Börsenblick

Zurück Juli Weiter
Zurück 2020 Weiter

Aktienanalyse:
Vonovia: Bald wieder gefragt und bullisch?

Aktuelle Analyse der Vonovia Aktie

Wenn man sich ansieht, wie stark das Volumen bei vielen Index-ETFs geschrumpft ist, kann man verstehen, warum der Abstieg der großen Indizes so heftig und schnell erfolgte. Es scheint, als hätten viele Marktteilnehmer kompromisslos auf den Exit-Knopf gedrückt, so dass den ETFs gar nicht anders übrig blieb, als sofort entsprechende Bestände über Bord zu werfen. Was bei Index-ETFs bedeutet, dass die in einem Index enthaltenen Aktien entsprechend ihrer Index-Gewichtung verkauft werden und nicht mit Blick auf ihre Perspektiven. Aber sobald diese Welle an „Körbe-Verkäufen“ vorbei ist, kann es gut sein, dass die Rückkäufe der Anleger differenzierter erfolgen. Und dann nach dem Kriterium:

Was hat womöglich noch lange nicht den Boden erreicht, weil die entsprechende Branche weiter unter starkem Druck stehen dürfte und was ist zu weit gefallen, weil eben dieser Druck für diese Branche nicht so sehr vorhanden ist? Fragt man sich Letzteres, wäre die Immobilienbranche einen Gedanken wert. Denn wie das große, im DAX gelistete Immobilien-Unternehmen Vonovia noch Anfang der Woche betonte: Mietstundungen können die Liquidität des Unternehmens zeitweise verringern, aber die Mieten würden bei einer Normalisierung der Lage ja fällig werden. Und eine geringere Nachfrage nach Wohnraum dürfte aus dieser Pandemie nicht entstehen, so dass selbst ein nicht auszuschließender, kurzfristiger Druck auf das Mitpreisniveau nicht von Dauer sein muss. Eine Rezession ist zwar auch ein negativer Aspekt für Vermieter, aber dass diese Branche weit weniger lädiert davonkommen dürfte als z.B. Autobauer oder Dienstleister, wäre ein zulässiger Gedanke. Also: kaufen?

Expertenmeinung: Man sollte eine Vonovia jedenfalls jetzt nicht aus den Augen lassen, denn sie könnte zu den eher wenigen Aktien gehören, die sich im positiven Sinne abnabeln könnten, wobei man das Risiko der „Körbe-Verkäufe“ trotzdem immer im Hinterkopf haben sollte. Aber „könnte“ und „wird“ sind zweierlei. Solange die negativen Nachrichten noch extremer werden können, wird auch die Ratio nur schwer an den Aktienmarkt zurückkehren. Derzeit wirkt das Marktgeschehen wie ein Hühnerhaufen, der zwischen der Panik von weiteren Kursverlusten und der Panik, die Wende zu verpassen, hin- und herpendelt. Daher sollte man taugliche, bullische Signale der Charttechnik abwarten, statt deren Eintreten einfach vorauszusetzen.

Die entscheidende Zone bei der Vonovia-Aktie besteht aus zwei Hürden. An die höher gelegene, nämlich die 200-Tage-Linie (aktuell bei 46,56 Euro), war der Kurs am Mittwoch bereits heran gelaufen, wurde dort aber erst einmal abgewiesen. Aktuell notiert die Aktie an der ersten der beiden Widerstandslinien, der langfristigen, Anfang 2016 entstandenen Aufwärtstrendlinie bei derzeit 44,20 Euro. Denkbar wäre es mit Blick auf dieses Chartbild auf Wochenbasis, dass Vonovia erst einmal wieder nach unten drehen könnte, daher bliebe ein umgehender Einstieg … auch, wenn die fundamentale Argumentation schlüssig scheint … ein Griff in ein fallendes Messer. Um ein besseres Chance/Risiko-Verhältnis zu erreichen, muss der Kurs diese beiden Widerstandsmarken auf Schlusskursbasis – und am besten mit Kursen über 47,50 Euro hinreichend deutlich – zurückerobern.

Vonovia Aktie Chart vom 26.03.2020, Kurs 43,89 Euro, Kürzel VNA | Online Broker LYNX

 

 

Handeln Sie über den Online Broker LYNX:
Ein Depot, viele Vorteile
  • stabile und zuverlässige Handelsplattform
  • kompetenter Service durch Experten
  • günstige und transparente Gebühren
  • umfangreiches Wissensportal
Mehrfach ausgezeichnet
Handelsblatt Auszeichnung: Bester Online-Broker
Broker-Wahl: Top Futures-Broker
Contact icon KOSTENFREI ANRUFEN
0800 5969 000
Contact icon SCHREIBEN SIE UNS
SERVICE@LYNXBROKER.DE
Contact icon FREUNDSCHAFTSWERBUNG
KUNDEN EMPFEHLEN LYNX
Contact icon HÄUFIG GESTELLTE
FRAGEN