Börsenblick

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Aktuelle Analyse:
LVMH: Eine Glaubensfrage

Auch, wenn die Konjunktur kippt, die Reichen werden reich bleiben und der Absatz von Luxusgütern nicht zurückgehen. Im Gegenteil, so mutmaßen nicht wenige: Gerade Krisen führen dazu, dass der Mittelstand immer mehr ausstirbt, was viele neue arme, aber auch einige zusätzliche reiche Menschen hervorbringt. Also, so die Theorie dieses Lagers, können Unternehmen wie Louis Vuitton Moet Hennessy (kurz LVMH) mit seinen zahlreichen Luxusmarken nur mehr umsetzen und verdienen.

Allerdings gibt es auch das andere Lager, das davon ausgeht, dass es gerade in den Wachstumsmärkten wie China viele geben würde, die sich im Fall einer Krise schlagartig nicht mehr allzu viel werden leisten können, weil viel Lebensstil auf Pump finanziert ist. Eine Glaubensfrage, die jeweils nur von den Fakten in Form der Bilanzen der Unternehmen entschieden werden kann.

LVMH veröffentlicht seine Gewinnentwicklung nur halbjährlich, so dass die am 9. Oktober präsentierten Zahlen nur den Umsatz auswiesen. Aber das reichte schon, um das Lager der Dauer-Optimisten erheblich ins Wanken zu bringen, denn:

Expertenmeinung: LVMH steigerte dem Umsatz zwar gegenüber dem Vorjahresquartal um zehn Prozent. Aber die Analysten hatten mit mehr gerechnet. Nicht mit viel mehr, da hatte man im Schnitt knapp zwölf Prozent geschätzt. Aber das reichte schon, um Zweifel daran zu schüren, ob die Erwartungen nicht doch auch auf Dauer zu hoch gesteckt waren und Aktie nicht womöglich zu hoch bewertet sei.

Das Problem war, dass LVMH vor dem 9. Oktober, als diese Zahlen am Abend präsentiert wurden, am unteren Ende einer Seitwärtsrange notierte, die man allemal als potenzielle Toppbildung sehen konnte. Und mit der negativen Reaktion auf das Zahlenwerk wurde nicht nur dieses Topp mit dem Bruch der Linie von 278 Euro vollendet, sondern zugleich die dort verlaufende, im Chart dick schwarz markierte 200-Tage-Linie gebrochen.

Der Abgabedruck hatte also auch technische Ursachen. Aber wäre es die Charttechnik alleine und der Optimismus nicht nachhaltig angekratzt gewesen, hätte es zeitnah den Versuch gegeben, diese charttechnische Schlüsselzone um 278 Euro zurück zu erobern. Aber der blieb wochenlang aus. Erst Anfang November versuchte man sich am Rebreak über die 200-Tage-Linie – und scheiterte. Der Kurs wurde umgehend abgewiesen und bewegt sich jetzt im Bereich der Auffangzone 255/261 Euro, die im Oktober Basis einer kurzfristigen Bodenbildung wurde. Um diese negative Konstellation zu heilen, müsste LVMH zügig über 280 Euro und damit über der 200-Tage-Linie schließen. Sollte diese Zone 255/261 Euro aber fallen, wäre ein schneller Test des bisherigen Jahres-Verlaufstiefs vom Februar bei 232,50 Euro keine Überraschung.

Chart vom 16.11.2018, Kurs 264,25 Euro, Kürzel MC

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