Börsenblick

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Aktuelle Analyse:
BMW: Heute, Kinder, wird’s was geben …

Es wäre gewagt gewesen, diese Einladung auszuschlagen: Die Chefs von Daimler, Volkswagen und BMW werden heute mit US-Regierungsvertretern in Washington zusammentreffen, um das Thema des fairen Handels zu diskutieren. Und dabei natürlich versuchen, das Damoklesschwert der US-Strafzölle auf europäische Automobile zu entschärfen.

Immerhin steht das jetzt unmittelbar zur Entscheidung an. Der US-Präsident hatte dies in der vergangenen Woche entsprechend kommuniziert … und er hätte jetzt nicht nur das hanebüchene Argument, dass europäische Autoimporte die nationale Sicherheit bedrohen würden. Denn nur wenn es so wäre, könnte er solche Zölle im Alleingang durchsetzen. Er könnte jetzt auf General Motors verweisen.

Die hatte er zunächst via Twitter wüst beschimpft, weil GM im Rahmen eines Sparprogramms Fabriken in den USA schließen will. Aber dann mochte ihm womöglich jemand mitgeteilt haben, dass seine Steuerpolitik der geringen Besteuerung von im Ausland erzielten Gewinnen im Fall deren „Heimholung“ in die USA und die Verteuerung der Stahlpreise durch seine Strafzölle entscheidend dazu beigetragen haben, dass GM in schweres Fahrwasser geraten ist. Da kämen ihm Strafzölle gegen europäische Autoimporte gerade recht, denn wenn man die hätte, so Trump Ende letzter Woche, würden viel mehr Autos in den USA gebaut und GM müsste keine Fabriken in den USA schließen. Warum dann noch diese Gespräche mit Daimler, VW und BMW?

Expertenmeinung: Man darf vermuten, dass die US-Regierung den drei Konzernen Zusagen abpressen will, ihre Produktion in den USA zu erweitern. Sollte es dabei bleiben, würde die EU ja nicht umgangen, es würden keine unmittelbaren EU-Befugnisse tangiert, wovor die Kanzlerin gestern noch einmal warnte. Und dass die drei Autobauer sich bereit erklären, eher schwammige Willensbekundungen von sich zu geben, um den US-Präsidenten erst einmal zufrieden zu stellen, ist zumindest gut möglich.

Würde das genügen, aus dem gestrigen Kurssprung der BMW-Aktie eine tragfähige Wende zu zimmern? Dafür dürfte es wohl eher nicht reichen, denn die Autobauer haben auch jetzt schon, ohne die US-Strafzölle, so ihre Probleme, was erst gestern durch das Statement des Konzerns unterstrichen wurde, dass viele neue Modelle das Ergebnis für 2019 noch nicht positiv werden beeinflussen können.

Ein Break über die mittelfristige, aus dem Januar stammende Abwärtstrendlinie, die derzeit bei 86,50 Euro verläuft, wäre nötig, um BMW über eine reine Trading-Rallye hinaus wieder in bullisches Terrain zu tragen – und das dürfte knifflig werden. Aber nachdem es am Freitag gelungen war, das bisherige Jahres-Verlaufstief von Ende Oktober mit Ach und Krach zu halten, hätten die Bullen im Fall eines positiven Verlaufs dieser heutigen Gespräche zumindest eine Plattform, um sich weiter an die Widerstandszone 79,40/80,20 Euro und, mit ein wenig Rückenwind, bis an die bei 82,50 Euro wartende 200-Tage-Linie voranzukämpfen. Aber wer hier Long agiert, sollte sich gewahr sein: Wenn diese Gespräche heute mit gesenktem Daumen beendet werden, wäre für die BMW-Aktie nach unten nichts unmöglich!

Chart vom 03.12.2018, Kurs 75,66 Euro, Kürzel BMW | LYNX Online Broker

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