Börsenblick

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Aktuelle Analyse:
Wacker Chemie: Dieser Boden könnte Treibsand sein

Wacker Chemie war am Donnerstag mit einem Anstieg von 5,7 Prozent der Spitzenreiter im MDAX. Nachdem sich der Kurs der Aktie seit Januar zeitweise deutlich mehr als halbiert hatte, wirkte das wie ein Aufbruchssignal. Und immerhin wäre, wie der Chart zeigt, ein Doppeltief und damit eine perfekte Trendwendeformation möglich, sollte Wacker Chemie jetzt zügig weiter anziehen.

Allerdings sucht man in den Nachrichten nach einer unmittelbaren Motivation für diesen Kursanstieg vergebens. Und das Gesamtbild ist nicht gerade angetan, allzu bullische Erwartungen zu wecken. Die im Oktober präsentierte Bilanz des dritten Quartals blieb hinter den Erwartungen der Analysten zurück. Und auch, wenn Wacker Chemie die eigene Gesamtjahresprognose bestätigte, der Branchenverband warnt vor einer bereits spürbaren Abkühlung. Da kommt bei einem derart kräftigen Plus unwillkürlich der Gedanke auf, dass da vielleicht jemand mehr weiß als die anderen, dass womöglich gute Nachrichten unmittelbar bevorstehen, aber:

Expertenmeinung: Wenngleich so etwas nie völlig auszuschließen ist, ist doch ein anderer Aspekt wahrscheinlicher. Und der ist, trotz steigender Kurse, nicht bullisch. Es ist gut denkbar, dass Leerverkäufer einen Teil ihrer Gewinne mitgenommen haben. Da sie dazu die Aktie kaufen müssen, um zuvor geliehene, „leer“ verkaufte Aktien zurückzukaufen und die Position dadurch zu schließen, um auf diesem Weg den Gewinn zu sichern, zieht das den Kurs höher. Und dass man seitens der Bären vorsichtshalber mal etwas Geld vom Tisch nimmt, wäre nachvollziehbar.

Denn zum einen besteht eben die grundsätzliche Möglichkeit eines Doppeltiefs, warum also nicht nach dem erneuten, kräftigen Abwärtsimpuls seit Anfang November nahe des Jahrestiefs ein paar Gewinne sichern? Und zum anderen steht dieses G20-Treffen unmittelbar bevor. Konjunktursensible Aktien wie Wacker Chemie könnten am Montag durch die Decke gehen, falls es bei dem avisierten Gespräch zwischen Xi Jinping und Donald Trump wirklich zu einem Durchbruch käme. Nur:

Würde dieses von großen Hoffnungen begleitete Gespräch zu einer Pleite, würde sich das Klima zwischen den USA und China womöglich noch weiter abkühlen, dann wäre auch die Gefahr groß, dass die Auswirkungen auf Europa zunehmen und die EU das nächste Ziel der US-Regierung im Rahmen ihres Handelskrieges sein würde. Dann wäre die Wacker Chemie-Aktie auf einmal wieder eine heiße Kartoffel, dann könnte das bisherige Jahres-Verlaufstief bei 73,52 Euro zügig unterboten werden. Daher Vorsicht, was wie ein tragfähiger Boden aussieht, kann Treibsand sein!

Chart vom 29.11.2018, Kurs 87,10 Euro, Kürzel WCH | LYNX Online Broker

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