Die besten Bitcoin und Blockchain Aktien 2019

Vom großen Goldrausch im 19. Jahrhundert profitierten in erster Linie die Händler, die die Goldschürfer mit der notwendigen Ausrüstung wie Schaufeln, Pfannen und Proviant ausstatteten. Die euphorisch gestarteten Goldsucher hingegen wurden nur in seltensten Ausnahmefällen reich. Genauso könnte es früher oder später auch den hoffnungsvollen Glücksrittern gehen, die derzeit den Bitcoin in einer neuen Spekulationswelle wieder nach oben treiben.

Hohe Kursgewinne seit den Erstempfehlungen unserer Bitcoin-Empfehlungen

Seit unserer Erstempfehlung im Herbst 2017 entwickelten sich unsere Bitcoin-Aktien-Tipps allesamt herausragend. In der Spitze legten die Aktien von Nvidia um bis zu +40% (bevor eine Korrektur einsetzte), Microsoft um +64% und AMD gar um +185% zu.

Vom Bitcoin-Boom profitieren

Falls auch Sie vom Bitcoin Hype profitieren möchten, sollten Sie Ihre Optionen sorgfältig prüfen. Macht es wirklich noch Sinn, Bitcoins zu den aktuellen Preisen zu erwerben oder in Produkte wie CFDs und Zertifikate zu investieren, die an die Preisentwicklung der Krypto-Währung gekoppelt sind?

Sinnvoller könnte es sein, Aktien von Unternehmen zu kaufen, die in besonderem Maße vom Bitcoin Boom profitieren. Auf diesen Gedanken sind allerdings auch schon zahlreiche andere Anleger gekommen. Die wenigen börsennotierten Firmen, die sich ausschließlich mit dem Thema Bitcoin beschäftigen sind daher bereits heillos überbewertet. Denn mangels Alternativen drängt viel zu viel spekulatives Kapital in die meist sehr kleinen Unternehmen, die sich ausschließlich auf Krypto-Währungen spezialisiert haben.

Bevor wir uns den besten Bitcoin und Blockchain Aktien 2019 widmen, möchten wir uns diese kleinen Unternehmen einmal näher betrachten:

Bitcoin Group & Co: Abgestürzte Highflyer

Zum Höhepunkt der ersten Bitcoin-Blase notierte die Aktie der kleinen deutschen Bitcoin Group, dem Betreibers der Handels-Plattform bitcoin.de bei Kursen von bis zu 89 Euro. Die damalige Marktkapitalisierung lag bei mehr als 400 Mio. Euro, obwohl die Firma nur Umsätze im niedrigen einstelligen Millionenbereich vorweisen konnte. Wir hatten Sie eindringlich vor einem Investment gewarnt und auf die eklatante Überbewertung hingewiesen. Es kam wie es kommen musste und die Aktie stürzte im Tief bis auf gut 15 Euro ab – ein Minus von bis zu -83%. Mit dem neuerlichen Anstieg des Bitcoins ist die Aktie erneut auf aktuell 43 Euro hochgeschnellt. Mit dem daraus resultierenden Börsenwert von 200 Mio. Euro ist der Smallcap-Wert weiterhin stark überbewertet.

In ähnlicher Weise haben wir Sie bei Kursen von 14 Euro vor einem Investment in die Naga Group gewarnt. Es folgte der Totalabsturz. Heute notiert die Aktie auf Pennystock-Niveau und die Aussichten auf eine Kurserholung gehen gegen Null. Dasselbe gilt auch für die beiden abgestürzten Werte Online Blockchain PLC und Maier & Partner, die wir Ihnen ebenfalls als Negativ-Beispiele für die Auswüchse der Krypto-Manie vorgestellt hatten. Anleger sollten von solchen Aktien unbedingt auch weiterhin die Finger lassen, denn die Wahrscheinlichkeit von Kursverlusten ist extrem hoch.

