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Indexanalyse:
MDAX: Die V-Formation ist da … aber wird sie auch vollendet?

Aktuelle Analyse des MDAX Index

Der Start ins neue Quartal war zwar eine Enttäuschung. Aber das bullische Lager kann sich weiterhin an die Hoffnung klammern, dass es nicht zu einem erneuten Test des bisherigen Tiefs beim MDAX kommt, auch keine umfassende Bodenbildung erfolgt, sondern der Index mit einer V-Formation wieder durchstartet. Dass die Rahmenbedingungen das nicht hergeben, weil weder klar ist, wie groß die konjunkturellen Auswirkungen der Virus-Pandemie sein werden noch, wie lange es dauern wird, den Schaden zu reparieren, mindert diese Hoffnung zwar nicht. Aber sie stellt sie auf höchst dünnes Eis.

MDAX: Wochen-Chart vom 02.04.2020, Kurs 20.488,22 Punkte, Kürzel MDAX | LYNX Online Broker

Und der Chart zeigt, dass der MDAX am Hoch der Gegenbewegung bereits ein Drittel des Kurseinbruchs zuvor korrigiert hat. Damit stellt sich die Frage, ob eine größere Korrektur des Selloff von 50 oder mehr Prozent nicht bereits längst wieder eine Übertreibung nach oben wäre. Klar ist: Diese Frage stellen sich die Bullen nicht. Oft wird der Index einfach als „billig“ eingestuft, weil er derart schnell und weit gefallen ist. Dann wird der Blick ans vorherige Rekordhoch geheftet und errechnet, wie groß der Gewinn wäre, würde man heute einsteigen und der MDAX das Rekordhoch wieder erreichen. Das ist eine typische Denkweise nach solch starken Kurseinbrüchen, die indes meist, sei es in der Baisse 2000 bis 2003 oder in der von 2008/2009, daneben ging. Auch damals gab es vergleichbare Rallyes im Abwärtstrend, die aber immer wieder abverkauft wurden. Und was die Rahmenbedingungen angeht, sind die derzeit sicherlich nicht besser als damals. Aber:

Würde man rein charttechnisch agieren, wäre eine solche V-Formation, ob die nun eine Trendwende vor Dauer hervorbrächte oder nicht, jetzt vorhanden. Und zwar eine nach Lehrbuch, denn zu einer echten V-Formation gehört ein sogenannter „Sockel“, eine Seitwärtsbewegung nach einer ersten, scharfen Aufwärtsbewegung. Erst, wenn diese Seitwärtsspanne dann klar nach oben verlassen wurde, gilt die V-Formation als vollendet, Und diese Chance hätte der MDAX in der Tat.

Sie sehen im Chart, dass sich zwischen 20.029 und 21.426 Punkten eine solche, kurzfristige Seitwärtsrange etabliert hat. Würde die signifikant nach oben verlassen, wäre die Wende vollzogen. Aber zumindest per Donnerstagabend stehen die Chancen dafür nicht allzu gut, denn bislang ist der MDAX an der innerhalb dieser Spanne verlaufenden 20-Tage-Linie (im Chart blau) auf Schlusskursbasis nicht vorbei gekommen. Die kurzfristigen markttechnischen Indikatoren wie der hier abgebildete Stochastik-Oszillator sind schon fast wieder in überkauften Terrain angekommen. Und oberhalb des Sockels der V-Formation warten zahlreiche charttechnische Widerstände in Form der oberen und unteren Begrenzungen von Abwärts-Gaps (Kurslücken), die zwar Kursziele werden können, aber eben auch als Widerstand fungieren.

Der MDAX müsste zumindest die nächstliegende Hürde über dem Sockel, das Tageshoch des 13. März bei 21.721 Punkten, auf Schlusskursbasis überwinden, um diese Formation glaubwürdig zu vollenden. Das ist zwar nicht unmöglich, momentan aber nichts, das man getrost auf der Long-Seite vorwegnehmen sollte!

MDAX: Tages-Chart vom 02.04.2020, Kurs 20.488,22 Punkte, Kürzel MDAX | LYNX Online Broker

 

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