Die besten Bitcoin Aktien

Vom großen Goldrausch im 19. Jahrhundert profitierten in erster Linie die Händler, die die Goldschürfer mit der notwendigen Ausrüstung wie Schaufeln, Pfannen und Proviant ausstatteten. Die euphorisch gestarteten Goldsucher hingegen wurden nur in seltensten Ausnahmefällen reich. Genauso könnte es früher oder später auch den hoffnungsvollen Glücksrittern gehen, die derzeit den Bitcoin auf immer neue Rekordstände treiben.

Vom Bitcoin-Boom profitieren

Falls auch Sie vom Bitcoin Hype profitieren möchten, sollten Sie Ihre Optionen sorgfältig prüfen. Macht es wirklich noch Sinn, Bitcoins zu den aktuellen Preisen zu erwerben oder in Produkte wie CFDs und Zertifikate zu investieren, die an die Preisentwicklung der Krypto-Währung gekoppelt sind?

Sinnvoller könnte es sein, Aktien von Unternehmen zu kaufen, die in besonderem Maße vom Bitcoin Boom profitieren. Auf diesen Gedanken sind allerdings auch schon zahlreiche andere Anleger gekommen. Die wenigen börsennotierten Firmen, die sich ausschließlich mit dem Thema Bitcoin beschäftigen sind daher bereits heillos überbewertet. Denn mangels Alternativen drängt viel zu viel spekulatives Kapital in die meist sehr kleinen Unternehmen, die sich ausschließlich auf Krypto-Währungen spezialisiert haben.

Bevor wir uns den besten Bitcoin Aktien widmen, möchten wir uns diese kleinen Unternehmen einmal näher betrachten:

Bitcoin Group: Extrem überbewertet

Der Betreiber der Handels-Plattform bitcoin.de, die kleine deutsche Bitcoin Group, wird bei einem aktuellen Aktienkurs von 80 Euro beispielsweise mit rund 400 Mio. Euro bewertet –und das bei einem bescheidenen Halbjahresumsatz von gerade mal 1,77 Mio. Euro und einem Vorsteuerergebnis von 0,36 Mio. Euro. Um eine derart hohe Bewertung zu rechtfertigen, müsste die Firma, deren Aktie noch vor sechs Monaten bei 6 Euro notierte, über viele Jahre dreistellige Wachstumsraten erreichen. Auch die in der Bilanz ausgewiesenen 3.209 Bitcoins, mit einem aktuellen Wert von etwas über 20 Mio. Euro, ändern daran wenig. Während das weitere Kurspotenzial auf der einen Seite sehr beschränkt ist, besteht für die hochspekulative Aktie auf der anderen Seite eine enorme Rückschlaggefahr.

Naga Group: Nichts für schwache Nerven

Als ähnlicher Maßen überbewertet gelten auch etliche andere Firmen die sich mit dem Thema Krypto-Währungen beschäftigen, wie z.B. die Naga Group. Das Fintech-Unternehmen hatte im September angekündigt, zukünftig auch Bitcoin-Wallets (virtuelle Geldbörsen) anbieten zu wollen, mit denen Kunden Geld in Bitcoins oder andere Krypto-Währungen tauschen können. Allein diese Nachricht reichte aus, um den Aktienkurs von 4,50 Euro in der Spitze auf über 22 Euro emporschnellen zu lassen. Eine ähnlich turbulente Kursbewegung vollzog die Aktie bereits im Juli, als es für das Wertpapier von 4 Euro auf 20 Euro und wieder zurückging. Aktuell notiert die extrem schwankungsanfällige Aktie bei ca. 14 Euro.

