Börsenblick

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Aktuelle Analyse:
Delivery Hero: Die Gefahr, sich in die Pleite zu Wachsen

Man ahnte schon im Frühjahr, dass die Aktie des Essen-Lieferdienstes und Mahlzeiten-Vermittlers Delivery Hero in den MDAX aufgenommen werden würde. Im Vorfeld dieses Termins im Juni stieg diese Aktie wie auf Schienen. Kaum war die Aufnahme vollzogen, zog das Papier erst recht an, legte, was das Aufwärts-Momentum anging, noch eins drauf. Aber sechs Wochen später war es vorbei. Der Trend stagnierte, brach und drehte:

Seither rutscht Delivery Hero zügig näher an den Kurs heran, zu dem sie gerade erst am 30. Juni 2017 erstmals an der Börse notiert wurde: 26,90 Euro. Die Aktie zeigt sich dabei zwar volatil, aber bislang wirkt es nicht, als würde der Abwärtstrend in Gefahr geraten. Und sollte Delivery Hero die derzeit umkämpfte Unterstützungszone 29,80/30,40 Euro durchbrechen, wäre die Rückkehr an den Level der Erstnotiz bei 26,90 Euro sehr wahrscheinlich. Aber wieso hat der Wind derart deutlich gedreht? Hatte das Unternehmen Quartalszahlen geliefert, die auf Probleme hinweisen würden?

Expertenmeinung: Im Prinzip ja, nur finden die sich nicht unbedingt in den Ergebnissen der vergangenen Quartale, sondern in der Strategie. Die eigentlich keineswegs neu ist. Nur hatte das, was jetzt für hochgezogene Augenbrauen sorgt, in dem bis zum Sommer noch äußerst optimistischen Marktumfeld niemanden gestört:

Delivery Hero versucht sich am „Amazon-Prinzip“: Erst wird so lange gewachsen, bis eine beherrschende oder doch zumindest stabile Marktstellung gesichert ist, dann erst, aus einer solchen komfortableren Position heraus,  kümmert man sich um den Gewinn. Dabei legt der Umsatz entsprechend der jüngsten Quartalsbilanz (3. Quartal, veröffentlicht am 7.11.) noch schneller zu als geplant, aber es bleibt in der Bilanz ein Verlust. Und das wird auch noch eine Zeitlang so bleiben, denn das Unternehmen hatte im August die ursprüngliche Planung verworfen, bis Ende 2019 die Gewinnzone zu erreichen.

Im Sommer machte sich noch kaum jemand darüber Sorgen, dass das Wachstum weltweit kippen könnte. Momentan jedoch sieht das ganz anders aus. Und eine Strategie a la amazon.com ist in einem solchen Umfeld riskant. Zalando geht ebenso vor – und diese Aktie sieht nicht besser aus. Man sorgt sich, dass sich Unternehmen, die dieses Amazon-Prinzip verfolgen, in die Pleite wachsen, weil das Umfeld heute schwieriger ist als damals, als amazon.com diesen Weg beschritt. Durchaus möglich also, dass der Druck auf die Aktie weitergeht. Und sollte sie unter 29,80 Euro schließen, hätten die Bären dahingehend sehr gute Karten.

Chart vom 11.12.2018, Kurs 30,64 Euro, Kürzel DHER | LYNX Online Broker

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