Die drei besten Bitcoin und Blockchain Aktien 2019

Es scheint, als gäbe es für Anleger mittlerweile an der Börse kaum noch Möglichkeiten, um mit akzeptablem Chance-Risiko-Verhältnis von der wieder aufflammenden Goldgräberstimmung zu profitieren. Es gibt jedoch auch weniger riskante Aktien von größeren Unternehmen, die einen steigenden Teil Ihres Umsatzes dem Boom der Krypto-Währungen wie Bitcoin oder der dahinterstehenden Blockchain-Technologie verdanken. Hält der Boom in den kommenden Jahren an, so könnte dies den folgenden Bitcoin und Blockchain Aktien weiter Auftrieb geben. Ihr Anlagehorizont sollte jedoch schon einige Jahre betragen. Nachfolgend finden Sie die aus unserer Sicht besten Blockchain und Bitcoin Aktien 2019:

Nvidia: Rechen-Power für Krypto-Miner

Um Bitcoins und andere Kryptowährungen zu minen (herzustellen) sind leistungsstarke Rechner notwendig. Dabei hat sich herausgestellt, dass sich Grafikchips (GPUs) besonders gut für die aufwändige Berechnung kryptografischer Schlüssel eignen. Die Nachfrage war während des großen Bitcoin-Hypes Ende 2017 so hoch, dass manche Elektronik-Ketten maximal drei Grafikkarten pro Einkauf erlaubten und sogar gebrauchte GPUs Rekordpreise erzielen. Das gehört zwar der Vergangenheit an, aber  Grafikkarten-Hersteller wie  Nvidia (ISIN: US67066G1040 – Symbol: NVDA – Währung: USD) versorgen die Miner von Bitcoin & Co. als „Ausrüster“ weiterhin mit immer leistungsfähigeren Prozessoren. Das Unternehmen lässt sich also durchaus mit einem Schaufelverkäufer während des großen Goldrauschs vergleichen. Dabei ist es unerheblich nach welcher Digital-Währung zukünftig „gegraben“ wird. Die Nvidia-Aktie ist nach einem deutlichen Kursrückgang zwar immer noch hoch, aber immerhin deutlich moderater bewertet, als Anfang 2018. Damals erreichte der Wert Höchstkurse von über 292 USD und kostete damit fast doppelt so viel wie aktuell. Das Spannende an Nvidia ist, dass das weitere Kurspotenzial längst nicht allein vom Bitcoin-Boom oder vom PC-Spielemarkt abhängt.

Künstliche Intelligenz als Wachstumstreiber

Auch im Bereich der Künstlichen Intelligenz (Artificial Intelligence) nimmt das Unternehmen eine Vorreiterrolle ein, denn die Hochleistungschips von Nvidia werden mittlerweile in zahlreichen Rechenzentren eingesetzt, die sich auf maschinelles Lernen konzentrieren. Mehrere Tech-Riesen, darunter Facebook und IBM, haben bereits Nvidias GPUs in ihren „lernenden“ Rechenzentren installiert und auch die Technologieplattform Drive PX setzt auf GPUs von Nvidia und hilft damit Autoherstellern bei der Entwicklung von autonom gesteuerten Fahrzeugen, die Hindernisse erkennen und darauf reagieren können. Ebenfalls zum Einsatz kommen die GPUs von Nvidia in der Medizintechnik, wo diese zum Abgleich großer Datenmengen eingesetzt werden, um u.a. Krebszellen von gesunden Zellen zu unterschieden.

Wachstumsdelle bringt Nvidea Aktie 2018 unter Druck

In den letzten drei Jahren steigerte Nvidia die Umsätze im Schnitt um +35%, während die Gewinne gleichzeitig um +59% zulegten. In den letzten Quartalen kam das Wachstum allerdings etwas ins Stocken, der Chipwert verzeichnete rückläufige Umsätze und Gewinne. Entsprechend negativ reagierte der Aktienkurs ab Frühjahr 2018. Für 2019 wird ein Gewinnrückgang von ca. -15% auf 5,31 USD je Aktie erwartet. Im Jahr 2020 soll dann mit +34% Gewinnsteigerung und 7,12 USD Gewinn je Aktie wieder auf den Wachstumskurs eingebogen werden.

