Börsenblick

Zurück November Weiter
Zurück 2018 Weiter

Aktuelle Analyse:
Fresenius Medical Care: Vom Blitz getroffen

Es sind ungewöhnlich viele DAX-Unternehmen, die in den letzten Wochen und Monaten ihre Prognosen kassieren mussten. Dieser Reihe schlossen sich gestern Fresenius und ihre Dialyse-Tochter Fresenius Medical Care (im Folgenden abgekürzt mit FMC) an. Und gerade letztere fiel wie vom Blitz getroffen: Der Tag endete für FMC mit einem Minus von 16,49 Prozent. Das war ein brutaler Rückschlag. Um einen Kurs zu finden, der tiefer lag als das gestrige Tagestief von 69 Euro,  muss man schon ganze drei Jahre zurückgehen, wie dieser langfristige Chart auf Wochenbasis zeigt.

Chart vom 17.10.2018, Kurs 71,58 Euro, Kürzel FME

Bezeichnend ist, dass ein entscheidender Grund für die Senkung der Gesamtjahresprognose ein nachlassendes Dialyse-Geschäft in den USA ist, wo FMC stark präsent ist. Und die Senkung der Prognose fiel sehr deutlich aus: Um Sondereffekte bereinigt soll das Ergebnis nur noch zwischen zwei und drei Prozent über dem Vorjahr liegen, zuvor lag die Erwartung im Bereich von sieben bis neun Prozent. Die Probleme in den USA ebenso wie ein anderes, angeführtes Element, nämlich die zunehmend schwierige wirtschaftliche Lage in einigen Schwellenländern, haben Ursachen in der derzeitigen US-Politik. Was bedeutet: Das Umfeld für  dürfte kurzfristig nicht nennenswert einfacher werden.

 Expertenmeinung: Hier nach diesem Abschlag einzusteigen wirkt, als würde man ein Schnäppchen machen, doch in erster Linie ist es der Griff in ein fallendes Messer, der schiefgehen kann. Die Aktie ist mit großem Schwung aus dem mittel- bis langfristigen Aufwärtstrendkanal gerutscht. Im Bereich 70/71 Euro könnten mehrere untere Umkehrpunkte aus dem Jahr 2016 als Unterstützung dienen, immerhin gelang es gestern, über diesen Marken zu schließen. Und der morgen anstehende Abrechnungstermin am Optionsmarkt könnte dazu geführt haben, dass dieser Abverkauf besonders intensiv ausfiel, weil sich viele auf steigende Kurse setzende Akteure dort absichern mussten, indem sie sich durch Short-Trades „hedgten“.

Aber hier handelt es sich nicht, wie bei der gestern ebenfalls eine Gewinnwarnung lancierenden Dürr AG, tendenziell um einen Einmaleffekt. Bei FMC wirkt es, als würde die See auch mittelfristig deutlich rauer. So gesehen kann dieser Abverkauf schon das Tief markiert haben, er muss es aber keineswegs. Und sollte FMC unter dem gestrigen Tagestief von 69 Euro schließen, wäre die nächste Zielmarke aus charttechnischer Sicht das Tief vom August 2015 bei 63,07 Euro.

Handeln über LYNX Broker: Ein Depot, viele Vorteile
  • stabile und zuverlässige Handelsplattform
  • kompetenter Service durch Experten
  • niedrige und transparente Gebühren
  • umfangreiches Wissensportal
Mehrfach ausgezeichnet
Contact icon KOSTENFREI ANRUFEN
0800 5969 000
Contact icon SCHREIBEN SIE UNS
SERVICE@LYNXBROKER.DE
Contact icon FREUNDSCHAFTSWERBUNG
KUNDEN EMPFEHLEN LYNX
Contact icon HÄUFIG GESTELLTE
FRAGEN