Aktuelle Analyse:
LVMH: Starke Zahlen, aber jetzt läuft die Aktie heiß

Als die Aktienmärkte im vierten Quartal 2018 aus Sorge vor einem stark und nachhaltig einbrechenden Wachstum weltweit auf Tauschstation gingen, blieb die Aktie des Luxusgüter-konzerns Louis Vuitton Moet Hennessy (LVMH) nicht verschont. Nachvollziehbar, denn rezessive Tendenzen müssten, so die Theorie, natürlich vor allem bei hochpreisigen Produkten wie Mode und Lederwaren, Parfums, teuren Uhren, Champagner und hochwertigen Weinen zu nachgebenden Umsätzen führen, also bei der Produktpalette von LVMH. Aber die Praxis sah anders aus.

LVMH präsentierte eine herausragende Bilanz für 2018, die dazu führte, dass die Aktie durchstartete und schnell und nachhaltig über die 200-Tage-Linie (im Chart dick schwarz hervorgehoben) lief. LVMH gab sich zwar hinsichtlich der Perspektiven für 2019 vorsichtig, aber das hinderte die Anleger nicht daran, weiter einzusteigen. LVMH, so dachte man jetzt, ist gegen das nachlassende Wachstum immun. Eine gewagte Annahme, auch, wenn es schon richtig ist, dass solche Situationen vor allem die schwächeren Einkommen treffen und nicht die typische Klientel des Luxusgüterkonzerns. Doch wer hier wagte, gewann, denn:

Expertenmeinung: Die am Mittwochabend vorgelegten Umsatzzahlen des ersten Quartals 2019 waren absolut überzeugend. Der Umsatz legte um 16 Prozent zu, organisch wuchs LVMHs Umsatz um 11 Prozent. Mit 12,5 Milliarden Euro wurde die durchschnittliche Prognose der Analysten (12,2 Milliarden) solide übertroffen. Wie es um den Gewinn steht, pflegt LVMH nur zum Halbjahres- und Jahresende zu veröffentlichen, dazu erfuhren die Anleger also nichts. Aber man war begeistert und langte zum Handelsstart des Donnerstag so kräftig zu, dass die Aktie mit einer Kurslücke nach oben in den Handel ging und einen neuen Verlaufs- und Schlussrekord hinlegte.

Dass der Kurs zuvor präzise auf Höhe der 20-Tage-Linie hielt, intensivierte das damit generierte bullische Signal noch. Zugleich hoben gleich vier Analysten am Tag Eins nach der Quartalsbilanz ihre Kursziele an. Hier über Short-trades nachzudenken würde daher jeder Grundlage entbehren. Aber gilt dieses „Tabu“ auch für Gewinnmitnahmen? Das nicht. Denn vor drei Monaten hatte die Aktie noch um die 100 Euro weniger gekostet. Und mit diesem erneuten Anstieg ist der Kurs aus markttechnischer Sicht relativ heiß gelaufen, wie der im Chart unten mit eingeblendete RSI-Indikator zeigt.

Der hat sich erneut in die überkaufte Zone geschoben, ohne in den letzten Monaten eine Bereinigung des hohen Niveaus gesehen zu haben. Da die „good news“ jetzt auf dem Tisch liegen und vorerst eher nichts an relevanten Nachrichten nachkommt, wäre der Gedanke, hier auch einmal einige Stücke abzugeben, nicht abwegig. Der Rest der Aktien ließe sich bei einem mittelfristigen Anlagehorizont mit einem Stoppkurs knapp unter der wichtigen Unterstützungszone 310/314 Euro absichern.

Chart vom 11.04.2019, Kurs 344,50 Euro, Kürzel MC | LYNX Aktienempfehlungen

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