Knorr-Bremse Aktie aktuell Knorr-Bremse: Das sieht nicht gut aus

News: Aktuelle Analyse der Knorr-Bremse Aktie

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Knorr-Bremse
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Knorr-Bremse ist ein Hersteller von Bremssystemen und anderen sicherheitskritischen Lösungen für Schienen- und Nutzfahrzeuge.

Erfreulich anders

Automobilzulieferer waren in den letzten Jahren kein sonderlich gutes Investment und das ist noch freundlich ausgedrückt.

Knorr-Bremse hat sich in diesem Umfeld positiv abgesetzt und leidet nicht unter denselben Problemen, wie ein Großteil der Branche.

Andere Zulieferer müssen enorme Investitionen stemmen, um sich auf die Elektromobilität vorzubereiten. Für Knorr spielt das eine vergleichsweise geringe Bedeutung. Elektrofahrzeuge benötigen schließlich auch Bremsen.

Knorr muss also nicht nahezu alle erwirtschafteten Mittel reinvestieren, sondern verdient wirklich Geld.
Darüber hinaus konnte man sich auch dem schwachen Branchentrend entziehen.

Die eine Perle?

Knorr-Bremse ist Ende 2018 an die Börse gegangen und hat rückwirkend ab 2015 Zahlen vorgelegt.

In diesem Zeitraum ist der Umsatz von 5,82 auf 6,94 Mrd. Euro gestiegen. Das Ergebnis konnte je nach Bezugsrahmen gehalten oder leicht gesteigert werden.

Ein Grund dafür ist auch, dass man nicht vollkommen abhängig vom Fahrzeug-Sektor. Rund die Hälfte des Umsatzes entfällt auf den Bereich Schienenverkehr, mit dem man von der weltweiten Urbanisierung profitiert.

Wie läuft es aktuell?

Die relative Stärke zeigt sich auch derzeit, wie immer in Krisen.
Der Auftragseingang ist im ersten Halbjahr um 23% und im zweiten Quartal sogar um über 32% eingebrochen.
Der Auftragsbestand ist mit 4,36 Mrd. Euro aber so hoch, dass es noch eine ganze Weile dauern wird, bis ernsthafte Probleme auftreten.

Womöglich ist die Pandemie bis dahin weitgehend überstanden, vielleicht kommt es sogar zu Nachholeffekten.

Dass man mit einem sinkenden Umsatz umgehen kann, hat man bereits bewiesen. In Q2 sind die Einnahmen um 22,6% auf 1,43 Mrd. Euro gesunken.
Natürlich kam dadurch auch der Gewinn unter Druck, da man im Branchenvergleich aber eine hohe Marge hat, war man anhaltend profitabel.

Es handelt sich um eine verschmerzbare Delle, auch wenn sich der Gewinn um 36% auf 1,00 Euro je Aktie reduziert.  Die EBIT-Marge lag bei 12,1%, man hat also noch Luft.

Ausblick und Bewertung

Im Gegensatz zu den meisten Unternehmen traut man sich auch eine Prognose zu.

Im laufenden Geschäftsjahr erwartet man einen Umsatzrückgang um 12% auf 6,05 Mrd. Euro.
Die EBITDA-Marge dürfte von 18,8 auf 17,0% sinken.

Das ist alles kein Weltuntergang, hat aber zu einem Kurssturz geführt. So manch ein Anleger dürfte bei all den positiven Eigenschaften von Knorr-Bremse wohl gerade erst realisiert haben, dass das KGV bei diesem Ausblick bei 40 läge.

Das dürfte ein wenig zu viel sein. Selbst wenn man das Vorjahresergebnis als Grundlage nimmt, läge das KGV noch bei 30.
Wenn man als Investor ein sinnvolles Chance-Risiko-Verhältnis haben möchte, müsste es also noch eine Etage tiefer gehen.

Großaktionär steigt aus

Glücklicherweise könnte das jetzt der Fall sein. Vor wenigen Stunden wurde bekannt, dass der Hauptaktionär Heinz Hermann Thiele 10 Millionen Aktien zu einem Preis 100 Euro abstoßen möchte.
Das entspricht rund 6% des Grundkapitals und hat zu einem Kurssturz geführt.

Chart

Fällt die Aktie nachhaltig unter 100 Euro, könnte eine größere Korrektur anstehen.
Mögliche Kursziele liegen bei 94 sowie 84-89 Euro.

In der Supportzone zwischen 84 und 89 Euro wird es für antizyklische Investoren interessant.

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Chart vom 10.09.2020 Kurs: 100 Kürzel: KBX - Wochenkerzen | Online Broker LYNX
Chart vom 10.09.2020 Kurs: 100 Kürzel: KBX – Wochenkerzen

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Tobias Krieg, Technischer Analyst | LYNX Börsenexperten
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