Börsenblick

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Aktienanalyse:
Wacker Chemie: Ewig wird es nicht abwärts gehen, aber …

Im Januar 2018 kostete eine Aktie der Wacker Chemie in der Spitze 176,80 Euro. Heute, 18 Monate später, droht sich der Kurs zu dritteln. Da muss doch endlich mal Schluss sein mit diesen Verkäufen, mag mancher denken. Aber bislang ist eben noch nicht Schluss. Dass die Aktie gestern nicht aufgrund eigener negativer Nachrichten um gut drei Prozent fiel, zeitweise sogar noch deutlich heftiger verlor, ist da eher sekundär.

Auslöser der Verkäufe war die Gewinnwarnung bei BASF. Die Anleger übertrugen deren Probleme auf den Chemie-Markt insgesamt und verkauften bei Wacker gleich mit. Oder besser: Die BASF-Nachrichten machten die Bären wieder mutiger, denn eine Aktie, die so fest in einem Abwärtstrend gefangen ist wie diese, ist für Leerverkäufer ein Schlaraffenland.

Sie sehen im Chart, dass potenzielle Unterstützungen, die als Basis für eine taugliche Bodenbildung dienen könnten, seit Monaten immer wieder unterschritten werden, während die Zwischenhochs im Zuge der Erholungen jeweils unter dem vorherigen liegen. Ein perfekt bärisches Bild. Das natürlich schlagartig in eine Rallye, eine Short Squeeze übergehen könnte, würde Wacker Chemie mit unerwartet positiven Nachrichten aufwarten. Aber …

Expertenmeinung: … das Wort „unerwartet“ müsste man da unterstreichen. Die Bilanz des ersten Quartals geht mit den Erwartungen der Analysten konform: Man rechnet dort mit einem massiven Rückgang der Gewinne gegenüber dem Vorjahr. Im Schnitt liegt die Prognose momentan bei 3,60 Euro pro Aktie nach 6,23 Euro pro Aktie im Jahr 2018. Und das bei einem in etwa unveränderten bis marginal steigenden Umsatz.

Der Druck auf die Gewinnmargen ist also hoch. Und derzeit spricht nichts dafür, dass sich das kurzfristig ändern könnte. Am 1. August werden die Ergebnisse des zweiten Quartals erwartet. Zwar ist die Erwartungshaltung derart negativ geworden, dass es knifflig werden dürfte, negativ zu überraschen. Aber das wäre noch keine Basis, um schon einmal auf Verdacht auf eine scharfe Gegenbewegung nach oben zu setzen.

Das Chartbild ist derart dicht mit potenziellen Widerständen besetzt, dass man unbedingt abwarten sollte, ob es gelingt, zumindest die nächstliegenden Hürden in der Zone zwischen 68 und 71,50 Euro zu überwinden. Denn wäre das der Fall, wäre das ein Indiz, dass die Leerverkäufer nicht mehr Herr der Lage sein können oder wollen. Dann wäre hier womöglich ein Anlauf an die aktuell bei 83,50 Euro verlaufende 200-Tage-Linie möglich. Aber eben erst dann, ein Vorgreifen wäre in einem derart bärischen Chartbild mehr als verwegen!

Chart vom 09.07.2019, Kurs 63,94 Euro, Kürzel WCH | LYNX Aktienempfehlungen

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