Wegbereiter neuer Technologien & Blockchain-Fantasie

Wie bereits geschrieben, ist die Nvidia-Aktie trotz der Korrektur nicht gerade günstig bewertet. Bei marktführenden Technologieunternehmen ist das jedoch nie der Fall wie z.B. auch Google (Alphabet) oder Facebook beweisen. Richtet man seinen Blick jedoch 3-5 Jahre in die Zukunft, so könnte es sich durchaus lohnen in den Technologieführer Nvidia zu investieren, dessen Aktie schon jetzt zu den 10 besten Artificial Intelligence Aktien gehört. Neue Technologien wie Krypto-Währungen, weitere Blockchain-Anwendungen, das „Internet der Dinge“ und Künstliche Intelligenz werden immer höhere Rechenkapazitäten verlangen, die Nvidia bereitstellen kann. Anleger sollten für einen Einstieg möglichst einen Rücksetzer abwarten und einen längeren Anlagehorizont haben.

AMD: Für spekulative Anleger

AMD (ISIN: US0079031078 – Symbol: AMD – Währung: USD) galt lange Zeit als Unternehmen, dem es  einfach nicht nachhaltig gelingen will, einen Gewinn zu erzielen. In den letzten Jahren hat das Unternehmen seine Kritiker jedoch Lügen gestraft und auch der Aktie zu einer beeindruckenden Entwicklung und einem grandiosen Comeback verholfen. War die Aktie Anfang 2016 noch weniger als 2 USD wert, so kostet diese heute rund 30 USD. AMD wurde bereits im Jahr 1969 gegründet und das Unternehmen zählt damit zu den Dinosauriern der IT-Branche.

Rivale von Intel und Nvidia

Der Hersteller von Prozessoren stand seit Gründung im Dauer-Wettstreit mit dem Rivalen und Marktführer Intel, der jedoch immer eine Nasenlänge voraus war. Durch die Übernahme des Grafikkartenherstellers ATI ist AMD seit 2006 auch wichtigster Wettbewerber von Nvidia. Der große Erfolg blieb bei AMD in den letzten Jahren aber leider aus, so dass das Unternehmen in die Verlustzone rutschte. Um auf die Erfolgsspur zurückzukehren, waren einige Umstrukturierungen notwendig. Ein Durchbruch gelang, als sich vor etwas mehr als zwei Jahren Unternehmen wie Alibaba und Alphabet für AMD-Chips entschieden, um Cloud-Anwendungen zu steuern. Auch Microsoft konnte mittlerweile als Kunde gewonnen werden.

Profiteur des Blockchain-Booms

Neben dem Bitcoin lässt sich vor allem die Krypto-Währung Ethereum hervorragend mit AMD-Chips minen und das Unternehmen profitiert noch stärker als Nvidia vom Krypto-Währungsboom. Der größte Unterschied zwischen AMD und Nvidia besteht nämlich darin, dass Grafikkartenverkäufe für Blockchain-Mining-Prozesse insgesamt einen höheren Anteil am Gesamtgeschäft bei AMD ausmachen. In Boom-Zeiten ist dies ein klarer Vorteil, gerät der Krypto-Hype jedoch ins Stocken, so könnte sich die hohe Abhängigkeit auch ins Gegenteil verkehren.

Starkes Gewinnwachstum beflügelt die Aktie

Die Geschäftsentwicklung von AMD verlief in den vergangenen drei Jahren sehr beeindruckend. Mit einem durchschnittlichen Umsatzwachstum von +22% lieferte AMD weitaus mehr, als von den Analysten erwartet wurde. Dass die Gewinne gleichzeitig um +418% p.a. stiegen liegt vor allem an der niedrigen Vergleichsbasis. Trotzdem ist auch das Gewinnwachstum beindruckend. Im laufenden Geschäftsjahr sollen die Gewinne je Aktie von 0,45 USD im Vorjahr auf 0,63 USD anziehen – ein Plus von +40%. Im darauffolgenden Jahr 2020 erwarten Analysten bereits einen Gewinn von 1 USD je Aktie, ein erneutes starkes Plus von +59%.

