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Aktuelle Analyse:
Wacker Chemie: Trotz „bad news“ wäre der Trend noch zu retten

Ein Minus von neun Prozent ist auch für die grundsätzlich sehr agile Wacker Chemie-Aktie alles andere als alltäglich. Aber die Nachricht, die den Kurs derart deutlich zu Boden schickte, war auch nicht „ohne“.

Der Hersteller von Spezialwerkstoffen wie z.B. Produkten auf Siliziumbasis veröffentlichte am Dienstag seine Perspektive für das laufende Jahr. Und das sorgte für lange Gesichter und nicht zuletzt wohl auch deshalb für ein so herbes Minus, weil man diese Informationen mitten in den laufenden Handel, kurz vor Mittag, auf den Tisch warf.

Wacker Chemie will den Umsatz auch 2019 steigern, der Anstieg soll sich im mittleren einstelligen Prozentbereich bewegen. Das kam nicht unerwartet, die Perspektive für den Gewinn allerdings schon. Da hieß es, man müsste mit einem Rückgang des Gewinns auf EBITDA-Basis (Gewinn vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen) im Bereich von zehn bis zwanzig Prozent rechnen, weil die Preise für Polysilizium unter Druck geraten seien.

Wer das las, zog eilig die Reißleine, denn eigentlich hatten die Analysten, zumindest mehrheitlich, damit gerechnet, dass Wacker Chemie 2019 wieder mehr verdienen würde, nachdem aus der ursprünglichen Erwartung eines Gewinnanstiegs für 2018 nichts wurde. Jetzt also sogar der Rückwärtsgang: Ist der Weg der Aktie damit nach unten frei?

Expertenmeinung: So groß das gestrige Minus auch war, das ist noch nicht entschieden. Die Aktie war gerade aus einer kurzfristigen Handelsspanne nach oben ausgebrochen und an die Widerstandslinie bei 98,60 Euro herangelaufen (das November-Hoch). Dieser Ausbruch wurde damit erst einmal zur Bullenfalle.

Aber der Chart zeigt auch, dass die Dezember-Aufwärtstrendlinie (derzeit um 85,60 Euro) zum Handelsende gehalten wurde. Das kann allemal noch eine Chance für die Bullen sein, immerhin werden die sich ansehen, woher die Aktie kam, dass sie im vergangenen Jahr in der Spitze 60 Prozent verloren hatte.

So dramatisch wäre diese 2019er-Perspektive nicht, dass man unterstellen könnte, dass Wacker Chemie zwingend wieder an und ggf. unter das letzte Tief bei 70 Euro fallen müsste. Allerdings müsste diese Gegenwehr umgehend erfolgen, denn wenn eine überraschend verhaltene Gewinnperspektive und ein charttechnisches Verkaufssignal in Form einer gebrochenen Aufwärtstrendlinie zusammen wirken würden, dürften sich die Bären die Chance, die Wacker-Aktie tatsächlich in Richtung des Jahrestiefs 2018 bei 70,98 Euro zu drücken, wohl nicht entgehen lassen.

Chart vom 05.03.2019, Kurs 87,54 Euro, Kürzel WCH | LYNX Aktienempfehlungen

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