Börsenblick

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Aktuelle Analyse:
BMW: Düstere Perspektive, wackliger Boden

Mit einem Abschlag von knapp fünf Prozent landete die BMW-Aktie auf Position zwei der gestrigen DAX-Verlierer, nur von der wegen eines erneuten Glyphosat-Urteils wegbrechenden Bayer-Aktie auf die Plätze verwiesen. Basis dieser Abgaben waren die im Verlauf des Vormittags im Zuge der Bilanz-PK vorgelegten, eigenen Erwartungen des Konzerns für das laufende Geschäftsjahr.

Schon im vergangenen Jahr lief es unerfreulich: Der Umsatz war um 0,8 Prozent gesunken, der Gewinn vor Steuern und Zinsen (EBIT) sogar um knapp acht Prozent gefallen. Die Dividende wird daraufhin von 4,00 auf 3,50 Euro gesenkt. Im laufenden Jahr rechnet BMW mit einem Rückgang des EBIT-Gewinns um mindestens zehn Prozent, die Gewinnmarge soll sich im Bereich zwischen sechs und acht Prozent bewegen. Im Vorjahr waren es 7,2 Prozent, aber eigentlich strebt der Autobauer eine Spanne zwischen acht und zehn Prozent an, die somit 2019 erneut nicht erreicht wird. Trübe Aussichten. Und den meisten Anlegern dürfte klar gewesen sein:

Expertenmeinung: Diese Prognosen basieren auf der aktuellen Gemengelage. Probleme durch einen harten BrExit oder die Auswirkungen möglicher US-Strafzölle sind da noch nicht enthalten, würden das Bild also noch einmal deutlich düsterer malen. Andererseits konnte, wer die Lage aufmerksam verfolgt, von diesen mageren Aussichten nicht überrascht werden.

Wäre es also möglich, dass sich die Anleger nach der ersten Reaktion wieder fangen und den bislang überschaubaren charttechnischen Flurschaden, den die gestrigen Abgaben nach sich zogen, wettmachen?

Denkbar wäre es, aber wenn, sollte das schnell gelingen, denn aus Sicht der Leerverkäufer kam dieses Minus zu einem idealen Zeitpunkt. Die Aktie hatte im Vorfeld der Bilanz-Pressekonferenz am Dienstag zugelegt und sich dadurch nahe an den wichtigen Kreuzwiderstand aus Mai-Abwärtstrendlinie, 200-Tage-Linie und Dezember-Hoch herangeschoben. Dort abgewiesen zu werden ist eine Einladung für die Bären.

Wenn die Bullen die Kurve kriegen wollen, müssten sie daher schnell wieder an diese zwischen 77 und 77,50 Euro liegende Zone heran und sie idealerweise im zweiten Anlauf überwinden. Gelingt das nicht, dürften die Leerverkäufer zumindest versuchen, diese vom Unternehmen offiziell verkündeten mageren Aussichten zu nutzen, um die BMW-Aktie durch den bisherigen Boden im Bereich 68,10/68,80 Euro zu drücken … und das besonders im Fall eines harten BrExit und/oder US-Strafzöllen mit guten Chancen auf Erfolg.

 

 

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