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Aktienanalyse:
LVMH: Ist das Optimismus … oder doch Leichtsinn?

Aktuelle Analyse der LVMH Aktie

Seit fast einem halben Jahr basiert das Auf und Ab der Aktie des Luxusgüterkonzerns LVMH vor allem auf Annahmen und Vermutungen. Für die Investoren entscheidend sind, auch am Aktienmarkt insgesamt, die Ergebnisse des zweiten Quartals und die dann von den Unternehmen mitgelieferten Perspektiven, weil das erste Quartal nur das „Abwärts“, nicht aber den Grad der Erholung dokumentieren konnte. Aber bei LVMH gab es ja nicht einmal das. Sicher, die Umsatzentwicklung wurde im April für das erste Vierteljahr vorgelegt. Aber ein taugliches Bild ergibt sich nur, wenn offenbar wird, was auf Basis der Umsätze hängenblieb, wie die Marge, wie der Gewinn aussieht. Und Louis Vuitton Moet Hennessy pflegt zu Gewinn und Marge nur am Ende eines Halbjahres Stellung zu nehmen. Man weiß also wenig bis nichts.

In anderthalb bis zwei Wochen ist mit diesen Zahlen zu rechnen. Dann kommt es zum Schwur. Alles, was bis dahingelaufen ist, kann damit auf den Kopf gestellt oder aber intensiviert werden. Derzeit, das macht der Chart sehr deutlich, setzen die Bullen darauf, dass das Zahlenwerk des ersten Halbjahrs grandios ausfallen und belegen wird: Luxus läuft auch in der Krise gut. Der Kurs hat sich zum Wochenstart an das Juni-Zwischenhoch herangeschoben. Dort hatte die Aktie zunächst nach unten abgedreht, nachdem das letzte „Gap“, die Kurslücke vom 24. Februar, geschlossen wurde. Jetzt soll sie genommen und die Aktie idealerweise im Vorfeld der Bilanz an das bisherige Rekordhoch von 439 Euro gezogen werden, um gleich die ideale Basis für den Ausbruch nach oben zu schaffen, wenn LVMH eine Bilanz vorlegt, die Skeptiker verblüfft. Der Haken dabei: Das hoffen die Bullen zwar. Aber es muss nicht so kommen.

Expertenmeinung: Man könnte dieses Verhalten optimistisch, aber auch purer Leichtsinn nennen. Denn eigentlich weist gar nicht so viel darauf hin, dass die Luxusmarken des Konzerns nicht nur laufen wie vor der Pandemie nebst Rezession, sondern Umsatz und Gewinn (denn nur dann wären neue Rekorde in der Aktie ja nachvollziehbar) noch zugelegt haben. Immerhin hatte LVMH im ersten Quartal ein Umsatzminus von 15 Prozent gemeldet und mit Blick auf die anstehenden Monate die Dividende gekürzt. So agiert kein Unternehmen, das sicher ist, die Krise ohne Beeinträchtigung seines Wachstums zu durchschreiten. Das denken bislang also nur diejenigen, die den Kurs seit Monaten in einem Aufwärtstrend halten. Davon abgesehen wird stur ausgeblendet, dass die Übernahme von Tiffany den Konzern äußert teuer kam.

Ob hier also Milch und Honig fließen oder man bei LVMH derzeit den Gürtel enger schnallt, wird entscheidend dafür, ob es zu einem markanten Rücksetzer im Kurs kommen wird. Da die Bullen bereits ein positives Szenario eingepreist haben, wäre eine negative Reaktion leicht passiert. Sich bei Long-Positionen knapp unter der breiten, unter anderem aus dem mittelfristigen Aufwärtstrend sowie der 20-Tage- und der 200-Tage-Linie bestehenden Supportzone zwischen 362 und 391 Euro abzusichern, wäre daher unbedingt zu überlegen.

LVMH Aktie Chart vom 13.07.2020, Kurs 408,35 Euro, Kürzel MC | Online Broker LYNX

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