Börsenblick

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Aktuelle Analyse:
Wacker Chemie: Das Fell der Bären besser noch nicht verkaufen

Die letzte Anhebung eines Kursziels für die Aktie der Wacker Chemie durch einen Analysten geht auf den 1. November zurück. Seither kamen nur Kurszielsenkungen und Herabstufungen der Einschätzung – und die waren zahlreich. Das mittlere Kursziel der Analysten liegt zwar immer noch zehn Prozent über dem Freitags-Schlusskurs. Aber das dürfte entscheidend daran liegen, dass einige der Kursziele schon relativ alt sind. Und doch zeigte die Aktie am Freitag eine gewaltige Handelsspanne von zehn Euro und schloss am Ende deutlich im Plus.

Was umso höher zu werten ist, als das Spezialchemieunternehmen am Morgen seinen vorläufigen Gesamtjahresumsatz 2018 präsentierte, der mit 4,98 Milliarden Euro kaum höher lag als die 4,92 Milliarden des Jahres 2017 und mitteilte, dass das EBITDA, d.h. der Gewinn vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen, unter den Erwartungen liegen werde. Oder war es doch kein Wunder?

Wer hier auf die Wende hofft wird argumentieren, dass das EBITDA nur deswegen niedriger liegenwird, weil eine für 2018 eingeplante Versicherungsleistung noch nicht bezahlt wurde. Aber rechnet man die hinzu, läge das Ergebnis auch nur im Rahmen der Erwartungen. Die man auch am Donnerstag kannte, warum also auf ein „wie erwartet“ am Freitag so massiv einsteigen?

Expertenmeinung: Immerhin war die Wacker-Aktie als erste Reaktion auf die vorläufigen Zahlen scharf eingebrochen, schloss dann aber satte 4,77 Prozent höher, nahe der runden 90 Euro-Marke. Und genau da könnte der Hund begraben sein, denn dieser Schlusskurs lag damit an einem Basispreis für Optionen mit recht hohem „open interest“. Und am Freitag liefen die Optionen mit Laufzeit Januar aus.

Hatte also auch hier die Terminbörse ihre Finger im Spiel, wie das zu diesem Abrechnungstermin bei vielen Aktien den Anschein hatte? Es wäre gut möglich. Seit Anfang Dezember hat die Aktie fast 30 Prozent zugelegt. Verschwindend im Vergleich zum vorherigen Abstieg, aber genug, um angesichts der negativer werdenden Einstellung der Analysten und der geringen Wachstumsperspektiven zumindest skeptisch zu sein, ob wir hier mehr sehen als eine ausgedehnte Konsolidierung, vergleichbar mit denen vom Frühjahr und Hochsommer 2018.

Hinzu kommt, dass die charttechnischen Widerstände bis hinauf auf 120 Euro dicht an dicht stehen. Hier Long zu gehen, könnte daher ein steiniger Weg sein, während Schlusskurse unter 80 Euro das „Projekt Wende“ scheitern ließen und die Bären wieder in die Vorderhand brächten.

Chart vom 18.01.2019, Kurs 89,56 Euro, Kürzel WCH | LYNX Online Broker

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