On-line Plc: Kursverfünffachung durch Umbenennung

Welch seltsame Blüten die „Krypto-Manie“ treibt, zeigt sich auch am Beispiel der britischen Firma On-line Plc, deren Aktie während der Internetblase um die Jahrtausendwende einen kurzen Hype erlebte, danach jedoch wieder in der Versenkung verschwand. Vor rund zwei Wochen gab das Unternehmen bekannt, sich in On-Line Blockchain Plc umbenennen zu wollen. Die Meldung allein reichte aus, dass sich der Kurs von 15 auf 85 Pfund mehr als verfünffachte. Der plötzliche Höhenflug der Aktie veranlasste das Management allerdings bereits nach wenigen Stunden zu einer Mitteilung, wonach man sich im Bereich Blockchain noch in einem sehr frühen unternehmenspolitischen Stadium befinde. Der Aktienkurs beruhigte sich daraufhin etwas und pendelt seitdem zwischen 40 und 50 Pfund. Immerhin noch rund das Dreifache des Ausgangswerts.

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Maier & Partner: Substanzlose Zockeraktie

Ein ähnlich haarsträubendes Beispiel gibt es auch in Deutschland. Die eher als dubios einzuschätzende, substanzlose Mantelgesellschaft Maier & Partner möchte ebenfalls auf den Bitcoin-/Blockchain-Zug aufspringen und strebt eine Umbenennung in netcoin.capital AG an. Auch hier sprang der Kurs von weniger als einem Euro in der Spitze auf über 7 Euro. Anleger sollten von solchen Aktien unbedingt die Finger lassen, denn die Wahrscheinlichkeit von Kursverlusten ist extrem hoch.

Bitcoin Investment Trust: Hoher Preisaufschlag gefällig?

Beim Bitcoin Investment Trust (US-Kürzel GBTC) handelt es sich nicht um ein Unternehmen, sondern um einen Fonds, der es auch Kleinanlegern ermöglicht, am Bitcoin-Boom teilzunehmen. Als der Fonds im Jahr 2015 erstmalig an der Börse gehandelt wurde, kostete ein Anteil, der 0,092 Bitcoins repräsentiert, rund 32 USD. Mittlerweile ist die Notierung bei über 920 USD angekommen, so dass das Gesamtvolumen des Fonds rund 1,7 Mrd. USD beträgt. Der innere Wert eines Anteils, der sogenannte „Net Asset Value“ liegt jedoch lediglich bei ca. 660 USD, so dass Anleger hier beim Einstieg eine enorme Prämie von fast 40 % in Kauf nehmen. Entsprechend hoch ist die Fallhöhe, denn wer möchte schon umgerechnet 10.000 USD für einen Bitcoin ausgeben, wenn der Kurs „nur“ bei 7.200 USD steht. Spätestens dann, wenn Produkte wie Futures oder ETFs Bitcoin-Investments für ein breites Publikum zugängig machen, dürfte der hohe Preisaufschlag deutlich abschmelzen. Bricht die Nachfrage ein, so ist worst case sogar ein Preisabschlag möglich.

Die drei besten Bitcoin Aktien

Es scheint, als gäbe es für Anleger mittlerweile an der Börse kaum noch Möglichkeiten, um mit akzeptablem Chance-Risiko-Verhältnis von der aktuellen Goldgräberstimmung zu profitieren. Es gibt jedoch auch weniger riskante Aktien von größeren Unternehmen, die einen steigenden Teil Ihres Umsatzes dem Boom der Krypto-Währungen wie Bitcoin oder der dahinterstehenden Blockchain-Technologie verdanken. Hält der Boom in den kommenden Jahren an, so könnte dies den folgenden Aktien weiter Auftrieb geben. Ihr Anlagehorizont sollte jedoch schon einige Jahre betragen.

Nvidia: Rechen-Power für Krypto-Miner

Um Bitcoins und andere Kryptowährungen zu minen (herzustellen) sind leistungsstarke Rechner notwendig. Dabei hat sich herausgestellt, dass sich Grafikchips (GPUs) besonders gut für die aufwändige Berechnung kryptografischer Schlüssel eignen. Die Nachfrage ist derzeit so hoch, dass manche Elektronik-Ketten maximal drei Grafikkarten pro Einkauf erlauben und gebrauchte GPUs Rekordpreise erzielen. Grafikkarten-Hersteller Nvidia (ISIN: US67066G1040 – Symbol: NVDA) versorgt als „Ausrüster“ die Miner von Bitcoin & Co. mit immer leistungsfähigeren Prozessoren. Das Unternehmen lässt sich also durchaus mit einem Schaufelverkäufer während des großen Goldrauschs vergleichen. Dabei ist es unerheblich nach welcher Digital-Währung zukünftig „gegraben“ wird.

