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Aktuelle Analyse:
Jenoptik: Nicht spannend genug für die Bullen?

Die am Mittwochmorgen vorgelegte vorläufige Bilanz des Geschäftsjahres 2018 des Optoelektronik-Spezialisten Jenoptik wurde mit einem stattlichen Plus von 4,35 Prozent quittiert. Doch wer glaubt, dass dieses Plus keine Fragen offen ließe, könnte irren. Denn immerhin hatte die Aktie im Tageshoch ganze 8,7 Prozent zugelegt und diesen Gewinn nicht halten können. Was wiederum dazu führte, dass nur eine von zeitweise überwundenen drei wichtigen Charthürden übersprungen wurde und man mit Blick auf den Chart konstatieren muss: Da ist noch nichts entschieden.

An den Zwischenhochs vom November, an welche die Aktie in den Tagen zuvor herangelaufen war, kam sie vorbei. An dem markanten Zwischentief vom Juli bei 30,66 Euro und vor allem an der 200-Tage-Linie bei 30,69 Euro aber nicht. Und das ist gerade deswegen bedeutsam, weil der Kurs ja zunächst deutlich an diesen Widerständen vorbeigelaufen war.

Wer Gewinne mitnimmt, obwohl soeben intraday ein bullisches Signal entstanden ist, sieht das erreichte Niveau als gute Gelegenheit zum Verkauf an. Und eine solche Entscheidung sollte ja Gründe haben, daher sollte man diese Bilanz ein bisschen genauer abklopfen:

Expertenmeinung: Der Umsatz legte 2018 um 11,6 Prozent zu. Nicht die Welt, aber dafür konnte der Gewinn, gerechnet als EBITDA (Gewinn vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen) überproportional um 22 Prozent zulegen, weil die Gewinnmarge gestiegen war – und das ist positiv. Hinzu kommt, dass die Bewertung der Aktie mit einem Kurs/Gewinn-Verhältnis auf Basis der erwirtschafteten 2018er-Gewinne von etwa 22 keineswegs hoch ist. Grundsätzlich gäbe es also erst einmal keinen Grund, warum Jenoptik diese 200-Tage-Linie, an der sie am Mittwoch geschlossen hatte, nicht im zweiten Anlauf doch noch überwinden sollte.

Zwar sind die Wachstumsziele für 2019 vage und auf Basis einer mittelfristigen Zielsetzung bis 2022 nicht gerade ambitioniert, denn da strebt Jenoptik ein jährliches Umsatzplus im mittleren bis hohen einstelligen Bereich an. Das könnte manchen Trader abschrecken, der er in anderen Aktien mehr potenzielle Gewinn- und Kursdynamik sieht. Aber Jenoptik ist breit aufgestellt und könnte sich, wenn andere, konjunktursensiblere Unternehmen unter Druck geraten, mit einem moderaten, dafür aber soliden Wachstum hervortun.

Da sollte man also weiter hinschauen, der Befreiungsschlag nach oben könnte womöglich nachgeholt werden. Sollte Jenoptik das gestrige Tageshoch von 32,00 Euro auf Schlusskursbasis überwinden, wäre der Weg aus charttechnischer Sicht frei. Günstig ist hier zudem, dass sich mit der aktuell bei 28,15 Euro notierenden, zügig steigenden 20-Tage-Linie eine recht nahe liegende Basis für einen Stop Loss Long anbieten würde.

Chart vom 13.02.2019, Kurs 30,68 Euro, Kürzel JEN | LYNX Online-Broker

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