu sehen.  



Expertenmeinung: Zuletzt näherten sich die Kurse erneut der immens wichtigen Unterstützung rund um den Bereich von 21.50 EUR. Bereits im Oktober führte die Berührung dieser Ebene zu einem Kaufsignal, welches eine kleine Zwischenrallye auslöste. Könnte dies erneut passieren?

Durchaus, doch hierzu müssten die Kurse zumindest über der Marke von 22.50 EUR schließen, um den Willen der Bullen zu untermauern. Was wir keinesfalls sehen wollen, wären Schlusskurse unter dem Bereich von 21.50 oder gar 21.00 EUR. Dies wäre dann wohl das Ende jeglicher Hoffnung auf eine baldige Erholung der Aktie.

Aussicht: NEUTRAL

Chart vom 20.12.2021 Kurs: 21.76 Kürzel: ENR | Online Broker LYNX

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Der deutsche Energiespezialist hat die Rallye des DAX in diesem Jahr schlichtweg verschlafen. Die Impfstoff-Rallye, welche im November des vorigen Jahres begann, hat die Siemens Energy-Aktie zwar nach oben katapultiert, doch die entstandenen Gewinne schmolzen die letzten Monate über dahin.

Zwar versuchten die Bullen immer wieder eine Trendwende einzuleiten, doch reichte die Energie von Ausbruchsversuchen bislang immer nur für wenige Tage. Mittlerweile scheint sich das Wertpapier aber auf niedrigem Niveau stabilisiert zu haben und könnte bald wieder für Anleger interessant werden.  

Expertenmeinung: Aktuell befindet sich die Aktie bereits in einem Aufwärtstrend, welcher durch die jüngste Serie von höheren Hochs und höheren Tiefs gebildet wurde. Dennoch fehlt noch der alles entscheidende Impuls Richtung Norden. Die Kurse müssten noch die Marke bei 25.60 EUR brechen, um endgültig wieder in den Rallye-Modus überzugehen.

Bis zu diesem Bereich ist jedoch noch ein gutes Stück Arbeit notwendig. Anleger können sich die Aktie aber schon mal auf die Beobachtungsliste geben, denn der Chart sieht überaus attraktiv aus.

Aussicht: BULLISCH

Chart vom 24.11.2021 Kurs: 24.45 Kürzel: ENR | Online Broker LYNX

Die Siemens Energy-Aktie ist dabei, eine perfekte Trendwende auszubilden. Eine umgekehrte Schulter-Kopf-Schulter-Formation, die ihrerseits das zweite Tief eines Doppeltiefs wäre: ein charttechnischer Leckerbissen. Aber davor steht die morgen anstehende Bilanz 2020/2021!

Nachdem der im Frühjahr begonnene Versuch einer Bodenbildung im Juli scheiterte, formieren sich die Käufer seither auf einem tieferen Niveau erneut. Bislang zwar ohne Erfolg, aber die Grundlage für einen Ausbruch nach oben entstand dadurch allemal:

Eine umgekehrte SKS-Formation, die zusammen mit dem Tief vom Juli ein breit angelegtes Doppeltief bilden würde … vorausgesetzt, die Nackenlinie dieser Formation würde bezwungen. Die liegt bei 25,60 Euro. Das wäre machbar, wenn die morgen erwartete Bilanz des vierten Quartals des wie bei der Mutter Siemens auch hier immer am 30. September endenden Geschäftsjahres überzeugend ausfällt. Und wenn nicht diese Ergebnisse, so doch wenigstens die Perspektive für das angelaufene Geschäftsjahr 2021/2022.

Aber könnte man sich dessen einigermaßen sicher sein, hätte die Siemens Energy-Aktie ihre Aufwärtswende schon vorher vollzogen. Und ja, es gibt Gründe zur Skepsis. Und sollten die Zahlen enttäuschen, wäre es keine Überraschung, wenn das „Projekt Bodenbildung“ auf erneut tieferem Niveau wieder von vorne beginnen müsste.

Expertenmeinung: Die erst im Herbst letzten Jahres an die Börse gebrachte Siemens-Tochter hatte im November und Dezember 2020 eine Rallye-Phase, aber seither stellen die Marktteilnehmer fest, dass ihre ursprünglich großen Erwartungen bei jeder Bilanz ein wenig mehr zurechtgestutzt werden. Das Boom-Jahr 2021 wurde doch keines … und die Aktie notiert jetzt folgerichtig weit von ihrem im Januar bei 34,48 Euro erzielten Rekordhoch entfernt.

Auch die letzten Zahlen, die Ergebnisse des dritten Geschäftsjahresquartals 2020/2021 (d.h. des zweiten Kalenderquartals 2021), hatten Enttäuschungen gebracht. Zwar lag der Umsatz des „Ausrüsters der Versorger“ mit 7,3 Milliarden Euro leicht über der Analystenprognose von 7,2 Milliarden. Auch das um Sonderfaktoren bereinigte EBITDA (Gewinn vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen) lag mit 54 Millionen über der Konsens-Erwartung von 41 Millionen. Aber die Gewinnmarge wurde spürbar gesenkt. Rein von den Zahlen wirken die da avisierten 2,0 bis 3,0 Prozent zwar gegenüber den vorherigen 3,0 bis 5,0 Prozent kaum nennenswert. Aber man muss sich überlegen, dass das bedeutet, dass bei jedem Euro Umsatz auf EBITDA-Basis nicht mehr 3 bis 5, sondern nur noch 2 bis 3 Cent hängenbleiben – prozentual ist das immens.

Und die spanische Windkraftenergie-Tochter Siemens Gamesa sorgte am Freitag mit ihren eigenen Zahlenwerk für Gegenwind: der Verlust fiel dort größer aus als seitens der Analysten erwartet. Ein Verlust, der, da Siemens Energy der Hauptanteilseigner ist, auch den deutschen Turbinen- und Generatoren-Hersteller trifft. Fazit:

Das wird morgen eine hoch spannende Sache, aber man wäre verwegen, wollte man unmittelbar vor dieser Bilanz bereits auf Hausse oder Baisse setzen. Sollte die Bilanz die Trader beeindrucken, wäre ein Befreiungsschlag durch Schlusskurse über 25,60 Euro möglich. Aber wenn nicht, wäre der Weg bis zum Tief der Bodenbildung bei 21,26 Euro nicht weit, daher: Besser erst einmal diese Zahlen abwarten, morgen ist es ja soweit!