Börsenblick

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Aktuelle Analyse:
LVMH: Ein Selloff … und zugleich eine Chance?

Angesichts der scharf abrutschenden Aktienmärkte fällt es schwer, ein Minus von 7,14 Prozent, wie es die Aktie von Louis Vuitton Moet Hennessy (kurz LVMH) am Mittwoch hinnehmen musste, als Chance und nicht als Vorstufe zu noch weiter fallenden Kursen zu sehen.

Und in der Tat hat Letzteres in einem Umfeld zunehmender Verunsicherung, in einer Phase, in der sich lange ignorierte und unter dem Teppich hochkochende Risiken Bahn brechen, die höhere Wahrscheinlichkeit. Und es ist schon richtig, dass die Aktie mit diesem Minus eine Toppbildung vollendet hat und mit dem Bruch von dessen Nackenlinie bei 278 Euro in einem Aufwasch auch noch durch die ebenfalls dort verlaufende 200-Tage-Linie fiel.

Unter einen äußerst wichtigen gleitenden Durchschnitt also, unter dem sie das letzte Mal im Sommer 2016 notierte. Das ist alles, nur nicht bullisch. Aber die am Vorabend nach Börsenschluss gemeldeten Umsätze des dritten Quartals (Gewinne meldet LVMH nur halbjährlich) waren zwar leicht unter der Prognose der Analysten geblieben, sind aber dennoch um zehn Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal gestiegen. So schlecht, dass man daraufhin unlimitiert aussteigen müsste, war das nicht.

Es gab auch noch einen anderen Aspekt: Laut Händlerstimmen habe das Research von Morgan Stanley den gesamten Luxusgüter-Sektor auf „underweight“ herabgestuft. Das mag den Druck intensiviert haben. Aber:

Expertenmeinung: Dass sich LVMH so stark gegen einen schwachen europäischen Gesamtmarkt behauptet hat, auch jetzt noch gegenüber Ende 2017 im Plus liegt, was Euro Stoxx oder DAX nicht von sich behaupten können, lag daran, dass die Anleger davon ausgingen, dass weder Handelskrieg noch Wachstumsabschwächung die Nachfrage der Reichen nach Luxusgütern eindämmen würde.

Diesen Gedanken könnte man weiterhin hegen. Und interessant ist schon, dass LVMH zum einen das markante Zwischenhoch vom November 2017 bei 260,55 Euro punktgenau verteidigt hat und mit dem Abverkauf des Mittwochs die Kurslücke, die im April entstanden war, geschlossen hat. In einem grundsätzlich positiven Gesamtmarkt wäre das eine hochinteressante Einstiegschance.

Das Problem ist, dass der Gesamtmarkt derzeit alles ist, aber nicht positiv oder optimistisch. Daher sollte man LVMH genau beobachten, aber besser nicht blind darauf setzen, dass die Aktie von hier aus wieder nach oben federn wird. Sie könnte es … aber sie muss es keineswegs!

Chart vom 10.10.2018, Kurs 265,30 Euro, Kürzel MC

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