Börsenblick

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Aktuelle Analyse:
Sartorius Vz: +18,19 Prozent. Aber die Frage ist …

Die am Dienstagmorgen präsentierten Gesamtjahresergebnisse des Waagen- und Medizintechnikherstellers Sartorius waren ohne Frage überzeugend. Umsatz und Gewinn schlugen die Umsatzprognosen  der Analysten und zeigten ein gesundes Wachstum. Und das Unternehmen zeigte sich für 2019 optimistisch, will den Weg nach vorne konsequent fortsetzen.

Da es in letzter Zeit nicht gerade wenige ernüchternde Unternehmensbilanzen zu lesen gab, war es nachvollziehbar, dass die Marktteilnehmer bei solchen Nachrichten sehr positiv reagierten. Doch die Frage ist, ob das ungewöhnlich starke Plus von 18,19 Prozent nicht doch ein wenig überzogen war, ob es womöglich mehr eine Kettenreaktion war als ein bewusstes Honorieren der starken Bilanzzahlen.

Der Umsatz letzte um 13,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr zu, der bereinigte Gewinn vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) um 14,7 Prozent. Da wirkt die Reaktion der Aktie, als habe man im Vorfeld überhaupt keine Steigerung erwartet. Aber nein, die Analystenerwartungen lagen nur relativ geringfügig unterhalb des letztendlichen Ergebnisses. Da geht bei erfahrenen Akteuren schon einmal eine Augenbraue nach oben. Zu Recht?

Expertenmeinung: Durchaus möglich. Die im TecDAX und im MDAX notierte Sartorius-Vorzugsaktie gehört nicht gerade zu den umsatzstarken Aktien. Und da sie in beiden Indizes notiert ist, stürzen sich sehr viele Trader zugleich auf eine Aktie, in der besonders große Umsätze den Kurs auch ungewöhnlich intensiv bewegen können. Vor allem dann, wenn diese Bewegung auf eine charttechnisch basierte Kettenreaktion zurückzuführen ist, wie es hier der Fall sein könnte.

Sehen wir uns den Chart an: Durch diesen Run wurden gleich zwei äußerst wichtige Widerstandslinien überboten: Die Nackenlinie einer durch dieses Plus jetzt vollendeten Bodenbildung bei 120,80 Euro und die 200-Tage-Linie bei 129,44 Euro. Beide Linien werden im Fokus der Trader gestanden haben, so dass viele Short-Trader ihre Stop-Loss-Kauforders knapp über diesen beiden Linien angesiedelt haben dürften.

Chart vom 29.01.2019, Kurs 133,80 Euro, Kürzel SRT3 | LYNX Online Broker

Angesichts der normalerweise nicht so hohen Umsätze wäre es nicht überraschend, wenn die erste positive Reaktion die Stop Loss über der Nackenlinie ausgelöst hätten und diese dadurch bedingten Eindeckungen, sprich Käufe der Aktie, den Kurs gleich an und über die 200-Tage-Linie getragen haben, so dass dort die nächsten Eindeckungskäufe einsetzten. Was hieße: Sartorius‘ Zahlenwerk ist sehr gut, keine Frage. Aber man sollte einkalkulieren, dass es jederzeit zu Gewinnmitnahmen kommen kann. Denn dieser „Schluck aus der Pulle“ war doch ein wenig groß.

 

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