Die Nvidia-Aktie ist nach starken Kursanstiegen in den vergangenen beiden Jahren schon sehr hoch bewertet. Das Spannende ist allerdings, dass das weitere Kurspotenzial längst nicht allein vom Bitcoin-Boom oder vom PC-Spielemarkt abhängt.

Künstliche Intelligenz als Wachstumstreiber

Auch im Bereich der Künstlichen Intelligenz (Artificial Intelligence) nimmt das Unternehmen eine Vorreiterrolle ein, denn die Hochleistungschips von Nvidia werden mittlerweile in zahlreichen Rechenzentren eingesetzt, die sich auf maschinelles Lernen konzentrieren. Mehrere Tech-Riesen, darunter Facebook und IBM, haben bereits Nvidias GPUs in ihren „lernenden“ Rechenzentren installiert und auch die Technologieplattform Drive PX setzt auf GPUs von Nvidia und hilft damit Autoherstellern bei der Entwicklung von autonom gesteuerten Fahrzeugen, die Hindernisse erkennen und darauf reagieren können. Ebenfalls zum Einsatz kommen die GPUs von Nvidia in der Medizintechnik, wo diese zum Abgleich großer Datenmengen eingesetzt werden, um u.a. Krebszellen von gesunden Zellen zu unterschieden.

Wegbereiter neuer Technologien

Wie bereits geschrieben, ist die Nvidia-Aktie nicht gerade günstig bewertet. Bei marktführenden Technologieunternehmen ist das jedoch nie der Fall wie z.B. auch Google (Alphabet) oder Facebook beweisen. Richtet man seinen Blick jedoch 3-5 Jahre in die Zukunft, so könnte es sich durchaus lohnen in den Technologieführer Nvidia zu investieren, dessen Aktie schon jetzt zu den 10 besten Artificial Intelligence Aktien gehört. Neue Technologien wie Krypto-Währungen, weitere Blockchain-Anwendungen, das „Internet der Dinge“ und Künstliche Intelligenz werden immer höhere Rechenkapazitäten verlangen, die Nvidia bereitstellen kann. Anleger sollten für einen Einstieg möglichst einen Rücksetzer abwarten und einen längeren Anlagehorizont haben.

AMD: Nur für sehr spekulative Anleger

Für ein Unternehmen, dem es derzeit nicht nachhaltig gelingt, einen Gewinn zu erzielen, ist die Aktie von AMD (ISIN: US0079031078 – Symbol: AMD) in den letzten beiden Jahren dennoch glänzend gelaufen. War die Aktie Anfang 2016 noch weniger als 2 USD wert, so kostet diese heute rund 12 USD. AMD wurde bereits im Jahr 1969 gegründet und das Unternehmen zählt damit zu den Dinosauriern der IT-Branche.

Rivale von Intel und Nvidia

Der Hersteller von Prozessoren stand seit Gründung im Dauer-Wettstreit mit dem Rivalen und Marktführer Intel, der jedoch immer eine Nasenlänge voraus war. Durch die Übernahme des Grafikkartenherstellers ATI ist AMD seit 2006 auch wichtigster Wettbewerber von Nvidia. Der große Erfolg blieb bei AMD in den letzten Jahren aber leider aus, so dass das Unternehmen in die Verlustzone rutschte. Um auf die Erfolgsspur zurückzukehren, waren einige Umstrukturierungen notwendig. Ein Durchbruch gelang, als sich vor etwa einem Jahr Unternehmen wie Alibaba und Alphabet für AMD-Chips entschieden, um Cloud-Anwendungen zu steuern. Auch Microsoft konnte seitdem als Kunde gewonnen werden.

