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Aktienanalyse:
SAP: Gewinnmitnahmen auf Rekordniveau- sollte man aussteigen?

Aktuelle Analyse der SAP Aktie

Eigentlich waren die Quartalszahlen von SAP auf den 27. Juli terminiert. Aber wie so oft legte das Softwareunternehmen unangekündigt Vorab-Daten vor. Und man kann davon ausgehen, dass es sich da nicht um eine Schätzung, sondern um genaue Ergebnisse handelt, die in der endgültigen Bilanz höchstens in Nuancen verändert sein werden. Diese Ergebnisse waren ohne Wenn und Aber überzeugend. Die Frage ist indes, ob sie so stark waren, dass der Ausbruch auf neue Rekordhochs, den die Aktie daraufhin vollzog, Bestand haben wird.

Der Umsatz lag im zweiten Quartal leicht über dem des Vorjahreszeitraums, der Gewinn dank einer spürbar von 27,3 auf 29,1 Prozent verbesserten Marge sogar deutlich darüber. Zugleich bestätigte SAP die bisherige Prognose für das Gesamtjahr. Natürlich war das tadellos. Aber auch, wenn die Expertenprognosen überboten wurden: Wie überraschend war das wirklich? Dass die Aktie kurz nach dem Handelsstart bis zu 8,5 Prozent im Plus lag, dann aber am Ende „nur“ 4,6 Prozent Kursgewinn über die Ziellinie brachte, bringt diese Frage durchaus ins Spiel, denn:

Expertenmeinung: Es war nicht alleine der zusammen mit dem US-Markt gegen Handelsende wieder nach unten abdrehende Gesamtmarkt, der SAP einen Teil ihres Gewinns kostete. Die Hälfte der Gewinnmitnahmen fand bereits vor dem US-Handelsbeginn statt. Und letzten Endes wäre der Gedanke, bei einem solchen Sprung auf neue Rekordhochs auch mal Kasse zu machen, auch nicht gerade abwegig. Denn dass er SAP-Kurs noch vor der Vorlage der Zahlen das bisherige Rekordhoch angelaufen und damit den Gesamtmarkt klar abgehängt hat, zeigt schon, dass den Investoren sehr wohl bewusst war, dass die Softwarebranche zu den wenigen gehört, die durch den „Lockdown“ und die Rezession zumindest bislang nahezu gar nicht in Mitleidenschaft gezogen wurden. Grundsätzlich waren „good news“ also schon im Kurs enthalten. Aber sollte man es denen, die gestern verkauften, umgehend nachtun?

SAP Aktie: Chart vom 09.07.2020, Kurs 134,68 Euro, Kürzel SAP

Solange man nicht sehr aggressiv und hebelstark auf der Long-Seite dabei wäre, bestünde dafür noch keine Notwendigkeit, denn allzu weit liegen die „Leitstrahlen“ der im März begonnenen Rekordjagd nicht entfernt. Dabei geht es weniger um das vorherige Rekordhoch von 129,62 Euro, sondern vor allem um die Zone zwischen 115,40 und 123,80 Euro, die mit der 20-Tage-Linie, der März-Aufwärtstrendlinie und der 200-Tage-Linie eine mittelfristig absolut entscheidende Auffangzone bildet. Dieser Bereich liegt zwar vom gestrigen Schlusskurs relativ weit entfernt, wird aber ja mit der Zeit sukzessive höher laufen. Und wenn man bedenkt, dass die Aktie am Tief des Monats März knapp über 82 Euro notiert ist klar, dass die entscheidenden Auffanglinien nicht viel höher liegen können. Solange SAP nicht unter diese 200-Tage-Linie bei aktuell 115,40 Euro zurückfallen sollte, wäre sie für mittelfristig orientierte Akteure haltenswert.

Offenlegung möglicher Interessenkonflikte: Der Autor ist in dem besprochenen Wertpapier bzw. Basiswert zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieser Analyse nicht investiert.

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