Börsenblick

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Aktuelle Analyse:
Jenoptik: In welche Richtung erfolgt der Ausbruch?

Man könnte im ersten Moment denken, Jenoptik stehe für Brillengläser. Aber das Unternehmen bewegt sich im Hightech-Bereich, stellt optoelektronische Systeme und Komponenten für viele Abnehmerbranchen her, so z.B. für die Luft- und Raumfahrtindustrie, die Sicherheitsbranche, die Medizintechnik oder die Automobilindustrie. Ein Betätigungsfeld mit Wachstumspotenzial, was sich in den letzten Jahren in einem recht stetigen Anstieg der Ergebnisse niederschlug.

Die Aktie aber hat jetzt ein Problem: Sie ist lange Zeit schneller gestiegen, als die Gewinne. Die Bewertung, berechnet über das Kurs/Gewinn-Verhältnis (KGV), ist, gemessen an den durchschnittlichen Analysten-Schätzungen für 2018, mit derzeit 25 eher hoch. 2013 bis 2016 lag das KGV der Aktie im Bereich 15 bis 16, 2017 dann bei knapp 22. Ein KGV von 25 wäre zu rechtfertigen, wenn allgemein mit einer Intensivierung der Gewinndynamik gerechnet würde.

Aber im Gegenteil erwarten die Experten, dass sich das Tempo des Gewinnanstiegs in 2018 und 2019 langsamer präsentiert, als in den Jahren zuvor. Heißt das, die Aktie ist jetzt eine leichte Beute für die Bären?

Expertenmeinung: Das wird sich angesichts des eine Entscheidung einfordernden Chartbilds wohl sehr bald herausstellen. Zwingend wäre ein Ausbruch nach unten indes nicht, denn zumindest das am 9. August vorgelegte Ergebnis des zweiten Quartals war, was den Gewinnzuwachs gegenüber dem Vorjahresquartal angeht, recht stark. Wasser im Wein ist aber der Umstand, dass Jenoptik im Vorfeld dieses Zahlenwerks zwar die Umsatzprognose anhob, zum erwarteten Gewinn aber nichts schrieb. Und über Gebühr optimistische Analysten sind hier Mangelware, die Mehrheit sieht die Aktie derzeit als Halteposition, das durchschnittliche Kursziel liegt mit 34 Euro in etwa da, wo die Aktie aktuell notiert.

Aber das dürfte die Trader nicht davon abhalten, die momentan spannende Chartkonstellation in einen kräftigen Impuls umzusetzen. Da es augenblicklich für Bullen wie Bären gleichermaßen Argumente gäbe, ist die Ausbruchsrichtung offen … aber die entscheidenden Ankerpunkte, die ein Long- oder Short-Signal im Kursbild auslösen würden, sind gut zu umreißen. Sie sehen, dass Jenoptik in einer Dreiecksformation unterwegs ist. Die lässt dem Kurs immer weniger Spielraum, wird also zwangsläufig in Kürze verlassen. Aber das würde nur den Impuls auslösen, an die auf der Ober- wie Unterseite wirklich entscheidenden Marken heranzulaufen.

Dabei handelt es sich auf der Oberseite um das letzte, Anfang August ausgebildete Zwischenhoch, das mit Schlusskursen über 36 Euro hinreichend deutlich bezwungen werden müsste, um ein charttechnisches Long-Signal mit Zielrichtung an das Hoch bei 39,54 Euro auszulösen. Auf der Unterseite würde ein Schlusskurs unter dem Juli-Tief bei 30,66 Euro ein bärisches Signal generieren, wobei der Bruch dieser Unterstützung zugleich das unterschreiten der knapp darüber laufenden 200-Tage-Linie bedeuten würde, was einem solchen Abwärts-Break zusätzlich Gewicht verleihen würde. Es sollte lohnen, diese Aktie jetzt engmaschig im Auge zu behalten.

JEN_2018_08_21

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