Aktie auf lange Sicht nicht uninteressant

Neben dem Bitcoin lässt sich vor allem die Krypto-Währung Ethereum hervorragend mit AMD-Chips minen und das Unternehmen profitiert noch stärker als Nvidia vom Krypto-Währungsboom. Der größte Unterschied zwischen AMD und Nvidia besteht nämlich darin, dass Grafikkartenverkäufe für Blockchain-Mining-Prozesse insgesamt einen höheren Anteil am Gesamtgeschäft bei AMD ausmachen. In Boom-Zeiten ist dies ein klarer Vorteil, gerät der Krypto-Hype jedoch einmal ins Stocken, so könnte sich die hohe Abhängigkeit auch ins Gegenteil verkehren.

Auch AMD ist nach den Kursanstiegen alles andere als billig bewertet und mit einigen Vorschusslorbeeren bedacht. Denn ein nachhaltiger Turnaround muss erst noch bewiesen werden. Dazu kommt, dass neben der schwächeren Marktposition auch die Kapitaldecke weit weniger stark als bei Konkurrent Nvidia ist. Trotzdem ist die Aktie langfristig betrachtet nicht uninteressant. Auf dem aktuellen Kursniveau ist der Wert allerdings bestenfalls für sehr spekulative Anleger geeignet.

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Microsoft: Blockchain-Wegbereiter

Das Rückgrat von Kryptowährungen (Krypto = versteckt, geheim) wie dem Bitcoin bildet die sog. „Blockchain“-Technologie. Grundsätzlich handelt es sich dabei um eine Art dezentrale Datenbank, die nicht nur Transaktionen und Daten, sondern auch deren gesamten Verlauf speichert. Somit können Transaktionen aller Art auch unter einzelnen Marktteilnehmern ohne zentrale Kontroll-Instanz (Peer-to-Peer) sehr sicher durchgeführt werden.

Smart Contracts mit der Azure Cloud

Microsoft (ISIN: US5949181045 – Symbol: MSFT) baut über die Azure-Cloud einen Service auf, mit dem Rahmenbedingungen für Blockchain-Anwendungen geschaffen werden und seit der Markteinführung des ersten Ethereum Blockchain Service im November 2015 zählt Microsoft zu den Vorreitern auf dem Markt. Azure unterstützt mehrere Blockchain-Protokolle und kann beispielsweise rechtlich bindende „Smart Contracts“ (intelligente Verträge) implementieren. Dabei handelt es sich um Computerprotokolle, die Verträge abbilden und überprüfen oder die Verhandlung oder Abwicklung eines Vertrags technisch unterstützen. Dadurch wird eine höhere Vertragssicherheit gewährleistet als beim traditionellen Vertragsrecht. Smart Contracts können zum Beispiel in der digitalen Rechteverwaltung Copyright-Lizenzen oder Finanztransaktionen abbilden.

Blockchain-Netzwerke für Unternehmen

Parallel zu Azure baut Microsoft mit dem Coco Framework auch eine Blockchain-Umgebung für Unternehmen auf. Coco steht dabei für Confidential Consortium, also „vertrauenswürdiger Zusammenschluss“ und soll Unternehmen Blockchain-Netzwerke ermöglichen, die deren Anforderungen an Leistung, Vertrauenswürdigkeit und Corporate Governance erfüllen.

Mit Microsoft setzen Sie auf die Technologie und nicht auf eine Anwendung

Die Blockchain-Technologie ermöglicht neben dem Bitcoin eine Vielzahl an weiteren Anwendungen, die das Potenzial haben, unser zukünftiges Leben grundlegend zu verändern. Bei einem Investment in Microsoft geht es nicht um den Bitcoin, sondern vielmehr um die dahinterstehende Technologie. Um im Bild zu bleiben: Während Nvidia und AMD Ausrüstung und Schaufeln an die Goldgräber verkaufen, vermietet Microsoft Wohnraum an Bergleute, verpachtet Ländereien und vergibt verschiedenste Explorationslizenzen. So gesehen ist die Microsoft-Aktie möglicherweise die konservativste der drei vorgestellten Aktien, um in den kommenden Jahren von den Themen Bitcoin und Blockchain zu profitieren.

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