Aktie weiterhin spannend

Auch AMD ist nach den Kursanstiegen alles andere als billig bewertet und mit einigen Vorschusslorbeeren bedacht. Dennoch scheint der Turnaround nachhaltig geglückt und auch die Kapitaldecke ist mittlerweile deutlich stärker als noch vor ein bis zwei Jahren. Deshalb ist die Aktie weiterhin interessant.  Auf dem aktuellen Kursniveau, knapp unter dem Allzeithoch von 34 USD ist der bereits gut gelaufene Wert allerdings eher für spekulative Anleger geeignet.

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Microsoft: Blockchain-Wegbereiter

Das Rückgrat von Kryptowährungen (Krypto = versteckt, geheim) wie dem Bitcoin bildet die sog. „Blockchain“-Technologie. Grundsätzlich handelt es sich dabei um eine Art dezentrale Datenbank, die nicht nur Transaktionen und Daten, sondern auch deren gesamten Verlauf speichert. Somit können Transaktionen aller Art auch unter einzelnen Marktteilnehmern ohne zentrale Kontroll-Instanz (Peer-to-Peer) sehr sicher durchgeführt werden.

Smart Contracts mit der Azure Cloud

Microsoft (ISIN: US5949181045 – Symbol: MSFT -Währung: ZSD) baut über die Azure-Cloud einen Service auf, mit dem Rahmenbedingungen für Blockchain-Anwendungen geschaffen werden und seit der Markteinführung des ersten Ethereum Blockchain Service im November 2015 zählt Microsoft zu den Vorreitern auf dem Markt. Azure unterstützt mehrere Blockchain-Protokolle und kann beispielsweise rechtlich bindende „Smart Contracts“ (intelligente Verträge) implementieren. Dabei handelt es sich um Computerprotokolle, die Verträge abbilden und überprüfen oder die Verhandlung oder Abwicklung eines Vertrags technisch unterstützen. Dadurch wird eine höhere Vertragssicherheit gewährleistet als beim traditionellen Vertragsrecht. Smart Contracts können zum Beispiel in der digitalen Rechteverwaltung Copyright-Lizenzen oder Finanztransaktionen abbilden.

Blockchain-Netzwerke für Unternehmen

Parallel zu Azure baut Microsoft mit dem Coco Framework auch eine Blockchain-Umgebung für Unternehmen auf. Coco steht dabei für Confidential Consortium, also „vertrauenswürdiger Zusammenschluss“ und soll Unternehmen Blockchain-Netzwerke ermöglichen, die deren Anforderungen an Leistung, Vertrauenswürdigkeit und Corporate Governance erfüllen.

Wachstum auf hohem Niveau

Für seine Größe verzeichnet Microsoft nach wie vor starke Wachstumszahlen. So stieg der Umsatz des Softwaregiganten in den vergangenen drei Jahren im Schnitt um +14%, während die Gewinne überproportional um +18% zulegten. Analysten erwarten für das laufende Geschäftsjahr beim Ergebnis erneut einen Zuwachs in dieser Größenordnung und auch 2020 soll das Gewinnwachstum zweistellig bleiben.

Mit Microsoft setzen Sie auf die Technologie und nicht auf eine Anwendung

Die Blockchain-Technologie ermöglicht neben dem Bitcoin eine Vielzahl an weiteren Anwendungen, die das Potenzial haben, unser zukünftiges Leben grundlegend zu verändern. Bei einem Investment in Microsoft geht es nicht um den Bitcoin, sondern vielmehr um die dahinterstehende Technologie. Um im Bild zu bleiben: Während Nvidia und AMD Ausrüstung und Schaufeln an die Goldgräber verkaufen, vermietet Microsoft Wohnraum an Bergleute, verpachtet Ländereien und vergibt verschiedenste Explorationslizenzen. So gesehen ist die Microsoft-Aktie möglicherweise die konservativste der drei vorgestellten Aktien, um in den kommenden Jahren von den Themen Bitcoin und Blockchain zu profitieren.

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